Beiträge von Rhein-Main-Gebiet

    @ all_about_gold
    Ich hatte mich bei meiner Anfrage präzise ausgedrückt und auch eine präzise Antwort bekommen. Ich hätte allerdings auch gedacht, dass der Sachverhalt so ist, wie Du ihn geschildert hast und war entsprechend überrascht.

    Ich glaube (!), dass bankhandelsfähig heißt, die Barren besitzen den good-delivery-Status.


    Spannend ist nun aber die Frage, ob es ausreicht, wenn der Hersteller LBMA-gelistet ist oder seine Produkte zusätzlich zertifiziert werden müssen. Ich bin von letzerem ausgegangen, sonst wären ja Münzbarren von Umicore "bankhandelsfähig".
    Auch wikipedia hat mir hier nicht zum völligen Durchblick verholfen.
    http://en.wikipedia.org/wiki/Good_Delivery

    @ Theo:
    Nach meinem Verständnis: wenn der Hersteller LBMA-gelistet ist, heißt das noch nicht, dass auch alle seine Produkte den good delivery-Status haben. Eine Voraussetzung für letzeres ist ja z.B., dass die Barren schon eine längere Zeit im Handel sind.
    Wenn meine Kenntnis nicht korrekt ist und es jemand besser weiß, bitte ich um Richtigstellung.


    Das mit dem Formkosten hat mit der Märchensteuer nichts zu tun. Frage war, ob die Münzbarren analog Silbergranulat angesehen werden oder wie "Scheidgut" (demnach mit sehr unterschiedlichem Rückkaufswert, siehe Kurse der ESG).

    Also nach allen Infos, die ich habe, sind Münzbarren nicht "bankhandelsfähig."
    Die von Umicore produzierten Münzbarren bestehen aus LBMA-zertifiziertem Feinsilber 999,9".
    Das heißt, das eingesetzte Feinsilber ist LBMA-zertifiziert, nicht aber die daraus hergestellten Münzbarren.
    Dieselbe Problematik ergibt sich bei den Goldengussa-Barren.


    OK, man kann jetzt natürlich sagen, Silber ist Silber. Allerdings bringen die LMBA-zertifizierten Barren im Verkauf i.d.R. bessere Preise, von daher würde ich im Einkauf bei gleichem Preis immer Barren mit dem good-delivery-Status bevorzugen.

    @ DMR
    Heißt das, proaurum legt die nicht auf Lager, weil die Münzbarren besser gehen?
    Wobei die Andorra Münzbarren nicht "bankfähig" sind, da sie keinen good delivery-Status der LBMA haben, korrekt? Ich hatte mal bei einer großen Scheideanstalt nachgefragt und dort wurde mir die Auskunft erteilt, dass man diese Barren dort als "Scheidgut" ansieht, also nicht einmal bereit wäre, gegen Formkosten aus diesen Dingern "vernünftige" Barren zu machen.


    ===


    Edit: Aus einem anderen Diskussionsstrang hierher verschoben.
    Eins Kann ich vorweg nehmen. Umicore Andorra Münzbarren sind sowohl Good Delivery wie auch Bankhandelsfähig. MbG DMR

    Ich glaube, mit dem europaweiten "Einlagensicherungsfond" wird der Bogen endgültig überspannt. Der deutsche Sparer wird sich Gedanken machen müssen, ob die "Garantien" der Politik irgendeinen Wert haben oder reine Beruhigungspillen darstellen. Wenn nur 10 % zu der Überzeugung gelangen, dass letzteres zutrifft, dann könnte der Banken-run schneller als viele glauben auch bei uns stattfinden. Wer Zweifel an dem "fiat-money"-System bekommt und seine Kohle von den Konten abzieht, wird sie kaum unter dem Kopfkissen deponieren. Was bleibt eigentlich noch als "sicherer Hafen"????
    Es wird die Zeit kommen, wo alle Händler komplett "ausverkauft" sind. Und das wird keine Dekaden mehr dauern.

    Wenn ich alle Fundamentaldaten ausklammern würde und beim Silber NUR meine Linien im 5-Jahreschart reinkritzeln würde, dann käme ich zu der Überzeugung, dass der Bereich um 27 $ die letzte überzeugende Unterstützung ist, danach droht ein Absturz auf den früheren Widerstand bei 20/21 $.
    Aber Woerni bringt es auf den Punkt, ich halte es für derzeit nicht angebracht, den Schwerpunkt auf die Charttechnik zu setzen.


    Und dort an der Stelle ( 1000 ) wurde ein fundamentales Kapitel defintiv ad acta gelegt/ abgeschlossen. Nämlich das Kapitel 'Kreditwirtschaft' und Wachstumswahn unter der Annahme der Bezahlbarkeit der vorhandenen Schulden. Man könnte sagen die Tausend waren der 'POINT OF NO RETURN' .


    Jeden Tag gehen mehr rote Lichter an:
    http://www.ftd.de/finanzen/mae…hen-geht-um/70044114.html
    http://www.handelsblatt.com/un…-bankensturm/6683812.html


    Ich mache mir inzwischen mehr Gedanken darüber, wann der finale Bankensturm oder die nächste Bazooka der EZB kommt als wo die 200-Tagelinie denn gerade verläuft.
    Denn eines ist klar: die Leute, welche nun Milliarden (und ggf. irgendwann Billionen) von ihren Konten abheben, werden die Papierbündel kaum unters Kopfkissen legen. Was liegt näher, als Edelmetalle zu kaufen, seit Jahrtausenden Synonym für inflationsgeschütztes Geld?
    Es ist eigentlich fast ein kleines Wunder, dass die Metalle immer noch so billig sind ... ein Geschenk an alle, die noch größere Mengen an bunt bedrucktem Papier besitzen.

    @ Wef
    Schließe mich voll an. Auch wenn der Artikel des Handelsblatts etliche Fragen aufwirft, so sollte m.E. doch die Richtung stimmen, wo bei JPM die Leichen begraben liegen
    http://www.ftd.de/unternehmen/…ollar-wette/70041851.html


    Ich glaube selber auch nicht, dass JPM irgendein Interesse hat, den Silberpreis nach oben oder unten zu drücken. Man will dort dasselbe wie alle: Geld verdienen, egal in welche Richtung der Zug düst. Von daher glaube ich, die sind mal long, mal short, je nach Markteinschätzung.


    Aber wenn man mal ein Feindbild hat, muss man es pflegen .... Ted Butler wäre es sonst verdammt langweilig.

    @ xray1
    Dass Platin ein reines Industriemetall ist, da bin ich anderer Auffassung.
    Insbesondere in Asien ist das Metall auch im Schmuck recht gefragt, wobei die Juweliernachfrage anscheinend auch ziemlichen Schwankungen unterliegt.
    Korrekt ist, dass das Interesse von Kapitalanlegern bei Pt im Vergleich zu Gold/Siblber eher mau tendiert, aber das ist m.E. gerade ein Grund, hier einzusteigen. Es ist immer dasselbe, Geld ist ein scheues Reh und ein geiler Bock .... wennn der Preis aus was für Gründen auch immer stark anzieht (ein Knaller wären z.B. Überlegungen, ob man die Minen in SA nicht nationalisiert), dann kannst Du drauf warten, dass die Hedge-Fonds und Investoren einsteigen. Palladium 1999/2000 war ein Paradebeispiel für so eine Situation, knappe Verzehnfachung in gut 1 Jahr. Ich denke, so was könnte bei Pt genauso drin sein.

    Habe dies Posting aus dem Thread Gold-Platin Ratio hierhin kopiert.
    Grüsse
    Edel

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    Interessant die Zahlen von Implats heute:
    Impala Platinum Holdings Limited veröffentlichte heute die Ergebnisse für die am 31. März 2012 geendeten drei Monate. Zunächst merkte das Unternehmen an, dass in dem genannten Zeitraum drei Mitarbeiter des Unternehmens ums Leben kamen, zwei bei Rustenburg und einer bei Marula. Die Erhöhung der Sicherheit habe weiterhin Priorität.


    Das Unternehmen verzeichnete in dem Quartal eine Bruttoproduktion von 230.000 oz Platin und verzeichnete somit verglichen mit dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 46%. Auch die Palladium- und die Rhodiumproduktion verringerten sich und beliefen sich auf 160.000 oz Palladium und 40.000 oz Rhodium.


    Impala sollte nach Anglo American weltweit der zweitgrößte Platinproduzent sein. Erhöhung der Arbeitssicherheit = steigende Kosten. Neben den steigenden Energiekosten, der Produktionsverlagerung in immer größere Tiefen und den steigenden Auflagen für Umweltschutz ein weiterer Kostentreiber.


    Produktionsrückgang 46 %, das ist enorm. OK, sicherlich auch auf die streikfreudige Gewerkschaft zurückzuführen, aber m.E. werden bei den heutigen Platin-Preisen weitere Produktionskürzungen nicht lange auf sich warten lassen...... damit können die Preise langfristig nur steigen (wenn nicht gerade in den nächsten paar Jahren ein Platin-Meteorit eingefangen wird).

    Interessant die Zahlen von Implats heute:
    Impala Platinum Holdings Limited veröffentlichte heute die Ergebnisse für die am 31. März 2012 geendeten drei Monate. Zunächst merkte das Unternehmen an, dass in dem genannten Zeitraum drei Mitarbeiter des Unternehmens ums Leben kamen, zwei bei Rustenburg und einer bei Marula. Die Erhöhung der Sicherheit habe weiterhin Priorität.


    Das Unternehmen verzeichnete in dem Quartal eine Bruttoproduktion von 230.000 oz Platin und verzeichnete somit verglichen mit dem Vorjahreszeitraum einen Rückgang um 46%. Auch die Palladium- und die Rhodiumproduktion verringerten sich und beliefen sich auf 160.000 oz Palladium und 40.000 oz Rhodium.


    Impala sollte nach Anglo American weltweit der zweitgrößte Platinproduzent sein. Erhöhung der Arbeitssicherheit = steigende Kosten. Neben den steigenden Energiekosten, der Produktionsverlagerung in immer größere Tiefen und den steigenden Auflagen für Umweltschutz ein weiterer Kostentreiber.


    Produktionsrückgang 46 %, das ist enorm. OK, sicherlich auch auf die streikfreudige Gewerkschaft zurückzuführen, aber m.E. werden bei den heutigen Platin-Preisen weitere Produktionskürzungen nicht lange auf sich warten lassen...... damit können die Preise langfristig nur steigen (wenn nicht gerade in den nächsten paar Jahren ein Platin-Meteorit eingefangen wird).

    @ Edel:
    Deine Bewunderung für Livermore habe ich schon mitgekriegt, nachvollziehen kann ich sie nicht unbedingt.
    Habe das "Spiel der Spiele" auch gelesen und sicherlich hatte Livermore ein geniales "Gefühl" für die Märkte.
    Allerdings: Grundvoraussetzung für erfolgreiches Trading ist Riskikomanagement und das ging Livermore fast komplett ab. Wenn eine Trading-Karriere in einer Toilette mit einer selbst applizierten Kugel im Hirn endet, dann war die Karriere nicht erfolgreich.
    Livermore hat es nicht geschafft, Angst und Gier ausreichend unter Kontrolle zu halten.
    Ist schon einige Jahre her, dass ich "stock marked wizzards" gelesen habe, aber da gab es einige Trader, welche Livermore m.E. deutlich in den Schatten stellten.

    Die Aufarbeitung von Platin ist technisch wesentlich aufwendiger als bei Gold, das ist ein weiterer Grund für den größeren Abstand vom Spot vergleichbarer Barren (hoher Schmelzpunkt, aufwendigere Eletrolyse, Verarbeitung unter Vakuum).
    Man betrachte sich die ständigen steigenden Abbaukosten in Südafrika, dem mit Abstand weltgrößten Produzenten. Beim Gold ist man dort von Rang 1 auf Rang 4 der Weltproduzenten zurückgefallen .......... nicht, weil es kein Gold mehr gibt (Johannisburg ist praktisch "auf Gold" gebaut), sondern weil der Abbau wegen der Kostenexplosion immer weniger rentabel ist.
    Dasselbe gilt für Platin, nur gibts da außer Russland keine nennenswerten Alternativen. Somit müssen die Preise langfristig steigen, sonst werden die Minen die unrentablen Anlagen stilllegen mit einer entsprechenden Verknappung des Angebots.
    Geduld haben....... vom heutigen spot aus betrachtet sollte Platin bei einem Anlagehorizont von 10 Jahren zumindest aus fundamentaler Sicht die beste Performance aufweisen. Man muss deswegen nicht alle Eier in das Platinnest legen, der Preis könnte volatil bleiben, auch weil die technischen Anwendungen noch nicht so breit gestreut sind wie beim Silber, hängt vieles an den Kats. Aber als Beimischung sollte es m.E. in keinem Edelmetalldepot fehlen.

    @ Xray1: korrekt, bin nicht selbstständig, mit allen Vor- und Nachteilen. Klingt schlüssig, was Du schreibst.


    An Dein zitiertes Urteil kann ich mich inhaltlich auch noch erinnern. Tja, also wenn man da keine Ideen über die reale Verwendung hat, ist man selber schuld .... mit etwas Phantasie gibt es hier Dutzende von Möglichkeiten, die vom FA zwar bestänkert, aber kaum widerlegt werden können.


    Die einen jammern, wenns runter geht, die anderen, wenns hoch geht, je nachdem, ob man noch kaufen will oder schon gekauft hat.
    In sofern könnte diesem Sräd ein langes Leben blühen :)

    @ Mithras
    Als ich mit Einführung der Abmelkungssteuer meine Depots liquidiert hab, hatte ich nur einen Wunsch: schnell raus aus Papier und rein in Sachwerte. Gezwungenermaßen somit alles innerhalb kürzester Zeit abgehoben. Es kam nie eine Nachfrage ..... auch nicht von meinem Finanzamt, warum denn nach vielen Jahren mit hohen Dividendeneinkünften in der Steuererklärung plötzlich bei Kapitaleinkünften überall eine Null steht. Wobei ... man ruhig hätte fragen können .... ist ja mein Problem, wenn ich meine legal verdiente Kohle auf einen Schlag abhebe.
    Ich glaub wirklich, manche machen sich zuviele Sorgen.


    Ach ja, out of topic, hier ist er Jammerträd .... heul, schon wieder ein paar Cents gestiegen, die Zeit des billigen Einkaufs wird bald vorbei sein .......

    Stimmt das wirklich mit den 30 Jahren Speicherfrist????
    Dann sollte man wirklich einen Plan haben, wohin all die Edelmetalle gewandert sind, die man in dieser Zeit eingekauft hat .... vor allem, wenn man nach dem Derivateknall mit den Unzen plötzlich schweinereich ist und der Abgabebescheid zur Vermögenssteuer ins Haus flattert.
    Sind solche Sorgen übertrieben oder habt Ihr da tatsächlich einen Plan????


    Ich denke: auch die schlimmste Bürokratie verfügt nicht über die Personalresourcen, um alle Kontobewegungen auszuwerten, alle Bürger zu bespitzeln und alle Verdächtigen einzusperren (da müßte man mehr in Justizanstalten als in sozialen Wohnungsbau investieren), von daher: keep cool