Beiträge von Kaufrausch

    Hmm, lt. AGB und meinem Rechtsverständnis, AGBs zu lesen, müssten die Münzen bei Hermes versichert sein, wenn sie nicht außergewöhnlich teuer oder nicht zu bewerten sind:


    4.2.3. Sendungen von außergewöhnlichem oder nur schwer schätzbarem Wert, wie Kunstwerke, Unikate, Münzen, Banknoten, Briefmarken, übertragbare Handelspapiere, Wertpapiere, Edelmetalle, Edelsteine, Industriediamanten, Uhren sowie Geld und andere Zahlungsmittel,


    Ich finde, das zielt eher auf Rembrandts und seltene Münzen, die 10000 Euro oder mehr wert sind. 60 Euro für ne Münze ist nicht außergewöhnlich teuer. Andererseits ist "teuer" natürlich relativ. Ich denke aber eher, dass die AGB darauf abzielt, dass man nicht Münzen verschicken sollte, die 1000 Euro oder mehr wert sind. Telefonische Auskünfte in dem Fall würde ich anzweifeln. Was habe ich nicht schon alles für telefonische Auskünfte von irgendwelchen Dummbaddeln irgendwelcher Unternehmen bekommen ...


    Andererseits finde ich es merkwürdig, dass man kein Geld verschicken darf. Aber vielleicht sind da auch nur Aktenkoffer voller 500 Euro-Scheine mit gemeint?


    Hat da jemand was konkret Schriftliches von Hermes?


    Bei meinem Nachforschungsauftrag bei der Pest musste ich übrigens den Inhalt angeben.

    Hmm, also der Käufer wollte es ja per Einschreiben, also unversichert. Soll er mal ne Rote verteilen, da kann man ja antworten. Es gibt Schlimmeres. Und Du hast ja einen Beleg über das Einschreiben, bist also rechtlich auf der sicheren Seite. Das Versandrisiko lag bei ihm. 60 Euro für ne Rote wäre es mir wert.


    Nachsendeantrag bei Post auf jeden Fall stellen! Aber die Chancen stehen schlecht, das Ding wiederzubekommen. IMHO.


    Ist aber natürlich nur meine persönliche Sicht der Dinge. :D

    Zitat

    Original von bionicdragon
    nur bei Privat, da der Gefahrübergang beim gewerblichen Verkauf erst mit der Übergabe an den Empfenger endet


    Stimmt, aber das war doch hier privat, oder?


    Zitat

    in diesem Fall nicht


    Ok, das war mir nicht klar. Ich meinte 25€ bei Einschreiben im Normalfall.


    Zitat


    Bei Hermes sind Münzen/Edelmetalle nicht versichert
    siehe 4.3.2


    Nur, wenn sie von außergewöhnlichem oder unschätzbarem Wert sind, was hier nicht der Fall sein dürfte. Das steht dort auch.

    Zitat

    Original von mesodor39
    Keiner weis, was die Zukunft bringen wird.


    Das ist gewiss! Es gibt aber aus meiner Sicht gewisse Wahrscheinlichkeiten. Daraus zimmere ich mir dann Fragen. Beispiele gefällig?


    Warum wollen alle mehr Sozialismus? Wo führt Sozialismus hin, bzw. wohin hat er bisher immer geführt?


    War in der DDR Goldbesitz verboten? Was würden Sozialisten zuerst verbieten, wenn sie in der Klemme stecken? Immobilienbesitz, den ganz viele haben? Oder Goldbesitz, den nur wenige haben? Was lässt sich in solchen Fällen leichter verstecken? Welches Interesse hatte der Staat, Immobilienbesitz jahrelang zu fördern? Was passiert auf Grund der demografischen Entwicklung, dass es hier gerade noch 1,3 Kinder pro Familie gibt?


    Ich halte es aus meiner ganz persönlichen Sicht für jedenfalls deutlich wahrscheinlicher, dass Immobilien in schlechten und selbst normalen Lagen noch deutlich an Wert verlieren, als dass ich mit Gold bei einem Kauf bei 475 Dollar einen Fehlgriff getätigt habe.


    Allerdings muss das jeder für sich selbst beurteilen, in welche Assets er investiert. Ich habe halt den Vorteil, dass ich völlig unvoreingenommen an die Sache rangehe. Ich bin völlig ungebunden. Ich kann auch morgen nach Australien auswandern, wenn es mir in den Kram passt. Weder interessieren mich schöne Motive bei Münzen noch habe ich besonderen Ehrgeiz, in Kürze ein trautes Heim mein Eigen nennen zu müssen. Unter allen Assets bevorzuge ich die Liquiden und die Performanten. Was zählt, ist Rendite, Liqui und Sicherheit, sonst nichts!

    Es haftet in jedem Fall der Lieferer bis zur Einlieferung beim Postamt. Von da ab der Käufer. Versicherung bis 25 Euro ist korrekt.


    Aber wenn das Ding verloren geht, dann würde ich mich auf ne rote Bewertung einstellen. Ich versende Sachen grundsätzlich nur versichert bis mindestens zum Warenwert. Alles andere macht nur Ärger. Bei Hermes gibts z. Zt. ne Sonderaktion und man zahlt nur 3,70 Euro bis 500 Euro versichert bei kleinen Paketen.


    Bei der Post mit Nachsendeantrag hab ich sogar auch mal was wiederbekommen. Allerdings war das Porto futsch und der Service, naja, bescheiden. Inklusive Telefonatgebühren, etc. war das wohl teurer, als der Warenwert. :D


    Good luck! :)

    Zitat

    Original von mesodor39
    @S 04: so sehe ich das auch. Würde man das anders sehen (z.B. so wie Kaufrausch) würde man natürlich weder Barreserven noch Liquidität aufbauen.


    Mesodor, da hast Du mich wohl gründlich missverstanden. Es ging mir hier darum, mit der Mär von "Cash is King" bei einer Deflation aufzuräumen, was ja wohl der Grund für das Kaufen dieser Silberlinge mit 10 Euro Nominalwert ist. Ich gebe daher auf den Nominalwert dieser Silberlinge nicht mehr als auf einen Zehn-Euro Schein. Eher etwas weniger, weil sie nicht überall angenommen werden und Zusatzaufwand bereiten. Und als Silberanlage sind sie halt zu teuer.


    Von Barreserven größeren Umfangs halte ich in der Tat nichts, aber da habe ich zu den möglichen Szenarien ja schon was geschrieben. Barreserven haben gegenüber Buchgeld nämlich noch den erheblichen Nachteil, dass sie nicht einmal verzinst werden. Nach 10 Jahren (und die sind schnell um) ist das Zeugs die Hälfte wert. Mal ganz abgesehen von Verlustrisiko bei Einbruch, Diebstahl, etc. pp. ...


    Von Liquidität, da müsstest Du mich aber insoweit kennen, halte ich aber sehr viel! Selbstverständlich aber halte ich Liquidität nicht zum Selbstzweck oder weil ich der Meinung wäre, in einer Deflation würde das mehr Wert werden, sondern weil Liquidität den Kauf anderer Mittel erst möglich macht. Ich halte daher genau so viel Liquidität, dass ich mir im Zweifel mal ganz schnell ein Schnäppchen unter den Nagel reißen kann. Ein weiterer Grund für einen gewissen Prozentsatz Liquidität ist der, dass ich mir von irgend was Liquidem ja auch meine Brötchen kaufen muss.


    Im Gegensatz zu Deiner erheblich immobilen und illiquiden Vermögensanlage bin ich ja sogar geradezu deutlich im Vorteil, was Liquidität anbelangt, wenn ich große Teile meines liquiden Vermögens in EMs anlege, statt in Immobilien! Da brauchst Du bezüglich Liquidität nur mal die Pyramide des Artikels ansehen. ;) Das wird Dir jetzt vielleicht nicht gefallen zu lesen, aber Deine Immos werden mit allen anderen Immos im Preis fallen, wenn dieses Überangebot an Immos dereinst von vielen Banken zwangsversteigert wird. Ich an Deiner Stelle würde eher schleunigst dafür sorgen, diese Immos in was deutlich Liquideres umzuschichten und dann Immos zurückzukaufen, wenn der Preis bei dem liegt, wie Du es selbst so oft hier schreibst. Eigengenutzte Immos natürlich ausgenommen. Oder warum bist Du der Meinung, dass gerade Deine Immos diesen Preisrutsch, den Du selbst ja ständig einräumst, nicht mitmachen?

    Danke mexx!


    Das bestätigt meine Vermutung, oder? Also nix mit Cash is King, wenn die Banken zumachen! Zumindest nicht mit inländischer Währung.


    Ein paar Dollar hab ich übrigens auch. Wer weiß, vielleicht geht der Euro auf Talfahrt und der Dollar im Verhältnis noch mal rasant nach oben. :D

    Stelle sich doch mal jeder die Frage, ob jemand noch Kredit-Geld als Zahlungsmittel akzeptieren würde, wenn die Banken zumachen. Vielleicht in der möglichen Erwartung, dass das Geld nicht mehr "existiert", wenn sie wieder aufmachen. Oder ob er es dann nur gegen eine zusätzliche Risikoprämie akzeptieren würde.


    Ich glaube jedenfalls nicht an den Singsang, dass eine Deflation die bunt bedruckten Scheinchen im Inland wertvoller werden lässt. Irgendwie glaub ich das nicht.


    Bei aller Auf- Und Abwertung wird nämlich auch häufig fälschlicherweise vom Markt ausgegangen. Nun ist das ganze Fiat-Money aber keinem Markt unterworfen. Es sind nur, monopolistisch kontrolliert, aus dem Nichts geschöpfte Schuldenberge.


    Und selbst wenn wir von einem kontrollierten Markt ausgehen. Die Formel, weniger Geld steigt lt. Marktgesetzen im Wert, ist einfach zu einfach. Märkte sind komplexer. Eine geringe Menge alleine lässt auch noch keinen Wert steigen. Es muss schon eine größere Nachfrage da sein, dann steigt der Wert. Geht die Nachfrage weiter zurück als das Angebot, dann fällt der Wert trotzdem, obwohl eine Deflation vorliegt.


    Wenn nun aber die Kreditgeldmenge sowieso zurückgeht, dann herrscht ja gerade ein Nachfragemangel! Es ist also ein Unterschied auch bei einer Deflation zu machen, ob ein Gut weniger wird, weil es nicht nachgefragt wird, oder weil es nicht in Mengen hergestellt werden kann. Das ist ein ganz entscheidender Faktor!

    Wie war es denn in Argentinien? Soweit ich informiert bin, konnte man vor allem mit ausländischem Geld, z. B. Dollar, Schnäppchen machen. Der Goldpreis dürfte damals also auch in Relation zu argentinischen Sachwerten in etwa gleich an Wert gewonnen haben, wie der Dollar. Nur wer die argentinische Währung hatte, hatte wohl Pech.


    nepton:


    Das ist keine Frage des Könnens, sondern des Wollens. ;) Und ja, in Argentinien gibts auch Geldautomaten und KADs und sowas.


    Da würde ich mein letztes Hemd drauf verwetten, dass das erste, was Du im Zeifel nicht mehr darfst, Geld ziehen ist.

    Münzen zu 1/10 Unzen würde ich nicht kaufen. Die sind so klein, dass man sie kaum sieht und der Aufschlag ist so groß.


    Außerdem kann man ja erstmal ansparen und sich dann alle paar Monate 1 Krüger kaufen, wenn es nicht sofort reicht.


    Bei knappem Vermögen würde ich zudem eine Anlage in Silber wählen. Gerade bei kleinen Mengen kann Silber seine Vorteile ausspielen. Es ist dann nicht zu schwer zu handeln und viele gehen davon aus, dass der Silberpreis kurzfristig deutlicher als der Goldpreis steigt.

    Zitat

    Original von mesodor39
    Ich nehme den Nachteil des hohen Gewichtes von Silber in Kauf und tausche es dann 1:15 in Gold, wenn Leute wie Kaufrausch Silber plötzlich wertvoll genug finden, um es zu horten.


    Glaube mir mesodor. Ich wäre mit dem allseits bekannten Klammerbeutel gepudert, wenn ich Silber zu 20 Euro die Unze kaufe. :D Was ich an Silber kaufe, das kauf(t)e ich jetzt.


    Zitat


    Und nur mal angenommen, Bargeld wird zeitlich kurz befristet so richtig knapp, weil die Banken dicht machen, dann nehmen die Menschen alles, was nur im entferntesten nach GELD ausschaut.


    Ganz recht. Und Gold IST Geld. Mehr als jeder Euroschein sogar! Und es bleibt alles beim Alten. Während Bargeld beliebig vermehrbar ist (auch in einer Deflation), ist Gold dies nicht.


    Deflation bei Fiat-Money, also Krediten, bedeutet nicht zwangsläufig, dass Gold im Wert sinkt. Im Gegenteil! Gerade in Krisen hat sich bisher immer der Wert des Goldes gezeigt. Deflation bedeutet nichts weiter, als dass die Kreditgeldmenge sinkt. Dass also Schulden entweder rückgezahlt werden (höhö) oder platzen (wohl eher) und keine neuen Kredite mehr aufgenommen werden. Wenn Kredite nur noch spärlich vergeben werden, dann kommt ja gerade die Stunde von echten Werten!


    Alles weitere dazu habe ich bereits geschrieben. Man darf sich durchaus die Mühe machen, es zu lesen UND zu durchdenken. Der Trugschluss vieler Leute ist IMHO, zu denken, dass Fiat-Money ein Guthaben wäre. Das stimmt aber nicht. Fiat-Money ist KEIN Guthaben! Von daher deflationiert nicht das Guthaben, sondern es deflationiert die Schuld. Das ist der springende Punkt dabei! Und wenn ich Geld habe, dann bin ich Gläubiger, denn jemand anderer schuldet genau um den Betrag meines Geldes mir etwas. Wenn im Endeffekt Kredite wie Seifenblasen platzen, dann möchte ich aber nicht in der Haut eines Gläubigers stecken! Geldbesitzer sind dem zu Folge in einer Kreditdeflation dann alle Gläubiger.


    Ich komme zu dem Schluss, dass bei einer Deflation des Fiat-money der Wert von Fiat-money sinkt und NICHT steigt! Denkt mal drüber nach!


    Und wenn man sich einmal vorstellt, dass Banken reihenweise schließen, dann werden sie kein Geld mehr ausgeben. Sie werden aber auch keins mehr annehmen. Also wäre ein Händler wohl ziemlich bekloppt, wenn er noch Geld annimmt.


    Also, ruhig mal abseits der eingefahrenen Dogmen nachdenken! ;)

    Zitat

    Original von HIghtekki
    das hat keinerlei nachteil gegenüber papiergeld außer dass die münzen nur bis 100 € je zahlung gesetzliches zahlungsmittel sind.


    Da sehe ich schon Nachteile. Erstens muss der Laden, wo ich das hinbringe, wissen, dass es gesetzliches Zahlungsmittel ist.


    Zweitens muss ich mir das Zeug erstmal besorgen. Also Aufwand.


    Drittens muss ich das Zeugs mit mir rumschleppen, wenn ich dafür was kaufen möchte. Bei 1000 Euro brauche ich 100 dieser Münzen, macht nach Adam Riese also ungefähr anderthalb Kilo. Bei 10000 Euro sind das schon 1000 Münzen und fünfzehn Kilo.


    Viertens muss ich es auch noch in irgendwelchen luftdichten Behältnissen verpackt halten und sehr sorgsam behandeln, damit ich es für einen angemessenen Preis wieder losbekomme, sollte Silber wirklich mal auf über 20 Euro steigen. Wobei dieser Nachteil auch für andere Silbermünzen gilt.


    Neenee. Silber wird für mich sowieso erst dann interessant, wenn es auf 50 USD steigen sollte, weil dann so langsam der Nachteil des hohen Gewichts in Relation zum Wert entfällt. Kleine Mengen Silber habe ich gekauft, aber eben als Silberspekulation. Für die Absicherung habe ich mein Goldportfolio. Sollten die Banken tatsächlich schließen, dann dürfte jeder mein Gold als Bargeldersatz mit Kusshand annehmen!


    Zitat


    wenn der materialwert des silbers dieser gedenkmünze bei 10 euro liegt und der nominalwert auch bei 10 euro dann wird die münze schon deutlich teuer sein. dann denkt nämlich jeder so wie du und dann steigt die nachfrage schon wenn der materialwert bei 8,50 ist ;) also nicht zu lange warten.


    Nun, da hast Du natürlich Recht. Also werde ich etwas vorher kaufen. Aber falls da nix draus wird, weil es dann nix mehr gibt, dann ist das auch nicht so schlimm. Denn ich habe ja bereits dann durch meine reine Silberspekulation 50% Rendite (abzüglich Spread) eingefahren. ;)

    nepton:


    Klar darfst Du fragen! Mit Technik hat es nur entfernt zu tun. ;)


    Es nützt mir doch nix, wenn das zwar gesetzliches Zahlungsmittel ist, aber an der Kasse der Tankstelle in Klein Kleckersdorf die Kassiererin das nicht weiß.


    Selbst wenn wir andere Summen nehmen. Kehren wir das Ganze doch mal um und ziehen das Pferd vom Schwanz auf. Damit sich die Anlage in solche Zehner "lohnt", da müsste doch folgendes eintreten:


    Entweder


    a) der Silberpreis fällt. Dann bliebe der Nominalwert dieser Münzen. Im Gegensatz zur reinen Silberanlage also ein Plus.


    oder


    b) innerhalb von Stunden explodiert der Silberpreis auf deutlich über 20 Euro je Unze (und bleibt dann da solange, bis man die Münzen verkauft hat).


    In allen anderen Fällen komme ich mit einer Silberanlage für Risikoabsicherung und einer kurzfristigen Fiat-Anlage für den Kauf von Gütern doch besser weg. Lebensmittelnotversorgung für 1-2 Monate ist sowieso vorhanden. Mein Vermieter wird mich auch nicht gleich rauswerfen, weil ich 2 Monate Miete nicht zahle, wenn ich sonst immer gut bezahlt habe, nur weil die Bank mein Geld im Moment nicht überweist. Und welcher Mieter sollte sonst Geld haben, wenn fast alle keines haben? Im Notfall könnte ich zur Tante aufs Land ziehen, bis sich die Lage beruhigt hat.


    Nur wenn eines dieser beiden Szenarien, also a oder b eintritt, dann macht das IMHO Sinn, in diese Münzen zu investieren. Und wie wahrscheinlich ist es, dass Silber fällt, bzw, jetzt explosionsartig um mehr als das Doppelte steigt?


    Ich gehe davon aus, dass Silber langfristig steigt. Also fällt a weg. Dann gehe ich nicht davon aus, dass es irgendeine größere Krise gibt, bevor die Silberunze bei 20 Euro liegt. Also spekuliere ich doch jetzt in Silber zum Silberpreis und kaufe diese Zehner frühestens dann, wenn da kaum noch ein Unterschied zwischen Nominal- und innerem Wert ist. DANN macht es IMHO sogar Sinn. Denn dann kann man eigentlich nur gewinnen. Fällt der Silberpreis wieder, bleibt der Nominalwert. Steigt der Silberpreis, auch gut.

    Hmm,


    also dann vielleicht erstmal meine grundsätzliche Sicht zum Halten von Geldscheinen. Die große Masse ist ja der Meinung, eine Deflation würde damit einhergehen, dass Bargeld dann knapp würde. Das halte ich in unserem Kreditgeldsystem für unwahrscheinlich. Da Geld Kredit ist, ist eine Deflation folglich eine Reduzierung von Kredit oder eigentlich eher umgedreht eine Reduzierung von Schulden eine Reduzierung von Geld. Wenn Kredite aber knapp werden (warum auch immer), dann müssten die Banken ja geradezu freudestrahlend danach trachten, mir einen neuen Kredit einzuräumen und mir Geld zu geben. Von daher glaube ich nicht, dass Bargeld (das ohnehin nur einen Bruchteil ausmacht) auf Grund einer Deflation knapp wird. Zumal Rabenvater Staat vermutlich mit allen Mitteln für Bargeld sorgen wird.


    Und wenn Bargeld tatsächlich knapp wird, dann dürfte doch jeder mit Kusshand mein Silber abnehmen, denn das ist kein Kredit, sondern eine harte Ware, zudem knapp.


    Von daher gehe ich bei den aktuell absehbaren Rahmenbedingungen eher davon aus, dass die Bargeldversorgung bis zum Anstieg von ca. 20 Euro pro Silberunze nicht ansatzweise gefährdet ist. D. h. aber auch, dass ich mein Fiat-Geld ganz normal in der Brieftasche trage und nicht zu Hause in größeren Mengen als Asset verwahre. Denn nur dann kann ich es ja auch ausgeben. Zwei Monatsverdienste sind in meiner Branche im Schnitt 12.000 Euro. Das ist ja totes Kapital, wenns irgendwo rumliegt. Mal ganz davon abgesehen, dass es keine Hausratsversicherung gibt, die einem eine solche Summe ersetzt.


    Der einzige Sinn, der eine Anlage in diesen Münzen für mich günstig erscheinen lässt wäre, dass der Silberpreis fällt. Aber dann gibt es wiederum keinen Grund, an eine Krise zu glauben. Ich rechne sowieso damit, dass Silber eher steigt, denn fällt (wie so viele andere hier).

    Hallo zusammen!


    Das mit dem Spread ist sicher richtig. Dennoch halte ich die derzeitige Anlage in diesen Münzen für nicht lukrativ.


    Wenn man davon ausgeht, dass Silber VOR einer Krise deutlich steigt, also vielleicht auf 20 Euro je Unze, dann kann ich mir das Zeugs doch auch noch dann kaufen, wenn der innere Münzenwert gleich dem nominalen Wert ist. Oder vielleicht kurz davor. Wenn ich in der Zwischenzeit Silber kaufe, dann habe ich eine Rendite von ca. 50%. Ich kann mir dann also später doppelt so viele Zehner kaufen. Selbst wenn ich jetzt einen Spread von 10% annehme, dann ergibt das immer noch eine ordentliche Rendite.


    Kauft man aber jetzt die Zehner, dann ist die Rendite gleich Null. Klar, ich könnte die Zehner gleich wieder ausgeben. Aber das könnte ich mit Bargeld auch. Daher halte ich den Kauf im Moment nicht für einen guten Zeitpunkt.

    Der gute WKE hat sicher im Kern Recht, wenn er vor Aufnahme von Krediten warnt, um auf eine Inflation zu spekulieren. Er hat IMHO auch Recht, wenn er meint, dass der Schuldenberg irgendwann zwangsläufig abgetragen wird. Dazu spekuliert er witzigerweise so wie ich auf einen Niedergang, der wahrscheinlich zwischen 2010 und 2015 seinen Höhepunkt finden wird. Insgesamt sind mir jedoch einige seiner Passagen etwas zu pessimistisch, bzw. optimistisch, je nachdem, welchen Standpunkt man vertritt.


    In praktisch allen Angelegenheiten kommt man am weitesten, wenn man nicht Sekt oder Selters bevorzugt, sondern auch die anderen Getränke wie Limonade, Wein, Kaffee usw. zu genießen weiß. So halte ich es auch mit den Assets. Momentan und zunehmend dürfte sich eine überproportionale Anlage in Edelmetallen sicher langfristig auszahlen. Es braucht gar nicht zu einer großen Krise kommen. Es reicht, wenn die Leute daran glauben, dass eine kommt. Mal gucken, was ist, wenn die WM vorbei ist und die Leute verkatert wahrnehmen, dass in der Zwischenzeit beschlossen wurde, die KK-Beiträge um 50% nach oben "anzupassen". Gold wird dann im Lauf der Zeit wahrscheinlich auf weit über 1000 EUR steigen, Minen entsprechend überproportional. Andere Aktien nach dem platzen einer Blase vielleicht im Schnitt um 50% fallen. Und Immobilienpreise von Eigenheimen werden sowieso demnächst den Weg alles Irdischen gehen.


    Ich würde z. Zt. allerdings nicht mehr als ca. 50% in die Assets EMs und Minen stecken. Und diese 10 Euro Silbermünzen sind doch Unsinn! Silber zum doppelten Preis. Wenn ich 2000 Euro in diesen Silbermünzen habe, dann sind 1000 Euro davon verschenktes Geld! Da kaufe ich mir lieber für 1000 Euro Münzen zum Silberpreis und für den Rest horte ich halt Euroscheine oder vielleicht eher schweizer Franken oder sowas. Im Moment gibt es für mich nur einige Tabus. Keine Immobilien! Keine Derivate! Keine deutschen Aktien! Keine übergroße Liquidität! Und, selbstverständlich, keine Schulden!

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    Original von mesodor39
    Kaufrausch: ich schließe mich sofort an. Muss aber noch den Käufer suchen, der mir für fünf Krügerränder sein Einfamilienhaus überschreibt :D:D:D


    Das wird nix mehr. Unser Finanzsystem (und nicht nur das) ist nicht nur stabil. Nein! Es legt sogar ein sattes Wachstum hin. Da wird selbst das Wirtschaftswachstum neidisch, wenn ab nächstem Jahr wieder das Wachstum unseres Fiat-Geldes einen kräftigen Schub bekommt. Jetzt weiß ich endlich, warum ständig die Steuern erhöht werden (1 Prozentpunkt war gestern) und warum auch die letzte zarte Sprosse privater Krankenversicherung zertreten wird. Und das Arbeitswachstum, ähm -losenwachstum. Es dient nur zu unser aller Finanzwachstum. Oh, Steinbrück, oh Merkel, ich huldige Euch! Misanthrop hat Recht!


    1 schönes WE wünscht allen Finanzwachstumlern ein in der Fiat-Hausse schwelgender


    KR :D

    Zitat

    Original von nodollar


    ja klar ist unser Finanzsystem extrem stabil. Deshalb weiss der Heli-Ben auch nicht mehr ob er die Zinsen senken oder heben soll. Es ist so stabil, daß die Amis die Chinesen auf Knien bitten den Yuan doch endlich floaten zu lassen. Und ausserdem braucht ein extrem stabiles Finanzsystem natürlich Druckerpressen, die 24h, 7 Tage die Woche durchlaufen. Und weil unser Finanzsystem so stabil ist, verkaufen die ZBs prophylaktisch das Nationalgold um den Goldpreis zu manipulieren, damit nicht ein einziger auf die Idee kommt die Stabilität anzuzweifeln. Und es ist völlig normal, daß Großkonzerne wie GM und Ford vor dem Konkurs stehen und die FED mit dem gedruckten Geld Stützungskäufe machen muß, damit diese Firmen nicht gleich implodieren. Und wenn solche Stützungskäufe auch illegal, weil wettbewerbsverzerrend sind, dann macht das unser Finanzsystem natürlich noch stabiler.


    Bin ich froh, daß unser Finanzsystem so stabil ist :D


    Unser Finanzsystem ist stabil? Da muss ich ja schnell all mein Gold und Silber verkaufen ... :D