@Wurschtler Hab diesen Faden vor ein paar Tagen kurz überflogen und deine unten genannten Anmerkungen halte ich für sehr wichtig. Dabei werden strategische Entscheidungen getroffen, die sich u. U. viel stärker auswirken als die genaue Fondsauswahl.
Hat das Kind zuviel offizielles Vermögen dann kann es später mal Nachteile für z.B. Bafög bedeuten.
Auch kann durch eine Umschichtung ein größerer Gewinn realisiert werden, was die Freigrenze für die Krankenversicherung reißen könnte. Dann müsste man einen extra Krankenversicherungsbeitrag fürs Kind zahlen.
Ein Vorteil ist es dagegen schon, wenn man für die Kapitaleinkünfte den Grundfreibetrag des Kindes nutzen kann.
Andererseits: Geschenkt ist geschenkt. Das Geld darf man nicht zurücknehmen, auch nicht für Dinge, die fürs Kind sind, da die Eltern aufgrund der Unterhaltspflicht aus ihrem eigenen Einkommen zahlen müssen.
wird bei physischem EM "all in" gegangen verschenkt der Anleger eventuelle Unternehmensgewinne und Wirtschaftsaufschwünge, die in den nächsten 18 Jahren durchaus stattfinden können.
Das Portfolio von @Nebelparder halte ich aktuell mit kleinen Anpassungen für sehr interessant! Es deckt viele Bereiche ab und kann jederzeit angepasst werden. In leicht abgewandelter Form empfehle ich es Kunden, die ähnliche Anlageparameter haben wie du. Hier meine Anmerkungen:
bei diesem Anlagehorizont und einem mtl. Sparbetrag würde ich über einen Fondsvermittler (z.B. AVL) ein Depot bei einer Fondsbank (z.B. Ebase,...etc.) eröffnen und in vielleicht 3 verschiedene Fonds sparen.
1/3 in einen Goldminen-Fonds (vorzugsweise den Bakersteel Precious Metals) (Wenn es ein ETF sein soll, schau dir mal den VANECK JUNIOR GOLD an.)
1/3 in einen sehr guten Misch-Fonds (vorzugsweise den Flossbach Multiple Opportunities R) TOP deckt für mich bei der Laufzeit und den Beträgen auch den weltweiten Aktienfonds ab.
1/3 in einen reinen, weltweiten Aktien-Fonds (z.B. Quantex Global Value oder DWS Top Dividende) Als dritten Fonds würde ich bei der Laufzeit in einen Wasser-Fonds investieren, z.B. den PICTET-WATER. Als wichtig erachte ich hier, dass der Fonds in erster Linie in Firmen investiert, die im Bereich Wasser -spartechnik, -aufbereitung, und Schmutzwasserreinigung tätig sind, nicht in die klassischen "Wasser in Plastikflaschen Abfüller".
Bei 18 Jahren Anlagehorizont sollte mit dieser Mischung nicht viel anbrennen.
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Generell würde ich bei ETF´s darauf achten, dass diese ihr Portfolio physisch aufgebaut haben, also die Aktien real erwerben und nicht synthetisch nachstellen. Die physischen sind zwar einen Tick teurer, es entfällt aber das Kontrahentenrisiko.
Einem 18 Jährigen gute 40.000 Euro zu überlassen halte ich für ok. Ob er das Geld mit 18 oder 25 verbrät spielt keine Rolle.
Wichtig ist die Zeit davor, da wird geprägt und ein entsprechnder Umgang mit Vermögen vermittelt. Ich habe dabei schon vieles erlebt: 50-jährige, die eine Schenkung oder Erbschaft binnen kürzester Zeit durchgebrachten haben, 18-jährige, die voll motiviert weitersparten um ein Vermögen zu erlangen und ob einer Anschubfinanzierung sehr dankbar waren aber auch 18 jährige, die Geld bekamen und erstmal ein Auto kauften, eine Weltreise machten und das Leben genossen um dann mit 20 Jahren, als das Geld verbraucht war, festzustellen, dass es sich mit Vermögen angenehmer lebt und wieder anfingen Kapital aufzubauen.
Auf jeden Fall wünsche ich gutes Gelingen und die richtigen Entscheidungen.