Beiträge von Kellermeister

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    Dann ist es doch egal ob mit Bargeld oder ohne Bargeld...der Hintergedanken von Bargeldlosem Bezahlen ist doch, dass man sich möglich heftig verschuldet und konsumiert. Die Konzerne gewinnen, die Banken gewinnen, du verlierst


    Kartenzahlung ist einfacher und das Geld sitzt lockerer. Soweit so gut! Nur nebenbei: Das Wort Schuldknechtschaft stammt aus einer Zeit, als Gold/Silber Zahlungsmittel waren.


    Ich wollte nur sagen, dass es unter einem Goldstandard im 21. Jahrhundert, an dessen Einführung ich aus o.a. Gründen keineswegs glaube, wahrscheinlich ebenfalls elektronische Abrechnungsverfahren inkl. Geldkarten etc. geben kann.

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    Wie würde in Deinen Augen dieses System bargeldloser Zahlungsverkehr inkl. Goldstandard funktionieren??


    So, wie jetzt auch! Nur das meine Einlage goldgedeckt wäre. Möglicherweise gäbe es dann keinen Dispo mehr. Aber vom Prinzip, was spricht dagegen?

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    Ihr glaubt, daß diesmal alles anders sei und es immer so weiter gehe? vielleicht noch, daß Gold nie mehr Geld werden wird?


    Na, dann kann es sein, daß ihr dem häufigsten und teuersten aller Irrtümer aufsitzt, den ein Anleger / Spekulant aufsitzen kann....


    Ich sage euch mal etwas: selbst wenn es erst in 20 Jahren so weit ist, so werden doch alle Geldwertanlagen wertlos werden. Da es ohnehin ein Nullsummenspiel ist, kann man sich die dann viel zu knappen rettungsboote auch bereits jetzt sichern. In der Gewissheit, daß man zu den 0,5 Prozent gehören wird, die ihr Kapital zumindest teilweise erhalten konnten....


    Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wenn es 0,5% (oder von mir aus auch 5%) der Menschen gelingt, ihr Kapital auch durch EM-Investments zu erhalten, so wird doch dadurch kein Goldstandard etabliert!

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    Ich denke auch nicht, dass es einen Goldstandard geben wird, denn man beginnt ja heute schon im Kindergarten mit Kartenbezahlung


    Goldstandard und Kartenzahlung widersprechen sich nicht zwingend. Selbst, wenn es einen Goldstandard geben sollte, heisst das ja nicht, dass alle mit einem Klingelbeutel am Gürtel rumlaufen werden.
    Aber die bargeldlose Zahlung entfremdet noch stärker vom Gefühl des Tausches, welches hinter jedem Handel steckt.

    Neben den sicher richtigen Einlassungen von Siegel, scheint mir doch das Zitierte von Niquet von Interesse zu sein.
    Er wirft Siegel ja nicht vor, gänzlich falsch zu liegen, sondern hält es einfach für äußerst unwahrscheinlich, zu Lebzeiten mit einem Goldstandard konfrontiert zu werden. Dem kann ich mich anschließen.


    Ich habe mich mit einem Verfechter der Freiwirtschaftslehre gestritten und dieser Freiwirtschaftler konnte mir ein in sich geschlossenes System vorstellen, welches theoretisch funktionieren würde. Es viel mir recht leicht, das System zu öffnen und aufzuzeigen, welche Grundvoraussetzungen nie und nimmer herstellbar wären bzw. Bestand hätten. Somit war diese Theorie entzaubert.
    Ich will nicht andeuten, das Goldstandard mit Freiwirtschaft gleichzusetzen wäre. Nein! Aber die Frage sollte erlaubt sein, wie wahrscheinlich die Einführung eines Goldstandards tatsächlich ist.


    Oft ist hier zu lesen, dass es die Finanz-Elite geradezu darauf anlegt, dieses Papiersystem so lang wie möglich für die eigene Bereicherung zu nutzen und irgendwann (gut vorbereitet) den finalen Knall zuzulassen. Warum sollte diese Elite danach zu einem Goldstandard zurückkehren wollen?
    Warum sollte das breite Volk auf den Barrikaden stehen und zu einem Goldstandard zurückkehren wollen? Selbst die Zeit des Bargeldes scheint abzulaufen. Es wächst eine Generation heran, die mit Plastikgeld, Konsumsucht und Kreditangebot groß wird, und/oder die weitgehend von der Hand in den Mund lebt. Inflation ist für jene nicht das große Schreckgespenst ! Inflation betrifft vor allem die ältere, mittlere bis gehobene Schicht mit ihren Ersparnissen.
    Ich kann nicht erkennen, dass sich hier eine Macht etabliert, die sowohl der Hochfinanz als auch dem "Konsumproletariat" die Stirm bieten kann.
    Oder woher soll der Support für einen Goldstandard kommem?

    Lieber mesodor,
    wir liegen doch auf gleicher Wellenlänge. Es ist doch auch nicht so, dass ich Silberzehner rundweg ablehne, sondern allenfalls behaupte ich, dass es als Reserve besser Geeignetes gibt. Das ist doch bis zum Ende ausdiskutiert.
    Und auch Eichelburg verdanke ich, dass ich grundsätzlich alarmiert bin, sozusagen in ein dauerhaftes Watching versetzt bin.
    Aber es ist doch auch nicht zu bestreiten, dass Eichelburg manchmal bis zur Lächerlichkeit überzieht. Das kann doch auch Dir nicht verborgen bleiben. Siehe obige Beispiele.

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    Wer da Herrn Eichelburgs Artikel gelesen und seine Webseite besucht hat, der hatte einen echten und zudem sehr konfortablen Informationsvorsprung.


    Zum Beispiel, dass US-Präsident Bush unmittelbar nach den Kongresswahlen verhaftet wird?
    Oder das es per EILMELDUNG höchste Zeit wird, weil ab kommender Woche wahrscheinlich kein Gold mehr am Markt ist?


    Eichelburg hat die Grundtendenz der Entwicklung des Finanzsystems erkannt. Seine Aufsätze beginnen meist mit zwei drei Grundüberzeugungen, die ich uneingeschänkt teile. Es folgen ein paar Hinweise, die nicht neu sind. Dann verliert er sich in der Regel in haltlosen Spekulationen, Verweisen auf "verlässliche" Quellen, Panikmache.
    Und wie gesagt: Ich lasse mich da regelmässig einlullen. Das war nicht ironisch gemeint, das ich nach Lektüre am liebsten unverzüglich zur Bank rennen will, um denen sämtliches Gold abzukaufen, was ich leisten kann. Das mit dem kalt Duschen, das war ironisch gemeint.


    PS: Weit ab vom Thema Silbnerzehner

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    Und Leute, wenn das stimmt was da andeutungsweise erkennbar ist, dann muss man sich fragen, in wie weit man als Privatmann nicht ein knallhartes Finanzmanagement etabliert:


    Geld runter von allen Bankkonten........


    Geht mir auch immer so, nachdem ich auf Eichelburgs Seiten war. Da hilft kalt duschen und ein Drink.


    Aktien nur als Stücke? Wenn das nötig sein sollte, dann zieh auch gleich einen Wassergraben ums eigene Haus, denn Grundbucheinträge sind auch nur Schall und Rauch.

    Schon mal aufgefallen?


    Jungspunde, Grünschnäbel, Mitglieder und Eroberer verkünden hier recht detailliert, was sie haben, was sie kauften, wie teuer es war.
    Bsp:


    ...meine Maple hab ich alle vor Jahren für 6 bis 7 Euro das Stück gekauft. Krügies und Co. ca 300 Euro...


    ...für diese zwecke horte ich Gold Unzen und 20 Franken Gold sowie Silberunzen...


    ...Auch ich habe Taggeld, Sparbücher, Gold, Silber ...



    Die meisten anderen sagen lediglich, was sie für vernünftig halten, was eine gute Strategie wäre, was man machen sollte u.s.w.


    Wird man im Forum automatisch schizophren, wenn man hier eine Weile liesst bzw. schreibt?

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    Das ich die 10er Münzen erst mal von den Fingerabdrücken der Bankbeamten entferne ist reines Hobby (das Geld und die Zeit dafür dar ich nie einrechnen - dies ist reines Hobby und Entspannung nach einer stressigen Woche und später dann schön anzuschauen). Das ich die 10er dann auch noch schön lagere (ich berichte die nächsten Tage mal davon) ist wie gesagt auch nur Hobby/Entspannung.


    Das ist doch mal endlich ein nachvollziehbares Argument für die 10er.

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    Dabei kann ich mir nicht vorstellen, daß irgend jemand mit Verstand lieber 5000 Euro in Papier im Safe liegen hat anstatt 5000 Euro in Silberzehner.


    Dann revidiere Deine Vorstellungen. Ich halte mich nicht für einen kompletten Idioten, wobei mir bei der Angabe der 0.17 Unzen ein totaler Blackout unterlaufen ist.


    Ich sagte ja schon, wie ich mir eine Reserve vorstelle. Euro, ergänzt mit CHF und USD cash und in Papier, dazu definiertes EM in verschiedener Stückelung. Das soll keine Anlagestrategie sein oder Wertzuwächse erwarten lassen, sondern eine Reserve sein für den Fall, dass man vorübergehend verhindert ist, auf Vermögenswerte o.ä. zuzugreifen.


    Aber dies wächst sich hier zu einer wirklichen Glaubensfrage aus, bei der man beginnt, sich ständig zu wiederholen.
    Also bis bald. Bei mir beginnt jetzt die Arbeit.

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    ...Wenn der Silbergehalt plötzlich mehr als 10 € wert ist.


    Dann stehe ich mit Silberanlagemünzen besser da.


    Die Doppelfunktion gibt es eigentlich nur, solange die 10er im Safe liegen. Dort bleibt mir der Nominalwert 10Euro erhalten, und falls der Euro ausgedient hat, hat man ein paar Gramm Silber pro Münze, welches ggf. eine Wertsteigerung erfahren hat.
    Sobald man die 10er einsetzen will, wird es m.E. problematisch - meine Argumente dazu kann man o.a. lesen.


    Wenn die Dinger aus Feinsilber bestehen würden und als Viertelunze emitiert werden würden, wären diese Münzen als EM marktfähig. Aber als Sterling mit einem Gehalt von 0.17 Uz. Das ist m.E. Schmelzware.

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    Als Reserve, auch in Hinblick auf gewisse Kriesen ist der Euro Silberling also besser zumal man wohl bald den Silbergehalt auf 625 herabsetzen muß.
    Als Sammlerobjekt ist er augrund der hohen Auflage nicht geeignet.


    Mann Blaubronco. Besser geeignet als was?
    Nochmal:
    Meine These:
    Als Bargeld weniger akzeptiert als Banknoten und im Ausland nur ein Exot.
    Als Edelmetall teurer als 999er Silberanlagemünzen.


    Es geht eigentlich um die Doppelfunktion, die den Silberzehnern angedichtet wird. Ich sehe den Fall nicht, wann diese Doppelfunktion Anwendung finden soll.
    Für jede Einzelfunktion gibt es eine bessere Alternative.
    Geld: Banknote, sofern Geld nachgefragt wird
    EM: Anlagemünze, sofern EM nachgefragt wird

    Die Glaubenfrage trifft doch eher auf den Silberzehner zu, auf dem irgendwelche populären Motive wie 50 Jahre Saarland oder 170 Jahre Eisenbahn draufstehen, ergänzt durch den Wert 10 Euro.


    Mich erinnern die eher an Jahrmarktsmedaillien.

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    Aber ein paar Ohren hat der Bauer. Und den Klang einer echten, hochlegierten Silbermünze, so ab 87 Prozent Feingehalt, den kann er sich ganz einfach merken.



    Langsam verstehe ich, warum Silberwolke im gestrigen Thread allmählich agressiv geworden ist.
    Bisher habt ihr mit Barreserve argumentiert. Jetzt läufts also doch nur auf den EM-Gehalt hinaus. Dann schnapp ich mir eine ML 999,9. Da habe ich dann Silber in Reinform zu bieten, welches in der Anschaffung billiger war.


    Mal ernsthaft: Ich will hier niemanden überzeugen. Aber Deine Argumente für die Silberzehner als Bar-Reserve im Krisenfall hauen einfach nicht hin.

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    Erstens besteche ich ganz gewiss nicht einen imaginären "Behördendeppen", um ein Papierschnipselchen, auf dem "Bezugsschein" steht zu ergattern. Wer so denkt, der ist mental immer noch hoffnungslos im Fiat-Money-System gefangen.


    Mir gings nicht um den Deppen, der die Scheine verteilt, sondern den Typen der die Ware ausgibt. Aber der Vergleich 2Gramm Feingold 999 oder alternativ 3 Silber10er gilt auch für den Bauern, den Du aufsuchst. Versetz dich mal in den Bauern, der deine 10 Euro Olympiamünzen sieht, bei denen nicht der geringste Hinweis auf Silber draufsteht, oder mein Gold in o.a. Ausführung.

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    Da niemand genau weiß was wie kommt, ist die ganze Diskussion reine Spekulation. Fakt ist im 10 Eu Münze ist Edelmetall drin . In 10 Eu im Papier sind 1,28 cal Heizwert drin! Nun kann jeder selbst entscheiden Essen oder Heizen


    Bevor ich Edelmetall esse, dann doch lieber heizen!

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    Kellermeister, ich empfehle dir schon jetzt, nach guten Ausreden gegenüber deiner hungrigen Familie zu suchen, wenn Du mal wieder mit leeren Händen vom Einkaufen zurück kommst, weil der Verkäufer der knappen Nahrungsmittel wieder mal alles für die wohlbekannten Silberzehner verkauft hat und deine mittlerweile wertlosen Euro-, CHF- und Dollarzettelchen dankend abgelehnt hat.


    Netter Ratschlag.
    (auch als Antwort an mesodor39)
    Glaube aber kaum, dass es dazu kommt.
    Bei Akzeptanz von FIAT bei hoher Inflation ist dein Silber10er als Geld nur das wert, was drauf steht: 10 Euro. Genau wie bei meiner Banknote.
    Bei Nichtakzeptanz von FIAT herrscht sowieso Ausnahmezustand, der schwer zu kalkulieren ist. Aber angenommen, wir wollen an der Verteilstelle, dessen Personal uns beiden unbekannt ist, neben dem Bezug auf Lebensmittelmarken noch als kleines Zubrot ein Pfund Schinken und diese Flasche Wein ergattern. Ich glaube, dass ich dann mit 'nem zwei Gramm Barren Gold, auf dem in Zahlen und Buchstaben "2 Gramm Feingold 999" zu lesen steht (im Idealfall ist es noch ein Kinebarren), bessere Karten habe als Du, der mit zwei oder drei Fußballmünzen kommt, auf denen 10 Euro zu lesen steht.
    Ausgestoppt werden wir dann zwar beide von dem Typen, der mit der Stange Marlboro antrabt, aber darum solls jetzt mal nicht gehen.

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    Und die 10er sind für mich CASH. Kein Silber.
    Was ist an dem Begriff "Bargeldreserve" so schwer zu verstehen?
    Das Silber in den Zehnern ist dabei nur das Sahnehäubchen obendrauf.


    Das ist der springende Punkt. Vor allem das Wort -reserve ist wichtig. Reserve - um zeitlich befristete Sondersituationen zu überbrücken.


    Und genau hier gebe ich Silberwolke recht. Was nützt mir eine Reserve, bei der ich Sorge haben muß, dass sie bestenfalls von jedem zweiten akzeptiert wird. Was nützt mir eine Reserve, die im Ausland kein Zahlungsmittel ist.
    Eine Reserve besteht aus möglichst kleinen Euro-Scheinen, dazu vielleicht ein paar CHF und (jaja wie grässlich) ein paar hundert USD. Dazu kleine Einheiten Gold und Silber in definierter Form (mit sichtbarer Angabe von Gewicht und Feingewicht).
    Alles was man sonst hat, sollte je nach Erwartung angelegt sein, läuft aber nicht unter dem Begriff Reserve.