Beiträge von Spengler

    Stimme ich auch zu. Die aufgelaufenen Buchgewinne der falschen Marktteilnehmer mussten zerstört werden. man hat von höchster Stelle zudem ein astreines Verkaufssignal bekommen, so dass viele Marktteilnehmer, die vorher noch bullisch waren, nun shorten.

    Über den 45 Dollar-Einbruch beim Gold am Mittwoch innert einer Minute berichtet heute sogar die wiwo. Der Autor Frank Doll, nicht zu verwechseln mit Frank Meyer, hat sich schon seit geraumer Zeit mit sehr guten Beiträgen zum Thema Edelmetalle und kritischen Artikeln zum Fiat-Geldsystem von seinen Kollegen positiv unterschieden. Mit dem anderen Frank, haben wir nun schon zwei sehr gute "Mainstream"-Journalisten, denen man eine gewisse Edelmetallaffinität nicht absprechen kann, ums mal vorsichtig auszudrücken. [smilie_love]


    Solche Ereignisse wie letzten Mittwoch sollen ( wenn auch nur kurzfristig) goldpositiv gestimmte Händler (Kleinspekulanten-Hedgefonds) abschrecken. Das ist mein volle Überzeugung.
    Nach der Handelsaussetzung erholte sich der Preis zwar wieder, aber das vorherige Hoch wurde auch nicht mehr erreicht. Im Gegenteil, der Preis fiel heute schon wieder auf 1220 Dollar zurück. Einige Händler, die beim Flashcrash ihre Positionen verloren haben, werden sich zweimal überlegen, ob sie hier weiter wetten sollen. Es ist so, als würde jemand mit ganz tiefen Taschen den Markteilnehmer sagen, 1250 - das könnt ihr euch so etwas von abschminken. Wir können jede Erholung im Handumdrehen killen, wir haben die Macht, wir haben immer Geld, um nicht profitorientiert jederzeit den Markt in unsere Richtung zu lenken.
    http://www.wiwo.de/finanzen/ge…r-als-aktien/9282226.html

    Hallo Herr Reymann,
    immerhin hat es der von Ihnen verlinkte recht schwache Artikel der wiwo heute auf Platz eins geschafft unter der Rubrik "Meistgelesen".
    Es besteht also doch ein gewisses Interesse in der Bevölkerung, zumindest unter denen, die sich für Wirtschaft und Börse interessieren.
    Der viel bessere Artikel im Focus gestern macht noch mehr Mut. Ich habe mir sogar mal die Kommentare der Leser durchgelesen. Die meisten haben schon resigniert und das in New York gelagerte Gold abgeschrieben. Andere haben leider kaum Wissen. Da wird behauptet, es würde sich um Goldbestände aus der Vorkriegszeit handeln...


    Eine Frage geht mir aber schon länger durch den Kopf. Wie kam es zu der Lagerung des Goldes in den 1950 und 60er Jahren? Die BRD hat ja nicht als Staat Waren in die USA exportiert -das hat vielleicht die DDR- sondern es waren Unternehmer, die ihre Produkte in den USA verkauften. Wenn ich etwas in den USA verkaufe, dann erwarte ich, einen Zahlungseingang auf mein Konto hier in Deutschland, oder wenn ich sehr oft dort agiere, auf ein eigens eröffnetes Konto bei einer US-amerikanischen Bank, am liebsten JP Morgan. (kleiner Scherz)
    Wie hat das stattgefunden, irgendwie muss der deutsche Unternehmer ja letztendlich an Dollar und DM gekommen sein und nicht an Goldbarren?
    Man könnte auch fragen, warum haben die Amerikaner mit Gold bezahlt und nicht mit Dollar?


    Ich kann mir das nur so vorstellen. Der deutsche Unternehmer hat tatsächlich Dollars erhalten, die Banken haben diese bei der Bundesbank gegen DM getauscht und die Buba hat für diese Dollar bei der FED Gold erworben und gleich dort gelagert. Die Gründe (Kalter Krieg, angeblich höhere Lagerungskosten in Deutschland, Logistikprobleme) sollen dabei nicht weiter diskutiert werden.


    Es ist aber nur eine Vermutung, ich würde es gern genau wissen. Wenn mich mal jemand im Detail fragt, möchte ich auf diese Frage gern korrekt antworten.
    @ all
    Bitte klärt mich auf!

    Hallo erst einmal,
    ganz so einfach ist das nicht mit den Förderkosten. Die Erzgehalte variieren genauso wie die Kosten in den jeweiligen Regionen (Energie, Arbeitskräfte...). Es wird also sehr unterschiedliche Förderkosten geben. Ich vermute auch, dass die Minenbetreiber auch übertreiben. 1200$ ist wohl nicht die absolute Grenze, außer von einigen unrentablen Minen. Klappern gehört zum Handwerk. Ich freue mich aber immer, wenn ich Nachrichten höre, dass es wieder irgendwo einen Streik gibt, infolgedessen die Kosten steigen, genauso verschärfte Umweltauflagen, höhere Pacht... usw.Das ist langfristig alles positiv für den POG.

    Zitat


    Das Schlimme ist ja, dass man sich dagegen nicht wehren kann ... :boese:


    Doch kann man. Sich bockig in die Ecke stellen und nicht mitspielen. Da hatten wohl die falschen Marktteilnehmer seit Jahresbeginn zu hohe Buchgewinne in Papiergold angehäuft, die mussten ausgestoppt werden.

    Schade, dass wegen dem Disput der hervorragende Beitrag von tclaw etwas untergeht. Das ist meine erste persönliche Ansicht und die zweite ist, dass ich es ebenfalls sehr schade finde, dass woernie hier wohl nicht mehr schreiben wird. Der Thread ist damit tot.
    Und weil ich es nicht lassen kann...
    Maple Leaf Solche Nachtreter wie du sind doch wirklich der letzte Dreck. Schäm dich du Flasche!

    Zitat


    Angebot und Nachfrage regelt doch bekanntlich den Preis. Und momentan ist die Nachfrage sehr gering und das Angebot groß.
    Der Preis wird weiter fallen, da Gold und Silber keine Gewinne erwirtschaftet, keine Dividenden und keine Zinsen zahlt.
    sorry - all EM out


    Nach deiner Logik hätten Gold und Silber noch nie im Preis steigen dürfen, denn sie sind Rohstoffe und keine Aktiengesellschaften, die Gewinne erwirtschaften und Dividenden auszahlen. Zinsen bringen die EM auch nicht, außer einigen wenigen depperten Zentralbanken, die tatsächlich EM gegen Minizins verliehen haben.
    Kann es sein, dass du überhaupt nicht physisch engagiert warst, sondern nur mit Zettelgold hantiert hast?

    Es ging mir darum zu zeigen, wie hochvolatil diese Kryptowährung ist im Vergleich zu Gold. Man könnte auch sagen, wir (Goldbesitzer) jammern auf hohem Niveau aber dafür deutlich länger. [smilie_happy]
    Der Bitcoin war vielleicht anfangs eine gute Idee, aber die durch Gier und Panik erzeugten Extrema haben ihn für mich uninteressant gemacht. Außerdem habe ich ihn erst bei ca. 15 Dollar entdeckt, da waren schon die ersten 10000% Preissteigerung gelaufen. Die Verteilung war also von Anfang an UNFAIR. Habe heute mal etwas Zeit gehabt und in einem Bitcoin-Forum gestöbert. Haufenweise Opfer tummeln sich da, manche träumen immer noch von 100.000Dollar/Bitcoin. Die werden alle noch rasiert, wie einst die Generation davor am Neuen Markt. Da hat auch keiner glauben wollen, dass nach einem Halbierung ausgehend von 9600 Punkten das Ding sich quasi auflöst. Schluss war erst bei 95% Verlust vom Hoch.


    Spezialcomputer für 20000 Euro, um Bitcoins zu fördern oder die verklärenden Begriffsanalogien, also von "Mining und Coins" zu sprechen, als wären es Edelmetalle, ist doch absurd. Am besten finde ich aber:" Bitcoins sind Gold, Litecoins sind Silber..." [smilie_happy]


    Wenn man bedenkt, dass ein Rohstoff wie Silber, dessen industrieller Nutzen nun wirklich nicht infrage gestellt werden kann, so abstürzen kann, dann muss man für die Kryptos das Schlimmste befürchten. In zwei Jahren wieder bei 10 Dollar und noch schlimmer kein allgemeines Interesse mehr daran außer einer eingefleischten Anhängerschaft.

    Wen's tröstet:
    Gold hat von seinem Hoch im September 2012 bei ca. 1360 Euro/Unze mittlerweile 34% abgegeben. BitCoins innerhalb eines Monats fast 60%.


    Goldbesitzer sitzen am warmen Kaminofen und streicheln den ein oder anderen nicht eingemotteten Handschmeichler wie Libertad oder Buffalo und ergötzen sich am Farbenspiel zwischen Goldunzen und den Flammen des Kaminfeuers. [smilie_love]


    Was machen Bitcoinbesitzer?

    Wenn man genug Geld verdient, um was zu sparen, dann einfach weiter zukaufen. Die physische Knappheit der EM wird die Baisse spätestens beenden, wenn es nicht schon vorher von allein, also am Papiergoldmarkt gelingt. In Deutschland, wie auch in den meisten Ländern Europas, hat Gold (und erst recht die anderen EM) keinen großen Stellenwert. Schon in der Türkei sieht es ganz anders aus. Im Orient sowieso und von Indien brauche ich nicht erzählen. Dann noch die Goldaffinität der Chinesen...
    Ich mach mir langfristig keine Sorgen um die Edelmetalle. Würde Gold zu billig, dann sehen wir, wie neureiche Chinesen in ihre Villen die Treppen mit Gold bauen statt Marmor. Und dann sind wir schnell bei dem Würfel mit 22,23,24 oder 25 Meter Seitenlänge.

    Habe ich so auch noch nicht in den MSM gesehen.
    http://www.wiwo.de/politik/eur…auf-ihr-geld/9178850.html



    Sehr schön auch eine "Leserbrief":

    Meine Fresse, nun hauen die das zarte Pflänzchen an einem Montag kaputt. Kaum noch Gegenwehr. 1180 Dollar war das intraday Tief und 1200 Dollar war das Tief auf Schlusskursbasis in diesem Sommer.
    Morgen dürfte es zum Showdown kommen.


    Nach einem Tief von 1211 Dollar heute dieses traumhafte Reversal. Das sollte doch jetzt das zweite (höhere) Tief gewesen und damit der Boden sein. [smilie_blume]

    Bei der physischen Ware wird nix groß billiger, jedenfalls entspricht das in keiner Weise dem Kursrückgang. :hae:
    Ich hatte die ganze Zeit nachmittags die Vergleichskurse beobachtet, weil ich Au einkaufen wollte - kann das sein, dass die Händler bei sinkendem Preis einfach die Aufschläge erhöhen?
    Konkret hatte Geiger auf einmal bei sinkendem Goldpreis den Preis für den 100 g Barren mal locker um 20 Euro erhöht und die Preise für das Zeugs bei der ESG ist auf einmal auch teurer als vorher, wo der Spot noch höher stand. :wacko: Ist mir jedenfalls früher nicht aufgefallen...


    Das ist doch was wir wollen. Abkopplung des physischen Marktes (händlerpreise) vom Papiergoldmarkt. 2008 gab's Material auch nur gegen riesige Aufschläge zu kaufen.


    Ich frage mich gerade, ob Chinesen ihr physisches Material verhökern und stattdessen in Bitcoins und Ableger investieren. :hae:

    War das heute der Beginn der Doppelbodenbildung? Man wird ja noch hoffen dürfen ...


    Irgendwann muss es ja mal passieren. Bezeichnend auch, dass die US-Aktienmärkte ihre ambitionierten Tagesgewinne nicht mehr halten konnten, deshalb auch der lange Docht im Dax-Future, der zu allem Überfluß heute morgen auch noch mit einem Gap-up die neue Woche eröffnete. So ein Gap im Future auf Wochenbasis ist für Profis eigentlich untragbar. Außerdem ist der der sehr tief stehende V-Dax heute nicht mehr gefallen. Die Banken werden also schon vorsichtig. Technisch sind die Aktien mit ihren Divergenzen schon lange reif für einen Rutsch. Wird der heftig, kommt Liquidität in den Goldmarkt und die Shorts im Gold kriegen die Panik und decken ein. Der besonnene SMI hat auch kein neues Hoch mehr gemacht. Und warum hat Gold nach dem Durchbrechen der 1250$ nicht den Todesstoß erhalten? Es mangelt also nicht an Indizien, dass sich an der verfestigten Story Aktien rauf/ EM runter etwas grundlegend ändern wird.
    Sollten morgen die 1250 wieder genommen werden, könnte ein Rallye starten.
    Kann man nur hoffen, dass kein Fed/GS-Vertreter zwischendurch das Maul aufreißt.