Hallo Herr Reymann,
immerhin hat es der von Ihnen verlinkte recht schwache Artikel der wiwo heute auf Platz eins geschafft unter der Rubrik "Meistgelesen".
Es besteht also doch ein gewisses Interesse in der Bevölkerung, zumindest unter denen, die sich für Wirtschaft und Börse interessieren.
Der viel bessere Artikel im Focus gestern macht noch mehr Mut. Ich habe mir sogar mal die Kommentare der Leser durchgelesen. Die meisten haben schon resigniert und das in New York gelagerte Gold abgeschrieben. Andere haben leider kaum Wissen. Da wird behauptet, es würde sich um Goldbestände aus der Vorkriegszeit handeln...
Eine Frage geht mir aber schon länger durch den Kopf. Wie kam es zu der Lagerung des Goldes in den 1950 und 60er Jahren? Die BRD hat ja nicht als Staat Waren in die USA exportiert -das hat vielleicht die DDR- sondern es waren Unternehmer, die ihre Produkte in den USA verkauften. Wenn ich etwas in den USA verkaufe, dann erwarte ich, einen Zahlungseingang auf mein Konto hier in Deutschland, oder wenn ich sehr oft dort agiere, auf ein eigens eröffnetes Konto bei einer US-amerikanischen Bank, am liebsten JP Morgan. (kleiner Scherz)
Wie hat das stattgefunden, irgendwie muss der deutsche Unternehmer ja letztendlich an Dollar und DM gekommen sein und nicht an Goldbarren?
Man könnte auch fragen, warum haben die Amerikaner mit Gold bezahlt und nicht mit Dollar?
Ich kann mir das nur so vorstellen. Der deutsche Unternehmer hat tatsächlich Dollars erhalten, die Banken haben diese bei der Bundesbank gegen DM getauscht und die Buba hat für diese Dollar bei der FED Gold erworben und gleich dort gelagert. Die Gründe (Kalter Krieg, angeblich höhere Lagerungskosten in Deutschland, Logistikprobleme) sollen dabei nicht weiter diskutiert werden.
Es ist aber nur eine Vermutung, ich würde es gern genau wissen. Wenn mich mal jemand im Detail fragt, möchte ich auf diese Frage gern korrekt antworten.
@ all
Bitte klärt mich auf!