Beiträge von Kellermeister

    Hallo mesodor39,


    wie hier schon einer sagte, es ist ein worstcase-Szenario, welches Du hier durchspielst.
    Das meiste, was Du anführst, könnte auch mit Papier-Euro erledigt werden. Und gegen eine zugriffsfähige Bargeldreserve habe ich mich nicht ausgesprochen.
    Aber bei den Szenarien, die Du an die Wand malst, wäre ja wirklich alles möglich. Und gerade dann spricht die Nichtakzeptanz (als Geld) der Silberzehner im Ausland und ihr schlichtes Gewicht gegen diese Münzen.
    Aber wie schon gesagt, mich stört hier allenfalls diese Vehemenz, mit der die Silberzehner als kaum verzichtbares Muß bzw. geniale Anlage vertreten werden; ansonsten sind die Dinger nicht übel.
    Grundsätzlich glaube ich weniger an Silber, mehr an Gold. Der monetäre Charakter und der Inflationsschutz wohnt dem Gold viel eher inne. Wenn es zu einer Flucht aus Fiat kommen sollte, dann ist Gold die allererste Adresse, weit dahinter kommen m.E. Immos, Silber u.a..

    Hallo Juergenlangen, Hallo Ritterwacht
    wenn man die Dinger erstmal pfundweise gebunkert hat, muß man auch an seinen Kaufargumenten festhalten, egal wie stichhaltig die Gegenargumente sind.


    Nun sind diese Silberzehner nicht der größte Blödsinn, den ich hier gelesen habe, bei weitem nicht.
    Aber welche konkreten Zukunftsprognosen jeweils herhalten müssen! Man kann sich doch nun wirklich nicht auf die letztmöglichen Szenarien vorbereiten!
    Im Konkreten kommt es sowieso anders, als gedacht, da mache ich jede Wette. Und dann muß man auch mal bereit sein, ein paar Überraschungen wie ein Mann zu tragen.

    Weit gefehlt greenjg,


    die SED-Funktionäre waren wohl durchaus über den Devisen-Charakter des Goldes informiert. Ich kann hier allerdings nur über die letzten 15 -20 Jahre der DDR schreiben.
    Gold war nicht käuflich. Wer ein goldenes Schmuckstück kaufen wollte, musste Altgold in gleicher Menge abgeben. Gleiches galt bei Zahngold. Anlagegold gab es nicht zu erwerben.
    Wer frisches Gold wollte, brauchte DM, USD, GBP, CHF .....
    Dies war in der DDR natürlich auch nicht offiziell eintauschbar. Hauptstrom an Devisen für den Privatmann war die teils noch vorhandene verwandtschaftliche Beziehung nach Westdeutschland, und dies war in der Summe kein Strom sondern ein Rinnsal.


    Jetzt bin ich aber weit weg vom Thema China...

    Hallo greenjig,
    Lust auf DM schon. Aber Gold? War mehr ein Material für Schmuck.


    Ich sehe auch gerade in Ostdeutschland, wo die Erfahrung des Systemzusammenbruchs erlebt wurde, keine sonderlich erhöhte Neigung, Papiergeld zu hinterfragen.
    Die Erfahrung der Mangelwirtschaft und des Schwarzmarktes wurde in Westdeutschland nach dem Krieg, und in der DDR permanent gemacht. Dies führte aber in der Breite nicht zur besonderen Liebe zu Gold.


    Ich glaube, dass die angebliche Neigung der Chinesen zu Gold eine Fortschreibung der Historie in die Gegenwart ist, deren Berechtigung ich hinterfrage.


    Das erinnert mich ein wenig an die erste freie Wahl in der DDR 1990, wo sich westliche Reporter nicht entblödeten, das Ergebnis mit der letzten freien Wahl Anfang der 30er Jahre zu vergleichen und überrascht waren, dass in damaligen SPD-Hochburgen die SPD niedrige Ergebnisse einfuhr.

    Aus einem anderen Thread übernahm ich folgendes Zitat von auratico:
    ""Und die Chinesen sind ein äußerst goldaffines Volk...""


    Worauf stützt sich diese hier und woanders oft geäußerte Annahme?


    Ich erinnere daran, dass die jetzt in China lebenden Chinesen durch ein kommunistisches Erziehungssystem gegangen sind (frei unter dem Slogan VOM ICH ZUM WIR). Ich weiß aus eigener Erfahrung, was ein solches System, welches über die Dauer von zwei Generationen wirkt, anrichten kann.
    Und die jetzt jungen Chinesen leben sich trefflich nach westlichem Vorbild in eine Warenwunderwelt mit Papiergeldsystem ein.
    Ich kenne mich ein wenig in Asien, aber kaum in China aus. Ich habe auch keine Anhaltspunkte dafür, die Affirmität der Chinesen für Gold zu bezweifeln. Dennoch scheint mir diese Behauptung allein durch häufige Wiederholung nicht zwingend plausibel zu werden.

    Zitat von ksch:
    "Zu guter Letzt muss man beachten, dass die Welt eigentlich kein (oder nur extrem wenig) Gold braucht, d.h. auch Gold ist wie unser Fiat nur soviel Wert, wie die Menschen bereit sind, dafür zu tauschen. Das ist unabhängig von den Erschließungs- und Förderkosten. Anders z.B. bei Rohstoffen wie z.B. Öl, die immer knapper werden aber immer gebraucht werden. Wenn niemand Gold braucht bzw es begehrt, dann wird auch niemand was dafür bezahlen. Gold ist somit kein Rohstoff sondern reiner Luxus. Ja Gold war vor langer Zeit und was weiß ich für wie lange eine Weltwährung. Aber das ändert doch nichts. Es hängt immer davon ab, was zur eigenen Lebzeit als Tauschmittel akzeptiert wird. "


    Die Welt braucht auf jeden Fall ein Tauschmittel. Nichts gegen Öl- und Stahlaktien, nichts gegen Immobilien. Als Investment keine schlechte Wahl.
    Aber als Geld ungeeignet. Je monetärer und universeller dieses Tauschmittel ist, desto besser. Gold (mit Einschränkung Silber) sind hier erste Wahl. Wer in Geld sparen will, sollte in Gold sparen.

    Die Vorstellungskraft, dass die Währung den Bach runtergehen kann, ist äußerst unterentwickelt ausgeprägt. Kürzlich haben Bekannte Riesterverträge abgeschlossen. Mit ihren Bemerkungen, man müsse doch fürs Alter...u.s.w... wollten sie eine Art Bestätigung, die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Meine Höflichkeit gebot mir, nur indirekt auf allgemeine Gefahren aufmerksam zu machen. So verwies ich auf den Umstand, dass sie selbst in ihrem bislang ca. 40 jährigen Leben zwei Währungsumstellungen haben hinnehmen müssen.
    1) Währungsunion DDR-BRD. Für sie als Ossis, anfang 20, kaum Geld in der Tasche unrelevant. Außerdem gabs das wertvollere Geld. Dabei sollte dieser Systemzusammenbruch Warnung genug sein.
    2) DM in Euro. Ja der Euro! ist'n Teuro u.s.w.. Der Hinweis darauf, dass für jemanden, der eine Rentenversicherung vor 25 Jahren abgeschlossen hat, mit der Währungsumstellung auf Euro die Geschäftsgrundlage einseitig geändert wurde (ob zum Vor- oder Nachteil sei dahingestellt), verhallte ungehört.


    Die Möglichkeit der Änderung der Geschäftsgrundlage wird durch die Werbung der Finanzwirtschaft und Regierung nahezu ausgeschlossen; trotz der Erfahrungen von Währungswechseln.

    Ich tue mir die godmode-Aussagen zu Schweinebäuchen, Öl, Kaffee und Forint nicht an. Aber die Aussagen zu EUR/USD und Gold stimmten zumindest oft im Trend. Und mehr als Trend erwarte ich nicht.
    Diese Aussagen "...wenn auf Wochenschluß unter 1,2867, dann..." finde ich quatsch. Aber gerade bei EUR/USD liegt godmode meist richtig.

    Kommt immer darauf an, was man mit EM vorhat. Für einen Trader hat obiger Artikel sicher eine andere Relevanz, als für einen, der EM als Vermögen hält, was nur im Notfall zu veräußern wäre.
    Die Erfahrung zeigt, dass man selbst von einer Anlage überzeugt sein soll und das eigene Gespür meistens das beste ist. Diese Unzahl von Artikeln, von dem obig angeführten bis zu Eichelburg tragen nicht wenig zur Schwächung der eigenen Entscheidungsfähigkeit bei. Hätte ich öfter auf mein eigenes Gespür gehört, wäre ich heute um einiges reicher.

    HIghtekki


    Was die "unsinnige SKS" angeht,so kann sie mich allerdings auch nicht überzeugen. Vor der linken Schulter fehlt der entsprechende Anstieg. Man könnte die SKS somit schon als vollendet ansehen und der Fall nach der rechten Schulter bleibt aus.


    Auch das TNote/Gold-Ratio schreit nach einer Korrektur.


    Was mich vor allem nachdenklich stimmt, ist die allgemein baerische Stimmung gegen den Dollar.

    Mal 'ne dumme Frage zu dem Artikel:
    Einmal ist vom Geldvermögen die Rede. Weiter unten wird von Kurs - und Wertsteigerungen beim DAX gesprochen.
    Wir Aktienbesitz dem Geldvermögen zugerechnet? Oder ist mit Geldvermögen ein breiter Begriff gemeint, welcher jede Art schnell liquidierbaren Vermögens mit einbezieht? Wer kennt sich aus?

    Tummeln sich hier nur noch Daytrader??


    Fast genau vor Jahresfrist stieg die Unze mit viel medialem Getöse erstmals seit langem über 500$. Jetzt liegen wir über 600!
    Auch auf Eurobasis ging es mehr als 10% hoch.
    Für mich 'ne ordentliche Performance für eine Sachwertanlage.

    Diesbzgl. Erleuchtung ist bei Gunnar Heinsohn in seinem Buch
    "Eigentum, Zins und Geld" nachzulesen. Ich zitiere aus einer Rezession:
    - Hinsichtlich des Geldes lassen sich die Autoren dabei als Banking-Theoretiker einordnen, für die „Geld" immer eine Forderung/Verbindlichkeit darstellt. Viele Ökonomen wehren sich mit Händen und Füßen gegen einen solchen Ansatz - ohne überzeugende Argumente.-

    Mir scheint, dass von einer kleinen Minderheit gekauft wird. Ein Hype in Gold, wenn er denn von der Presse angefacht werden sollte, geht aber wahrscheinlich zum übergroßen Teil in Papieranlagen, jenseits des phys. Goldes und auch jenseits der Minenaktien. Wenn, dann werden Bankprodukte empfohlen.

    Was heisst, "wenn der Dollar extem einbricht" ?


    Ob Vorteil USA oder nicht würde sich wohl daran entscheiden, ob der Dollar nur einbricht oder ob er seinen Status als Weltreservewährung b.a.w. verliert. Dann allerdings wäre es kein Vorteil USA, egal wieviel Gold dort lagert.

    Nur mal ein Gedanke zwischendurch:
    Die Rendite einer AG ist die an die Eigentümer ausgeschüttete Dividende!
    Dies sollte der maßgebliche Bewertungsmaßstab sein, vor allem wenn man wie Goldbaron in Jahrzehnten denkt.
    Kursgewinne sind oft nur ein Ausdruck momentan hoher Liquidität an den Märkten. Das kann man sich kurzfristig zu Nutze machen. Aber als Langfriststrategie würde ich nicht auf Kursgewinne setzen.