Erst mal möchte ich mich bei allen Bedanken, die im richtigen Chart-Technik-Faden konstruktiv tätig sind, und uns an ihrer Arbeit, Mühen und Gedanken teilhaben lassen. Bin selber nicht wirklich Chartie, lese aber sowohl die klassischen Chart- als auch die Wellen-Beiträge, die sich ja oft sehr schön ergänzen, sehr gerne.
Hier mal meine aktuellen Gedanken:
Bei Gold haben wir seit dem Tief im Dezember 2015 bis zum Hoch im August 2020 ziemlich genau 1000 Dollar gut gemacht.
Dieser Anstieg wurde, wenn ich das richtig sehe, bis jetzt um ca. 28% korrigiert. Reicht das schon? Das ist doch zu wenig? Daher könnte es jetzt doch nochmal bis ca. 1680 Dollar runter gehen (Top im August 2020 minus 38% von dem Dausender Anstieg)? Mit diesem Zielwert wäre auch der Anstieg vom Corona-Tief im Frühjahr um ca. 62% korigiert... Das würde die nächsten paar Wochen oder wahrscheinlich eher Monate zwar richtig weh tun, wäre aber doch langfristig bullisch? Zudem könnte man mit etwas gutem Willen zwischen 1680 und 1700 Dollar eine waagrechte Unterstützungszone sehen?
Auf Wellenbasis betrachtet wären wir seit zwei Tagen vielleicht schon in einer C, die uns bis 1680$ führt? (vom Tief im Dezember 2015 bis zum Hoch im August 2020 brächte ich ganz laienhaft eine Zählung 1 bis 5 unter. In die A, die von August bis Anfang Dezember lief, brächte ich eine 5-teilige Unterwelle rein. Bis vorgestern dann eine fünfteilige B nach oben und seitdem sind wir in der C, die uns bis 1680$ bringt?
Und was passiert, wenn die bisserl über 1800, wo wir jetzt stehen und wo auch der 200-Durchschnitt ungefähr sein müsste, halten? Irgendwann muss doch der komplette Anstieg korrigiert werden? Und das doch lieber früh als spät...
Wahrscheinlich ist das aber alles Käse und ich mache mich vor denen, die etwas tiefer in der Materie stecken, gerade total lächerlich?
Also, was meinen die, die Ahnung haben zu meinen laienhaften Gedanken?
Nachtrag: Hab nochmal nachgedacht: Silber würde diese Bewegung vermutlich auf ca. 20,50$ bringen, was auf die letzten zwei Jahre betrachtet wohl charttechnisches Niemandsland, aber längerfristig betrachtet keine uninteressante Marke ist (Top aus 2016 und nicht unrelevante Marke in den Jahren 2013 und 2014). Zudem wäre es eine 50%-Korrektur der Bewegung Corona-Tief im März bis Top im August. Ein daraus resultierendes Gold-Silber-Ratio von um die 82 würde auch gut in den Chart passen (25%-Korrektur der Bewegung vom März-Top über 120 bis runter auf die knapp 70).