Beiträge von Kellermeister

    Geiger bietet seit neuestem auch selbstgeprägte Münzen an. Bei den Silbermünzen allerdings auch mit 19%, sind also quasi runde Barren.


    Der Preisabschlag einer Goldunze mit ca. 7 Euro auf einen KR ist nicht so, dass man da zulangen müßte.


    Gibt es jemanden, der so etwas ordert ??


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    Nein, die griechischen Blätter sind nicht besser !!!


    Hatte gestern eine nette kleine Rundtischdebatte. Es ging um Krieg und die Behauptung, in Deutschland und anderen europäischen Größen würde kaum mehr eine kritische Masse zum Krieg gegeneinander aufstehen. Ich meinte, dass es keine zwei Jahre mediales Trommelfeuer bräuchte, um die europäischen Mächte gegeneinander schießen zu lassen.


    Übrigens: Unter anderen Bedingungen: Könnte sich jemand vorstellen, das BILD schreiben würde " Verkauft doch euer Land, ihr Pleite-TÜRKEN ".


    Wohl kaum !

    Zitat

    aber dass ein Staat einem anderen einfach einen Teil seines Hoheitsgebiets abgibt das geht natürlich nicht!!




    Wieso nicht ????


    Die Schulden, die ein Staat auftürmt und den überproportional hohen Kredit, den ein Staat eingeräumt bekommt (verglichen mit Firmen, Privatpersonen etc), das bekommt er doch nur, weil er über immense Sicherheiten verfügt; so z.B. den Grund und den Boden des Landes, den Luftraum, die Gewässer, die Inseln u.s.w.


    Anzunehmen, dass ein Staat 10-, 20-, 30-jährige Anleihen aufnehmen kann, nur weil er das Steuermonopol hat, erscheint mir in schrumpfenden europäischen Gesellschaften weit hergeholt.


    Und wenn es dann zum Schwur kommt, dann muß halt mal eine Sicherheit geopfert werden. Ich wäre für Kreta. ;)


    PS: Wenn es Deutschland beträfe, würde ich nicht anders argumentieren. Im Prinzip findet das ja auch alles schon statt mit der Privatisierungswelle von Infrastruktur. Zuerst die Strassen und die Gleise, dann das Wasser, zum Schluss das Land. :hae:


    Ist nicht 100 pro ernst gemeint, aber ich bin zuversichtlich , dass es noch dazu kommen wird.


    Wie hiess es in den achtzigern, als alle schon hoch im Schuldturm saßen: Willst Du ein Land erobern, so greife nicht mit Panzern an sondern attackiere seine Bonds.


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    @ BillytheKid


    Bei mir liegt der Fall ähnlich wie bei Billy. Ich habe das Zeug momentan auch zinslos. Festgeld bis 30 Tage (bei mir das Maximum) bringt fast nichts. Alles was länger und (noch) unsicherer ist, meide ich ebenfalls. Und die gefühlte Inflation bei üblichen Verbrauchsgütern hält sich momentan immer noch in Grenzen. Also was solls?


    Ich hatte auch hin und her überlegt, aber mir fiel nichts ein. Und bei einer EM-Invest-Rate von 70 bis 90 % ( ? ? ) würde ich auch nicht zwingend zu weiteren EM-Zukäufen raten; wenn eine Familie da ist schon gar nicht. Da brauchts schnell mal einen Tausender außer der Reihe...


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    @ Theo und Fragezeichen


    Ihr habt mich missverstanden !!!


    Ich meinte, hier im Forum gab es dutzende, die 2008 Bankenpleiten vorhersagten. Und sie hatten ja allesamt recht!! Ich wollte ausdrücken, dass man nicht IWF-Experte sein mußte, um dieses Bankenpleiten (ohne Rettung wären es noch viel mehr gewesen) vorherzusehen. Es war als Kompliment gemeint.
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    Zitat

    ... der frühere IWF-Chefökonom - der 2008 bereits große Bankpleiten prophezeite.


    2008 gab es hier im Forum Dutzende, die Bankpleiten vorhersagten.


    Hoffentlich ist diese prophetische Gabe nicht die einzige Qualifikation, die man als IWF-Chefökonom braucht.


    Aber das nur am Rande.


    Ich frage mich, warum die EU den Griechen den Canossa-Gang zum IWF ersparen will?


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    Zitat

    Da wird das Volk wütend randalieren...


    Das deutsche Volk???? Glaube ich nicht.



    Ansonsten passt die Forderung dieser IWF-Experten wie ein kleiner Baustein ins BIG PICTURE, was in diesem Forum schon seit Mitte des Jahrzehnts diskutiert wird. "Platzen der Blasen, Krise-Arbeitslosigkeit-Deflationsgefahr, Fluten der Märkte mit Geld, Inflation, Hyperinflation, Währungsschnitt, Enteignung der Massen zugunsten der Eliten, Neuanfang".


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    Man sollte sich einfach mal fragen, von wem der Vorschlag kommt. Er kommt von der FDP.


    Umverteilung über Steuern. Das ich nicht lache!!! Als ob unser klein und fein ausgeklügeltes Monster-Steuersystem dafür sorgen würde, das es eine Umverteilung von oben nach unten gäbe. Es gibt eine Umverteilung von der Mittelschicht in die Unterschicht. (Fast) alle, die darüber sind, nutzen das deutsche Steuersystem steuermindernd. Das weiss auch die FDP! Deren Klientel würde von einer Kopfpauschale prima profitieren.


    Einen (unsozialen !) Sparvorschlag hätte ich aber dennoch: Jeder soll vom Arzt, Krankenhaus oder Apotheke eine Rechnung bekommen, die er zu bezahlen hat. Kostenerstattung, ggf. auch im Voraus durch die Krankenkasse an den Patienten. Aber der Patient hat die Zahlungspflicht; und er hat die Übersicht über die erbrachten und abgerechneten Leistungen. Vom Prinzip wie bei der PKV. Das wirkt disziplinierend, wenn man den Schreib- und Antragskram auf dem Tisch hat und die Zahlungsaufforderung im Briefkasten. Nix Karte hinstrecken und fertig!


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    @ CPURaucher



    Gute Frage. Auch ich bin hin -und hergerissen bzgl. EU und Euro.


    Vor einigen Jahren mal Anhänger von beiden, obwohl schon früh klar war, das der Nutzen vor allem von den Eliten und Apperaten abgeschöpft wird. Dennoch hielt ich die EU für nötig, um ein Gegengewicht zu den USA und Fernost zu haben.


    Aber dieser Anspruch des Gegengewichtes wurde mit der Osterweiterung und der Aufnahme der angelsächsischen Marionette Polen schon weitgehend aufgeweicht.


    Und der Euro: Bin kein Experte. Aber es gab genug Rufer, die eben vor diesem Szenario (PIGS) warnten. Andererseits halte ich das Geschrei um den Außenwert des Euro für maßlos übertrieben. Vor 5 Jahren galt ein Euro/Dollar-Kurs von 1,35 als absolute Katastophe für die dt. Exportwirtschaft. Die EZB bemühte sich, den Euro zu drücken etc. Und heute gilt 1,35 als schwacher und angeschlagener Euro.... Es sind zwei Papierwährungen, auf dem Kurs nach unten. Mal ist der eine schwächer, dann der andere.


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    Da passt es, dass gerade jetzt im deutschem öffentlichem Dienst Tarifverhadlungen stattfinden. Was auch immer man von der verdi-Forderung halten mag, die Reaktionen von Bund und Kommunen war eindeutig. Die Forderung war "unanständig/ nicht von dieser Welt/ nicht in die Landschaft passend/ grotesk/abenteuerlich/finanzielle Geisterfahrerei..." etc.. Schäuble und deMisere wollen gar nur "nach unten verhandeln".


    Beim griechischen öffentlichen Dienst wird auch gerade nach unten verhandelt. Mit etwas Glück können die aber darauf hoffen, dass der (deutsche) Bund beschwichtigend die Hand aufmacht. :wall:


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    Zitat

    Kennt jemand eine plausiblere Möglichkeit ?


    @ Lexus


    Wieso muß das PLAUSIBEL sein. Es kann einfach passieren. Das halte ich keineswegs für unmöglich. Mit Plausibilität muß das gar nichts zu tun haben.


    Andererseits passieren solche Bewegungen an der Börse nicht, ohne BILLIGUNG oder HANDLUNG unbestimmter Kreise; -was die Wahrscheinlichkeit für einen solchen Crash nur größer machen dürfte.


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    Die Zeiten des Selbstverzichtes mit Blick auf das "Große und Ganze und die gesamtwirtschaftlichen Folgen" sind m.E. vorbei.


    LEIDER


    Die ganze Kiste läuft auf einen toten Punkt und einen nachfolgenden Neustart zu. Jetzt kommt es darauf an, sich selbst zu positionieren und das Maximum für sich herauszuholen. Die sog. Eliten machen es vor; allerspätestens seit dem "Bankenrettungsschirm" sollte das jeder gemerkt haben. Dreistes Pochen auf Vertragserfüllung (Auszahlung von Boni und hohen Abfindungen) von Bankmanagern und Landesbankern sind nur ein kleines Indiz für den Verfall von Sitte, Anstand und Scham.


    Daher ist jetzt die Zeit des allg. Zulangens. Hohe Lohnforderungen der Gewerkschaften haben meine volle Unterstützung.


    Das laute Schreien nach öffentlichem Geld und Subventionen, sonst ein Graus, wird mir immer sympatischer.


    Jetzt zugreifen heisst die Devise, bevor es ein anderer tut (ggf. sogar die Griechen!)


    Der Fisch stinkt vom Kopfe her.... selten zuvor war das so eindeutig.


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