Hi Goldwasser u.a. am Thema Interessierte,
Wir hatten zu Beginn dieses Fadens eine Diskussion wegen Thorium und dem Kugelhaufen-Reaktor.
Probleme der Kugelhaufen-Reaktor-Prototypen:
- häufiger Kugelbruch mit Freisetzung radioaktiven Materials
- 'unendliche' Entwicklungskosten
Nun kommt 'Physiker' Hamilton heute im redaktionellen Teil und hat folgendes recherchiert, was etwas im Widerspruch zu meiner (kurzen) Internetrecherche steht.
Zitat Hamilton:
Diese Kugeln erhitzen sich durch ihre interne Kernspaltung und werden extrem heiß. Um die Hitze, die durch diese nukleare Reaktion entsteht, abzuführen, wird Helium in den Behälter gepumpt. Es tritt mit einer Temperatur von etwa 500 Grad Celsius ein, absorbiert die Hitze und wird mit etwa 900 Grad Celsius am Boden des Behälters in eine Niedrigdruck-Turbine...
Das Beste an einem PBMR-Reaktor ist seine Sicherheit. ...... Anders als Wasser, das in konventionellen Reaktoren verwendet wird, kann das Gas in den PBMR-Reaktoren weder Neutronen absorbieren, noch radioaktiv werden.
Die Höchsttemperatur, die in einem PBMR-Reaktor erreicht wird, ist weit unter den Temperaturen, die den nuklearen Treibstoff gefährden können. ?? Auch bei einem kompletten Ausfall des Systems ist der Reaktor so ausgeführt, dass jegliche Kernspaltung gestoppt wird (??)und der Reaktor schaltet auf Leerlauf um die Kugeln natürlich abkühlen zu lassen. Die einfache Physik eines PBMR-Reaktors beugt einer unkontrollierbaren nuklearen Reaktion vor.
Was die Kosten im Vergleich zu einem konventionellen Reaktor betrifft, entstehen beim PBMR-Reaktor geringere Kosten in der Planung und im Bau, da er keine Sicherheits-Backups und keine zusätzliche Notfalls-Unterstützung benötigt.
Ich glaube, der ist etwas blauäugig......Statt 'automatischer Selbstabschaltung' erwarte ich bei Ausfall der Kühlung vermehrten Kugelbruch mit Freisetzung vieler radioaktiver pellets, die in ihrer Menge, auch wenn jedes nur 0.5 mm Durchmesser hat, dann doch zum Durchschmelzen führen könnten.
Gruss,
Lucky