@PLEASE
Nein Please, ich könnte Dir keine zehn Leute nennen, mit denen ich dies machen würde. Am ehesten kann man sich soetwas innerhalb einer Familie vorstellen. Es wird sicher auch häufig praktiziert, wenn es um überschaubare Beträge und kurze Zeiträume geht. Kenne ich selbst aus der Familie. Und einen eventuellen Kreditausfall verschmerzt man da schon eher. "Es bleibt ja in der Familie."
Eines hast DU nicht gesagt: Was macht der Kreditnehmer mit dem Geld? Ein Kredit, zinslos oder nicht, sollte immer zweckgebunden gegeben werden. Ich könnte Dir z.B. keinen einzigen Menschen nennen, dem ich seinen Urlaub kreditfinanziere! (es gibt ein paar, den würde ich so etwas schenken).
Ich komme aus der DDR. Dort war das, was Du Nachbarschaftshilfe nennst, an der Tagesordnung. Am Wochenende oder am Abend hatten z.B. Handwerker besonders viel zu tun, beim Freund, beim Nachbarn oder bei einem, auf den man irgendwie angewiesen war. Oftmals wurde sowas nicht mit Geld bezahlt, sondern man war dem anderen einen Gefallen in ähnlicher Größenordnung schuldig. Ob es funktioniert hat? Ja, für diejenigen, die etwas anzubieten hatten, was brauchbar und knapp war.
Büroangestellte, Lehrer, Krankenschwestern, Fabrikarbeiter hatten das Nachsehen. Denn für Geld waren diese "Dienste" kaum zu haben.
Geld als universelles Tauschmittel ist einer Naturalienwirtschaft durchaus vorzuziehen. (Das hast Du ja auch nicht bezweifelt). Kommt aber auf die Art des Geldes an, und wer die Kontrolle darüber hat.