Beiträge von Kellermeister

    @ iring


    Na ganz einfach. Da gab es kürzlich eine Art Umfrage im GSF, zu wieviel Prozent man in EM investiert ist. Erstaunlich viele sind mit weit über 50 % des Vermögens/Erspartem investiert. Wer so hoch in EM steckt, für den kann die Post abgehen; stärker noch als bisher.

    Zitat

    ein überangebot an schulden trifft auf ein unterangebot an Gold.


    In diesem Kontext sicher richtig.
    Aber seit die EZB (neben der FED und der BoE) zum Marktteilnehmer (Käufer) geworden ist, wird es das Überangebot an Schulden in dem Sinne gar nicht mehr geben können. Noch sind die Schotten nur ein wenig hochgezogen, aber der Moment der völligen Öffnung ist nicht mehr weit.
    Wenn ich lese, mit welchem Befremden das Ausland auf das deutsche Sparpaket reagiert, dann frage ich mich, wo die deutschen Grundüberzeugungen (alles was ausgegeben wird, muß auch erwirtschaftet werden) bzw. die deutsche Sparmentalität geteilt werden. Ich halte den Posten, auf dem Deutschland sich noch wähnt und wehrt, für verloren.
    Dienstmädchenhausse bei Gold ? Sehe ich nicht.
    Aber interessanter wäre der Blick in die westlichen Industrienationen. Für wie tragisch hält man dort Inflation? Gibt es dort vermehrte Medienberichte über Goldinvestments (abgesehen von der Nennung der sich jagenden Höchststände)? Kaufen dort Privatleute vermehrt Gold/Silber? Gibt es ein allg. Unbehagen über ausufernde Staatshaushalte in der Bevölkerung?
    Hat darüber jemand Kenntnis?

    Was ist denn nun Sparquote oder Geldvermögen???

    Einen Kauf von Aktien würde ich als ausgegebenes Geld betrachten; jedenfalls nicht als gespartes Geld auf der hohen Kante. Ein Anteilsschein von einer AG ist m.E. kein Spar - oder Geldvermögen.
    Anders beim Kauf einer Anleihe. Da verleihe ich mein Geld gegen einen Schuldschein; das Risiko sollte im Zins eingepreisst sein.
    Was also wird gezählt, wenn es um die Sparquote und ums Geldvermögen geht?
    .

    Wichtig ist nicht, WAS Greenspan sagt, sondern DAS er es sagt.
    Das die USA ihre Schulden nicht tilgen können und ihren Zinsdienst nur noch mit frisch gedrucktem Geld leisten können, das weiss jeder, der sich auch nur ein bischen auskennt; auch für einen GSF-Leser ist das nichts neues. Und IRGENDWANN wird der USDollar kollabieren müssen.
    WARUM also sagt Greenspan Dinge, die auf der Hand liegen? Vielleicht, weil er näheres über das IRGENDWANN weiss?
    In diesem Zusammenhang fällt auch die jüngste chinesische Ankündigung auf, ihren Yuan ggf. aufzuwerten.
    .

    Ich kann mir vorstellen, das dieser Thread in ein oder zwei Jahren immer noch aktuell ist bzw. dann erst aktuell wird. Ich habe mich auch schon gefragt, was ich machen würde (werde), wenn eine Gold-Euphorie aufkommt.

    Allerdings sollte man sich nicht zu sehr am eigenem Umfeld oder an der deutschen Presselandschaft orientieren. Gold hat einen weltweiten Markt. Da ist es interessanter, was in bevölkerungsreichen und sachwertorientierten Staaten passiert. Eine ausgewachsene Wachstumsdelle in China ist sicher markanter am Goldmarkt spürbar, als die Verdoppelung oder Verdreifachung der privaten Goldkäufer in Deutschland.

    @ Patou


    Betrachte mich mal ja nicht als Verbündeten. Mir hängen Nichtstuer ziemlich zum Halse heraus. Mir ist auch völlig unverständlich, wie man als junger ungebundener Mann (oder Frau) von Sozialhilfe lebt bzw. leben will. Und das dies gewährt wird, ist ein noch größerer Skandal. Und das dies oftmals noch Leute ohne deutschen Pass sind, bringt mich auf die Palme.
    Nur gibt es hier im Forum schon genug von denen, die dies thematisieren; meist noch undifferenziert und manchmal unqualifiziert.

    Mein Groll ist aber viel größer gegen jene Nichtstuer, deren Einkünfte aus Zins- und Dividendenpapieren sieben - und höherstellig sind. In einer Gesellschaft, wo so etwas nicht nur möglich ist, sondern auch kaum hinterfragt wird, ist mehr faul als nur die Existenz von arbeitsscheuen Stützeempfängern.
    Und wenn es dann EINMAL schief geht und die einträglichen Papiere zu verfallen drohen, DANN ist sofort der Staat mit einem hunderte-milliardenschweren Ruhekissen zur Stelle; um die Villen auf Mallorca, die Yachten in Monaco und den wöchentlichen Privatjet nach NY abzusichern. Und so etwas bringt mich dann wirklich zum kotzen.
    .

    @ Pedro


    Zitat

    Ja, danke, dass er sich vom Acker gemacht hat.


    Na na, mal nicht zu früh freuen.


    Zitat

    Habt ihr das Denken überhaupt gelernt?


    Manche Dinge lernt man nicht; die hat man (oder eben nicht)!

    Wo bleibt eigentlich mal eine konstruktive Äußerung von Deiner Seite ?


    Oder ist das von einem wie Dir, Zitat: "Ich gehöre zu der Sorte Mensch, der die Natur wichtiger ist als der Mensch. Von mir aus könnte man die Menschheit dezimieren." eher nicht zu erwarten?
    .

    Zitat

    Wie hält man die Leute die keine Lust auf Umverteilung haben im Land ? Wo liegt für die Leistungsträger der Anreiz zu bleiben ?


    Geh doch einfach mal auf den Link in Beitrag 459 dieses Stranges und lies.
    Dann würdest Du sehen, dass sich alles vereinfachen würde und das Umverteilungsvolumen keineswegs steigen würde und die Leistungsträger zu ihrem Recht kämen...

    ps tester: Meine Signatur soll als Witz verstanden werden, so wie deine und andere Signaturen auch.


    OK


    Gold kann man weder essen noch trinken und schön ist es eigentlich auch nicht. Aber es taugt ganz gut als Alternative zum Papiergeld.


    Stimmt 100%


    Ich persönlich habe nichts gegen Kinder, auch wenn ich selbst keine habe. Mein Herz hängt mehr an Tieren. Ich habe Esel, Muli, Widder und Köter. Die sind mir auch in der Krise wichtiger als Gold. Gegen Kinder habe ich mich entschieden, weil ich diesen geschundenen Planeten nicht weiter belasten wollte. Ich gehöre zu der Sorte Mensch, der die Natur wichtiger ist als der Mensch. Von mir aus könnte man die Menschheit dezimieren. Damit hätte ich keine Probleme.


    Dieser Absatz macht mich sprachlos.


    Zum Theme Heinsohn:


    Ich lese in diversen Foren mit und vernehme überwiegend unsachliche Äußerungen über Heinsohn. Nur wenige machen sich die Mühe, seine Thesen zu verstehen. Das mag an der Komplexität der Probleme liegen. Aber ich fürchte fast, dass in Deutschland eine vom Sozialismus durchseuchte Gesellschaft entstanden ist. Vielleicht war dies auch während des Nationalsozialismus und der DDR-Diktatur schon der Fall. Mir fällt es nur heute immer mehr auf. Selbst eifrige Steuerzahler wollen ständig umverteilen, obwohl sie zu den Geschädigten dieses Sozialismus gehören. Wie anders ist es zu erklären, dass mit der SPD, den Linken und den Grünen bereits 3 sozialistische Parteien in den Parlamenten vertreten sind und die CDU und vor allem die CSU immer mehr ins linke Lager tendieren?


    Heinsohn spaltet die Gemüter; auch meines.


    Mir blieb nur die "Auswanderung", wobei ein Umzug in den Süden der EU keine große Sache ist. Ich gehöre zu den Befürwortern der EU und ich bin bekennender Anhänger unserer Währung (siehe mein Avatar). Wenn man jedoch diese Sozi-Umverteilungs-Diskussionen mit etwas Abstand aus einem anderen Land verfolgt, dann kann man über Deutschland und seine Bevölkerung nur noch den Kopf schütteln. Es ist doch nicht nur Merkel eine Lachnummer. Nein, der deutsche Michel ist es selbst und hat Merkel an die Regierung gewählt. Angesichts solcher Fehlleistungen erscheinen Wahlergebnisse aus der Weimarer Republik in ganz neuem Licht.


    Merkel ist gewiss eine Art Tiefpunkt. Aber schau Dich um: damals Aznar? Bersusconi? der gegangene Brown in GB? Sind das Alternativen? Ist das die hohe Schule des Wählens?


    Mit anderen Worten: Der deutsche Michel ist zu blöd zum Wählen


    Der deutsche Michel will belogen werden, damit er die Wahrheit über den drohenden Staatsbankrott nicht erfährt.


    Der deutsche Michel ist ein Kontrukt. Ich habe noch keinen getroffen, der blöder ist als seinesgleichen in anderen Ländern.


    Der deutsche Michel will umverteilen, weil er sich selbst nichts zutraut und daher auf die Solidarität der Gesellschaft setzt.


    Solidarität in der Gesellschaft halte ich für einen Wert.


    Der deutsche Michel ist durch und durch Klugscheißer und glaubt noch immer, dass am deutschen Wesen die Welt genesen könnte.


    Nein. Eher das Gegenteil.


    Wäre da nicht die deutsche Fußball-Nationalmannschaft mit ihrem Traumfußball, das Bild unseres Landes wäre momentan ein Bild des Jammers.


    In Spanien haben die Sozialisten vor 2 Wochen die von ihnen eingeführte "Wurfprämie" von 2.500 € wieder abgeschafft. Ja, auch hier haben die Umverteiler ein gesundes und aufstrebendes Land an den Randes des Ruins gebracht. Aber in Spanien ticken die Menschen noch einigermaßen normal. Die Spanier wissen, dass jetzt harte Zeiten kommen. Die Deutschen philosophieren noch herum, ob man die alte DM wieder einführen sollte. Da kann ich nur lachen. Wenn das passiert, ist Deutschland erledigt (wirtschaftlich, politisch, militärisch).


    "Wurfprämie" - passt zu dem Bild, was Du oben von Dir selbst gezeichnet hast.
    Deutschland hat am wenigsten einen Punkt Null zu fürchten. Du willst doch nicht behaupten das die Mittelmeerstaaten eine Konkurenz für Deutschlands Wirtschaft darstellen könnte? Spanien! LOL. Heute noch keine Zeitung gelesen? - Außer Fußball gibts da noch einen Wirtschaftsteil zu lesen.

    Zitat

    Derartiges ist aber mit echtem Geld physikalisch unmöglich.


    Du kannst zwar allen wertlose Zettel ausdrucken, aber nur mit einer faschistischen Diktatur andere zwingen, diese gegen Waren einzutauschen.



    Wieso wertlose Zettel? Wieso Diktatur?
    Das funktioniert sogar unter einem knallhartem Goldstandard.
    Das Prinzip ist älter als die Zivilisation. Die einen erwirtschaften etwas und lassen andere daran teilhaben. Zum Teil aus Eigennutz, zum Teil aus Vernunft, zum Teil aus Nächstenliebe, zum Teil weil man selbst begünstigter werden könnte oder möchte.... Die Gründe sind vielfältig, nur leider von manchem vergessen...

    @ ps tester
    Habe mich durch Dich nicht angegriffen gefühlt.
    Ich verkenne keineswegs, das es Sozialhilfe-Haushalte gibt, wo die für Kinder gedachten Zuwendungen "vergeudet" werden. Das ist sogar ganz ohne Zweifel so. Aber eine leichte Antwort habe ich da nicht. Was ich vom Hartz4-Bezieher halte, steht in meinem Beitrag 454. Meine Vorstellungen bzgl. bedingungsloses Grundeinkommen sind hier zu finden:
    http://www.goldseiten-forum.de…&postID=431388#post431388

    Ich bin seit 2005 im Forum und kaufte auch schon zuvor EM. Aber ich gehöre nicht zu denen, die Angst vor ihrem eigenen Hintern haben; sprich: auf das Leben verzichten und nur noch an einer sonnigen Küste mit einem Säckel voller Münzen auf den großen Knall warten, um sich dann bestätigt zu sehen wie die armen Irren, die Kinder in die Welt gesetzt haben, sich nun auch noch um diese verstärkt sorgen müssen. Das nenne ich Dekadenz.

    Zitat

    Thema verfehlt.


    Wieso?
    Thema ist Heinsohn und seine Hartz4-Thesen.
    Übrigens ist Heinsohn der mit der Theorie des Zusammenhanges zwischen Bevölkerungswachstum und Zukunftsfähigkeit. Den schrumpfenden europäischen Staaten attestiert er keine Zukunft. Den USA spricht er wenigstens noch Kampfeswillen zu, allerdings auch schon auf verlorenem Posten. Die Kriege im mittlerem Osten hält er alle für nicht gewinnbar, und zwar allein wegen der unterschiedlichen Bevölkerungsstrukturen der kämpfenden Gegner. Das alles betrachtet er mit einer ethnischen und kulturellen Brille. Ich bin seinen Gedanken gegenüber nicht immer abgeneigt. Allerdings halte ich seine Hartz4-Thesen für gewagt, und angesichts der aktuellen Plünderung der öffentlichen Kassen durch die Hochfinanz geradezu für bösartig.
    Soviel dazu.

    Der hier gemobbte Dauer-Hartz4-Bezieher ist keine aussätzige Art, sondern das wachsende Phänomen einer beschleunigten und hochproduktiven Ökonomie. Es werden über kurz oder lang nicht mehr alle gebraucht werden. Momentan sieht das alles noch "ungerecht" aus, wenn die einen für den Erwerb arbeiten und andere für fast das gleiche Geld nicht arbeiten. Aber eine intelligente Art der Umverteilung wird es geben MÜSSEN. Mein Favorit ist das bedingungslose Grundeinkommen, aber das ist ein anderes und langes Thema.

    Jedenfalls halte ich nichts von Stimmungsmachern, die sich in eine vermeindlich unantastbare Position begeben haben. Dazu zähle ich schon aus Prinzip die gewollt Kinderlosen (Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel). Und mancher Goldhorter, der nur noch Augen für seine Schatzkiste hat, ist mir auch suspekt.
    Irgendwie bekomme ich den Gemeinsinn und auch den Patriotismus in mir nicht tot.
    .

    Zitat

    Ich denke - im Gegensatz zu manch anderen hier - schon seit vielen Jahren (Jahrzehnten) über meine Zukunft nach. Weshalb lebe ich wohl an Europas Sonnenküste, während andere hier über die Streichung ihres Betreuungsgeldes winzeln




    Wer in der schwersten Krise der zivilisierten Menschheit Kinder macht, statt Gold zu bunkern, der muss sich nicht wundern, wenn ihn die Krise einfach wegpfeift. Insofern verstehe ich jetzt das Gejammer und Geschrei. Diese Leute haben nackte Angst. Verständlich.




    @ Pedro
    Ok! Alles klar. Und alles weitere sinnlos.
    .

    @ ps tester


    Ach, mir geht es gar nicht darum, hier jemanden kluge Ratschläge zu geben.
    In archaischen Gemeinschaften hatte zwar sicherlich jeder seine Aufgaben; und auch Mütter hatten ihren Teil zum Gemeinwohl der Gruppe beizutragen. Aber eine Mutter von mehreren Kindern war gewiss in erster Linie dazu da, sich um Kinder zu kümmern. Für die materielle Grundlage der Existenz hatten hauptsächlich andere zu sorgen.
    Ich weiss nicht, ob es in einer Gesellschaft mit vergleichsweise höchster Produktivität und zahlreichen Arbeitslosen unbedingt sein muß, dass eine mehrfache Mutter zur Steigerung des Bruttosozialproduktes durch Erwerbsarbeit herangezogen werden muß.

    @ JoeTurbo
    ... hat wahrscheinlich keine Kinder!
    Denn sonst könnte er nicht so kenntnisfrei daher reden. Weitere Kommentare erspare ich mir, sonst wird es persönlich.
    Wer behauptet, Kinder bedeuten MEHR GELD, der hat keine Ahnung!
    Kinder bedeuten MEHR GELD AUSGEBEN MÜSSEN!
    Und ein steigender Sozialhilfesatz ergibt daher nicht einen steigenden Lebensstandard.

    Ich bestreite nicht, dass unsere Sozialgesetzgebung verbreitet falsche Anreize schafft. Aber im kinderarmen Deutschland halte ich MEHR KINDER nicht für einen fehlgeleiteten Anreiz. Eine Frau mit zwei bis drei Kindern sollte der Durchschnitt sein. Und eine fünffache Mutter ist kein Menetekel ! Ich bin überrascht über die Kaltschäuzigkeit, mit der hier über Mütter hergezogen wird, die, warum auch immer, Hartz4 beziehen müssen. Und ich kenne auch einige solcher kinderloser Maulhelden und -heldinnen (!) aus eigenem Erleben, die keinerlei Ahnung haben, aber über Mütter herziehen. Aber wie gesagt, ich will nicht persönlich werden....
    .