Beiträge von Kellermeister

    Will hier mal meine Skepsis gegenüber dem Silberinvestment (verglichen mit Gold) zum Ausdruck bringen und meinen Unwillen gegen die "Gedanken von Izzy" im neuen Butler-Artikel vom 21.02.
    Meine Favorisierung von Gold begründe ich mit der historischen und ungebrochenen primär monetären Rolle von Gold. Dem Silber könnte diese Rolle zwar wieder zugebilligt werden, aber ich halte das für nicht hinreichend wahrscheinlich. Wie dem auch sei, darum könnte man diskutieren.
    Nicht diskutabel sind diese Gedanken von Izzy.


    Ein Knackpunkt ist für mich, das einer Goldfördermenge von jährlich rund 2500 bis 3000 Tonnen eine Silberfördermenge von über 20000 Tonnen gegenüber steht.


    Wie kommt der Mann zu seiner absurden Rechnung, Silber sei das seltenere Metall?


    Gibt es unter den Silberfreaks jemanden, der diese Meinung teilt? Und damit meine ich nicht die "Hoffnung" das er recht haben könnte, sondern eine plausible Erklärung.

    Zitat

    Original von Silberneuling
    Als Azubi hat man nicht viel Geld, somit ist es sinvoll erstmal die Situation zu begreifen bevor man sein Geld bei der Bank abhebt und sich dafür 1ne Goldmünze kauft, die vielleicht irgendwann den halben Wert verliert.


    Ich schließe mich tengu1 an.
    Als Azubi oder Student oder jeder andere, der momentan kaum zum Sparen kommt oder Erspartes hat, ist es sinnvoll hier mitzulesen und die Finanzszene zu verfolgen. Aber physisches Investment in Gold ist sinnvoll, wenn man Geld (und da meine ich mindestens 5000 Euro) übrig hat.


    Andererseits erinnere ich mich, auch eher klein begonnen zu haben. Wenn ich 'ne Jeans kaufen wollte, und während des Shoppens merkte, das es eigentlich nicht unbedingt sein müsse, bin ich zur Bank und habe die 100 Mark in einen kleinen Goldbarren umgesetzt. Es dauerte Jahre, ehe ich die ersten 100 Gramm zusammen hatte. Rein gefühlsmäßig wußte ich, etwas vernünftiges gekauft zu haben.
    Aber dennoch gilt, das es wenig Sinn macht, sich die erste Unze vom Munde abzusparen. Als Azubi sollte man auch mal 'n paar Euro flüssig haben, um sie mit 'ner Mieze auf den Kopf zu hauen.

    Silberneuling


    "Die Frage ist aber auch, ob Gold wirklich die Lösung des Problems ist?"



    Ja, welches Problem meinst Du denn? Zuerst fragst Du nach dem Bestand und Untergang von Währungen oder gar Staaten, und dann kommst Du mit den Argumenten eines Daytraders (ich übertreibe bewusst).


    Willst Du spekulieren und reich werden oder willst Du auf bevorstehende Finanz- und sonstige Wirren einigermassen pasabel vorbereitet sein?

    Silberneuling


    Na, so einfach ist es auch nicht.
    Ein Währungswechsel entbindet dich nicht automatisch von deinen Schulden.
    Aber wie dem auch sei und wie sie ihre Währung auch nennen; entscheidend ist doch die Zukunft. Die neue Währung (nachdem die Schuld der alten Währung nicht beglichen wurde), würde nie und nimmer als eine Weltreservewährung akzeptiert werden.
    Der günstigste Fall, der den USA passieren könnte, wäre eine Art Nullpunkt bzw. Neuanfang ohne Verschuldung. Das würde aber auch bedeuten, in Zukunft ohne (Auslands)Kredit auskommen zu müssen, also Ärmel hoch und Vermögen selbst produzieren. Wie gesagt, das wäre aus amerikanischer Sicht noch der günstigste Fall.


    Im Moment glaubt man aber, noch besser aus der Sache rauszukommen. Die Schulden weginflationieren oder einfach ignorieren und so weiter machen, bis der Dollar von selbst zusammenbricht. Danach die Wirren nutzen, sich militärisch positionieren und eine neue Währung (möglicherweise Weltwährung - zumindest irgendetwas scheinbar vertrauenserweckendes, erlösendes) etablieren.
    Keine Ahnung, ob das gut geht. Zumindest nicht, solange nicht alle Gegenspieler mit ins Boot geholt wurden.


    Ich weiss nur, jetzt und währenddessen und danach und wann immer, mit Gold auf der sicheren Seite zu sein.

    Ich liege mit Grippe danieder, deshalb hatte ich gestern vormittag Gelegenheit, die Bundestagsdebatte um die Finanzkrise bzw. die IKB zu verfolgen.
    Es wurden von der Opppsition die schon hier gebrachten Argumente bzw. auch Vorwürfe in Richtung Regierung/Finanzminister vorgetragen. Solms, Gysi und ein Grüner sprachen ungefähr das aus, was ich auch denke. Und dann kam der brave linke Sozi Stiegler, bekannt für markige Sprüche. Der hatte derartig Kreide gefressen und lobte den Finanzminister/Wirtschaftsminister für ihr Tun.
    Unabhängig davon, was Stiegler dazu bewog, dachte ich erstmals darüber nach, ob es evenuell ausländische Attacken auf die deutsche Bankenszene gibt/gegeben hat, von denen wir nur ahnen können? Ob Steinbrück mit seinen Milliarden tatsächlich einen Riegel vor eine gesteuerte Zerüttung der deutschen Bankenlandschaft schob?
    Es ist nur ein Gedanke bzw. eine Frage?

    Gut gut.
    Meine Frage an mesodor bezog sich allerdings eher darauf, ob nach dieser IKB-Rettung die Gefahr einer Bankenpleite in Deutschland auf ein Minimum gesunken sein könnte; sprich: egal was passiert, der Staat haftet, zur Not mit frisch gedrucktem Geld. Also Bares aus dem Strumpf und rauf auf die Konten?

    mesodor39


    Ist diese "Rettungsaktion" nicht eigentlich ein Signal dafür, die Matraze wieder aufzuschneiden und die Konten wieder aufzufüllen?
    Wo das Geld entwertet, ist ja schließlich egal und wie es aussieht, werden Banken immer gerettet. Da ist die Gefahr wohl größer, dass der Tresor zu Hause weggeschleppt wird.
    Aber sag jetzt nicht 100% EM !

    CrystalClear


    Neiddebatten werden in diesem Forum wohltuenderweise nur selten geführt; soweit erstmal dazu - Debatten über Inkompetenz schon öfter.


    Dein teures Mißgeschick mit Schlüsseldienst mag ärgerlich sein, hat aber mit Betrug kaum etwas zu tun, sondern höchstens mit dem Ausnutzen einer Notlage.


    Was bei der IKB abläuft ist dagegen der Gipfel. Ich will gar nicht noch mal ausführen, warum - steht alles schon geschrieben. Mir geht dabei sowieso der Hut hoch, ich will gar nicht mehr dran denken.


    Also, bevor Du mal wieder zum "Gehirneinschalten" blässt, dann versuche erstmal den Gegenstand der Betrachtung zu erkennen.

    Prof. Wenger. Ich sehe ihn ganz gern. Allerdings sagt er mir nichts neues. Und bzgl. Schröder/Eichel vs. Merkel/Steinbrück gehe ich nicht mit. Wenn ich mir Schröder, den selbsternannten Macher und Retter in dieser Situation vorstelle....grauenhaft.
    Aber eins habe ich mit Wenger gemeinsam: Mir platzt der Kragen!

    Milly


    Eine Inflationsrate von gefühlten und tatsächlichen 5-10 Prozent ist für mich schon Enteignung im großen Stil.
    Das Ausschlachten von mittelständigen Betrieben über Beteiligungsgesellschaften läuft schon seit Jahren.
    Und das Aufpäppeln von gescheiterten Banken mit Steuergeld ist auch eine Art der Enteignung.
    Aber hast recht, es fehlt noch der Zugriff auf Immos aller Art, vor allem die des kleinen Mannes.
    Landet alles in den Tresoren der Banken. Nein, ich korrigiere, landet alles in den Tresoren einiger weniger auserwählter Banken.

    ALEXIS


    Auch mich verwundert der eine oder andere hier. Wenn der Goldpreis um 20 $ steigt, so ist das naturgesetzlich oder sogar gottgewollt, wenn er um 20$ fällt sind sofort das PPT und andere Manipulateure am Werk gewesen. Das ist lächerlich.


    Zu Deinem Horrorszenarium:
    1) denkbar, ärgerlich, aber würde mich nicht hindern...
    2) geht eigentlich nur mit Währung mit Goldstandard, anderenfalls würde jeder Handel zum Erliegen kommen.
    3) Rumpelstielzchen läßt grüßen...

    Zitat

    Ob "politisch denkbar" oder nicht: die werden in das Ding nochmal kräftig Steuerzahlerkohle einschiessen, das ist ja wohl völlig sonnenklar


    Ich bin hier zwar unter Gleichgesinnten und deshalb ist das hier der falsche Platz, aber mich macht das derart wütend, dieses "Retten" mit Steuergeld, oder Volksvermögen, wie jetzt diskutiert wird, mit Postaktien. Und dann das Begründen, das "in diesem einen besonderen Fall" der Einsatz von Steuermitteln sinnvoll wäre. Ich könnte kotzen.


    Auf den selben Seiten wird dann von Schäuble über ver.di hergezogen, die Warnstreiks ausgerufen haben. Unter normalen Umständen würde man sagen, das jeder Euro, der NICHT im öffentlichen Dienst versenkt wird, ein guter Euro ist. Aber unter diesen Umständen: Beim Busfahrer und Krankenpfleger wird um 20 oder 30 Euro gefeilscht, als gäbe es kein Morgen; und die Ärsche der IKB und WestLB-Oberen werden mit Milliarden rausgepaukt.

    Wohl gesprochen, Eulenspiegel


    Ich kenne niemanden in meinem Bekanntenkreis mit nennenswertem Goldbesitz. Andererseits gelte ich in meinem Bekanntenkreis auch als jemand, ohne nennenswerten Goldbesitz. Ich gehöre diesbzgl. zu den Schweigern und nicht zu den Missionaren. Das heisst, ich habe keine Ahnung, ob nicht doch der eine oder andere Gold hortet, jemand, von dem ich es am wenigsten glauben würde.
    Einerseits weiss ich gar nicht, ob es mir gefallen würde, wenn jetzt nahezu jeder Gold besäße - irgendwie glaubt man ja (abartigerweise) an eine Art Exclusivität...
    Andererseits würde ich es gern sehen, wenn die Deutschen ihre vergleichsweise beachtliche wirtschaftliche Performance auch so speichern, das es den "Übeltätern" nicht gelingt, handstreichartig für eine totale Verarmung zu sorgen. Da ist das Gold im privaten Streubesitz wohl sogar besser geeignet, als irgendein Bundesbank-Gold, sonstwo untergebracht.
    Also kann die Presse von mir aus weiter klingeln.
    Der Goldmarkt ist weltweit; ich denke, es ist relativ belanglos (vor allem für den Preis), wenn in einer dt. Fersehsendung zu Gold geraten wird.

    Leipziger stimmen gegen Verkauf kommunaler Betriebe


    Die Teilprivatisierung der Leipziger Stadtwerke ist vom Tisch: Bei einem Bürgerentscheid stimmten am Sonntag 87,4 Prozent der Wähler gegen den Teilverkauf der stadteigenen Betriebe. Rund 104.000-Stimmen wären dafür nötig gewesen, letztlich gaben 148.767 Leipziger ihr Votum gegen den Verkauf ab, 21.505 stimmten dafür. Insgesamt hatten 41 Prozent der stimmberechtigten Leipziger ihr Votum abgegeben. Mit dem Bürgerentscheid, der für drei Jahre bindend ist, ist zugleich auch der Verkauf von Anteilen an den weiteren kommunalen Unternehmen nicht mehr möglich. Oberbürgermeister Jung (SPD) musste damit eine herbe Niederlage hinnehmen.


    Quelle:
    http://www.lvz-online.de/special/buergerentscheid.html


    KM:
    Ein völlig unfähiger OBM und seine ebenso unfähige Mannschaft wollte sich mit dem Erlös von 500Mio Euro "Luft und Gestaltungsspielraum" verschaffen, mit anderen Worten, man wollte die nächsten Jahre postenrettend über die Runden kommen. Von den "Zuwendungen", die bei einem solchen Deal für die "Macher" immer fließen, will ich gar nicht reden. Da gibts wohl heute lange Gesichter...
    Leipzig steht mit seiner Verschuldung am Rand zur Zwangsverwaltung. Wohl mit das schlimmste, was einem OBM und den Seinen passieren kann. So hart, wie das Wort Zwangsverwaltung auch klingt, schlimmer als derzeit unter OBM Jung kann es kaum werden.

    anwir


    Ich halte das nicht für eine Korrektur, sondern für eine normale technische Reaktion auf den übertriebenen Anstieg der letzten Tage.


    Schon seltsam, wie Kurssprünge um 10, 20, 40 Dollar auch hier im Forum als quasi normal betrachtet werden, während Rückgänge um ein paar zig Dollar schon argwöhnisch kommentiert werden. ( jetzt nicht von Dir ! )


    Eine Korrektur würde m.E. bei 750 bis 700 stoppen, also etwa beim Topp von Mai 2006. Wenn das so käme, wäre aus meiner Sicht noch gar nichts angebrannt ! Ob es so kommt...? no idea


    Jetzt aber um 10 oder 15 Euro zu feilschen und nach dem richtigen Tag oder der richtigen Stunde zu schauen, halte ich für falsch. Wenn Du meinst, jetzt bald Gold zu brauchen, dann kauf.

    @mesodor


    Nichts ist so sicher, wie das Goldstück in der Hand !
    Alles richtig. Ob das mit der Immo für ein paar KR so kommt, werden wir sehen. Unwahrscheinlich ist es nicht.
    Einzig der Ablehnung von Aktien kann ich nicht zustimmen.
    Sie sind mom. völlig überteuert und sie sind nur bedingt liquide.
    Aber einige BlueChip-Aktien fallen bei mir unter "Sachwertvermögen". Sie sind zwar nicht vergleichbar mit dem Goldstück in der Hand und sie sind nur Papier. Aber der Grundbucheintrag über Grundbesitz ist auch nur ein Stück Papier. Trotzdem ist Grund und Boden ein Sachwert. Und trotz aller Möglichkeit, diesen Besitz zu verlieren, einteignet zu werden etc. - Grund- und Aktienbesitz haben in der Regel die Zeiten überdauert.