Beiträge von Ersatzkasse

    denn bei mir spielt sich ja alles nur mehr im Kopf ab...


    Was sich so alles im Kopf abspielt. :D Is ja auch noch nich verboten. :D


    Sicher hast du schon einmal Gorleben live erlebt? Es ist schon" total", wenn die Polizei seit Jahren so brutal gegen Bürger vorgeht. Ganz ohne Verfassung, den Deutschland hat keine Verfassung. Über deine Verfassung darfst du , (noch immer nicht), abstimmen :?: Ist aber dein Grundrecht, aus dem Grundgesetz [smilie_love] Der Film über die deutsche Demokratie und die vom Bürger gewählte Verfassung, ist in der Geschichte aller Demokratien einmalig. :pinch:

    nachdem auch die meisten guten Schreiber weg sind, hier irgendwo noch in die Wüste hineinzupredigen.


    ist so die Frage aller Fragen, was ist gut :hae:


    Ob sich das Fehlen der gewohnten und ehemaligen Boardschreiber negativ oder positiv auf eine realistische Meinungsbildung hier im Board auswirkt, wird sich erst noch zeigen. Mit einer extrem ausgeprägten Lebenseinstellung kann man auch extrem viel Geld versenken. Solche diversen Fehlinvestitionen wünsche ich keinem Boardler und wollen wir doch in diesem Board auch vermeiden.


    Eine Laufzeit in diesem Thread vorzugeben, finde ich nicht angemessen. Jede Zeit unserer Geschichte benötigte auch Zeit. Auch im Informationszeitalter nutzen alle "Gedankeneinrichtungen" den schnellen Informationsaustausch. Daraus ein schnelleres Umdenken der Bevölkerung abzuleiten, halte ich für nicht angebracht. "Gut Ding, will Weile haben" ;)


    Für die Saison 2009, an der Ostseeküste in Vorpommern, liegen mir zurzeit nur positive Zahlen vor ( fest gebucht und angezahlt). Die Tourismuswirtschaft in Vorpommern kann, auf Basis dieser Daten, eine sehr gute Saison 2009 erwarten.



    P.S. Ich beanstande im Board: X(
    Wenn ein neuer Thread im Bord aufgemacht wird und dieser Thread bereits "freundliche"-Beiträge eines Mods enthält, so sollte dieses Thread im Board auch so (und da !) bestehen bleiben. Da kann man auch mal über den Schatten, oder über die Krawatte springen :]

    Leider habe ich große Zweifel, ob die Beamtenhorden in den Regierungsstellen dies ähnlich sehen, denn diese werden in erster Linie versuchen, ihre Pfründe zu retten; ein grundlegender Systemumbau hin zur Wertschöfung würde ja in erster Linie den überbordenden Bürokratismus und die Flut sinnloser Gesetze und Verordnungen überflüssig machen, und somit auch die damit Zusammenhängenden Heerscharen von Verwaltungsangestellten, Beratern, Juristen etc.


    Ich warte schon auf den Tag, an dem nur noch Beamte und öffentlich Bedienstete Steuern zahlen müssen und können :D

    (weil die Leistungsträger schlicht die Schnauze voll haben und ihrerseits die Motivation zur Leistung gezwungener Maßen verloren haben)


    Ich habe auch einen meiner Betriebe an den Nagel gehängt, weil ich keine Lust auf immer neue Vorschriften und immer mehr Verantwortung hatte. Ich lebe nun an der Ostseeküste in Vorpommern. War eine super Idee unserer :love: Familie.

    richtig geschlussfolgert. Und dazu, denke ich, wird ein neues Feindbild geschaffen werden. Wie das aussehen mag, wage ich jetzt nicht zu beschreiben. Wäre wohl Spekulation und nicht wirklich glaubhaft zu beweisen. Man muss einfach sehen, was die Zukunft bringt. Diese wird meiner Meinung nach aber bestimmt nicht weniger turbolent, als die Gegenwart schon ist.


    Gruß EN.KI


    Solche Zeilen bei der Einschulung, mit der Zuckertüte in der Hand :D :D :D

    Ich möchte mal in diesem Thread festhalten, dass alle Überlegungen in Richtung "Auswandern" welche hier nun in diversen Threads abgehandelt werden, als "geistige Auswanderungen" betrachtet werden sollten. Auffallend fehlt diesen Überlegungen immer eine wirtschaftliche Grundlage. Meine Minimalforderung ist schon der Kartoffelacker, welcher noch mit dem Fahrrad erreichbar ist ;)

    ich möchte mich kurz vorstellen. Bin seit über zwei Jahren stiller Mitleser und begeistert über die Informationsflut hier im Forum. Ich beschäftige mich außer EM's sehr stark mit Themen der globalen Politik und Wirtschaft und hoffe, dass ich dieses Forum etwas bereichern kann


    Du mich auch :D

    Die FAZ schreibt:


    Kaum eine amerikanische Zeitung, die im Augenblick den brillanten Taleb, dessen Buch „Der schwarze Schwan“ bei Hanser gerade in Deutsch erschienen ist, nicht um Auskunft bittet. Seine Theorie über „die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“ ist zum Handbuch einer Gesellschaft geworden, die gerade die Zerstörung ihrer Lebenssicherheit erlebt. Weil man nur weiße Schwäne kannte, konnten sich die europäischen Gesellschaften schwarze Schwäne nicht vorstellen, bis sie eines Tages in Australien entdeckt wurden. Taleb ist es, der, weil diese Unfähigkeit in den Finanzmärkten zum logischen Gesetz wurde, mit dem Satz zitiert wird, die Herausforderung, vor der die amerikanische Gesellschaft stehe, sei nicht die der „Great Depression“, sie trete angesichts der Verarmung der amerikanischen Mittelschichten womöglich in die schwierigste Phase seit der amerikanischen Revolution ein.


    Die Sicherheit vor der Schlachtung


    Wahrscheinlich würde man dem Mann nicht so genau zuhören, wenn er nicht bewiesen hätte, dass seine Theorie des Unwahrscheinlichen zu validen Risiko-Erkenntnissen führt. Er hatte den Zusammenbruch von Fannie Mae („sie sitzen auf Dynamit“) vorausgesagt und vor dem Crash erklärt: „Die Globalisierung schafft nichts anderes als eine ineinander greifende Verwundbarkeit, bei gleichzeitiger Reduktion der Volatilität, was den Anschein von Stabilität gibt. In anderen Worten: Sie schafft verheerende schwarze Schwäne. Wir haben niemals zuvor unter der Drohung eines globalen Kollapses gelebt. Die Ökologie schwillt ins Gigantische, wenn eine zusammenbricht, brechen alle zusammen. Es stimmt, wir haben heute seltener Systemversagen. Aber wenn es geschehen wird. . . Ich zittere bei dem Gedanken.“ Geschrieben wurde das im Jahre 2003.


    Talebs dreihundertsechzigseitige Intervention ist deshalb so interessant, weil sie zeigt, wie riesige Finanzökologien in ihrem System genau das gleiche anrichten, was der Mensch in seinem ökologischen Lebenssystem anrichtet. Dieser bereits von Jared Diamond erkannte Zusammenhang rechnet nicht mit langsamen, gleichsam evolutionären Krisenprozessen, sondern geht davon aus, dass Krisen schnell, plötzlich und unerwartet eintreten. Die Systeme, die wir aufgebaut haben, funktionieren aber nicht, weil sie vor diesen Krisen schützen, sondern sie funktionieren nur, solange diese Krisen nicht eintreten. Der Truthahn, der täglich so freundlich gefüttert wurde und darin jedesmal einen weiteren Beweis für die Funktionstüchtigkeit des Systems fand, fühlte sich am Tag vor seiner Schlachtung am sichersten.

    30.10.2008 16:12 Uhr


    Trügerische Ruhe bei Visa
    Experten befürchten eine zweite Welle der Kreditkrise: Denn immer mehr US-Bürger können ihre Kreditkartenschulden nicht bezahlen. Der weltgrößte Kreditkartenanbieter Visa ist offenbar immun dagegen.


    Visa hat im vierten Quartal die Erwartungen der Wall Street übertroffen. Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um knapp 17 Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar zu. Zwar rutschte der weltgrößte Kreditkartenkonzern durch einen Milliardenvergleich mit dem Konkurrenten Discover in die roten Zahlen. Doch ohne die Sonderbelastung und andere Einmaleffekte erzielte der Konzern im vierten Geschäftsquartal dank höherer Zahlungen mit Visa-Karten einen Gewinn von 448 Millionen Dollar – mehr als doppelt so viel im Vergleich zum Vorjahr.


    Visa und Mastercard fein raus?
    Dabei gelten enorme Kreditkartenrückstände in den USA eigentlich als das nächste große Risiko für die Finanzmärkte nach den Hausdarlehen, die der Auslöser der weltweiten Kreditkrise waren.


    Doch Visa und auch der zweitgrößte Anbieter Mastercard leiden bisher weniger darunter, da sie an den Abwicklungsgebühren verdienen und die Kredite nicht selbst vergeben. Die Darlehen werden von den Banken gewährt, die Karten der beiden Anbieter ausgeben.


    Amex steht schlechter da
    Ganz anders sieht es beim Konkurrenten American Express aus: Amex trägt das Risiko selbst. Durch immer mehr unbezahlte Kreditkartenschulden fiel der Überschuss zuletzt um fast ein Viertel auf 815 Millionen Dollar (umgerechnet 612 Millionen Euro). Seine Gewinnprognose für dieses Jahr hatte Amex schon vor Monaten kassiert.


    Allerdings bekommt auch Visa die Finanzkrise indirekt zu spüren: Wegen der daraus resultierenden Wirtschaftsflaute besonders in den USA sei bis 2010 nur noch mit einem Umsatzplus am unteren Ende der bisherigen Erwartungen zu rechnen, warnte Visa.

    Kreditkartenschulden


    Amerikaner konsumieren auf Pump – ihre immensen Kreditkartenschulden bedrohen das ohnehin angeschlagene Finanzsystem.


    Von Henrik Mortsiefer
    19.10.2008 0:00 Uhr



    Berlin - Den Finanzmärkten stehen weitere Erschütterungen bevor. Nachdem US-Ramschhypotheken Banken und Börsen weltweit in den Abgrund gerissen haben, rollt nach Meinung von Experten nun eine zweite Welle auf die Institute zu: geplatzte Forderungen aus Kreditkartenverträgen. Das Ausfallrisiko könnte eine ähnliche Dimension wie im Fall der Immobilienkredite haben. Die Ratingagentur Moody’s schätzt das Volumen der Wertpapiere, die auf Forderungen aus US-Kreditkarten basieren, auf insgesamt 450 Milliarden Dollar.


    „Hier hat sich in den vergangenen zehn Jahren eine enorme Bedrohung aufgebaut“, warnt der Bochumer Finanzwissenschaftler Stephan Paul. „Das Risiko ist erheblich.“ Gefährlich könnte es werden, wenn die US-Wirtschaft wegen der Finanzkrise in den kommenden Monaten in eine tiefe Rezession rutscht. „Dann werden noch viel mehr verschuldete US-Verbraucher große finanzielle Probleme bekommen“, sagt Bankenanalyst Konrad Becker von Merck Fink. Stagnierende Realeinkommen und steigende Arbeitslosigkeit würden die Privatinsolvenzen in die Höhe treiben. Viele Amerikaner, die in der Vergangenheit auf Pump konsumiert und ihre Kreditkarten belastet hätten, seien dann nicht mehr in der Lage, ihre Schulden zurückzuzahlen. Mit fatalen Folgen für das ohnehin schon geschwächte Finanzsystem.


    Denn die Kreditkartenfirmen und die meisten US-Banken haben – nach dem Muster der Immobilienfinanzierer – ihre Forderungen aus Kreditkarten und Verbraucherdarlehen gebündelt und weiterverkauft. Wie bei den Ramschhypotheken wurden dabei Risiken gemischt und in komplizierte und intransparente Wertpapiere umgewandelt. Versehen mit dem Gütesiegel der Ratingagenturen wurden so aus Kreditforderungen handelbare Anlageprodukte, die hohe Renditen versprachen. In einem Umfang, den Experten für bedrohlich halten. Denn die Erfahrung aus der Finanzkrise lehrt, dass die in sogenannten forderungsbesicherten Wertpapieren (ABS) versteckten Risiken zwar aus den Bilanzen einiger Finanzinstitute verschwinden, nicht aber aus dem Finanzsystem insgesamt. Platzen die den Papieren zugrunde liegenden Kredite massenhaft, kann eine gefährliche Kettenreaktion ausgelöst werden.


    „Konsumfinanzierung per Kredit spielt in den USA eine große Rolle“, sagt Michael Schubert, Abteilungsleiter Research bei der Landesbank Berlin. Shoppen auf Kredit ist in den USA keine Ausnahme, sondern die Regel. Die Sparquote lag nach Angaben von HSBC Trinkaus &Burkhardt in den USA im Durchschnitt der letzten drei Jahre nur bei 0,4 Prozent. In Deutschland beträgt sie rund zehn Prozent. Dem „Wall Street Journal“ zufolge gehen in einem durchschnittlichen US-Haushalt von jedem verdienten Dollar 15 Cent fürs Abzahlen von Autokrediten, Hypotheken, Kreditkarten und anderen Schulden drauf, in Kalifornien sogar 19 Cent. Denn US-Kreditkarten funktionieren anders als das in Deutschland genutzte Plastikgeld. Die per Karte gezahlten Beträge werden nicht – innerhalb eines festen Verfügungsrahmens – monatlich abgebucht, sondern sammeln sich über längere Zeit wie ein laufender Kredit an. „Ähnlich wie beim Dispokredit entsteht so ein wachsender Schuldensaldo“, erklärt Finanzexperte Paul. Statt in schlechten Zeiten zu sparen, hätten viele Amerikaner in den vergangenen Monaten erst recht Geld auf Pump ausgegeben, um Zahlungsengpässe zu überbrücken. „Die Auslastung der US-Kreditkarten ist zuletzt noch einmal deutlich gestiegen“, sagt Paul. Eine tickende Zeitbombe.


    Überschulden sich viele US-Haushalte und platzen die Kreditkartendarlehen in großer Zahl, seien die Ratingagenturen zu einem „Downgrade“, also Herunterstufen der entsprechenden ABS-Papiere gezwungen. Das Finanzsystem stünde vor einer weiteren Kernschmelze. Wie bei den Immobilienkrediten entstünde ein riesiger Wertberichtigungsbedarf bei allen Finanzinstituten und Investoren, die solche Papiere in ihren Büchern stehen haben. Einige Pakete sind zwar schon zusammen mit den Immobilienkrediten abgeschrieben worden. „Das größte steht aber noch aus“, befürchtet Paul. Schwacher Trost: Deutsche Banken haben nach Einschätzung von Branchenkennern auf dem Markt für verbriefte US-Kreditkartenschulden nur am Rande mitgemischt.



    http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/Fi…;art271,2639682


    Erschienen im gedruckten Tagesspiegel vom 19.10.2008