was passiert denn, wenn eine deflation auftritt? das ist die frage aller fragen.
wenn mans einfach laufen lässt, wird die deflation zur spirale und innerhalb von wenigen wochen ist 90% der geldmenge vernichtet. das wäre katastrophal für gold. in der tat. das bedeutet aber einen vollständigen zusammenbruch der wirtschaft weltweit in genau so kurzer zeit. und an dieser stelle muss man spekulieren. man muss auf die geldpolitische reaktion spekulieren. manch einer denkt, man wird der deflation freien lauf lassen, manch anderer denkt, man wird inflationär dagegen halten. such dir halt etwas aus. möglich ist alles.
den Immo-Markt in China sehe ich weniger als potentiellen Deflationsauslöser. Ist er doch im Vgl. z.B. zu den USA SEHR VIEL WENIGER durch die Banken fremdfinanziert. Bei einem potentiellen Crash ("Verfall der Immo-Preise in China") würde dies zwar zu großen Verlusten der investierten investoren (wohl hauptsächlich Chinesen) führen, druch die niedrige fremdfinanzierung würden die Banken jedoch nur sehr rudimentär in Mitleidenschaft gezogen - nmE würde es nicht zu einer Finanzkrise kommen, die mit der in USA ab 2006ff vergleichbar wäre.
Kommt es wirklcih zu einer großen Deflation, dann ist unbestritten PAPIER-CASH absoluter, unangefochtener KING. Alle anderen Assets werden ggü Papier fallen, auch Gold und Silber. Aber Gold wäre wahrscheinlich DAS ASSET, das am WENIGSTEN fallen würde. Also z.B. auch sehr viel weniger als wahrscheinlich die Immobilien fallen würden.
Alle politiker in der westlichen Welt als auch die Zentralbanker haben in meinen Augen bisher uneingeschränkt bewiesen, dass sie die Welt zur VERMEINDUNG einer Deflation uneingeschränkt mit Papiergeld fluten werden. Und sie haben dies unbestritten in der Vergangenheit seit Ausbruch der Finanzkrise 2008 auch getan!
Auch heute wird sehr wahrscheinlich der Bundestag dem GR-Rettungspaket zustimmen! Die Debatte läuft gerade LIVE in Phönix, danach ist der Abstimmung über die neuen Milliardenpakete.. Bei einer Abstimmung dafür wäre der Beweis meiner These in dem Vorherigen Absatz wieder mal erbracht.
Problem ist momentan aber tatsächlich die Erhöhung der Schuldenobergrenze in den USA. Würde diese dieses mal nach bisher ca 75 mal
hintereinander erfolgten Erhöhungen NICHT weiter erhöht, so wirde dies nmE mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zu deflationären Tendenzen, wahrscheinlich sogar zu einem deflationären Crash führen (die Ammis hängen nun mal abhängig an der SchuldenNADEL). Dies würde ab August (ab da ist eine NEUVERSCHULDUNG/Erhöhung der Schuldengrenze notwendig, um das gegenwärtige System am Laufen zu erhalten), zu stark fallenden Assets führen, insbeondere der AXTIENMARKT würde zusammen brechen (sicherlich würden hier auch Goldminen in mitleidenschaft gezogen).
Silber würde es als mindestens hälftiges Industriemetall auch sehr stark Richtung Süden treffen.
Die sehr interessante Frage ist nun, ob Gold diesmal auch so wie 2008 in den Keller fällt. Könnte durchaus sein, dass Gold prozentual sehr viel weniger als damals fällt, weil es inzwischen sehr viel mehr als früher quasi den Status der "Reserve-" und "Werterhaltungswährung" erhalten hat.
Trotzdem glaube ich auch daran, dass bei eine potentiellen Nichterhöhung der Schuldenobergrenze in den USA ab August auch der Goldkurs sich in den Süden bewegen wird.
Allerdings glaube ich momentan noch mit einer größeren Wahrscheinlichkeit daran, dass die USA auch dieses Mal zum 76x die Schuldenobergrenze erhöhen werden.
Wäre dies der Fall, so könnte und würde Gold in aller Ruhe weiter nach Norden wandern...
Sehr interessant ist das, was da in den nächsten 1,5 - 2 Monaten da auf uns zurollt.
Schön feste anschnallen sollten wir alle uns, die Kurse von AXTIEN, Gold und Silber könnten intermediär stark rumzucken... das hat inzwischen alles schon den Status von "epileptischen Anfällen"!
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LG,
Foci