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Original von Earnie
Vielleicht sollten wir zwischen Energieträgern und Energiequellen unterscheiden. Mit Moral hat das nichts zu tun. Kein Prinzip und keine Technik ist a priori unmoralisch. Unabhängig davon gibt es physikalische Limiten, welche die Nutzung dieser Quellen erschwert.
Ja, da sind wir uns einig.
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Das Energieproblem lässt sich mit nichts anderem Vergleichen, weder mit e-bay noch mit Festplatten. Aber das ist ein Bewusstwerdungsprozess der eben erst begonnen hat.
Da sind wir uns nicht einig. 
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Erdöl ist Quelle und Träger zugleich - von daher kommt die KonFusion. Erdölprodukte sind leicht zu speichern, haben hohe Energiedichte - aber auch nicht zu hoch, dass sie nicht allzu gefährlich sind.
Was dafür gesorgt hat, dass das 20. Jhdt. ein Erdöljhdt. war. Mal abgesehen von der Energie durch Verbrennung ist Öl aber auch in anderer Hinsicht ein begehrenswerter Stoff. Man denke nur an Kunststoffe, etc. pp. ...
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Kernkraft ist da schon schwieriger einzuschätzen. Abgesehen von der Moral, die wir außen vor lassen wollen, der unabsehbaren Zahl von Castor-Störern die in den Startlöchern scharren, KANN die Energiequelle Uran (oder Thorium ) das Öl rein rechnerisch nicht ersetzen. Der Grund ist, dass beim Umwandeln der Primärenergie Spaltwärme in das dannmalige Speichermedium (z,B. Wasserstoff) wesentlich höhere Verluste anfallen als bei der Verarbeitung von Öl. Die Kosten wären aber um Zehnerpotenzen höher. Selbst bei gleichbleibendem Energiekonsum am Ort der Anwendung wäre ein Mehrfaches des heutigen Primärenergiebedarfes erforderlich.
Ich sehe das aus mehreren Gründen nicht so schwarz. Erstens fahren meine Eltern ein Elektroauto. Ja, bitte nicht lachen, stand sogar in der Zeitung und es ist sicher auch nicht sehr effizient im Moment. Es zeigt aber, wohin die Reise geht. Sie brauchen das Auto nur für den Stadtverkehr und da ist es dicke ausreichend. IMHO ist Strom die einzige Energie, die man problemlos über weite Strecken transportieren kann. Da hapert es zwar noch an der Speicherung, aber IMHO wird dieses Problem in spätestens 20 Jahren gelöst sein.
Wenn man also Strom effektiv speichern kann, dann spielt der eigentliche Rohstoff, mit dem dieser Strom mal erzeugt wurde, keine mehr so große Rolle. Man kann Strom schon heute aus diversen Quellen wie Öl, Erdgas, Uran, Solarenergie, Wasser, Wind etc. pp. gewinnen.
Zweitens gilt das altbekannte finanzielle Prinzip, dass man nur reich werden kann, wenn man spart, auch für Energie. Und da sind noch längst nicht alle Sparmaßnahmen ausgereizt. Man denke nur an den größten Teil der Abwärme, die durch Energienutzung entsteht.
Drittens wird die Welt nicht so bleiben, wie sie ist. Was ich mir vor zehn Jahren kaum vorstellen konnte, ist eingetreten. Ich nutze das Auto noch höchst selten. Meist für die Fahrt zu Kunden, aber das war es dann auch schon. Alles andere kommt mittlerweile ins Haus. Ein Klick genügt. Natürlich werden auch da Fahrzeuge bewegt, nur eben deutlich effizienter, als wenn ich wegen einer Tonerpatrone in die Metro gurke. Dazu ist es meist noch deutlich preiswerter. Ein Grund, warum die Metro z. B. jetzt ständig Sonderangebote macht.
Viertens ist das eigentliche Problem nicht die Energie oder die Energieträger. Energiequellen gibt es zuhauf. Und wenn erstmal die Solarzellen kostengünstig durch Massenherstellung geworden sind und die Energieverbraucher, also Fahrzeuge etc. nur noch wenig Abwärme erzeugen, dann wird das auch genutzt werden. Aber die eigentlich Ursache des Übels ist eben nicht die mangelnde Energie, man denke nur, wie lange die Sonne noch existiert, sondern die Vermehrung der Menschen. Es gibt einfach zu viele Menschen auf diesem Planeten! Das ist das zentrale Grundproblem, was alle anderen Probleme verursacht, sei es Umweltverschmutzung, Energie"mangel", etc. pp.
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Die erneuerbaren Energiequellen haben alle einen Nachteil: Sie sind verfügbar, wann SIE wollen und nicht wann wir sie brauchen. Sie zu nutzen kostet prinzipiell mehr Geld, noch mehr Hirnschmalz und braucht effiziente energieräger als Zwischenspeicher. Das ist das Einzige was getan werden kann/ muss und es arbeiten auch schon viele dran.
Also stellen wir uns besser drauf ein, dass alles anders wird. Nicht unbedingt schlechter, nur anders. Vor allem sollten wir den Tatsachen ins Auge sehen und danach handeln. Nicht ein Pflaster auf die blasige Ferse picken und blind weitermarschieren, sondern neue Schuhe in Erwägung ziehen.
Ja, da sind wir wieder einer Meinung. Ich überlege ja auch schon, mir hier Sonnenzellen anzuschaffen. Allerdings nicht diese Wasserkollektoren. Die sind IMHO wirklich Unsinn. Diese PV-Anlagen machen schon Sinn im Moment, wenn man die staatliche Förderung in Anspruch nimmt. Aber nicht um damit Rendite zu erwirtschaften, sondern um sich für den Ernstfall zu wappnen, falls mal der Strom ausfällt. Da kann ich mir dann zumindest meinen Latte Macchiato brauen. 