Börse & Astrologie II

  • Zusatz zu Saturn/Neptun vom 05.01.2006 und falschen astrologischen Zuordnungen
    Orpheus erfolglose Reise


    Die langandauernde und deshalb in letzter Zeit oft zitierte Saturn/Neptun Konstellation, in dessen Zeitfenster wir uns immer noch befinden, und Währungskrisen mit sich gebracht hat, wird zur Zeit von vielen Astrologen zur Erklärung mannigfaltiger Ereignisse herangezogen. Auch ich behandelte sie schon des öfteren und schrieb im Vorfeld - wie Anfangs 2006 bereits darüber. Nun möchte ich nochmals darauf eingehen und den Unterschied zwischen astrologischen Deutungen anhand zweier Begriffe herausstellen.


    Wertewandel zu Werteverlust.


    Damals am 05.01.06 ging es um meine Sachkritik, zu dem von Claude Weiss dem Herausgeber von Astrologie Heute, veröffentlichten Jahresausblick für 2006. In meiner Kritik zu diesen Bericht stellte ich den Bezug her zu dem Intervall der letzten Saturn/Neptun Oppositionen 1936-1971-2007, indem ich auf den Unterschied zwischen Wertewandel - wie sie von AstrologieHeute gesehen wurde - und meiner Spicaversion: Werteverlust näher einging.


    Ein Wertewandel ist bis Heute nicht eingetreten. Ein Werteverlust des US-Dollars aber schon, wenn man etwa den Verfall des US-Dollars in 2006/2007 gegenüber anderen Währungen oder Avisen zur Veranschaulichung heranzieht. Auch kann man in Anbetracht des Werteverlust von US-Immobilien im Nachhinein nicht gerade von einem Wertewandel, sondern doch viel eher von einem Werteverlust sprechen. Obwohl, gewandelt hat sich für US- Eigenheimbesitzer so einiges. Sie wohnen jetzt entweder unter der Brücke oder in Wohnwagen am Strassenrand. Ob man das aber positivistisch als Wertewandel definieren kann ist fraglich. Vielmehr ist für sie der Verlust des Hauses, und Anziehen der Kreditrichtlienen, zu einem einschneidendem Werteverlust geworden. Beklemmung und Tränen inbegriffen.


    Es kommt also nicht darauf an, eine Konstellation terminlich zu bestimmen, das übernimmt jedes Astroprogramm jedes Anfängers, sondern dieser Konstellation durch das Denken mithilfe der Sprache den passenden Inhalt zuzuordnen. Das ist Astrologie Heute in seinem Jahresausblick für 2006 nicht gelungen.
    I

    Zitat

    m Jahr 2006 ist mit einiger Bewegung zu rechnen, und die nächste Phase des sich seit einigen Jahren abzeichnenden Wertewandels beginnt.


    Fazit: Ein Wertewandel ist defacto kein Werteverlust. Ein Wertewandel ist bis Heute nicht - ein Werteverlust aber schon eingetreten. Dieser Werteverlust, der bei allen drei Konstellationen auftreten wird, war am deutlichsten am 27.02.2007 zutage getreten, als die Hypothekenfinanzerer Insolvenz anmelden mussten. Auch dies war kein Wertewandel - oder sehe ich das falsch?


    Meine Kritik damals lautete:

    Zitat

    .....Er sagt nichts aus über das Wesentliche dieser Saturn/Neptun Opposition. Wenn einer also wissen will, wie sich diese Konstellation in der Zeit niedergeschlagen hat, so sollte er einfach mal nachlesen was 1936 - 1971 - geschehen ist und nun 2006/2007 in ähnlicher aber nicht gleicher Form wiederkehrt. Das ganze ist kein Wertewandel, wie uns der Verfasser weiss zu machen sucht, sondern ein Werteverlust und der Beginn einer galoppierender Inflation. ( 1936 Mefowechselexperiment ) 1971 Dollarloslösungsexperiment vom Gold. Ein groß angelegter Versuch der Kollektive und seiner zentralistischen Banken das IIndividuum zu betrügen. In diesem Sinne hilft diese Form der Astrologie mit das Wesentliche zu verschleiern.


    Zitat

    Nun besteht ja jedes Theaterstück wie Friedell in seiner Kulturgeschichte der Neuzeit schreibt aus 5 Akten. Mit dem September diese Jahres - gemeint war 2006 - beginnt also dann sozusagen der 2 Akt des Dramas. Anders formuliert, beginnt ab September 2006 am Goldmarkt die 2.te Phase des Bullenmarktes.Der US-Dollar ist schon über den Jordan gegangen, das wissen Wirtschaftler besser als ich, der Versuch ihn neu zu beleben wird also scheitern wie orpheus Verscuh


    Spica dazu:
    Betrachtet man nun diese Aussage im Rückspiegel, so muss man feststellen, das Wertewandel und Werteverluste nicht dasgleiche sind. Sie unterscheiden sich durch die Sprache respektive Schrift. Sie unterscheiden sich auch durch ihre Erlebnisform.
    Ein Wandel liegt vor, wenn ich von einem Haus in ein gleich grosses Haus - etwa von New York nach San Franzisco umziehe. Bin ich gezwungen das Haus aufzugeben, um an anderen Orten mit meiner Familie Obdachlosenssyl zu beantragen, kann man von Wertewandel kaun noch sprechen.
    Inzwischen jedoch hat die schweizerische moderne Astrologiezeitung den Schwenk vollzogen und kapiert, das diese Saturn/Neptun Konstellation mit Werteverlust im Immobilienbereich und nicht mit einem Wertewandel zu tun hat. wie dieser Artikel aus dem März 2007 zeigt. Er trägt die Überschrift: Saturn/Neptun: Spekulation, Immobilien und Schulden.
    http://www.astrologieheute.ch/…?mySite=Artikel&ArtNr=786


    C. Weiss leistet gewiss grossartiges für den gesamten Astrologiebereich im deutschsprachigen Raum, seine Aussagen allerdings sind oft zu vage und im astrologischen Kauderwelsch gehalten. Sie sind irgnewie "wahr" aber dennoch "falsch". Sie stimmen ( zeitlich ) , aber wie in diesem Fall passen sie nicht. (inhaltlich ) Saturn/Neptun ist und bleibt Betrug, Verlust, Depression, Niedergang, Krankheit, Schwäche, Währungs- wie Geldprobleme. Wassermangel, Trockenheit, Liquiditätsengpässe, Bilanzfälschungen, Schulden, Auflösung der Rechtsformen, Angst, Missachtung der Menschenwürde, Unterwerfung fremden Lebens, Kommunismus-Sozialismus, Entehrung, Spionage, Pleiten, Pech und Pannen. Schrott. Wertevelust: Inflation, Preissteigerungen, Rohstoffmangel, Defizite. Entreicherung. Armut.
    Von einem Wandel spricht diese Konstellation mit Gewissheit nicht.

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  • Bankentrio plant feindliche Übernahme 27.04.07, 16:35
    http://www.focus.de/finanzen/b…n/abn-amro_aid_54744.html


    Im Poker um ABN Amro hat das Konsortium um die Royal Bank of Scotland den Druck erhöht und die Bereitschaft zu einer feindlichen Übernahme signalisiert. Die Bankengruppe, zu der neben der Royal Bank of Scotland (RBS) die spanische Bank Santander und der belgisch-niederländische Konzern Fortis gehören, teilte am Freitag mit, sie habe die Absicht, ein offizielles Angebot zum Kauf aller ABN-Amro-Aktien zu machen. Der Vorstand der niederländischen Großbank sei am Donnerstagabend darüber informiert worden.


    Spica dazu:
    Feindliche Übernahme, sowie der Versuch einer feindlichen Übernahme, durch Aussenstehende ist ein weiterer Aspekt der Mars/Uranus Konjunktion. Wobei ich Konjunktionen - lat: Zusammneschein - im Wirtschaftsleben ohnehin schon als Fusion - das Zusammenkommen zweier oder mehrerer Partner bezeichnet hatte. Mit Mars im Gepäck ist es, wie wir gerade sehen eben dann eine feindliche Übernahme., respektive der Versuch dazu. Fehlen nur noch die Gründungsdaten von ABN Amro selbst. Hintergrundinformation. Soweit ich weiss, steht hinter der Royal Bank of Scotland das englische Königshaus. Ist das richtig?
    Im Internetsprachgebrauch - wäre dies dann eben ein Hackerangriff. Im übrigen hat eine kleine Firma aus Oldenburg ( CeWeColor ) sich gegen die Übernahme durch eine New Yorker Heuschrecke mit folgenden Begleitworten erfolgreich gewehrt: "Satteln sie ihre Pferde und reiten sie der Sonne entgegen, nach Westen." ( Hätte heissen sollen: der Sonne hinterher gen Westen.)

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  • "Wenn Du mich siehst, dann weine"



    [Blockierte Grafik: http://upload.wikimedia.org/wi…rstein_ausgeschnitten.png]


    Der Hungerstein bei Tetschen (Decin)


    Historische Pegeltiefs an der Elbe kündigen sich an ... .


    [Blockierte Grafik: http://www.baggerland-dresden.de/wetter/elbe.gif]


    Die Menschen haben manchmal die Eigenart, in ihrer Verzweiflung Dinge zu tun, die dann der Nachwelt erhalten bleiben & sie zum Grübeln anregen ... .



    So 1417, 1616, 1630, 1676, 1718, 1746, 1790, 1800, 1846, 1859, 1865, 1904, 1911, 1976 und 2003 (2007 auch ?) u.a. entlang der Elbe bei Tetschen (Decin), Dresden Cotta und Strehla.


    Wirkliche Warnwirkung haben die Steininschriften im Flussbett wohl nicht, denn wenn man sie lesen kann, ist es ja längst zu spät ... .
    Und ändern kann man auch dann herzlich wenig ... .


    Die Zeit reichte dann wohl nur noch, um die gröbsten Vorkehrungen für eine harte Zeit zu treffen:


    Zitat

    (...)
    Das Hervortreten der Hungersteine erfüllte die Bevölkerung beiderseits der Elbe mit Angst und Schrecken. Ihr Erscheinen zeigte an, daß nach erheblichem Niederschlagsdefizit ein Hungerjahr in Aussicht stand.
    (...)



    Auf die Schnelle konnte ich jedenfalls für folgende der Daten tatsächlich recht oft Saturn-Neptun Spannungsaspekte bzw die Konjunktion finden!


    1616 - Saturn 135° Neptun


    1630 - Saturn Konjunktion Neptun


    1676 - Saturn 90° Neptun


    1746 - Saturn 90° Neptun


    1800 - Saturn 90° Neptun


    1846 - Saturn Konjunktion Neptun


    Zusatz: 1846

    Zitat

    wurden „Hungertaler geprägt mit der Inschrift: Unser täglich Brot gib uns heute“.


    1859 - Saturn 135° Neptun


    1904 - Saturn 135° Neptun


    1976 - Saturn 135° Neptun


    2003 - Saturn 135° Neptun


    Und nun: 2007 - Saturn 180° Neptun ...




    Und für folgende keine eindeutigen.


    Dafür interessanterweise eine Neptun-Pluto Konjunktion:


    1417 - hier war der Saturn über die gerade kommende Neptun Pluto Konjunktion bereits ein Jahr vorher gelaufen! ...


    Es war allerdings wohl die im letzten Jahrtausend schlimmste Dürre in der Gegend, vermutlich nicht erst bewirkt durch den Wassermangel im selben Jahr, sondern bereits vorher. ...


    In nur vier Fällen fiel mir diesbezüglich keine Besonderheit auf die Schnelle auf:


    1718 / 1790 / 1865 / 1911


    ________


    Wikipedia zur Elbe & den Hungersteinen:


    Zitat

    Anders als beim Rhein, der im Sommer zusätzlich aus Gletscherschmelzwasser gespeist wird und mit dem Bodensee ein großes natürliches Ausgleichsbecken hat, weist die Elbe im Jahresverlauf eine viel weniger stetige Wasserführung auf. In solchen Zeiten werden auch mehrere so genannte Hungersteine sichtbar. Der Magdeburger Domfelsen, früher Hungerfelsen genannt, erscheint, wenn der Wasserstand weniger als 1,30 m beträgt. In D
    ín trägt ein großer Basaltstein die Bezeichnung Hungerstein, da sein Erscheinen für die Schiffersfamilien und auch die Bauern an der Elbe Notzeiten ankündigte. In den Jahren 2003, 2004 und 2006 lag der Pegel der Elbe in Dresden vermehrt unter einem Meter, was den sehr regenarmen Sommern zuzuschreiben war. Im Jahr 2004 war auch schon das Winterhalbjahr extrem niederschlagsarm. Niedriger Wasserstand des Flusses bedeutet Einschränkungen oder auch die Einstellung der Schifffahrt.


    Und dieses Jahr dürfte es wohl wieder, evtl so wie 2003, ein extrem trockenes Jahr werden ... .


    Neptun 180° Saturn


    Zitat

    Niedrigwasser Frühjahr 2007
    Bundesweit liegen Wasserstände (W) und Abflüsse (Q) in den Bundeswasserstraßen auf einem für die Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Niveau, wenngleich insgesamt betrachtet noch keine extreme Niedrigwassersituation vorliegt. Verantwortlich für diese saisonal ungewöhnliche Konstellation sind auf der einen Seite ausbleibende Niederschläge und hohe Temperaturen, auf der anderen Seite geringe Schneedeckenvorräte des Winters in den Hochlagen, die zudem bereits vorzeitig abgeschmolzen sind. Unter den großen Stromgebieten in Deutschland aktuell am stärksten betroffen sind Donau- und Elbegebiet.


    Eine Änderung der Situation ist derzeit (Stichtag 27.4.2007) nicht in Sicht. Angesichts großräumig weiter ausbleibender ergiebiger Niederschläge ist vielmehr mit einem weiteren allmählichen Absinken der Wasserstände zu rechnen.


    Und hier, für die Donau - bzw. allgemein für die Situation in Deutschland:



    Grafik dazu unten im Anhang ...
    Quelle: Bundesanstalt für Gewässerkunde, Link siehe unten.



    Gruss,
    gutso



    PPS:


    Hier einige Quellen mit Infos & Bildern!


    http://forum.wetteronline.de/p…e.pl?noframes;read=567032


    http://www.strehla.de/pages/nixstein.htm


    http://www.htwm.de/sgd/doellingen/orts-chronik.htm


    http://de.wikipedia.org/wiki/Elbe


    http://www.bafg.de/servlet/is/14852/

  • Super recherche gutso
    "Wenn du mich siehst dann weine" Meinten die den Stein oder sangen die über die Konstellation alias Brechweinstein, (Tartarus emiticus.)


    Den sichtbaren Stein ( Saturn ) im Wasser des Flusses (Neptun ) zu erblicken hat demnach für diesen Umkreis Bedeutung: Man sieht auf den Grund, man erkennt den Untergrund. Nun wird es zwar bei uns nicht gerade zu einer Hungersnot kommen, was man aber wiederum auch nicht ausschliessen kann, jedoch zu Wassermangel seines zeichens Neptun/Saturn. Deine Aufstellung zeigt:
    Gesamt: 15
    Teffer: 11
    Nichttreffer: 4
    73% zu 27%


    1417 und 2003 hatten allerdings eines gemeinsam: Uranus in 2,5° Fische. Laut MR ein Saturn/Neptun Punkt. - siehe dort. Ein typischer Saturn/Neptun´ler; Karl Valentin der Boandlkramer.
    Ob die Damaligen schon wussten was wir Heutigen wissen, das die Erderwärmung und die Klimakatastrophe und die CO2 Gase dafür verantwortlich waren. Wahrscheinlich. Denn schon damals gab es eine rapide Zunahme der Abgaswerte, - bei Pferden, die aufgrund des Wassermangels mehr pfurzten als sonst, was den Abgasewert ungemein anstiegen ließ :):):) weswegen ja dann auch der Abgase-Ablasshandel eingeführt werden musste.


    Zusatz zu Mars/Uranus: Militär droht Regierung. Nein, diese Nachricht kommt nicht aus den USA, sondern nur aus der Türkei.

  • Zitat

    Original von Spica
    Super recherche gutso
    "Wenn du mich siehst dann weine" (...)


    ;) ist als Puzzlestück grade schon passend, ich bin auch fasziniert von dieser Geschichte ... ob man den grossen von den Steinen dieses Jahr wohl sehen können wird? 8)
    Und, ob das etwas Sensationstourismus in das kleine Städchen an der Elbe bringt? :rolleyes: :D


    Devisen! ...


    Zitat


    Meinten die den Stein oder sangen die über die Konstellation alias Brechweinstein, (Tartarus emiticus.)


    Muss wohl auch so eine Art von Heilwirkung haben, hilflos dem Schicksal eine SMS ins Gesicht zu kratzen. ... ("160 Zeichen!", denk' daran, - dann steigt das Wasser ja wieder ... .)


    Zitat


    (...)
    1417 und 2003 hatten allerdings eines gemeinsam: Uranus in 2,5° Fische. Laut MR ein Saturn/Neptun Punkt. - siehe dort. Ein typischer Saturn/Neptun´ler; Karl Valentin der Boandlkramer.


    Toll! Das ist mir so in dieser Form neu und es passt natürlich für diesen Genius.
    Wenn ich mir das Bild, das Du von ihm angehängt hast, so ansehe, denke ich, dass sich ein Zen Kalligraph vor Freude wohl die Bambusfeder in den grossen Zeh spicken würde, beim grossartigen Anblick dieser anmutigen Lächerlichkeit ! =)


    ... Auch der gleiche Uranusstand in den Fischen macht Sinn, ich habe den Mondknoten übrigens da.
    (Und SEHR viele meiner Ahnen hatten auch Saturn Neptun Aspekte, ich selber habe die Opposition, aber weit gesteckt.
    Nicht alle davon waren übrigens arm, einige gar nicht. ... Silber. :D


    Zitat


    Ob die Damaligen schon wussten was wir Heutigen wissen, das die Erderwärmung und die Klimakatastrophe und die CO2 Gase dafür verantwortlich waren. Wahrscheinlich. Denn schon damals gab es eine rapide Zunahme der Abgaswerte, - bei Pferden, die aufgrund des Wassermangels mehr pfurzten als sonst, was den Abgasewert ungemein anstiegen ließ :):):) weswegen ja dann auch der Abgase-Ablasshandel eingeführt werden musste.


    Also, ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass sie das wussten, denn dann gäb es Aufzeichnungen zu einer Pferdefurzsteuer.
    Geld war ja zu allen Zeiten interessant, vor allem, wenn man es nicht selbst verdienen musste - und zudem per Geräusch einfordern könnte ! ("Geld war ja zu allen Zeiten interessant" - eine der GANZ wenigen Natur-Konstanten! :D )


    Zitat


    Zusatz zu Mars/Uranus: Militär droht Regierung. Nein, diese Nachricht kommt nicht aus den USA, sondern nur aus der Türkei.


    Nicht aus den USA, aber aus dem Bilderbergerbogenbuch ... -



    Gruss & guter Wochenauftakt!
    gutso


    PPS: Wie wäre es, die Sache noch aus einer anderen Perspektive zu sehen, und statt den 135° die 137,5° und Verwandte näher zu betrachten?
    Th.L. lässt grüssen, sozusagen ...

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  • FTD.de, 12:14 Uhr
    © 2007 Financial Times Deutschland,
    Türkische Finanzmärkte brechen ein
    Der offene Machtkampf um die Präsidentenwahl in der Türkei lässt auch die Finanzmärkte des Landes nicht kalt: Sowohl türkische Aktien als auch die Landeswährung Lira gingen rapide auf Talfahrt. Stoppen kann den Kursverfall nur die Politik.


    Die Analysten erwarten, dass die Kurse sich wieder erholen, wenn sich die politischen Wogen glätten oder die Regierung sich zu Neuwahlen bereit erklärt. Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan will sich am Montagabend an das türkische Volk wenden. Es wird erwartet, dass Erdogan das Bekenntnis seiner Regierung zum Säkularismus bekräftigt.


    Der Leitindex ISE war bei der Eröffnung um fast acht Prozent auf 43.116 Punkte abgesackt - ein Verlust von 3745 Punkten im Vergleich zum vorherigen Schlussstand. Er hatte bereits am Freitag zwei Prozent abgegeben. Auf den Devisenmärkten verlor die Landeswährung zu Dollar und Euro deutlich an Wert, wie türkische Medien berichteten.


    Spica dazu:
    Erst Spanien letzte Woche - nun Türkei Heute. Eigentlich ging ich von einem allgemeineren Einbruch speziell der asiatischen Märkte zu diesem Zeitpunkt aus. Nun, das Fenster dafür ist noch bis zum 11.05.offen - auch wenn es hier boomt und brummt.

    Astrologische Zeitanalysen und Terminplanung
    Landschaften der Zeit: spica

  • Hallo nochmal, für alle dies interessiert!



    http://www.dwd.de/de/FundE/Kli…rod/KSB/ksb01/Extreme.pdf


    Unter diesem Link kann man ein Pdf des DWD mit teils recht genauen Angaben zu verschiedenen historischen Wetterextremen finden.


    Könnte interessant sein, sich die einen oder anderen davon mal unter astrologischen Gesichtspunkten anzusehen.


    Interessant ist da übrigens auch Säverts Seite: "Naturgewalten".


    http://www.naturgewalten.de/



    Grüsse,
    gutso

  • Hallo Spica!



    Hier eben gepostet:


    http://www.goldseitenforum.de/…?postid=169997#post169997


    ____________________________________________



    ____________________________



    Es würde mich mal Deine Meinung interessieren!
    (Ich hänge den Radix- & den Progressionschart für das Horoskop des US-Dollar mal unten mit an.)


    ich sehe das Ganze mal als Lernstück für mich an, Sonne Jupiter müsste man gängigerweise als "Aufwertung" betrachten.


    Der Jupiter im Transit läuft aber derzeit - andererseits - rückläufig weg vom Aszendenten des Radixhoroskopes.
    Bis in den November hinein im 12. Haus, dann wird der Schütze-Aszendent erneut überquert. ...
    Rainer v. Niederhäusern hat das Dollar Horoskop interpretiert, in der Zeitschrift Traders, - und bis in den Herbst bearish gedeutet.


    Aber die Progression hat er dabei vergessen! ;)
    Die hab ich mir jetzt mal angesehen, mit erstaunlichem Ausblick, für mein Teil ... .
    Und: Ich komme deshalb gerade eher zu einer anderen Schlussfolgerung, wenn ich mir das so ansehe ... .


    Die Aufwärtsbewegung des Euro könnte hängenbleiben, markiert durch den Vollmond über der Progressionskonjunktion Sonne Jupiter, und ab November könnte der Dollar sogar evtl. vorübergehend wieder zulegen ... .
    Wegen des Jupiter-Transits über den Aszendenten (erst hier liefe ich dann wieder mit R. v. Niederhäusern konform.)


    Übrigens sein Interview hab ich hier gepostet. ;)


    http://www.goldseitenforum.de/…?postid=169942#post169942



    Grüsse,
    gutso

  • Hallo gutso.
    Bin erst Heute von nem kleineren HamburgAusflug zurück, deshalb kommt meine Antwort auf deine Frage ein wenig zeitverzögert.
    Progression auf das Dollarhoroskop - Hm? Offensichtlich kennst du den von mir geposteten Text: "Was zum Teufel für ein Dollarhorsokop" nicht. Ich verlinke es mal. ( Gedanken zu eueren Dollarhoroskopen 24.12.2004 13:05 )
    Komme da nämlich zu dem Schluss, das das alte Dollarhoroskop vom 02.04.1782 seit der Goldlöslösung des Dollars vom 15.08.1971 ein falscher Ansatz ist. Da der US-Dollar zu Nixons Zeiten zu Grabe getragen wurde. Aber lies selbst.


    Zitat

    Der Greenback in Nöten? 25.09.2006 14:21 Forum: Dies & Das Eine einmal getroffene Verfügung, wie die vom 15.08.1971 ist solange in der Welt und wirkt, bis sie durch eine andere Entscheidung oder durch neuere Tatsachen aufgehoben wird. Man könnte sagen: Das diese Verfügung – kein Gold für Dollars – vom 15.08.1971 eine Art Verkündigung gewesen ist und Richard Nixon ihr Prophet. Insofern dieses Datum einen Wendepunkt auf dem internationalen Finanzmarkt darstellte und heftigste Reaktionen auslöste und nach Meinung von Finanzexperten damals defacto einer Bankrotterklärung der alten US-Währung gleichkam, befindet sich diese Erklärung wie ihre damit verbundene Wirkung heute, nach wie vor In-der-Welt, und sie gilt für mich als das neuere Datum des gültigen US-Dollars. Ich schrieb bereits darüber hier in diesem Forum. Der Text trugt die Überschrift: Was zum Teufel für´n Dollarhoroskop. Nun kann man darüber natürlich unterschiedlicher Meinung sein und viele Astrologen die sich mit Finanzen beschäftigen – allzu viele aber sind es nicht – arbeiten nach wie vor mit dem Dollarhoroskop von 06 July 1785 Philadelphia und dem Sonnenstand von 14°50´im Krebs. Das Datum mit dem ich arbeite bezieht sich aber auf den 15.08.1971 und trägt damit einen Sonnenstand vom 21°53´ im Löwen. Ein Datum, das mit seinem Sonnenstand einen Hinweis darauf gibt, das man mit dieser nixonischen Verfügung der Goldloslösung auf legalem, imperialen Raubzug gegangen ist. ( Löwe = Eroberung , Beute, Raub ..) Also als Mittel dem Zweck dient, bestimmte strategische US-Ziele zu erreichen. Ziele die trotz Zahlungsunfähigkeit erreicht wurden. Der Rest der Welt, obwohl mit eigenen Währungen ausgestattet ist, wie der Artikel von Krassimr Petrov im Energy Bulletin zeigt, durch dessen Anerkennung, dem US-Imperium Tribut und Steuerpflichtig und bleibt von diesen einmal getroffenen Entscheidungen solange abhängig, bis andere Zahlungsformen gefunden die allgemein akzeptiert werden. Seither gedeiht Amerka und kauft ein was es will, wann es will, wie viel es will. Waren für gedrucktes Papier und viele wissen, das diese Vormacht nur durch die Vereinbarung der USA mit den Saudis von 1972/73 aufrechterhalten wird, das der dollar durch Öl gedeckt wird. Aber der Dollar ist nicht durch Öl gedeckt, zumal die USA selbst im Vergleich zu Ölförderstaaten, viel zu wenig Öl fördern. Nun hat diese Verfügung vom 15.08.1971 wie jedes Horoskop bestimmte Planetenstände, und Mars der für die Durchsetzung der Eigeninteressen steht, steht in diesem Horoskop in 15°39´Wassermann und zeigt seit geraumer Zeit durch den langanhaltenden Neptuntransit über diesen Marsstand, das diese Verfügung seit dem Transit 2003 schwächelt und man kann sagen, das das damals Gesetzte einem Auflösungsprozess unterliegt und von außerhalb infragegestellt wird. Das heißt, die Länder der Welt die am Schwersten unter diesem Dollardiktat zu leiden haben beginnen sich davon zu distanzieren und nach anderen Möglichkeiten zu suchen. Das ist nicht leicht. Allen voran der Irak im Jahre 2000, der es als erster wagte sein Öl statt für Greenbacks für den neu eingeführten Euro zu verkaufen. Wir kennen heute das Ergebnis dieses Versuchs. Das Land liegt in Trümmern und steht in Flammen. Fremdbesetzt. Für die damalige hochverschuldete Regierung Nix-on, dessen Haushalt durch den angezettelten Krieg in Fernost ins Chaos geraten war, stellte diese einseitige Verfügung eine Art Befreiungsschlag dar und man kann beobachten, das Uranus in diesem Verfügungshoroskop in 11°Waage zum liegen kam. Und es ist der selbe Grad, auf dem der ursprüngliche US-Dollar seinen Neptun stehen hatte. Ein empfindlicher neuralgischer Punkt also. Die Auswirkung im späteren Verlauf des sich selbst entwertenden US-Dollars war dann die Ölkrise im Oktober 1973. Auch hier wird man in diesem Horoskop fündig. Neptun erreichte im Oktober 1973 seine exakte Opposition zum Saturn des Radix. Der Ölpreis in dollar explodierte.


    Zitat

    Saturn-00-Sonne am 06.10.06 – nur alle 30 Jahre wie 1977.


    Zitat

    Dieser Modus wird verstärkt durch die mundane Struktur, die derzeit zwischen Jupiter und Neptun als Quadrat gegeben ist und neuerliche Inflationsängste mit sich bringt. Ein kurzer Rückblick in die Geschichte der Finanzwelt anhand dieses Horoskops vom 15.08.06 soll zeigen, dass es sich bei diesen von mir als scheinbar willkürlich ausgewählten Datums schon um etwas handfesteres handelt, wenn man sich den August 1998 vor Auge führt. Damals wurde der langsame Transit des Pluto zum Radixsaturn exakt. ( Pluto-180-Saturn ) und löste eine Finanzkrise aus, die als Asienkrise bekannt wurde. ( LCTM ) Das Reflektierte zeigt, das es sich bei dieser Verfügung um den derzeit wirkenden Dollar handelt, der am 4.10.06 wenn die laufende Sonne sich in 10° Waage befindet den aktuellen länger wirkenden Saturntransit der am 07.Oktober 06 stattfindet, auslöst.


    Spica dazu:
    Wie man sieht ein unterschiedlicher Ansatz. Denn auch in der Finanzwelt gilt. Das Firmen und/oder Währungen sterben. Das manche Astrologen dann immer noch mit den Daten toter "Persönlichkeiten" -hier des Dollars - agieren, ist deren persönlicher Ansatzpunkt. Für mein Verständnis aber nicht nachvollziehbar. Ad eins.
    Ad zwo: Des weiteren handelt es sich bei Währungen ja immer um Währungspaare. Es nützt einem also so eine isolierte Sonne/Jupiter Derektion alleine ziemlich wenig, wenn etwa gleichzeitig der Yen oder euro oder CHF eine noch stärkere Sonne/Jupiter Phase hätte. Man muss also hier immer zwei Seiten gleichzeitig betrachten und diese gegeneinander abgleichen. Ein schwieriges Unterfangen, aber dennoch lohnenswert.


    Ad drei: Da aber Gold die Avise für all diese Papierwährungen ist und der Preis des Edelmetalls in diesem Papiergeldsystem noch in Dollars angegeben wird, kann man durchaus Schlussfolgerungen hinüber auf den Edelmetallmarkt ziehen, wenn die Ausgangsdaten stimmten, versteht sich.
    Der nichtbeachtete Rich-and-Nixons US-Dollar Weltgeldbetrug - oder: die Einführung einer neuen ungedeckten Währung nach dem Dollarkollaps 1971. Sind nun 36 Jahre her. Damals wie Heute standen Saturn zu Neptun in Opposition. Damals ein verschleierter Staatsbankrott und Heute ein noch nicht registrierter US-Staatsbankrott. Bankrott geht dabei natürlich nicht der Staat - sondern seine Bürger. Wo wir wieder beim aktuellen Thema angelangt sind. Saturn/Neptun die Dritte: 31.08.2006 - 28.02.2007 - 25.06.2007


    Wenn also Saturn/Neptun die "Austrocknung der Liquitität" ist, wie ich es formulierte, so ist die derzeitige Dürrephase mit den "ausgetrockneten Flüssen" und mangelndem Regen ( Saturn/Neptun ) als Bildgleichniss nur seine natürliche Entsprechnung. Was die Frage aufwirft: Für was diese Austrocknung steht? Ist etwa der Geldhahn schon abgedreht? Wer weiss. Und wie du unschwer erkennen wirst, fällt diese Saturn/Neptun Opposition bei 21° Löwe zu Wassermann exakt auf die Sonne des Nixon Dollars. Was meinst du also was dies bedeutet. Stärke?
    Der Dollar hat offensichtlich Krebs. also nicht Krebs als Tierkreis, sondern als Krankheitszeichen. Hilft nur ne Totaloperation und die kommt, mit dem Saturnlauf durch die Jungfrau.

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  • Saat der Zerstörung von F. William Engdahl


    Teil I:
    "Wir sind geneigt zu sagen, daß niemand bei gesundem Menschenverstand diese Dinge je einsetzen wird - aber nicht jedermann ist bei gesundem Menschenverstand." Steven Block, Professor für Biophysik an der Stanford Universität


    Innerhalb von fünf bis höchstens zehn Jahren werden sich wesentliche Teile der weltweiten Nahrungsmittelversorgung in den Händen von nur vier global agierenden Großkonzernen befinden. Diese Firmen halten exklusive Patente auf Saatgut, ohne das kein Bauer oder Landwirt der Welt säen und später ernten kann. Es handelt sich dabei allerdings nicht um gewöhnliches Saatgut. Es sind Samen, die so genmanipuliert wurden, daß sie nach der ersten Ernte »Selbstmord« begehen. Damit soll sichergestellt werden, daß Saatgut jedes Jahr neu erworben werden muß - ein Geschäft, das der Teufel nicht hätte besser erfinden können. Wird diese Entwicklung nicht aufgehalten, entsteht eine neue, bislang nicht für möglich gehaltene Form der Leibeigenschaft.


    Drei der vier privaten Unternehmen, die heute gentechnisch verändertes Saatgut anbieten, weisen dabei eine unheilvolle jahrzehntelange Verbindung zur US-Kriegsmaschinerie des Pentagon auf. Einst produzierten sie »Agent Orange«, das Zehntausende in Vietnam tötete und selbst heute noch Folgeschäden verursacht. Zur Zeit üben diese Firmen, in Zusammenarbeit mit der US-Regierung, einen enormen Druck auf Europa aus, damit auch hier alle Schranken gegen genmanipuliertes Saatgut fallen.


    Dieses Buch ist keine Geschichte über Profitgier. Es ist vielmehr eine Geschichte über die dunkle Seite der Macht. In den 1970er Jahren erklärte Henry Kissinger: »Wer das Öl kontrolliert, ist in der Lage, ganze Nationen zu kontrollieren; wer die Nahrung kontrolliert, kontrolliert die Menschen.« Das Buch dokumentiert, daß die amerikanische Rockefeller-Stiftung der treibende Motor hinter dieser Entwicklung ist. Zusammen mit privaten Forschungsinstituten und in Mittäterschaft der US-Regierung versucht eine kleine mächtige Elite, Gott zu spielen - mit erschreckenden Folgen für die Völker der Welt. Die vorliegende Arbeit dokumentiert eine gigantische Verschwörung.


    Teil II:
    Nordamerika


    Rätselhaftes Bienensterben
    Text: F.A.Z., 08.05.2007, Nr. 106 / Seite 1
    Von Horst Rademacher, San Francisco


    08. Mai 2007
    In den vergangenen Jahrzehnten sind zahlreiche Tierarten ausgestorben, ohne dass die Mehrzahl der Menschen überhaupt von ihrer Existenz gewusst hätte. Das gegenwärtige Bienensterben in den Vereinigten Staaten - etwa ein Viertel aller Bienenvölker ist inzwischen wie vom Erdboden verschluckt - alarmiert dagegen Laien wie Fachleute. Während Biologen bisher immer noch keine schlüssige Erklärung für das mysteriöse Verschwinden der bestäubenden Insekten haben, warnt die Landwirtschaft vor den weitreichenden Folgen. Wenn das Bienensterben so weitergehe, heißt es aus dem Landwirtschaftsministerium in Washington, sei die Versorgung der Bevölkerung Nordamerikas mit Nahrungsmitteln ernsthaft in Gefahr.


    Erste Anzeichen, dass die nordamerikanischen Bienen von einer außergewöhnlichen Krankheit befallen sind, gab es im vergangenen November in Florida. Ein Imker aus dem Bundesstaat Pennsylvania, der mehrere Dutzend Bienenvölker in einen Zitrushain in der Nähe der Stadt Tampa zum Überwintern gebracht hatte, entdeckte bei einer Routineüberprüfung, dass nahezu alle Bienen aus den Körben verschwunden waren. Dieser inzwischen als „Colony Collapse Disorder“ (CCD) bezeichneten Krankheit ist mittlerweile ein Viertel der 2,4 Millionen Bienenvölker in den Vereinigten Staaten zum Opfer gefallen.


    Vergleiche mit früheren Ausbrüchen führten zu nichts


    Mehr als die Hälfte der amerikanischen Bundesstaaten und einige Provinzen Kanadas sind von der mysteriösen Krankheit betroffen. Ähnliche Fälle von Bienensterben werden mittlerweile auch aus Deutschland, Polen, der Schweiz sowie einigen nördlichen Anrainerstaaten des Mittelmeeres gemeldet, wobei aber das Ausmaß dort längst nicht so katastrophal ist wie in Nordamerika.


    Mehrere Forschergruppen sind bisher bei der Suche nach den Ursachen des Bienensterbens zu keinem eindeutigen Ergebnis gekommen. Vergleiche mit früheren Ausbrüchen plötzlichen Bienensterbens führten zu nichts. So liegen jetzt vor den Körben keine toten Insekten, die man untersuchen könnte. Außerdem hat bisher keiner der betroffenen Imker Spuren von Vergiftungen gefunden. Jeff Pettis, der Leiter des Laboratoriums für Bienenforschung des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums in Beltsville bei Washington, hat einige mögliche Auslöser des Massentods im Verdacht.


    Früchte verschwinden aus den Regalen


    Pettis glaubt, Auslöser könnten ein Parasit, ein unbekanntes Virus, Bakterien, Pestizide oder eine Kombination mehrerer dieser Faktoren sein. Nach Meinung von Dennis van Engelsdorp, dem Leiter eines kürzlich eigens für die CCD-Forschung eingerichteten Labors an der Pennsylvania State University, scheiden die üblichen Verdächtigen, beispielsweise die Varroamilbe, als Erreger aus. Mitarbeiter der Universität von Kalifornien in San Francisco glauben, der einzellige Parasit Nosema ceranae spiele eine Rolle. Ebenso wurden inzwischen auch Elektrosmog sowie gentechnisch veränderte Pflanzen mit dem Bienensterben in Verbindung gebracht.


    Während die Biologen noch weitgehend im Dunkeln tappen, zeichnen Agrarökonomen ein düsteres Bild. So rechnen Mitarbeiter des amerikanischen Landwirtschaftsministeriums vor, dass etwa ein Drittel jener Nahrungsmittel, die der Mensch im Laufe eines Tages zu sich nimmt, nur deshalb gedeihen, weil sie von Insekten bestäubt werden. Honigbienen tragen mindestens zu 80 Prozent zu dieser Bestäubung bei. Die Blüten vieler Pflanzenarten werden sogar ausschließlich von Bienen bestäubt. Dazu gehören unter anderem Obstsorten wie Äpfel, Kirschen, Pfirsiche und Kiwis sowie viele Gemüse wie Sojabohnen, Spargel, Brokkoli, Sellerie, Kürbisse und Gurken.


    Sollte das Bienensterben uneingeschränkt weitergehen, könnten diese Früchte nicht gedeihen und würden zwangsläufig aus den Regalen der Märkte verschwinden. CCD sei zurzeit die größte Bedrohung für die Versorgung Nordamerikas mit Lebensmitteln, sagt Kevin Hackett, der leitende Pflanzenforscher im Landwirtschaftsministerium in Washington. Landwirtschaftsminister Mike Johanns sagte, dass diese Krise die Produktion jener Getreidesorten auszulöschen drohe, die auf die Befruchtung durch Bienen angewiesen sind.


    Teil III:
    Spica dazu:
    Eine Medaillie hat immer zwei Seiten. Eine sichtbare Vorder- und ein verdeckte Rückseite.
    Anders formuliert - eine geno- und eine phänotypische Seite. Die Biene übernimmt hier also nicht nur die Bestäubung, sondern ihre Bedeutung liegt in der Befruchtung der Blüte. Ein anderes Wort hierfür wäre Zeugung.
    Wenn also das Zeugende aus unerklärlichen Gründen stirbt, dann deshalb, weil durch die Genmanipulation der Saat, damit auch der Blüten, die eine Seite derart verändert wurde, das die Einheit Blüte/Biene unwissentlich mitzerstört wurde.
    Denn wenn man die Gene der Saat verändert ( phänotypisch ) so verändert man gleichzeitig auch den genotypischen Anteil mit. Denn Blüte und Biene sind keine zwei von einander zu sehende Einzelerscheinungen, sondern eine symbiotische Einheit. In der Sprache der alten Taoisten wurde diese Wechselwirkung "Hisiang sheng " genannt. Aus diesem Grunde vernichtete man in erster Linie nicht die Indianer, sondern das MAN schlachtete die Büffelherden.
    Mir ist eine Anekdote aus der Geschichte bekannt, in der englische Farmer bei der Besiedelung Australiens versuchten für ihre rinder Klee anzubauen, was auch gelang. Was man vergass, war, dass es in Australien zu der Zeit keine Bienen gab, die den Klee bestäubten. Der Klee zerfiel. Bis man erkannte das Klee-und-Biene eine Einheit darstellten. Das selbe Verhältnis liegt meines Erachtens hier vor.
    Unfruchtbare Saat - braucht keine Befruchter, keine Zeuger. Der Vorgang natürlich auch keine Zeugen.
    Demnach kann man nicht nur einen Teil ( Seite ) verändern ohne die andere mitzuverändern.


    Offensichtlich hat die Biene erkannt, das die genmanipulierten Arten nicht mehr in ihren Zuständigkeitsbereich fallen. Sie zieht sich vornehm zurück. Das dieser Rückzug etwa im November 2006 beobachtet wurde ist insofern interessant, da heliozentrisch betrachtet, die Neptun/Saturn Konstellation zeitgleich gegeben war.

  • hi spica,
    danke für diesen interessanten bericht.
    stimmt mich wirklich bedenklich und in vielen tageszeitungen
    wird die story bekannt gemacht zur zeit.


    auch das hab ich gefunden und halt es allerdings für leicht
    übertrieben:
    .......
    Auf einen Satz verweisen betroffene Bienenzüchter und nüchterne Bienenforscher inzwischen immer wieder, einen Satz, den Albert Einstein einmal gesagt haben soll: ,,Wenn die Biene von der Erde verschwindet, dann hat der Mensch nur noch vier Jahre zu leben; keine Bienen mehr, keine Bestäubung mehr, keine Pflanzen mehr, keine Tiere mehr, keine Menschen mehr...‘‘.
    ......


    irgendwie kommt mir der gedanke an die vogelgrippe, die in aller
    munde war und panik verbreitet hat überall.
    und je näher die fußball-wm kam, umso mehr verstummten diese
    berichte. und dann hörten sie ganz auf.
    wär ja schlecht gewesen, wären die ganzen touristen weggeblieben ;)
    sind bis heute nicht wiedergekehrt, diese panikmache-berichte.


    und ich hoffe für die menschheit und die bienen, daß auch diesmal
    alles nur von der presse hochgejubelt wird - warum auch immer.


    aber nichtsdestotrotz sollte man mal nicht die rohstoffpreise aus
    den augen verlieren.
    denn wenn da was dran ist, dann wird man das da am ehesten
    spüren.
    und nicht nur am sojapreis. auch alle anderen werden dann
    mitziehen.

    Morgen werde ich mich ändern.
    Gestern wollt ich es heute tun ;)

  • Falling US dollar and surging stocks, like in 1987!
    Remember the Wall Street crash of October 1987 when stocks had their worst single day in history? Older market professionals certainly do. They also recall that the 1987 crash came after a sharp weakening of the US dollar and a rally in stocks. Is that not what we are seeing again now?
    Sunday, May 06 - 2007 at 09:40


    There is an argument for foreign investors to buy US equities at the moment as the US dollar is weak and so they get more stocks for their money. Hence foreign money is fuelling a rally in the US stock market at a time when GDP growth has slowed to 1.4 per cent.


    But in euro or sterling terms these investors are not getting a good deal. The 12 per cent devaluation of the US dollar has wiped out most of the stock market gains for foreign investors over the past six months.


    The question is surely at what point foreign investors will bail out, and realize that dollar devaluation is wiping out their profits? After all the US economic outlook is not good with the US housing sector in crisis and the consumer increasingly under pressure, so the economic fundamentals are weakening, not getting stronger.
    1987 similar
    This Day of Reckoning can not be far away, and a sudden reversal of confidence by foreign investors could crash the US stock market for reasons very similar to what happened in 1987: equities riding too high on a cheap dollar.


    However, the level of leverage in the capital markets is generally acknowledged to be very much higher than in 1987, beyond even what produced the Wall Street crash of 1929. So the fireworks, when they start, will truly light up the sky.


    Leading the leverage boom is the hedge funds followed by the private equity funds. Nobody is exactly sure how much leverage is in the system from the derivative structures erected by these financiers but it is a house of cards that will come crashing down in a stock market correction.
    Asset storm
    The knock on effect in other asset markets would also be considerable, with commercial and high-end real estate feeling the cold wind of recession howling through the markets.


    The immediate policy response would almost certainly be the slashing of interest rates, as seen in the 2000 dot-com crash. This would tend to stabilize confidence but markets do tend to still drift lower - the previous bottom was in spring 2003 - so investors should not ignore the warning signals at this stage.


    In a big market upset, what was formerly out of fashion usually does best, and the previous favorites fare worst. That would mean a rally for the US dollar and stabilization of US housing, and bad times for hedge funds, private equity and mutual funds. Bonds would surge on lower rates.


    Spica dazu:
    Der Autor dieses Artikels sieht Ähnlichkeiten mit der momentanen Situation, dies in insofern interessant, da 1987 und 2007 auch astrologisch Parallelen aufweisen.
    Wie in der Zeit von 05.06.1986 – 12.02.1987 so findet sich auch in diesem Jahr ein sich dreifach wiederholendes Jupiter/Uranus Quadrat statt.
    Die Daten dieser exakten Konstellation sind folgende:
    1.22.01.2007
    2.11.05.2007
    3.09.10.2007
    Was bedeutet, dass wir Heute um 3:45 Uhr die zweite von den drei Konstellationen antreffen. Da die exakte Zeit der Konstellation in den von Europa aus betrachtet vorbörslichen Handel fällt, richtet sich unser Blick nach Fernost aus dem uns Heute morgen, negative Zahlen erreichen.


    Hinzu kommt, dass diese Verbindung an einem Tag exakt wird, der Erinnerungen weckt zum Vorjahr. Auch 2006, war es am 11.Mai, an dem die Kurse eingebrochen sind. Und seltsamer weise haben es gleiche Tage oft in sich. Man kann diese oft als Signaltage verwenden. Dazwischen liegen annähernd 360 Tage, was den 360 Sonnengraden - demnach 52 Wochen entspricht. Damals markierte dieser Tag ein Hoch.


    Die Konstellation Uranus-90-Jupiter war aber auch am 20.05.2000 gegeben und zeigt, dass sie für Wenden nach unerwarteten Tops stehen kann, an denen die Marktstimmung sich in ihr Gegenteil verkehrt. Offensichtlich entsteht bei der Konstellation ein stärkerer Umsatz ( Jupiter/Uranus ) indem Vermögende größere Aktienpakete ( Jupiter/Uranus ) auf den Markt werfen, sodass ein Angebotsüberhang entsteht, der auf die Kurse drückt. So geschehen am 20.05.2000. ein Vorgang den Kurt Richebächer damals beobachtete und in der auf goldseiten veröffentlichten Kolumne analysierte. "Die USA stecken in der unmäßigsten Kreditinflation aller Zeiten" von Dr. Kurt Richebächer
    http://www.goldseiten.de/conte…n/artikel.php?storyid=147


    Man sollte also in diesen Uranus/Jupiter Zeiten mehr auf die Umsätze als auf die Kurse alleine achten. Der Zeitrahmen für diese Konstellation, die heliozentrisch erst am 16.06.2007 eintrifft sollte man auf 6 Wochen also auf 45 Tage taxieren. Der Marktkommentar dazu liest sich wie folgt:


    11.05.2007 07:43
    Dax sieht nicht gut aus
    Spielverderber waren bereits am Donnerstag schwache US-Einzelhandelsdaten und ein überraschend hohes Außenhandelsdefizit in den USA. An Wall Street blieben die Kurse auch im späten Handel unter Verkaufsdruck. Der Dow Jones-Index fiel um 1,1 Prozent auf 13.215 Punkte, der Index der Technologiebörse Nasdaq rauschte 1,65 Prozent auf 2.534 abwärts. Und auch aus Tokio werden am Freitagmorgen fallende Kurse gemeldet. Der Nikkei-Index lag kurz vor Handelsschluss ein Prozent im Minus. Schwache US-Daten machen Druck ( boerse.ard )


    @resistentia
    Manchmal muss man einfach ausharren und warten können trotz Astrologie.

    Astrologische Zeitanalysen und Terminplanung
    Landschaften der Zeit: spica

  • Hallo Spica



    Heisst das, im Februar 1987 bildeten Jupiter und Uranus das damals dritte Quadrat ? Die Kurse stiegen danach noch ein halbes Jahr lang stark an. Merriman schreibt zuletzt auch, dass es während dieser Phasen schwierig ist, den Zeitpunkt für ein -finales- Top zu identifizieren bzw. prognostizieren.
    Ich gehe trotzdem mal davon aus, dass der jetzige Zeitpunkt Wirkung zeigt, ein schärferes Reversal nach unten bringt. Die Frage ist, ob das dann schon der "richtige" Abverkauf wird, oder nur ein erster Warnschuss vor den Bug. Ein Abtauchen unter die Ausbruchsniveaus Dow 12800 und SPX 1460, um anschliessend ein letztes Mal hochzulaufen und ein neues Top zu bilden, bevor der Crash zuschlägt ? Das würde durchaus einem üblichen Verlauf entsprechen. Ist mir leider nicht klar. McLarren kommt mit Hilfe seiner Zeitprojektionen auf den 12.6. als guten Zeitpunkt für das finale Top. Der Bradley würde mitspielen, er weist den 14.6. als erstes markantes Reversal-Datum dieses Jahres aus.
    Wie siehst Du das ?


    Schöne Grüsse


    Vince

    Einmal editiert, zuletzt von vince ()

  • Jesse Lauriston Livermore - eine Kurzbiographie


    von Ralph Malisch
    Es gibt viele Geschichten und Geschichtchen über Jesse Lauriston Livermore

    Die Fakten: Geboren am 26. Juli 1877
    Gestorben am 27.November 1940


    Dazwischen liegt ein Leben, das so schillernd und faszinierend war, wie kaum ein zweites in der Branche. Schon zu Lebzeiten umwehte ihn der Hauch des Mystischen und Geheimnisvollen - ein Image das dem "Großen Bär" und "Einsamen Wolf" keineswegs unangenehm war. Seine Lebensgeschichte bildete auch die Vorlage für d e n Börsenklassiker schlechthin:


    "Reminiscences of a Stock Operator".

    J.L., wie er genannt werden wollte, fiel schon als Kind durch seine schnelle Auffassungsgabe und seine weit überdurchschnittliche mathematische Begabung auf. Mit 13 Jahren allerdings eröffnete ihm sein Vater, daß Bildung für das Leben als einfacher Farmer ebenso unnötig wie nutzlos sei. Als er ihn dann mit 14 von der Schule genommen hat und ihm einen Overall für die Farmarbeit überreichte, wußte J.L. was die Stunde geschlagen hatte. Seine Mutter unterstützte ihn heimlich und noch mit 14 Jahren verließ er sein Elternhaus mit nur 5 $ in der Tasche.


    Es zog ihn nach Boston. Dort angekommen erhielt er seinen ersten Job als Chalkboard Boy in der örtlichen Paine Webber Niederlassung. Schon bald interessierte er sich für die Bedeutung der Zahlen die er da anschrieb und suchte in den Zahlenkolonnen nach Mustern. Nach einigen Monaten - es war 1892 und er war gerade 15 Jahre alt - nutzte er die Mittagspausen um in einem benachbarten "Bucket Shop" (eine Art Wettbüro für Aktien) selbst auf Kursveränderungen zu spekulieren. Als sein Vorgesetzter dies bemerkte, stellte er J.L. zur Rede und drohte ihm mit Konsequenzen, falls er dieses Treiben nicht unterlasse. J.L. entschied sich für die Konsequenzen - und wurde gefeuert! So endete sein erster Job, der auch sein einziger bleiben sollte, nach kurzer Zeit unrühmlich.
    In der Folgezeit verdiente J.L. sein Geld in den Bucket Shops der Stadt. Mit 16 Jahren hatte er seine ersten 1.000 $ verdient und das war für einen Jungen in seinem Alter eine Menge. Er arbeitete allein, sagte niemandem, was er tat, nahm nie einen Partner auf und borgte niemals Geld. Er war dabei so erfolgreich, daß ihm sein Ruf als "Boy Wonder" bzw. "Boy Plunger" vorauseilte. Allerdings erhielt er nach und nach in den einschlägigen Etablissements Lokalverbot, denn Gewinner waren dort nicht gern gesehen. Schließlich lebten die Shops von den Verlusten Ihrer Kunden, da Orders grundsätzlich nicht an die Börse weitergeleitet wurden und der Shop sozusagen die Bank hielt. Nachdem es aufgrund seines Bekanntheitsgrades immer schwerer wurde Geld in den Bucket Shops zu verdienen, startete er mit 2.500 $ (er hatte es zwischenzeitlich schon auf rd. 10.000 $ gebracht) seinen ersten Ausflug an die Wall Street - und scheiterte.


    J.L. mußte sich 1.000 $ bei Ed Hutton leihen, der schon früh sein Talent erkannt und irgendwie einen Narren an dem Jungen gefressen hatte. Wiederum suchte J.L. zunächst sein Glück auf vertrautem Terrain, in den Bucket Shops, zumindest in denen, in denen er noch kein Lokalverbot hatte.

    1899 - im Alter von 22 Jahren hatte er wieder ein ansehnliches Startkapital von 10.000 $ zusammen und wagte sich nach eingehender Fehleranalyse erneut an die Wall Street. Er profitierte alles in allem ansehnlich vom großen Bullen-Markt des Jahres 1901. Er hat es auf immerhin 50.000 $ gebracht und ging dann short. Dies war eine Lektion, die er noch lernen mußte. Das Laufband hinkte weit hinter den tatsächlichen Kursen hinterher ("fast market"). Obwohl er die Richtung des Marktes richtig bestimmt hatte, ruinierte ihn die miserable Ausführung seiner Short-Verkäufe. Er deckte sofort ein und hatte erneut alles verspielt.


    Nachdem sich seine Frau weigerte ihren Schmuck ins Pfandhaus zu tragen, hieß das ein weiteres Mal Bucket Shop für J.L..


    Als er wieder ausreichend Kapital zusammen hatte, kehrte er zurück zur Wall Street. Er verfeinerte sein System, er studierte insbesondere das Verhalten der Verlierer, denn ein Verlierer wollte er nicht mehr sein.


    Und schließlich brach er alle Regeln - und gewann. Aus einer inneren Eingebung heraus shortet er im Frühjahr 1906, im Alter von 29 Jahren mehrere Tausend Union Pacific-Aktien. Dann, am 18. April 1906, das Große Beben in San Francisco. Erst am dritten Tag nach dem Beben brach der Markt ein. Union Pacific fiel wie ein Stein und J.L. machte einen Profit von 250.000 $.
    Im Herbst 1907 hatte J.L. rd. 1 Mio. $, er war 30 Jahre und wähnte sich auf dem richtigen Weg. Nachdem er seine Shorts eingedeckt hatte, wollte er auf eine Reise nach Europa gehen. Doch sein Instinkt warnte ihn rechtzeitig, daß er lediglich eingedeckt hatte um seine Papiergewinne nicht wieder zu verlieren, also ohne wirklichen Grund. Zurück in New York ging er daher erneut massiv short. Was sich dann in der Folge in den Oktobertagen des Jahres 1907 entwickelte war ein veritabler Crash; der Börse ging schlicht das Geld aus. Am 24.10.1907, hat J.L. erstmals 1 Mio. $ verdient - an einem einzigen Tag - und der Tag war noch nicht vorüber. Er war seinen Regeln treu geblieben. Gegen Ende das Tages hatte er riesige Papiergewinne. Seine Margin war groß genug um am nächsten Tag schon zur Eröffnung die prominenten Werte in Blöcken à 10.000 Stück auf den Markt werfen zu können und dem Markt damit den Todeskuß zu geben. Wenn ihm das gelänge, wären es nicht 1 Mio. $ Profit, sondern 10 Mio. $ oder gar 20 Mio. $. Andererseits war er nicht sicher, ob der Markt danach jemals wieder öffnen würde.
    J.L. zusammen mit Ed Kelley, einem Freund, auf seiner Yacht beim Fischen, eine seiner Leidenschaften. Auf dem Wasser zu sein, gab ihm die Möglichkeit nachzudenken; häufig kam er mit neuen Einfällen zurück.
    Ein Besuch seines Freundes Warren Augustus Reed erleichterte ihm die Entscheidung. Dieser überbrachte die dringende Bitte, die Shortverkäufe einzustellen; eine Bitte die nicht von irgendjemandem kam, sondern von J.P. Morgan höchstselbst, schon damals eine Legende. J.L. mit 31 Jahren auf dem vorläufigen Höhepunkt seines Erfolges und seiner Macht. Er hatte es in der Hand. Auf gleicher Höhe mit Morgan - zumindest für einen Tag. J.L. willigte ein, nicht nur aus Altruismus, auch aus Kalkül. Er würde keine weiteren Aktien mehr shorten und am nächsten Tag beginnen einzudecken. Danach würde er aggressiv kaufen. Wie angekündigt deckte er am Folgetag zunächst seine Short-Positionen ein und löste durch seine Käufe eine Rally aus. Er kaufte weitere 100.000 Aktien long und konnte am Ende des Tages einen Profit von 3 Mio. $ verzeichnen.


    Doch seine Freude sollte nicht lange währen. Noch im selben Jahr fand jene schicksalhafte Begegnung mit Percy Thomas, dem "Cotton King", also einem Baumwoll-Guru statt. Eine Begegnung, die ihm zum Verhängnis werden sollte. Obwohl Livermore es grundsätzlich ablehnte, mit anderen zusammenzuarbeiten und obwohl er sich gleich zum Beginn seiner Bekanntschaft mit Thomas die entscheidende Frage stellte, warum Thomas wohl pleite war, wenn er doch so gut Bescheid wußte, zog ihn Thomas doch immer mehr in seinen Bann.
    Livermore warf seine über lange Jahre gewonnenen Erfahrungen nach und nach über Bord und verstrickte sich immer tiefer in sein Baumwoll-Abenteuer. Im Ergebnis kostete J.L. diese Lektion 3 Mio. $ und ließ ihn mit weniger als 300.000 $ zurück. Als er dann versuchte seine Verluste schnellstmöglich wettzumachen, beging er auch schon seinen nächsten Fehler. Über die nächsten Monate verlor er bei seinem verzweifelten Versuch das verlorene Geld zurückzugewinnen soviel, daß er schließlich als nervliches Wrack mit 1 Mio. $ Schulden dastand. Erst nach Monaten fand er die Kraft sein Verhalten zu analysieren, und erstmals wurde ihm die emotionale Komponente seines Handelns bewußt. Ursache seines tiefen Falls war sein Ego. Er war es gewohnt mit Mißerfolgen umzugehen, was ihn jedoch wirklich aus der Bahn geworfen hat, war sein exorbitanter Erfolg vom 24.10.1907. J.L. mußte sehr schmerzhaft lernen, daß Erfolg manchmal schwerer zu verkraften ist, als Mißerfolg. Im Februar 1915 mit 38 Jahren mußte J.L. seinen Bankrott erklären.


    Den Kopf frei und ausgestattet mit neuem Startkapital eines alten Freundes, wagte er einen weiteren Versuch. Die Dinge entwickelten sich gut und bereits Anfang 1917 war es so weit und er bezahlte seine Schulden, obwohl er dazu aufgrund seines Bankrotts nicht verpflichtet gewesen wäre; die von ihm angebotene Verzinsung lehnten seine Gläubiger jedoch ausnahmslos ab.
    Jesse Livermore hier vor dem Konkursgutachter am 15. Mai 1934.
    Während der 20er Jahre war J.L. immer wieder Gegenstand von Presseberichten, er selbst kommentierte diese Berichte grundsätzlich nicht. Auch dieses Verhalten leistete der Legendenbildung Vorschub. Insgesamt waren die "Roaring Twenties" für ihn privat und beruflich wohl die beste Zeit.

    Ab Sommer 1929 nahm J.L. in dem stark aufgeheizten Markt dann eine zunehmende Verschlechterung der Angebots- und Nachfrageverhältnisse wahr. Versuchsweise shortete er mehrfach Aktien in geringerem Umfang, mußte diese aber kurze Zeit später wieder eindecken, weil der Markt noch nicht bereit war und J.L. ausgestoppt wurde. Erst beim dritten Versuch hielten seine Positionen. Und dann baute er diese in bewährter Manier auf, er pyramidisierte. Diese Positionen brachten ihm während des "Großen Crashs" innerhalb von kürzester Zeit ein Bar-Vermögen von mehr als 100 Mio. $ ein. Dies ist umso beeindruckender, als am Beginn der Großen Depression halb Amerika pleite war und Bargeld einen ganz besonderen Wert darstellte. Beeindruckend war auch die Vielzahl der Morddrohungen, die er von verzweifelten Menschen erhielt, deren Existenz mit einem Handstreich vernichtet wurde und die ihn persönlich für ihr Unglück verantwortlich machten.
    Jesse Livermore, der legendäre "Boy Plunger" oder "Great Bear of Wall Street", kurz nach dem Crash 1929 auf dem Höhepunkt seiner Macht; danach ging es nur noch bergab.
    Er war auf dem Gipfel seines Erfolges. Dennoch blieb die Freude bei ihm weitestgehend aus. Zunehmende Depressionen, die Scheidung von seiner zweiten Frau Dorothy, der Liebe seines Lebens, ließen schließlich auch sein Interesse an dem "Spiel der Spiele" erlahmen. In der Folge schmolz sein Vermögen rasant zusammen. 1934, nur fünf Jahre nach seinem größten finanziellen Erfolg mußte J.L. erneut Bankrott erklären; er hatte alles verloren.


    1939 schrieb er sein Buch "HOW TO TRADE IN STOCKS", der letzte Versuch eines Comebacks - es wurde ein Flop, auch hier hatte ihn sein legendäres Gespür für Timing verlassen. Am 27.11.1940 schließlich setzte er seinem Leben durch einen Kopfschuß auf der Toilette des Sherry Netherland Hotels ein Ende.


    Spica dazu:
    Für vince!
    Aus dem Leben eines Spekulanten. Sonne in 3° Löwe - Mond in ~10° Wassermann. Aufgrund fehlender Uhrzeit keine AC/MC Achsen. Wahrscheinlich Fische AC mit Widder eingeschlossen, Neptun in Haus 1.
    Manchmal ist es besser Fischen zu gehen um seine Positionen oder Gedanken zu überdenken. Ein schöner Zeitrahmen ist es allemahl wenn die Vola aufgrund der Unsicherheit steigt. Sie ist ja auch handelbar.

  • Eine tolle Geschichte.....


    Danke, Spica. :)


    Vermögen gewinnen und wieder verlieren. Easy come, easy go. Ist das nicht das "Vorrecht" der doppelten Löwen, so wie ich einer bin ? Mit einer Konjunktion Sonne-Jupiter-Merkur im ersten Haus vielleicht ? Aber so einer schiesst sich nicht selbst in den Kopf. Das würde der übergrosse Optimismus in jeder Lebenslage nicht zulassen. Auf dem Wasser zu sein, um nachdenken zu können...... Das gefällt mir.


    Schöne Grüsse


    Vince

  • vince
    "Wusst " ich´s doch dass du Löwe bist.´ aber doppelt gemoppelt.? Also was heitß wusste, ich vermutete es. Deshalb mein Link. Da hast du natürlich recht. So einer erschießt sich wegen ein paar lappigen Dollars nicht. Braucht man halt wie Livermore noch nen Mars/Saturn als Dreingabe. Hatte es eh schwer im Leben und es scheint, als habe ihn diese Konstellation dann irgenwie eingeholt. Im übrigen, sehr vielversprechende Konstellationen bei dir, für das Spiel der Spiele. Sollte sich vor allem dann bemerkbar machen wenn Saturn aus dem Löwen raus, und in die Jungfrau reinwandert. Dann fühlt man sich: "eigentümlich frei."
    http://www.ef-magazin.de/
    Der Blick derzeit richtet sich dabei allerdings auf den Neptun in 7 und der signalisiert nur noch Schwäche wie Auflösungserscheinungen im Realen - also bei anderen. Gut zum Fischen. Fragt sich nur in welchem Gewässer. :):):)

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  • Natürlich hast Du´s gewusst. War mir schon klar nach dem Verweis auf den Löwen Livermore. Deshalb habe ich es Dir auch gerne bestätigt. :)


    Ein paar Dinge können natürlich auch einem vier-fachen Löwen in die Quere kommen manchmal. Eine Mars-Neptun-Konjunktion im Skorpion z.B., welche quadratisch die Löwe-Konjunktion bestrahlt.......
    Na, ich gebe aber viel preis. Macht mir aber nichts, habe etwas gegen Heimlichtuerei......


    Um meine eigenen laufenden Aspekte kümmere ich mich kaum. Neptun in 7, bezogen auf den Löwe-AC ? Sollte das so sein, dann könnte ich Dir etwas darüber erzählen. Aber das dann sicherlich nicht an dieser Stelle.
    Löwe in der Jungfrau, wann wird´s soweit sein ? Kann es kaum erwarten ? :)

  • Spica
    So ganz frech geftragt. Meinst du Prinz Harry überlebt den Irak Einsatz ?


    Mir kommt der Kriegseinsatz eines Mitgliedes der britischen Königsfamilie an der Grenze zum Iran etwas komisch vor...

  • [quote]Original von Nickeloden
    Meinst du Prinz Harry überlebt den Irak Einsatz ?
    [quote]


    Die Frage hat was, steht Harry doch in der Thronfolge erst an dritter Stelle...


    Prinz Harry, wurde am 15. September 1984 im St. Mary's Hospital, Paddington, in London geboren. Geburtszeit: 16:20 WES (Q: Meridian-Datenecke Heft 6/97)


    Danke spica!

  • Sorry Jungs, aber auch wenn ich die Daten von Harry Potter hätte, und um den Ausgang seines militärischen Abenteuers wüßte, so würde ich dennoch eine Befragung um sein Leben aus ethischen Gründen ablehnen, außer er käme selber und würde mich fragen.
    Ich denke, man spielt nicht mit dem Leben und dem Tode anderer, es hat - bei allem Respekt gegenüber eurer Frage - etwas perfides, sensationshaschendes.
    Dennoch gilt auch für Prinz Harry: Der Irakeinsatz ist ein Verstoss gegen die Charta der UN aus 1945 und damit ein Rechtsbruch. Wenn er daran teilnimmt so bricht auch er persönlich mit dem Völkerrecht um das seine Ahnen und englischen "Untertanen" schwer kämpften.

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