Beiträge von Kellermeister

    Zitat

    Der Trick: Man spiele vor, dass der Euro ein sichererer Hafen wäre, als der Dollar und lasse beide untergehn. Wer verliert dabei? Richtig, unsere Freunde der List, die dem Westen LISTBLINDHEIT unterstellen und dachten der Euro ist gut zur Diversifikation. Hochmut kommt bekanntlich...


    Ich denke, wenn BAAL das durchschaut, dann doch sicher auch unsere schlitzäugigen Freunde.
    Die Chinesen könnten ihr FIAT-Vermögen (Dollar oder Euro, egal) verlieren, und die USA ihr Vehikel um ohne Arbeit wohlhabend zu bleiben.
    Am Ende triumphiert der, der bereit ist, zu produzieren.

    Ich habe mich mit der sogenannten Barreserve in Silberzehnern lange schwer getan; nun halte ich doch einen Teil davon in 10ern .


    Ansonsten bin ich eher der AU-Mann und nicht der AG-Mann.


    Dennoch die Frage: Taugen die Silberzehner auch als Silberinvestment? Mal angenommen, (nach einer überfälligen Korrektur) geht die Post nach oben weiter ab und die für 10 Euro erworbenen Silberzehner haben dann einen Metallwert von 11, 12, 20 Euro. Was kann ich dann damit anfangen, falls ich den Gewinn realisieren will? Als 999-Anlagesilber wird es nicht durchgehen, und für Sterling gibts reichlich Abschlag im Sinne von Schmelzware. Blieben noch Ebay und Konsorten.
    Also Silberzehner als Barreserve, aber nicht als Silberinvestition ????

    @ps_tester


    Zitat

    Was nützen euch die 1000$, wenn der Dollar weiter verfällt und der goldpreis in EURONEN stagniert oder im Schneckentempo steigt oder gar mal fällt ?!


    Macht mir gar nichts aus. Mein Einkommen wird mir b.a.w. in Euro ausgezahlt und ich bin soweit froh, das ich neben der Hartwährung Gold auch noch über eine nicht ganz so butterweiche Währung verfüge, den Euro.

    Man weiss doch überhaupt nicht, wie sich die Dinge entwickeln. Vielleicht kaufen wir jetzt zum Hochpunkt der nächsten Jahrzehnte. Glaube ich zwar nicht und ist in diesem Forum auch unpopulär, aber Gewissheit gibt es nicht.
    Der Fälschungsgedanke mag auch eine Rolle spielen. Mal angenommen, Gold steigt extrem überproportional zur allg. Inflation. Spätestens dann werden einige Rumpelstielzchen auftauchen, die den Markt mit (guten) Fälschungen überschwemmen. Ein austr. Nugget, ein Mapple Leaf oder selbst ein KR werden schwieriger zu kopieren sein, als ein Umicorebarren, ein Gegossener erst recht.

    Fragen, die ich mir auch vor gar nicht soo langer Zeit stellte.
    100 Gramm-Barren sind bei mir das höchste der Gefühle. Ansonsten 1Unze klassische Anlagemünzen, z.B. Krügerrand.
    Wenn Du die 10t Euro auf einen Schlag ausgeben willst, ist ein Online-Goldhändler ok. Ansonsten würde ich die Kasse einer Bank mit Edelmetallhandel bevorzugen, auch wegen der Anonymität.

    Kennt jemand einen Handel, am besten Internet, bei dem es Goldschmuck in Form von definiertem Anlagegold gibt?
    Also zum Beispiel ein kleines rundes Metall, 1/10 Unze Gold, Feinheit mindestens 900. Handelbares Anlagegold, welches man auch um den schlanken Hals einer Frau hängen kann. Gibt es so etwas ? Habe keine Lust auf 333 oder 585er Schnörkelgold, welches im Ernstfall nur noch Schmelzware ist.

    Golden Earring


    Ich weiss nicht, ob es hier um ein Missverständis geht. Alles was Du über Inflation sagst, findet meine Zustimmung.
    Ich wollte lediglich darauf hinweisen, dass der Kaufkraftverlust des gesparten Geldes (in Papier) unvermeidlich ist und die Zinseinkünfte hier nicht als Gegenargument herhalten dürfen, weil Zinseinkünfte zumindest teilweise als Kompensation für andere Beschwernisse, z.B. Ausfallrisiko gezahlt werden.
    Also
    Vermögen - 4% Inflation + 4% Zins = Vermögen ist vielleicht rechnerisch richtig, aber ansonsten ganz falsch.

    Ich will hier mal der Meinung entgegentreten, die impliziert, dass der Zins dazu da sei, Inflationsverluste auszugleichen.
    Ein Teil des Zinses ist das Geld, welches mich animieren soll, meine Liqiudität überhaupt zurück in den Kreislauf zu bringen. Desweiteren beinhaltet der Zins zu einem nicht unbeträchtlichen Teil eine Ausfallprämie, die ich für das Risiko der Verleihung erhalte. Abzüglich dieser beiden Positionen verbleibt ein Rest, den man als Profit bezeichnen könnte.
    So gesehen kann man eigentlich nur diesen Profit der Inflation gegenüberstellen und dann von einer positiven oder negativen Verzinsung sprechen. Den vollen Zinssatz bei dieser Betrachtung anzusetzen, beschönigt das Problem.
    (Steuern lasse ich mal bewusst außen vor!)

    @ Max Power


    Barren würde ich nur kaufen, wenn es um größere Anlagesummen mindestens im 5stelligen Bereich geht. Bei Dir scheint es um einen ersten Grundstock in Edelmetall zu gehen. Deshalb bieten sich Experimente oder Exoten kaum an, sondern Anlagemünzen mit der höchsten Akzeptanz.
    Für ca. 4500 Euro bekommst Du im Moment etwa 8 Unzen.
    Ich würde Krügerrand empfehlen, oder Maple Leaf oder auch die meist schöneren und vor allem oft prägefrischen australischen Nuggets. Ich würde auch keine 1/10, 1/4 oder halben kaufen sondern fürs erste jeweils 1 Unzen-Münzen.
    Wirst sehen, alles andere kommt später. Eine 1/10 kann man sich auch mal schenken lassen, einen Büffel kann man mal als schöne Ergänzung nachlegen.... u.s.w u.s.f


    Zur Frage WANN
    Ich warte auch schon auf ein wenig Korrektur, um nochmal ein wenig nachzulegen. Ich werde wohl bei 540 Euro inklusive aller Kosten schwach. Ich habe Zweifel, ob es in absehbarer Zeit nochmal markant darunter gehen wird. Aber das weiss wirklich keiner. Bei einer gutüberlegten langfristigen Erstinvestition würde ich jetzt zuschlagen.

    Klare Worte, mesodor.


    Mir geht es weniger um die entgehenden Zinsen als vielmehr eine vernünftige "Unterbringung" außerhalb einer Bank.
    Die Abwägung ist nicht 3-4% versus 0% , sondern "Schalter vor der Nase zu" versus "Einbruchsdiebstahl mit Totalschaden". Einen Panzerschrank samt Alarnanlage im Wert eines Halbjahreseinkommens habe ich leider nicht.
    Für EM habe ich eine brauchbare Lösung gefunden, aber fürs Papier eben noch nicht.
    Will hier aber keine Debatte um Bankschließfächer, Heimtresore und metertiefe Löcher im Garten lostreten!!! Das hatten wir schon anderswo.

    Ich hatte im Sommer alle Konten und Depots geräumt (abgesehen von den nötigen Deckungen fürs Tägliche), um erstmal den September und Oktober abzuwarten. Nun stellt sich die Frage, ob man wieder "einzahlen" sollte. Wenn ich allerdings die Beiträge der letzten Tage hier lese, frage ich mich erneut, ob das Risiko nach wie vor überproportional ist. Wie seht ihr das?

    @PLEASE


    Nein Please, ich könnte Dir keine zehn Leute nennen, mit denen ich dies machen würde. Am ehesten kann man sich soetwas innerhalb einer Familie vorstellen. Es wird sicher auch häufig praktiziert, wenn es um überschaubare Beträge und kurze Zeiträume geht. Kenne ich selbst aus der Familie. Und einen eventuellen Kreditausfall verschmerzt man da schon eher. "Es bleibt ja in der Familie."
    Eines hast DU nicht gesagt: Was macht der Kreditnehmer mit dem Geld? Ein Kredit, zinslos oder nicht, sollte immer zweckgebunden gegeben werden. Ich könnte Dir z.B. keinen einzigen Menschen nennen, dem ich seinen Urlaub kreditfinanziere! (es gibt ein paar, den würde ich so etwas schenken).


    Ich komme aus der DDR. Dort war das, was Du Nachbarschaftshilfe nennst, an der Tagesordnung. Am Wochenende oder am Abend hatten z.B. Handwerker besonders viel zu tun, beim Freund, beim Nachbarn oder bei einem, auf den man irgendwie angewiesen war. Oftmals wurde sowas nicht mit Geld bezahlt, sondern man war dem anderen einen Gefallen in ähnlicher Größenordnung schuldig. Ob es funktioniert hat? Ja, für diejenigen, die etwas anzubieten hatten, was brauchbar und knapp war.
    Büroangestellte, Lehrer, Krankenschwestern, Fabrikarbeiter hatten das Nachsehen. Denn für Geld waren diese "Dienste" kaum zu haben.


    Geld als universelles Tauschmittel ist einer Naturalienwirtschaft durchaus vorzuziehen. (Das hast Du ja auch nicht bezweifelt). Kommt aber auf die Art des Geldes an, und wer die Kontrolle darüber hat.

    Die Unze Silber kostet im Moment ca. 14 Euro brutto, die guten 16 gramm der Silberzehner würden demnach über 7 Euro kosten.
    Ab wann wird die BuBa den Tausch der Silberzehner in der jetzigen Form stoppen? Bei 8, 9 oder erst bei über 10 Euro? oder garnicht?

    @ Golden Earring


    Mesodor hat in seiner ureigenen Art wieder das passende geantwortet. Wie immer fundamentalistisch, aber wie so oft treffend.


    Es geht doch hier um Basis-Investments; nicht um das kaufen/verkaufen und Herumspekulieren mit ein paar übrigen Euro.


    Wer Land besitzt, bemißt es üblicherweise in Quadratmetern. Gold bemesse ich in gramm und nicht in Euro.


    Ebenso ersehne ich nicht einen Kollaps herbei. Was gäbe es schöneres, seinen Kindern eine Truhe gefüllt mit Gold und Silber zu hinterlassen, das erinnert doch sehr schön an die Piratenfilme der Kindheit. Und was gäbe es schöneres, im Falle eines Kollapses, seinen Kindern wenigstens das Nötige bieten zu können, durch das zuvor richtig getätigte Basis-Investment.

    Zitat

    Solange diese Mauer nicht durchbrochen wird, bleibt Gold und Silber das Steckenpferd von einigen wenigen.


    Sehe ich genauso.
    Der Goldpreis wird auch nicht in Deutschland von ein paar Käufern mehr oder weniger gemacht, selbst wenn die Bildzeitung dazu auffordert, Gold zu kaufen. Der deutsche Privatanleger scheint mir hier zu unbedeutend. Es müßte schon zu einer Massenbewegung, sprich nachhaltigem Vertrauensverlust kommen, wenn wirklich nennenswerte Beträge der dt. Privatanleger ins EM gehen würden. Das gerade die BILD eine solche Krise heraufbeschwört, wage ich zu bezweifeln. Die werden eher Beruhigungspillen verteilen.