Beiträge von Kellermeister

    Zitat

    Gerade der Iran-Konflikt birgt hohes Potential, außer Kontrolle zu geraten. Dann können wir uns unsere Kurse in die Haare schmieren, weil die Börsen im Krisenfall wahrscheinlich als erstes schließen werden


    Ein Krieg ist immer ein Risiko. Aber als sonderlich erhöht sehe ich es in diesem Fall nicht an. Die Amerikaner werden es sich (im Fall der Fälle) nicht nehmen lassen, von der militärischen und sonstigen Infrastruktur all zu viel übrig zu lassen. Man sollte die amerik. Luftwaffe und Feuerkraft nicht unterschätzen, nur weil die Politik den Irakkrieg vergeigt hat. Und wer annimmt, die USA wären nicht in der Lage, die Strasse von Hormus offen zu halten, der träumt.
    Mittelfristig würde natürlich die Radikalität und das, was Terrorismus genannt wird, zunehmen. Russen und Chinesen würden ihre Konsequenzen ziehen u.s.w. Aber das hatten wir alles auch schon nach dem Irakkrieg, also grundsätzlich nichts neues.
    Warum sollten die Börsen schließen?

    Hallo gediegen,


    hat schon recht, Deine Oma.
    Ich erinnere mich sogar, dass unsere Toyotafahrerin Künast, als sie noch Ministerin war, die Deutschen zu einer Art Vorratshaltung aufforderte. Ob dies mit Omas Weisheit zu tun hatte oder eher Schröders Aufruf zum Konsum als Hintergrund hatte, entzieht sich meiner Kenntnis.


    Vorratshaltung, Bunkerbau und Fluchtpläne sind in diesem Forum schon zig-mal behandelt worden. Da kann man im Archiv bizarre Beiträge finden.

    Mit dem Wortlaut kann ich nicht dienen, in der Regel fallen die Kurse im Vorfeld eines Krieges, während sie mit dem Ausbruch steigen. Ich würde das zwar nicht als Handlungsanweisung verstehen, aber schau Dir mal den 5Jahreschart des S&P500 an. Der Ausbruch des Irakkrieges ist schön ablesbar. Ich erinnere mich gut an die Untergangsszenarien der Friedensbewegung (auch der unserer friedensbewegten Bundespolitiker und Journalisten), die die Gefahr eines dritten Weltkrieges, wenigstens aber eines größeren Regionalkrieges mit weltweiter Energiekrise etc. vorhersagten.
    Sie lagen m.E. falsch, obwohl der Irakkrieg zum Fiasko geworden ist. Und an den Finanzmärkten sind Aktienkurse nachhaltig gestiegen.

    Ich bin sicher, dass es da einen Pferdefuß gibt. Wäre nett, wenn Wolf99 das nochmal erläutern könnte. Was ist z.B. mit laufenden Gebühren... Ich habe analog zu Donk hier auch recht wenig Kenntnis.


    Eine der langfristig sichersten Anlagen ist phys. EM. Allerdings kann man damit m.E. nicht reich werden. Man kann aber Reichtum konservieren, vielleicht besser als mit jeder anderen Form.

    Gar nicht so dumm, die Frage.


    Bin auch gespannt auf Antworten der Papierexperten, da ich auch kaum Ahnung habe von Zertifikaten o.ä.


    Anders bei Aktien. Diese kann man auch als Papier bezeichnen, wenngleich meine Meinung hier anders ist. Eine Aktie ist m.E. ein Anteilsschein eines Unternehmens, welches sich in der Regel auch durch physisch vorhandene Werte auszeichnet. Dennoch ist es ein Wertpapier.
    Beim Spekulieren mit einer Goldminenaktie ist es genau so einfach, wie Du es anzunehmen scheinst. Du kaufst die Aktie bei 10, und wenn der Kurs steigt, verkaufst Du sie für 11 mit 10% Gewinn Brutto.
    Das Risiko für das Spekulieren bei der Sache ist einfach erklärt. Wenn Du die Aktie nicht teurer verkaufen kannst, als du gekauft hast, so behälst Du die Aktie (widerwillig) oder verkaufst mit Verlust. Soweit zu Aktien.
    Was Zertifikate, Terminprodukte etc betrifft, wird sich sicher jemand finden, der Dir das erklären kann. Aber am Grundprinzip ist da sicherlich nicht viel anders.

    Zitat:
    "
    Genau so ist es. Noch letztes WE habe ich so einen gefährlichen "Bauernfänger" im TV tönen hören: die Einstiegskurse seien nicht entscheidend für den Erfolg der Aktienlage und auch beim Ausstieg kann man nur was falsch machen, weil man ja den höchsten Kurs kaum träfe und dann zusehe, wie die Kurse weiter steigen.
    Verkaufen solle man erst, wenn man das Geld brauche, z.B. wenn man seinen Wagen "geschrottet" hat. Also erst verkaufen, wenn man in Not ist. Dum nur, daß in einer Krise alle in der Not und die Kurse am Boden sind....."



    Die Einstiegskurse sind natürlich das A und O der Aktienanlage. Aber ansonsten liegt der Typ gar nicht sooo falsch. Ursprünglich wurden Aktien wegen ihrer Dividenden gehalten. Mit einer Goldwährung oder einer sonstig stabilen Geldmenge gäbe es keine nennenswerten Kursgewinne, jedenfalls nicht bezogen auf den Gesamtmarkt. Die Ausschüttung der Unternehmensgewinne an die Eigner war das Maß der Dinge. Aktien wurden dann in der Regel vererbt, nicht nur in den höchsten Kreisen, sondern auch beim (klein)bürgerlichen Anleger.

    Wenn man sich den Jahreschart des DAX ansieht ist das doch lediglich eine normale Korrektur! Ich kann hier nichts, aber auch gar nichts crash-artiges erkennen.
    Was nicht heisst, das es nicht noch kommen kann.

    Zitat

    warum ziehst Du dann nicht die Konsequenzen und lässt es sein und investierst statt dessen dort, wo Du langfristig zumindest nicht viel verlieren kannst?



    Ist doch alles geschehen! Bei mir belehrst Du den Falschen. Ich wollte nur eine Lanze für diejenigen brechen, die sich mit einer zu erübrigenden Summe als Glücksritter verdingen.
    Ich schrieb auch, dass ich den Eindruck habe, dass hier wohl kaum einer sein Wohl und Wehe dem Terminmärkten überlässt. Es ist wahrscheinlich die Art Nervenkitzel, die letztlich jeder auf seine Weise sucht. Und wenn sich dafür die Kosten in Grenzen halten.....

    Hallo mesodor39,
    ich schließe mich hier Smartie an. Richtig ist sicher, das in diesem System auf lange Sicht unterm Strich nur Privilegierte gewinnen, während die breite Masse der Anleger, Möchtegernzocker und Daytrader verliert.
    Aber hier im Forum schätze ich die Anzahl derer, die mit großen Summen (prozentual vom persönlichen Gesamtvermögen) im Derivatemarkt ackern, für sehr gering ein.
    Wenn man ein paar Mücken übrig hat, so frönt man damit meistens einem Hobby. Der eine kauft sich 'nen Oldtimer, der andere geht auf Safarie oder gönnt sich ein verlängertes Wochenende im Bordell. Und manche zocken am Derivatemarkt. Das Geld dafür muß ÜBRIG sein. Wenn es am Ende nicht weg ist oder sich vermehrt hat - um so besser.

    Hallo walpel: Wenn dem so wäre! Ich merke noch nichts davon. Die Rekordjagd hat zwar begonnen, aber mich würden hier wirklich die Umsätze und die Käufer interessieren. Die Kleinanleger halten ihr Pulver m.E. noch trocken. Der 2000-Crash sitzt scheinbar den meisten noch in den Gliedern. Ich kenne niemanden, der jetzt euphorisch in Aktien geht.

    Irgendwo auf der Welt gibt es immer Babyboomer. Also ich denke, BlueChips werden je nach Branche und allg. Weltwirtschaftswachstum in einem globalisiertem Markt immer gefragt sein.
    Anders kann ich es mir bei Immos vorstellen. Hier werden die lokalen Gegebenheiten stärker zu Buche schlagen.

    Recht hast Du, Ritterwacht! In Punkto Auto ist der Deutsche ein willfähriges Opfer. Wenn ich sehe, welche Karossen z.. T vor einem Discountmarkt stehen, wo billigste z.T. minderwertige Lebensmittel gekauft werden; wenn ich sehe, welche Brühe für 1,99 Euro sich die Leute in die Weingläser gießen !!!
    Das eine vernünftige Flasche auch mal 10 oder 25 Euro kosten darf, wird von manch einem so betrachtet, als beheize man seinen Kachelofen mit Banknoten.
    Hauptsache es reicht, um den kleinen Kratzer am Kotflügel für 200 EUs beseitigen zu lassen. Da sitzen die Scheinchen locker.

    tapirus schrieb: Aufkauf der Versicherung durch andere Unternehmen ist nicht möglich, da diese verlangen, dass die Versicherung nur noch max. 12 Jahre läuft, nicht dass diese schon 12 Jahre besteht!



    Wo hast Du denn das her? Ich habe gute Erfahrung mit CashLife gemacht. Kapitalbildende LV lief seit 7Jahren und hat noch 13 vor sich. Problemlose Abwicklung (dies hängt auch ein wenig von der Versicherungsgesellschaft ab, die sich in meinem Fall nicht querstellte).


    Vorteil: Mehr Geld als bei Kündigung und mein Todesfallrisiko bleibt zunächst abgesichert(...worauf ich allerdings nicht wetten würde...), wenn auch mit abnehmenden Beträgen; bis zum Nullpunkt in 13 Jahren.
    Mir gings um die Kohle....weist schon....bin jung und brauche das Geld...

    mesodor39 schreibt:
    ""Ich glaube, daß in den nächsten Jahren sowohl Banknoten, als auch Sparguthaben und Geldwertanlagen nahezu komplett entwertet werden. Größenordnungsmäßig gehe ich von mindestens 90 Prozent Entwertung bis 2025 aus. Das ist, woran ich langfristig glaube.""


    Sehe ich genau so.


    Kommt nun darauf an, ob dies ein quasi kalkulierter Prozess wird, um die Schulden (vor allem öffentliche Schulden) loszuwerden, oder ob es Knall auf Fall einen Zusammenbruch geben wird.
    Wie auch immer, man wird froh sein können, wenn dazu nicht die Marschkapellen der Armeen zu spielen beginnen.
    EM als Inflationssicherung! JA. Ansonsten (Zitat mesodor39 "Ich habe schon über sehr viele Szenarien nachgedacht "), sollte man sich die jetzigen vergleichsweise goldenen Zeiten nicht vergellen lassen.