Beiträge von Nachtwächter

    Ob das „C“ — „Britannicas“ — wirklich so wertvoll ist?

    Etwas ist genau so viel wert, wie ein Anderer dafür bezahlt.
    Nicht mehr und nicht weniger!
    Und das auch nur einmal, weil jeden Tag die Karten neu gemischt werden. Wenn ich heute in Kauflaune bin, heißt das noch lange nicht, dass ich es morgen auch noch bin. Das gilt auch für andere Käufer.
    Dann liegt das Zeug, trotz moderaten Preis, wie Sauerbier!
    N.

    PS: ich hänge, als krasses Beispiel, noch einen alten Römer (Mitte 3. Jahrhundert) an.

    Bei den Antoninianen des 3. Jhds. ist das eher die Regel. Gute Vs. und müder Rs-Stempel.
    Zum Glück sind die Soldatenkaiser nebst ihren Frauen i.d.R. nicht sonderlich teuer, so dass man auf ein perfektes Stück warten kann. Die Preisfindung steht auf einem anderen Blatt.
    Zur Preisfindung:
    Sofortkaufpreise in der Bucht sind Preise am oberen Limit. Beim MA-Shop nimmt man von den aufgerufenen Preisen die Hälfte bis maximal zwei Drittel um einen realistischen Preis zu ermitteln. Da wird nach dem Motto agiert, jeden Tag steht ein Dummer auf, man muß ihn nur finden.
    Denke, sammeln ohne einen wirklich kompetenten und fairen Händler kostet nur unnötig Geld.
    Persönlich bin ich seit Jahrzehnten mit einer Münzhandlung (erst der Vater, nun der Sohn) in geschäftlichen Kontakt. Dort kann man auch mal über Münzen, Erhaltungen, Besonderheiten usw. sich informieren ohne gleich kaufen zu müssen.
    Hab mir letztens ein 3 Markstück Baden 1915 (vz) für stolze 120,-€ zugelegt. Woanders in ss für kaum 100,-€ zu haben.
    Also, warum nicht 20,-€ mehr für ein Stück bei dem es nichts zu meckern gibt?
    Geiz ist nicht immer geil!!!


    Zum Gulden:

    Kann ich nur sagen:"Sammelwürdig, der ist keine Schande für eine gepflegte Sammlung".
    N.

    Das würde ich gerne euch überlassen.

    Nun, ich sammle bzw. beschäftige mich mit Münzen seit über 50 Jahren.
    Ausserdem bin ich "Erhaltungsfanatiker".
    Meine These, Münzen des 20. Jhd. in einer Erhaltung unter vz haben in einer gepflegten Sammlung nichts verloren. Seltenheit hin oder her. Wer will schon gerne einen Schrubber anschauen?
    Wenn der Geldbeutel zu schmal ist, sollte man sich auf einzelne "Perlen" konzentrieren oder es gleich bleiben lassen.
    Natürlich bleibt es Jedem selbst überlassen. Hab schon Sammlungen gesehen, mit durch aus seltenen Stücken, aber bei den Erhaltungen stellte sich ein Würgereiz ein.
    Und was den evtl. Wiederverkauf betrifft, Prunkstücke auch von etwas häufigeren Stücken sind eher Wertstabil als irgendwelche Leichen.
    Randdellen bei Münzen des 19.-20. Jhd. sind für mich ein Ausschlusskriterium.
    Um es auf den Punkt zu bringen, ich möchte in dieser Erhaltung keine von beiden. Da muß man nicht lange zwischen s und ss unterscheiden. Selbst bei der Antike oder Mittelalter bzw. früher Neuzeit sieht es nicht viel anders aus, aber Ausnahmen bestätigen die Regel. Ein müder Stempel ist halt kein Erstabschlag, der richtig Geld bringt.
    N.

    Was für für Leute entrümpeln heutzutage eigentlich eine Wohnung

    Jobber von der AWO.
    Das "Brauchbare" wird in deren Läden verkauft und das "Gute" lässt sich der Chef ins Nebenzimmer stellen.
    Zumindest kenne ich zwei "Ladenleiter" die im Nebenraum Zeug zu stehen haben, was der Normalsterbliche nie zu sehen bekommt. (ein Traum für Antiquitätenliebhaber)
    Es ist aber nicht ungewöhnlich, dass sich auch die Packer gelegendlich ihr mageres Salär mit Preziosen aufbessern.
    N.

    Das Risiko Medikamentenrückstände, Drogen etc. aufzunehmen lässt sich freilich nur mit einer guten Filteranlage reduzieren.

    Zum Tee/Kaffeekochen und auch sonst in der Küche verwenden wir Osmosewasser.
    Osmoseanlage hatten wir mal fürs Aquarium angeschafft.
    Was aus der Leitung kommt ist viel zu hart (Härtegrad 18), da schmecken Tee und Kaffee nicht wirklich.
    Um Osmosewasser herzustellen braucht man halt die 4 fache Menge Leitungswasser.
    Zum Ausgleich bade ich nicht, sondern Dusche nur, damit auch die Klimaarschlöcher zufrieden sind.
    N.

    Münzschmuck ist aktuell freilich nicht das Ding um welches sich Millionen reißen.

    Also, ich lass hin und wieder ne Münze fassen und verschenke diese dann.
    Da ist mir Wurst, was der Römer oder Kelte auf dem Markt bringen würde.
    Wird übrigens gerne getragen.
    Modernes Zeug, wie MTT oder Vrenelis sind meinem Mädel zu profan um sie zu tragen.
    Soll aber Jeder machen wie er denkt.

    N.

    Zeccinen (Dukaten) waren sehr wohl Handelsgold.
    Zunächst überwiegend im Fernhandel ,später tauchen sie gar nicht so selten auch im kleinteiligen Viehhandel auf.

    Und erst die niederländischen Dukaten! Weit verbreitet als Zahlungsmittel.
    Tauchen in jeder Soldzahlung auf. Egal ob 30 jähriger Krieg, spanischer Erbfolgekrieg oder den Koalitionskriegen.
    Die kommen in jeden besseren Fund vor, zumindest in Süddeutschland.
    N.

    woher, von wann die Münze ist und welches Material die Münze hat.

    Also, Material Bronze, Zeitstellung 3. Jhd. n Chr. Geprägt in Griechenland/Kleinasien.
    Wenn Du noch ein Bild von der Bildnisseite machtst, auf der man die Umschrift lesen kann, ist der röm. Kaiser und somit ein genaues Datum der Prägeperiode bestimmbar.
    N.