Beiträge von Kellermeister

    Dieses Thema ist mit "Global Economic Collapse" überschrieben.


    Ich denke, dass der Kollaps sich nicht einfach ereignen wird, sondern dass er herbeigeführt wird, und zwar nicht vor 2009.
    Liesst man die Kolumne über die geopolitischen Risiken von Engdahl aufmerksam (im übrigen ein lesenswertes Pamphlet), so ist es doch erstaunlich, dass hier der Taiwan-Konflikt unerwähnt bleibt.
    Dieser unterschätzte Krisenherd könnte nach dem Olympiajahr 2008 eine ganz eigene Dynamik entwickeln.
    China (und ein eingeweihtes Russland) könnten versucht sein, den Westen an dieser Stelle zu treffen, ggf. zu spalten. Ich denke hier an die EinChinaPolitik der Europäer. Eine gezielt herbeigeführte Finanzkrise im Vorfeld könnte den nötigen Support leisten, denn rein militärisch ist das für die Chinesen ein gewagtes Abenteuer.

    Mit viel Glück werden wir eines Tages wieder zu einer goldgedeckten Währung zurückkehren. Halte ich dennoch für unwahrscheinlich.


    Was wir aber m.E. auf keinen Fall wieder erleben werden, ist das selbstverständliche Tragen eines Geldbeutels beim Einkauf, in dem Gold - und Silberlinge klingeln. Das Abrechnen über Konten per elektronischen Zahlungshilfsmitteln wird nicht mehr aus der Welt zu bringen sein. Ob diese Konten letztlich mit Gold gedeckt sein werden, wird sich erweisen.
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    Pulverfass
    Na dann probier es mal im Osten der " Republik". Kennt dort "kein Schwein"!


    Ok, kein Schwein, dass nehme ich dir ab!
    Aber unter den Menschen ist der CHF ein Begriff mit gutem Klang. War schon zu DDR-Zeiten so.
    Allenfalls die Unkenntnis über das Aussehen der Banknoten könnte verbreitet sein. Aber das geht mir bei verschiedenen anderen Währungen auch so; z.B. habe ich keine Ahnung mehr, wie ein 200EUR-Schein aussieht. Die scheinen fast aus dem Verkehr zu sein.



    wert
    Von den Silberzehnern halte ich nicht all zu viel. Ist ein komisches Zwitterwesen. Wenn Euro (oder CHF) akzeptiert werden, dann wird man auch die Scheine akzeptieren. Wenn Euro nicht akzeptiert werden, so glaube ich, wird man ein 999-Silberstück, auf dem das auch draufsteht, eher akzeptieren, und zwar dann zum Marktpreis. Deshalb bevorzuge ich 999-Anlagemünzen oder -barren.
    Ich weiss aber, dass die gegenteilige Meinung hier im Forum recht verbreitet ist.

    Gold und/oder Silber, das sei jetzt mal dahingestellt.
    Die Zukunft des CHF interessiert auch mich. Ich habe zwar noch keine, aber m.E. kann man sich nicht komplett aus dem Papiergeld verabschieden. Es ist eben nach wie vor DAS Zahlungsmittel und alles andere was kommt und sein wird sind Mutmaßungen. Ich habe mich in letzter Zeit mit dem Gedanken getragen, ein paar CHF zu kaufen, ggf. sogar als Barreserve zu bunkern (bei den Zinsen kein großer Verlust).
    Was mich abhält, ist die Marktbreite oder vielmehr -enge des CHF. Könnte es sein, dass die Scheine eines kleinen Gebirgsvolkes in eventuellen Wirren völlig an Akzeptanz verlieren??
    (Ist zwar ein wenig polemisch geschrieben, aber bitte ernster antworten)

    Hoho, jetzt steht das schon in der Taz. Wenn der Dolar nicht gerade in den letzten Tagen charttechnisch unter die Räder geraten wäre, so würde man auf die Idee kommen können, Dollar zu kaufen; bei der Marktstimmung !


    Im Artikel selbst: " ...Bürgerblüte eine Art Rettungsboot...??"
    Hier sollte man den Initiator mal auf ein naheliegenderes Rettungsboot aufmerksam machen.

    Im Moment scheint alles für den Euro zu laufen. The trend ist your friend. Der Markt für CHF und Can$ ist recht eng. Die Musik spielt woanders. Sollte Eur/US$ deutlich über 1,30 den November verlassen, so ist die von mir erwartete Vollendung der langfristigen SKS (erste Schulter Ende 2003) passe'. Dann geht wohl die Post ab.

    Ich habe gerade einen Artikel über biologisch-dynamische Landbauern mit anthroposophischem Überbau gelesen. Dort richtet man seine Aussaaten nach den Mondphasen, behandelt seine Kühe homöopatisch u.s.w . Aus meiner Sicht ziemlicher Nonsens. Der Grundton des Artikels ist übrigens recht verächtlich.
    Was hat das mit Freigeld zu tun?
    Nur soviel: Ich freue mich immer, zu lesen, wenn Leute den allgegenwärtigen Standards zum Trotz bestimmte stillgelegte Nebengleise befahren.
    Ob Mondbauer oder Freigeld; es tut nicht weh. Und die Anhänger des FG behaupten garnicht erst, es sei als Wertaufbewahrungsmittel geeignet. Soll es Gelegenheit zur Bewährung haben.
    Auf die Idee, mittels Freigeldscheinen seine Alterssicherung aufzubauen, wird wohl keiner kommen, und wird auch nicht dazu angestiftet. Im Gegensatz zu Dollar und Euro.

    Man kann sich des Eindruckes nicht erwehren, dass weltweit Kräfte am Werk sind (Verschwörungstheorie?), die eine Vorbereitung auf die Zeit der knappen fossilen Energie blockieren. Ohne wissenschaftsgläubig zu sein, so kann ich mir nicht vorstellen, dass z.B. die Kernfusion nach wie vor derart in den Kinderschuhen stecken würde, wenn hier keine Bremsklötze am Werk wären.
    Ganz zu schweigen, vom Einfluss (als Miteigentümer) der arabischen Scheichs auf die Grundausrichtung der Automobilkonzerne (groß, schwer und schnell). Oder die Amerikaner, die nicht nur aus Kostengründen arabisches und südamerikanisches Öl bevorzugen, anstatt zunächst nach Kräften die eigenen Resourcen auszubeuten.

    mesodor39


    ""Ich war zwar jeweils persönlich von der Schuld der Angeklagten überzeugt, aber die Beweise reichten einfach nicht aus.""


    Das sind die Äußerungen der Frau Harms.
    Was das Verhalten bzgl. Befangenheit betrifft, so habe ich dort wenig Ahnung. Auch sonst fehlen mir entsprechende Fachkenntnisse. Aber die Details der Fälle und Verhandlungen, von denen die Rede ist, kennen wir alle nicht. Deshalb kann man hier auch nicht bis ins Letzte urteilen. Aber o.a. Satz besagt letztlich, dass es zu einer Verurteilung mehr braucht, als die Überzeugung von der Schuld.
    Es wird die Fälle geben, bei denen Verbrecher frei kommen. Dies ist mir aber immer noch lieber, als dass ein Unschuldiger auf Grund einer labilen Beweislage aber fester Überzeugungen verurteilt wird. Perfekt kann die Rechtssprechung ohnehin nicht sein.

    @
    Wenn ein Richter freispricht, dann doch nur aus zwei Gründen
    (1) der Angeklagte ist unschuldig
    (2) Der Richter ist von der Schuld des Angeklagten nicht überzeugt, weil keine Anhaltspunkte / Beweise vorliegen, die eine Schuldannahme rechtfertigen.


    Sobald ein Richter von der Täterschaft eines Angeklagten überzeugt ist, muss er den auch verurteilen. Auch dann, wenn andere Juristen in anderen Instanzen später zu einer anderen Überzeugung / Einschätzung kommen.


    Ein guter Richter überzeugt sich von der Schuld eines Angeklagten anhand der Beweise und der Einlassungen des Angeklagten und zwar unabhängig vom äußeren Erscheinungsbild und sozialem Status des Angeklagten.
    @


    Selbstverständlich hat die gute Frau Anwältin recht. Sie muß freisprechen, wenn die Staatsanwaltschaft anklagt, ohne hinreichend Beweise vorlegen zu können. Die Überzeugungen von Anwälten und Richtern sollten (soweit menschlich möglich) im Rechtsverfahren keine Rolle spielen.
    Ich jedenfalls bin froh, dass zumindest ein Teil unserer Beamtenschaft die Regeln des Rechtsstaates verinnerlicht haben. Die Unschuldsvermutung gilt eben auch dann, wenn deine Ankläger und auch dein Richter an deine Schuld glauben, dir diese Schuld aber nicht beweisen können.

    Ich würde gern mal in die Runde fragen, ob auch andere von Euch den Eindruck haben, dass Berichte über Gold-Investments an Breite und Raum gewinnen.
    Heute lese ich in der hiesigen Provinzzeitung einen Artikel über Gold. Beiträge über Gold scheinen in Sendungen wie Telebörse u.a. öfter (also öfter als bisher) vorzukommen.
    Vor einigen Tagen hörte ich meine Kollegin zu einem anderen Kollegen sagen, "...kaufe doch Gold !...".
    Am Bankschalter, wo ich hin und wieder mal ein Ünzchen zukaufe, waren letztens die Stücke ausgegangen. Das allein ist nichts besonderes. Aber die Auskunft, dass morgen eine Lieferung kommt, ich mich dann aber beeilen solle, weil schon viele Kunden nachgefragt hätten, überraschte mich schon.


    Was meint Ihr? Bewegt sich etwas, oder nur Zufälle?

    Auf den Goldseiten sollte ggf. eine Rubrik "WERBUNG" eingerichtet werden, so dass Beiträge wie der über die SACHWERTRENTE nicht unter NACHRICHTEN UND NEUES erscheinen muß. So plausibel einige Gedanken in diesem Aufsatz auch sind, so ist es doch letztlich der Vortrag eines "Versicherungsvertreters" , der ein Produkt zu verkaufen hat.

    Die ganze o.a. Betrachtung erfolgt aus der Sicht eines Traders bzw. kurz bis mittelfristigen Anlegers dessen Motto billig kaufen und teuer verkaufen heisst. Nichts dagegen!
    Aber Aktienbesitz könnte man auch als Sachwertbesitz definieren; ohne jeglichen Blick auf die Wertpapierbörsen.
    Da keine Absicht besteht, Aktienbesitz zu verkaufen, sind die Notierungen an den Börsen irrelevant. Allerdings erwartet man als Miteigentümer eine Ausschüttung des Gewinnes des Unternehmens in Form einer Dividende. Diese Dividende sollte nach Möglichkeit stetig fließen, weil man einen Teil seines Lebensunterhaltes davon bestreiten will.

    Antwort : JA
    Die Regiogeldinitiatoren sind oft (vielleicht nicht immer) Verfechter der Freigeld-Theorie von S. Gesell.
    Was immer man auch gegen die Anhänger dieser Theorie einwenden kann, so behaupten sie wenigstens nicht, das ihr Geld ein Medium zur Wertaufbewahrung ist. Im Gegenteil: Das Ziel ist gerade die schnelle Zirkulation und nicht die Akkumulation.

    Ich glaube nicht, das diese Prognose bzgl. Irankrieg eintreffen wird. Ich glaube immer noch, dass in Washington Strategen sitzen, die sich bzgl. Irak verrechnet haben und diesen Fehler nicht nochmal begehen werden.
    Kriegsziel im Iran ist das Öl, das Gas und die geostrategische Lage des Landes.
    Um erfolgreich zu sein, müßte das Regime in Teheran gestürzt werden und eine prowestliche Regierung (oder ein Monarch) installiert werden. Man kann sicher sein, dass die amerik. Geheimdienste im Iran auf das heftigste versuchen, oppositionelle Kräfte zu unterstützen und das Regime zu destabilisieren.
    Ein Luftschlag gegen iranische Atomanlagen und sonstige Ziele würde kontraproduktiv wirken, die Iraner würden sich hinter jedwedem heimischen Regime sammeln, sofern es nur antiwestlich wäre.
    Die Amerikaner haben gegen den Iran keine militärische Option, die sie ihrem o.a. Ziel nahe bringen könnte. Und das ist das ärgerlichste, was sich Bush und die Seinen vorstellen können.
    Ich kann mir dennoch nicht vorstellen, dass man praktisch aus Wut und Eifer einen Krieg beginnen wird, der letztlich den amerikanischen Interessen (hier meine ich die Ziele der Bush-Regierung) entgegen wirkt.

    Dieser G.Steingart hat ein Buch geschrieben, aus dem in Spiegel-online immer mal wieder zitiert wird. Aus seiner Feder übrigens auch ein Artikel über die Labilität des Dollars und die Mechanismen, die bisher dessen Kollaps verhindert haben; durchaus lesenswert und schon im Thread "Inhalte von Goldseiten - Brandgefährliches Spiel mit dem Dollar" besprochen.


    Lehnt man Steingarts These ab, so beantwortet man die Frage, ob Europa stark genug ist, sich im Wettbewerb zu behaupten, mit JA.
    Beantwortet man diese Frage mit NEIN, so wie Steingart das zu tun scheint, so stellt sich die Frage nach Allianzen. Und da liegen die USA allemal näher als Chinesen, Japaner u.s.w.. Blieben noch die Russen!

    Ich habe gewisses Verständnis für den Einwand von goldkind
    @ Man-o-man-o, so viele Angsthasen....@


    Obwohl ich fest von einem massiven Systemcrash ausgehe, und ihn in der Zeit von jetzt bis ca. 2020 erwarte, halte ich nicht all zu viel von diesen Hieronymus-Bosch-Gemälden, die hier im Forum regelmäßig gemalt werden.


    Wahr ist doch, dass der materielle Wohlstand für breite Kreise heute ein Niveau erreicht hat, wie es kaum weiter ausbaubar ist und aus verschiedenen Gründen (Schulden, Resourcen...) über kurz oder lang absinken wird.
    Es spricht deshalb nicht viel dafür, sich heute und Jahr für Jahr die Laune vergällen zu lassen, Verzicht auf breiter Front zu üben und schon mal im Voraus in einen Bunker (oder in ein Fluchtland (manche diebzgl. Vorschläge sind geradezu absurd)) zu ziehen.


    Am Tag X ist man dann zwar etwas besser vorbereitet, wahrscheinlich aber schon ein Tattergreis, und dann kommt es dann doch etwas anders als gedacht und die Vorkehrungen erweisen sich als nur halbwegs tauglich...u.s.w. Aber man ist es gewöhnt, weil man ja sein ganzes Leben schon wie unter Crashbedingungen eingeschränkt hat.


    Mit einer gehöhrigen Portion EM im Portfolio macht man m.E. so oder so nichts falsch. Wenn nicht anders verwendbar, so werden es halt die Kinder erben. Und im Crash-Fall (von dem ich wie gesagt 100% ausgehe) steht man nach jetzigem Ermessen sicherlich weit besser da als ohne EM.
    Das war es dann aber schon, alles andere ist Kaffeesatzleserei.

    http://www.ftd.de/politik/deutschland/119517.html


    Erstaunlich an diesem Artikel ist nicht die Unverfrorenheit, Goldverkäufe zu fordern mit der Begründung, es sei Eigentum des Volkes, wenngleich mich der Eindruck beschleicht, die meinen dies auch noch ernst (und gut), was auf ein Höchstmaß an Dummheit schließen ließe.


    Erstaunlich an diesem Artikel sind die Leserkommentare, die sich einstimmig gegen Goldverkäufe aussprechen. Oder rekrutieren sich die ftd-Leser überwiegend aus Goldseiten-Forumianern?