Beiträge von Rhein-Main-Gebiet
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Das beabsichtigte neue Zahlsystem in der Bucht ist erstmal verschoben. Allerdings: aufgeschoben ist nicht aufgehoben.
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Wenn ich alle Fundamentaldaten ausklammern würde und beim Silber NUR meine Linien im 5-Jahreschart reinkritzeln würde, dann käme ich zu der Überzeugung, dass der Bereich um 27 $ die letzte überzeugende Unterstützung ist, danach droht ein Absturz auf den früheren Widerstand bei 20/21 $.
Aber Woerni bringt es auf den Punkt, ich halte es für derzeit nicht angebracht, den Schwerpunkt auf die Charttechnik zu setzen.Und dort an der Stelle ( 1000 ) wurde ein fundamentales Kapitel defintiv ad acta gelegt/ abgeschlossen. Nämlich das Kapitel 'Kreditwirtschaft' und Wachstumswahn unter der Annahme der Bezahlbarkeit der vorhandenen Schulden. Man könnte sagen die Tausend waren der 'POINT OF NO RETURN' .
Jeden Tag gehen mehr rote Lichter an:
http://www.ftd.de/finanzen/mae…hen-geht-um/70044114.html
http://www.handelsblatt.com/un…-bankensturm/6683812.htmlIch mache mir inzwischen mehr Gedanken darüber, wann der finale Bankensturm oder die nächste Bazooka der EZB kommt als wo die 200-Tagelinie denn gerade verläuft.
Denn eines ist klar: die Leute, welche nun Milliarden (und ggf. irgendwann Billionen) von ihren Konten abheben, werden die Papierbündel kaum unters Kopfkissen legen. Was liegt näher, als Edelmetalle zu kaufen, seit Jahrtausenden Synonym für inflationsgeschütztes Geld?
Es ist eigentlich fast ein kleines Wunder, dass die Metalle immer noch so billig sind ... ein Geschenk an alle, die noch größere Mengen an bunt bedrucktem Papier besitzen. -
@ Wef
Schließe mich voll an. Auch wenn der Artikel des Handelsblatts etliche Fragen aufwirft, so sollte m.E. doch die Richtung stimmen, wo bei JPM die Leichen begraben liegen
http://www.ftd.de/unternehmen/…ollar-wette/70041851.htmlIch glaube selber auch nicht, dass JPM irgendein Interesse hat, den Silberpreis nach oben oder unten zu drücken. Man will dort dasselbe wie alle: Geld verdienen, egal in welche Richtung der Zug düst. Von daher glaube ich, die sind mal long, mal short, je nach Markteinschätzung.
Aber wenn man mal ein Feindbild hat, muss man es pflegen .... Ted Butler wäre es sonst verdammt langweilig.
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@ xray1
Dass Platin ein reines Industriemetall ist, da bin ich anderer Auffassung.
Insbesondere in Asien ist das Metall auch im Schmuck recht gefragt, wobei die Juweliernachfrage anscheinend auch ziemlichen Schwankungen unterliegt.
Korrekt ist, dass das Interesse von Kapitalanlegern bei Pt im Vergleich zu Gold/Siblber eher mau tendiert, aber das ist m.E. gerade ein Grund, hier einzusteigen. Es ist immer dasselbe, Geld ist ein scheues Reh und ein geiler Bock .... wennn der Preis aus was für Gründen auch immer stark anzieht (ein Knaller wären z.B. Überlegungen, ob man die Minen in SA nicht nationalisiert), dann kannst Du drauf warten, dass die Hedge-Fonds und Investoren einsteigen. Palladium 1999/2000 war ein Paradebeispiel für so eine Situation, knappe Verzehnfachung in gut 1 Jahr. Ich denke, so was könnte bei Pt genauso drin sein. -
Habe dies Posting aus dem Thread Gold-Platin Ratio hierhin kopiert.
Grüsse
Edel
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Interessant die Zahlen von Implats heute:
Impala Platinum Holdings Limited veröffentlichte heute die Ergebnisse für die am 31. März 2012 geendeten drei Monate. Zunächst merkte das Unternehmen an, dass in dem genannten Zeitraum drei Mitarbeiter des Unternehmens ums Leben kamen, zwei bei Rustenburg und einer bei Marula. Die Erhöhung der Sicherheit habe weiterhin Priorität.Das Unternehmen verzeichnete in dem Quartal eine Bruttoproduktion von 230.000 oz Platin und verzeichnete somit verglichen mit dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 46%. Auch die Palladium- und die Rhodiumproduktion verringerten sich und beliefen sich auf 160.000 oz Palladium und 40.000 oz Rhodium.
Impala sollte nach Anglo American weltweit der zweitgrößte Platinproduzent sein. Erhöhung der Arbeitssicherheit = steigende Kosten. Neben den steigenden Energiekosten, der Produktionsverlagerung in immer größere Tiefen und den steigenden Auflagen für Umweltschutz ein weiterer Kostentreiber.
Produktionsrückgang 46 %, das ist enorm. OK, sicherlich auch auf die streikfreudige Gewerkschaft zurückzuführen, aber m.E. werden bei den heutigen Platin-Preisen weitere Produktionskürzungen nicht lange auf sich warten lassen...... damit können die Preise langfristig nur steigen (wenn nicht gerade in den nächsten paar Jahren ein Platin-Meteorit eingefangen wird).
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Interessant die Zahlen von Implats heute:
Impala Platinum Holdings Limited veröffentlichte heute die Ergebnisse für die am 31. März 2012 geendeten drei Monate. Zunächst merkte das Unternehmen an, dass in dem genannten Zeitraum drei Mitarbeiter des Unternehmens ums Leben kamen, zwei bei Rustenburg und einer bei Marula. Die Erhöhung der Sicherheit habe weiterhin Priorität.Das Unternehmen verzeichnete in dem Quartal eine Bruttoproduktion von 230.000 oz Platin und verzeichnete somit verglichen mit dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 46%. Auch die Palladium- und die Rhodiumproduktion verringerten sich und beliefen sich auf 160.000 oz Palladium und 40.000 oz Rhodium.
Impala sollte nach Anglo American weltweit der zweitgrößte Platinproduzent sein. Erhöhung der Arbeitssicherheit = steigende Kosten. Neben den steigenden Energiekosten, der Produktionsverlagerung in immer größere Tiefen und den steigenden Auflagen für Umweltschutz ein weiterer Kostentreiber.
Produktionsrückgang 46 %, das ist enorm. OK, sicherlich auch auf die streikfreudige Gewerkschaft zurückzuführen, aber m.E. werden bei den heutigen Platin-Preisen weitere Produktionskürzungen nicht lange auf sich warten lassen...... damit können die Preise langfristig nur steigen (wenn nicht gerade in den nächsten paar Jahren ein Platin-Meteorit eingefangen wird).
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@ Edel:
Deine Bewunderung für Livermore habe ich schon mitgekriegt, nachvollziehen kann ich sie nicht unbedingt.
Habe das "Spiel der Spiele" auch gelesen und sicherlich hatte Livermore ein geniales "Gefühl" für die Märkte.
Allerdings: Grundvoraussetzung für erfolgreiches Trading ist Riskikomanagement und das ging Livermore fast komplett ab. Wenn eine Trading-Karriere in einer Toilette mit einer selbst applizierten Kugel im Hirn endet, dann war die Karriere nicht erfolgreich.
Livermore hat es nicht geschafft, Angst und Gier ausreichend unter Kontrolle zu halten.
Ist schon einige Jahre her, dass ich "stock marked wizzards" gelesen habe, aber da gab es einige Trader, welche Livermore m.E. deutlich in den Schatten stellten. -
Die Aufarbeitung von Platin ist technisch wesentlich aufwendiger als bei Gold, das ist ein weiterer Grund für den größeren Abstand vom Spot vergleichbarer Barren (hoher Schmelzpunkt, aufwendigere Eletrolyse, Verarbeitung unter Vakuum).
Man betrachte sich die ständigen steigenden Abbaukosten in Südafrika, dem mit Abstand weltgrößten Produzenten. Beim Gold ist man dort von Rang 1 auf Rang 4 der Weltproduzenten zurückgefallen .......... nicht, weil es kein Gold mehr gibt (Johannisburg ist praktisch "auf Gold" gebaut), sondern weil der Abbau wegen der Kostenexplosion immer weniger rentabel ist.
Dasselbe gilt für Platin, nur gibts da außer Russland keine nennenswerten Alternativen. Somit müssen die Preise langfristig steigen, sonst werden die Minen die unrentablen Anlagen stilllegen mit einer entsprechenden Verknappung des Angebots.
Geduld haben....... vom heutigen spot aus betrachtet sollte Platin bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren zumindest aus fundamentaler Sicht die beste Performance aufweisen. Man muss deswegen nicht alle Eier in das Platinnest legen, der Preis könnte volatil bleiben, auch weil die technischen Anwendungen noch nicht so breit gestreut sind wie beim Silber, hängt vieles an den Kats. Aber als Beimischung sollte es m.E. in keinem Edelmetalldepot fehlen. -
http://www.ftd.de/unternehmen/…ollar-wette/70041851.html
Also wenn das stimmt, was FTD schreibt, dann haben die Verluste nichts mit dem Metallgeschäft zu tun.
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@ Xray1: korrekt, bin nicht selbstständig, mit allen Vor- und Nachteilen. Klingt schlüssig, was Du schreibst.
An Dein zitiertes Urteil kann ich mich inhaltlich auch noch erinnern. Tja, also wenn man da keine Ideen über die reale Verwendung hat, ist man selber schuld .... mit etwas Phantasie gibt es hier Dutzende von Möglichkeiten, die vom FA zwar bestänkert, aber kaum widerlegt werden können.
Die einen jammern, wenns runter geht, die anderen, wenns hoch geht, je nachdem, ob man noch kaufen will oder schon gekauft hat.
In sofern könnte diesem Sräd ein langes Leben blühen
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@ Mithras
Als ich mit Einführung der Abmelkungssteuer meine Depots liquidiert hab, hatte ich nur einen Wunsch: schnell raus aus Papier und rein in Sachwerte. Gezwungenermaßen somit alles innerhalb kürzester Zeit abgehoben. Es kam nie eine Nachfrage ..... auch nicht von meinem Finanzamt, warum denn nach vielen Jahren mit hohen Dividendeneinkünften in der Steuererklärung plötzlich bei Kapitaleinkünften überall eine Null steht. Wobei ... man ruhig hätte fragen können .... ist ja mein Problem, wenn ich meine legal verdiente Kohle auf einen Schlag abhebe.
Ich glaub wirklich, manche machen sich zuviele Sorgen.Ach ja, out of topic, hier ist er Jammerträd .... heul, schon wieder ein paar Cents gestiegen, die Zeit des billigen Einkaufs wird bald vorbei sein .......
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@ Tomster: danke für die Info. 10 Jahr sind schon mal besser als 30. Bin kein Kaufmann, daher keine Ahnung von so was
@ Bankster: schön, dass ich nicht der einzige bin, der noch ruhig schläft

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Stimmt das wirklich mit den 30 Jahren Speicherfrist????
Dann sollte man wirklich einen Plan haben, wohin all die Edelmetalle gewandert sind, die man in dieser Zeit eingekauft hat .... vor allem, wenn man nach dem Derivateknall mit den Unzen plötzlich schweinereich ist und der Abgabebescheid zur Vermögenssteuer ins Haus flattert.
Sind solche Sorgen übertrieben oder habt Ihr da tatsächlich einen Plan????Ich denke: auch die schlimmste Bürokratie verfügt nicht über die Personalresourcen, um alle Kontobewegungen auszuwerten, alle Bürger zu bespitzeln und alle Verdächtigen einzusperren (da müßte man mehr in Justizanstalten als in sozialen Wohnungsbau investieren), von daher: keep cool
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... und Laternenpfähle sind öffentliches Eigentum, da ist schon das Anbringen eines Plakats strafbar ... Mißbrauch zum Aufhängen unliebsamer Personen wird sicher mit hohem Bußgeld belegt ......
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@ mesodor39
Hier ein Link, der gut zu der Frage passt, wer der Dumme ist:
http://www.handelsblatt.com/me…-naturgesetz/6659180.htmlZitat daraus: In Deutschland sind Schulden und Geldvermögen in den vergangenen gut 60 Jahren sechsmal schneller gewachsen als das Bruttoinlandsprodukt, die Summe aller Güter und Dienstleistungen.So einfach ist das, die Menge an digitale Ziffern und Papier steigt viel schneller als die entsprechenden realen Werte.
Bis zu dem Zeitpunkt, wo es die Masse merkt und versucht, Papier und Kontostände in reale Werte zu tauschen. Was zu Hperinflation oder Crash führen wird. Spätestens dann hat sich entschieden, wer die Zeche zahlt.
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@ Desertfighter
Also, JPM hält angeblich eine riesige Short-Position beim Silber.
Die müßte doch jetzt brutal in der Gewinnzone liegen, solange Silber um sein Jahrestief pendelt???
Was soll da um die Ohren fliegen ???? Und wenn man kalte Füße bekommt (ich hätte sie bei einer Short-Position und der derzeitigen Nachrichtenlage aus den PIGS-Staaten), könnte man die Kontrakte doch glattstellen???@ Texmex:
Ich bin doch nicht an einen Kontrahenten gebunden und kann eine Position jederzeit mit einem anderen Marktteilnehmer schließen, es sei denn, es herrscht Limit up oder Limit down an den Warenterminmärkten.
Aber so eine hohe Volatilität gibt es derzeit nach meiner Auffassung nirgends.
Also, wenn ich short bei Silber oder auch Devisen/Indizes wäre, würde ich jetzt glatt stellen und fertig. Die Umsätze sind in diesen Bereichen doch so riesig, dass selbst ein big player da einigermaßen geordnet den Rückzug antreten kann.Oder ist jemand anderer Meinung?
Aber stimmt schon, so viel Gedröhne wegen anfänglicher lächerlichen 2 Milliarden Schieflage, irgendwie komisch.
Für mich mehr Fragezeichen wie Logik.
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Ich kapiere nicht, warum man bei 2 Milliarden Verlust die Positionen nicht glattgestellt hat.
Jetzt wird gejammert, dass die Hedge-Fonds die Schwäche ausnutzen würden. -
Zitat aus dem Artikel der FTD
Der gigantische Milliardenverlust war nach Aussagen von JPMorgan entstanden, als die Bank ihr Kreditportfolio gegen die Auswirkungen der europäischen Schuldenkrise absichern wollte.
Trotz des Desasters dürfte die Bank im laufenden Quartal einen Milliardengewinn schreiben.Scheint mit Metallhandel der Bank nichts zu tun zu haben.
Und solange noch ein Milliardengewinn im Quartal übrig bleibt, war es ja auch nicht so dramatisch.Letztlich ist diese ganze Zockerei ja ohnehin nur eine Umverteilung: was der eine verliert, gewinnt der andere .... im Gegenzug wird die Bilanz von irgendeiner Konkurrenzbank oder eines Hedgs-Fonds um 3 Milliarden aufgewertet... nächstes Quartal dreht sich der Spies dann wieder rum.
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Dieser Thread ist eben wie die Bildzeitung .... oftmals schwachsinnig, zum Austoben für Leute mit IQ unter 50 .... und dennoch liegt gerade hier der Unterhaltungswert, manchmal ist es einfach zum Lachen, wenn der Metallpreis sonst wenig Grund zur Freude gibt.
Was Leines angeht: ich kann ihn als Handelspartner nur wärmstens empfehlen, an diesem Punkt kann das Scharmützel nun beendet werden.