Beiträge von Kellermeister

    Zitat

    "Überschüssiges Geld" auf dem Giro


    Toll. Ich verfüge immerhin über einen gut ausgeschöpften Dispositionskredit .


    Kommt darauf an, was man unter Reservewährung versteht. Gegen 1000 CHF unterm Kopfkissen ist so oder so nichts einzuwenden, aber das ist sozusagen der Notgroschen. CHF scheinen mir dafür (neben der Heimatwährung) immer am plausibelsten.


    Unter Reservewährung für Erspartes verstehe ich aber etwas anderes, und da kommt mir außer Gold kaum eine andere Idee.
    Ich gebe zu, Probleme mit dem Gedanken an den totalen Kollaps zu haben, der sich in Zigarettentauschhandel, zerlumpten Proletariat, Lebensmittelmarken und Endlosschlangen in den Suppenküchen äußert. In einer solchen Situation hilft keine Währung der Welt.
    In jeder anderen Situation wird es immer einen Markt für Gold geben, sei es hier in Deutschland, oder auf dem Flughafen in Singapur.

    Zitat

    Bei ProAurum gibt es immer Versandkosten, ab 7500€ sogar noch extra für Wertelogisitk


    Richtig. Ist aber noch nicht lange so! Vor ein paar Monaten war das noch anders.


    Dann versuchs z.B. bei mp-edelmetalle.de . Faire Preise und ab 5000 freihaus.


    Der Spread wächst nominal natürlich mit dem Goldpreis, da sicherlich in Prozent kalkuliert wird. Dennoch meine ich, dass er momentan besonders hoch ist, fast 30 Euro bei der Krügerunze. Bei Goldkursen um die 480 Euro waren es 15 bis 20 Euro.

    10 Kg sind nach heutigem Preis ca. 160 bis 180 Tausend Euro. Proaurum verkauft ab 5000 Euro versandkostenfrei - andere Onlinehändler auch ab ca. dieser Größenordnung. In kleineren Posten als unterhalb von 5000 Euro kann man doch 10 Kilo gar nicht zusammenkaufen !? Also Versandkosten sollten keine Rolle spielen. Der Spread zum Spotpreis ist momentan ziemlich hoch.

    USD-Index 77,67
    Auf Wochen - und Monatsschluss !


    Eine Talfahrt ist vorprogrammiert.


    Für mich stellt sich die Frage, wie die Amerikaner darauf reagieren werden. Gibt es in USA genug Kräfte, die die Rettung des Dollars als Reservewährung anstreben - quasi den Status Quo anstreben?
    Welche Mittel haben sie in der Hand?


    Gibt es in USA (und verbündet anderswo) Kräfte, die den Verfall des Dollars genüsslich vorantreiben, um danach ein bereits vorbreitetes Nachfolge-Währungssystem zu installieren?


    Oder ist den Amerikanern die Entwicklung einfach aus der Hand geglitten und der Dollar ist längst zum Spielball verkommen und die USA mehr als vorstellbar abhängig vom Wohlwollen dritter?


    Was wird sich duchsetzen können? ich bezweifle, das alle am gleichen Strang ziehen.


    (Wenn ich von USA der Amerikanern spreche, dan meine ich in dem Fall immer die Einflussreichen in Konzernen, Administration und Banken - nicht das amerikanische Volk.)

    Bargeld aufheben, heisst nichts weiter, als für alle Fälle gewappnet zu sein. Möglicherweise wird sich ein Szenario einstellen, wo Du mit Bargeld tatsächlich nichts anfangen kannst. Das gleiche mag aber auch für Gold, Schnaps und Zigaretten gelten.
    Die Wahrscheinlichkeit ist aber hinreichend groß, dass temporär Barabhebungen limitiert werden könnten und Geld/Kreditkarte kaum mehr Akzeptanz finden. Dann hilfst Du Dir mit dem einen oder anderen Tausender in bar zunächst über die ersten Tage oder Wochen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.


    Stell Dir vor, in einer solchen Lage spricht sich wie ein Lauffeuer herum, das die Rewe-Filiale in XY oder alle Shell-Tankstellen im Raum YZ morgen (und vorerst nur morgen!) tatsächlich die Zahlung mit EC-Karte akzeptieren. Willst Du Dich dann wirklich in dieses Schlachfeld begeben?


    Wie es wirklich kommt, weiss keiner. Aber wir sind hier nun mal ein Forum der "Vorsorgenden und Weitblickenden" - man könnte auch sagen, der "Angsthasen und Risikoscheuen".

    @jürgenlangen


    Hallo,
    das System" der Sklaverei oder das "System" der Leibeigenschaft hat auch funktioniert, nicht nur 150 Jahre, sondern über Jahrhunderte. Das reine Funktionieren eines Systems sagt ja nichts über seine Qualität aus. So, wie sich die erstgenannten Systeme irgendwann überholt hatten, so wird auch der Kapitalismus sein Ende finden und abgelöst werden, von was auch immer. (natürlich nicht durch die jetzige Finanzkrise, - bei manchen Beiträgen bekommt man den Eindruck...)


    Was gern übersehen wird, ist, dass unter den Konkurenzbedingungen des Kapitalismus die Menschen dazu bewegt werden, aktiv menschliche Wesensmerkmale zu entwickeln bzw. zu fördern, die marktfähig sind. Das beeinträchtigt den Kern dessen, was man unter humanistischer Gesellschaft versteht.

    Also wie angekündigt war ich heute in der Bundesbankfiliale meiner Heimatstadt und habe ohne Federlesen vier 25er Rollen ausgehändigt bekommen, im Tausch gegen zwei Scheine.
    Davon je 50 Stück 50 Jahre dt. Bundesbank und 50 Stk. 650 Jahre Hanse.
    Jetzt sehe ich bei MDM, dass ich dort die gleiche Münze (650 Jahre Hanse, Stempelglanz) zum Einzelstückpreis von 22,50 Euro erwerben kann.
    Wo ist der Haken, bzw. wo ist mein Denkfehler? Oder was ist bei MDM los?

    Machen wir uns doch nichts vor.
    Alle die hier schreiben, haben ihr Konto schon geräumt (abgesehen von den Beträgen für das tägliche), lang bevor der Name Northern Rock überhaupt zum Begriff wurde.
    Habe ich recht?

    Zitat

    Mal eine ernsthafte Frage: Hat hier niemand die Meinung das der Fehler möglicherweise auch im System selbst liegt? Sprich Minimalreserve und so....?


    Wenn wir schon vom "System" sprechen, dann doch noch einen Schritt weiter; dorthin, wo eine handvoll Großbanker die Fäden in den Fingern hält, derartige Exzesse befördert oder wenigstens gewähren lässt, sofern dies nicht die eigene Machtbasis ankratzt. Dort liegt der eigentliche Hund begraben.
    Die Spekulanten, Hedgefondmanager und Bankvorstände machen in aller Regel das, was die meisten anderen Menschen auch machen würden, wenn sie die Fähigkeiten und Gelegenheiten hätten, nämlich Geld scheffeln, solange es geht.

    Archie-Verschnitt


    Ich gebe Dir insofern recht, dass das jetzt die Zeit der Strategen in den obersten Banketagen ist, andere Institute sturmreif zu schießen und billig einzukassieren. Ob das bei Northern Rock so ist, sei dahingestellt, aber prinzipiell wird das jetzt passieren. In D. läßt die baden-würtembergische LB grüßen.


    Aber warum wirfst Du dem Bankkunden vor, dass er unbedingt an sein Geld, und zwar an die volle Höhe kommen will, wenn um ihn herum ein derartiges Monopoly stattfindet, Banken sich nicht mehr über den Weg trauen, sich gegenseitig faule Papiere unterjubeln, Kröten in Lieschen Müllers Geldmarktfond abschieben und die Bilanzen frisieren?
    Wenn es zu einem Zusammenbruch des Bankensystems kommen sollte, dann doch nicht ursächlich, weil der Kleinsparer seine Groschen sichern will.
    Wenn Du unserer Kanzlerin etwas empfehlen willst, dann doch bitte, dass sie einen Kanister Benzin in die Schlangengrube kippt und die Brut ausräuchert, die das alles bei vollem Wissen eingerührt hat.

    Bzgl. Fiat, Gold und Silber brauchen wir uns hier kaum gegenseitig Lektionen zu erteilen.
    Ich habe aber große Mühe, mir vorzustellen, dass wir irgendwann wieder mit dem Lederbeutelchen voller geprägter Silber -oder Kupferstücke am Gurt herumlaufen werden. Mag die direkte Bezahlung mit werthaltigen Dingen in einer kurzen Krisenphase noch möglich erscheinen, so spricht doch nichts gegen ein modernes Bankwesen mit Konten, elektronischer Abrechnung, Banknoten und Geldkarte, vorausgesetzt, das dahinterliegende Geld ist immer wertgedeckt und eintauschbar, also Goldstandard oder vergleichbares.

    Zitat

    Zitat Knallsilber: Das hier sind zwar die Goldseiten...aber wer nicht von Gold in Silber switsched, ist es irgendwann selber Schuld!


    Ich gebe Dir recht, dass man auch EM-mäßig nicht nur auf einem Bein stehen sollte.
    Butler und andere haben hier ganze Arbeit geleistet, den Focus zu sehr in Richtung Silber zu lenken.
    Neben allen möglichen anderen Fragen wie industrielle Nutzung, Verbrauch, Fördermengen etc. ist m.E. der entscheidende Punkt der des Einsatzes als Währung; entweder als offizieller Währungsstandard (was ich nicht glaube) oder als inoffizielle Wertspeicherwährung.
    In diesem Punkt schlägt Gold alle anderen EM's um Längen und dies schlägt sich auch im Gold/Silber-Ratio nieder, welches jetzt mit deutlich über 50 recht hoch ist, aber m.E. kaum kleiner werden wird.

    Nach langem Nachdenken und teils auch eigenen Beiträgen gegen den Sinn der Bargeldreserve in Silberzehnern hier im Forum, habe ich mich entschlossen, wenigstens einen Teil der zu Haus deponierten Reserve in Silberlingen zu bunkern. Anruf in der Bundesbankfiliale (ganz in meiner Nachbarschaft) ergab, dass diese Dinger in kaum begrenzter Zahl vorhanden sind und nur umgetauscht werden müßten. Gibt es in 25er Rollen.
    Sammlerinteresse besteht bei mir nicht.


    Fragen:
    1)Wie lagert ihr Eure Zehner?


    2)Beginnt das Silber anzulaufen?


    3)Sollte ich mir jeden Zehner beim "Kauf" anschauen, oder diese am Besten gleich in der Rolle belassen und lagern?


    4)Verkapseln bei der Menge ja wohl zu aufwändig?

    Auswirkungen worauf? Auf den Goldpreis? Kurzfristig vielleicht.
    Ich glaube, egal was sie machen, momentan wird jede Aktion von den Märkten als Zeichen der Schwäche ausgelegt.


    So wie es auch Phasen gibt (die letzten 2 bis 3 Jahre waren so), in denen die Märkte steigen, losgelöst von jedweden Fundamentals.

    Auf welt.online wird ein Volksaktienmodell der SPD vorgestellt. Erscheint mir zwar recht halbherzig, aber Mehdorn hat reflexartig seine Ablehnung signalisiert. Wenn der so weiter macht, wird es für das Volk noch unmöglich gemacht, Bahnaktien zu kaufen (was ja an sich schon ein Skandal ist, dass das Volk sein Eigentum kaufen muß).
    Wenn man das so liest, könnte man ja auf die Idee kommen, das die B-Aktie ein wahres Schnäppchen sein wird. Scheinbar wird die Bahn also nicht verkauft, sondern quasi verschenkt. Und das der gemeine Bürger bei solchem Deal außen vor bleiben soll, ist ja wohl klar.

    Da gebe ich den Rat, den ich auch sonst in anderen Lebenslagen beherzige: Wende Dich an einen Fachmann, und lasse Dich beraten. In diesem Fall wäre das ein Anwalt. Der kostet zwar auch Geld, aber der Fallstricke gibt es mittlerweile so viele, dass man mit gesundem Rechtsempfinden nicht mehr sehr weit kommt.

    Hallo Goldbaron,
    ich finde es Schade, wenn einer mehr oder weniger unfreiwillig gehen muß. Das gilt auch für Dich. Mit einem Großteil Deiner Beiträge konnte ich nicht viel anfangen, aber sei's drum; ich kann auch nicht ermessen, wie meine Beiträge gesehen werden.


    Eins muß ich Dir aber doch mit auf den Weg geben: Als damals schwejk "gefeuert" wurde, hast Du dies begrüßt. Ich stand mit schwejk nun wahrlich auf Kriegsfuß, aber seinen Rausschmiss bedauere ich. Das Du jetzt etwas pathetisch anstimmst, "dasselbe Schicksal wie schwejk anzutreten" , hinterläßt einen herben Nachgeschmack.

    onkel_paul


    auch ich sehe Gold nicht unbedingt und in erster Linie als Rohstoff der Schmuckindustrie. Warum auch immer in D. keine Mehrwertsteuer auf Gold erhoben wird, so ist doch an diesem Beispiel anschaulich, das Gold in einer etwas anderen Liga spielt, auch im Vergleich zu Silber. Ich würde Gold in erster Linie als Devise sehen.