Beiträge von Spengler

    sag das mal denen, die bei 1900 Dollar und mehr eingestiegen sind...für die ist ein Fall von 1900 Dollar auf 1600 Dollar ein Crash.


    ...du hörst dich ja an wie der olle Tenhagen. Der pickt sich auch immer das Hoch von 1980 raus. Aber am Top haben hier die wenigsten gekauft und wenn doch werden sie die Posi (falls Papiergold) sicher schon beim ersten Auswascher im September geschmissen haben. Frag doch mal die, die am Jahresanfang eingestiegen sind, oder vor 2 Jahren, oder vor 3 Jahren, oder vor 4 Jahren...oder vor 11 Jahren. Merkst du was?

    Für die Amis ist ein starker Dollar schlecht also wüsste ich nicht, warum die den Euro angreifen sollten.


    Über diese weit verbreitete Plattitüde solltest du mal ganz in Ruhe nachdenken. Es mag sein, dass eine sehr starke Währung irgendwann mal Probleme beim Export bringen kann, aber die Vorteile eines starken Dollars überwiegen ganz klar. Bedenke dabei, die USA importieren deutlich mehr als sie exportieren. Mit einem starken Dollar lässt es sich besser auf dem Weltmarkt shoppen, oder eine starke Währung verringert die Gefahr der importierten Inflation. Mittelständische Unternehmen in Europa, besonders in Deutschland, werden sehr gern von Amerikanischen Konzernen oder Kapitalmarktheuschrecken aufgekauft. Auch hier hilft ein starker Dollar.

    Eine weitere Gemeinheit steckt in den Produkten der Finanzindustrie.
    - Knock out Zertifikate können, zu eng gewählt, den Totalverlust bringen, gemeinerweise werden deren Hebel aber auch automatisch kleiner wenn man richtig liegt.
    - Plain Vanilla Optionscheine, wo der Gewinn schrumpfen kann, weil die implizite Volatilität gleichzeitig fällt, seien hier mal nur am Rande erwähnt. Außerdem das Gebahren mancher Emis. Damit meine ich nicht nur die sprunghafte Anhebung von Geld/Brief-Spannen. Ich hatte dieses Jahr schon einen Put auf Gold im Depot der vom Emis mit 0,1 Euro im Geld gestellt wurde, während mehrere andere Emis vergleichbare Puts ( minimal varierende Restlaufzeit, identischer Basispreis, identisches Bezugsverhältnis) mit durchschnittlich 0,35 Euro stellten.


    Es reicht nicht was von Charts zu verstehen, man muss auch noch das richtige Anlagevehikel nutzen.

    Natürlich funktioniert Charttechnik und zwar in allen Zeitebenen. Investmentbanken und Fonds handeln im Tagesgeschäft computergesteuert und diese Computer nutzen spezielle Software für Charttechnik. Wenn alle nur nach Fundamentalanalyse handeln würden, dann gäbe es an den Börsen 99% weniger Umsatz. Schliesslich verkauft man eine gerade erworbene BMW-Aktie aus fundamentalen Gesichtspunkten nicht nach 5 Minuten wieder. Wenn es eine von der FED bekanntgegebene Zinsänderung gibt, dann interessiert nicht in erster Linie, ob es eine Erhöhung oder Senkung ist, auch nicht die Höhe der Änderung, sondern wie der Markt darauf reagiert, also fallen die Kurse oder steigen sie.


    Trendkanäle und komplexere Formationen können nur entstehen, weil Händler die Charttechnik nutzen. Man kann dies nutzen, in dem man für eine gewisse Zeit wie die Masse mit dem Trend mitgeht. Man kann aber auch geduldig warten, bis der Trend sich erschöpft und der Preis mittlerweile in fundamental nicht zu rechtfertigende Regionen gestiegen oder gefallen ist. Herrscht dann noch Euphorie oder panische Angst kann man antizyklisch gegen den Trend spekulieren. Hier kann man also mehrere Quellen kombinieren. Nichtsdestotrotz gibts auch Chartis, die alles außer den Preis ausblenden und damit prächtig verdienen. Das sind in der Regel keine Aboanbieter, sie haben es nicht nötig ihr Know How zu verkaufen. Die bleiben lieber anonym.
    Die Kunden, wie unser Professor, die nichts mit Charttechnik verdienen, springen zu spät auf einen Trend auf und verlassen ihn zu früh oder verkennen gar den Trendbruch. Ebenso sein Geld versemmeln kann man, wenn man zu früh und immer wieder antizyklisch agiert und schlauer als der Markt sein will. Das Problem ist, das die meisten einfach zu viel handeln, anstatt diszipliniert auf die wirklich günstigen Einstiegsmomente zu warten. Ich bin jetzt seit 12 Jahren dabei und weiss wovon ich spreche, habe genug Talsohlen durchlaufen und Gipfel erklommen.


    5-12 Trades pro Jahr mit ordentlichem Kapitaleinsatz bringen mehr als dieses ständige Dabeiseinmüssen mit lächerlichen 3%-5% des Kapitals.

    Ich glaube Gold und Silber werden heute noch im minus schliessen. Denn zu der konzertierten Aktion dürfte auch der Verleih/Verkauf von EM zählen, wenn auch nicht offiziell.
    aktuell Gold 1743 Dollar, Silber 32,39 Dollar, also nur rund 1,5% plus.

    Mit der überfälligen Herabstufung von Belgien sollten wir uns endgültig von der vertrauten PIIGS bzw. PIGS (ohne Irland) Abkürzung trennen. Ich finde BIGFIPS recht schön, es steht für Belgien, Italien, Griechenland, Frankreich, Irland, Portugal und Spanien.
    Wenn man der "Grande Nation" den Vortritt lassen will, wäre FIBSPIG noch eine Alternative.
    Aber vielleicht könnt ihr es auch noch besser?

    Hallo Pandadler,
    würdest Du dich selbst als erfolgreichen Investor bezeichnen? Hast Du in den letzten 10 Jahren größere Mengen Gold und/oder Silber angehäuft und Buchgewinne von mehreren Hundert Prozent aufzuweisen? Oder hast Du die Aktienhaussen bis zu ihren Tops 2000, 2008 und heuer im Frühjahr 2011 mitgenommen. Oder warst Du so schlau und hast nach den Tops mit Shortselling Gewinne gemacht. Du kommst hier ziemlich penetrant rüber, wird mal Zeit, dass Du mal nachweist, was für ein Könner du bist. Oder liegt Deine Kohle etwa seit 10 Jahren auf 'nem Tagesgeldkonto, weil Du auf den Deflationscrash wartest?
    Könntest auch noch ein paar Worte zu Deinem Dasein als Profiradsportler verlieren, mir kommt es komisch vor, dass Du soviel Zeit für das Forum hast.

    Man liest ja immer wieder, das aufgeschreckte oder ob der zu erwartenden niedrigen Erträge vergnatzte Mitbürger ihre LV's kündigen.
    Mal eine Frage als Laie: Ist das nicht super für die Versicherung? Soweit ich weiss, erleidet der Kunde bei Kündigung doch enorme Verluste, oder nicht? ?)

    in meinem Chartprogramm:
    Ich nutze tradesignal-online. Da kann ich mir in jeder Zeitebene das Volumen ansehen. Heute werden wir wahrscheinlich nicht mehr das Voilumen von Fritag erreichen, welches schon schwächer war als am Donnerstag. Insgesamt ist der Umsatz dieser Tage aber noch leicht überdurchschnittlich.
    Soll auf gar keinen Fall Werbung sein, da der Softwareanbieter einen lausigen Datenlieferanten hat. Edelmetallcharts in Euro sind sogar nahezu unbrauchbar.

    @ Brandner Kasper
    Mir fällt auf, dass die Systemmedien in den letzen zwei Wochen deutlich kritischer geworden sind. Vorreiter waren die Foristen, die nahezu jeden systemverblendeten Artikel zerlegt haben und sich über die Autoren sogar lustig machten.
    Gleichzetig ist mir aufgefallen, dass die Oppositionsparteien momentan ziemlich still geworden sind. Noch vor einigen Wochen haben sie (SPD und Grüne) jeden Regierungsfurz bitterböse kommentiert und wollten schon unisono Neuwahlen ausrufen. Liegt es daran, dass keine Wahlen anstehen? Irgendwie seltsam, oder täusche ich mich in meiner Wahrnehmung?


    zum Goldpreis:
    bisschen wenig Volumen für den heutigen Anstieg, aber man findet ja immer ein Haar in der Suppe :hae:

    kaisaar
    1.hast du dir schon mal überlegt, oib der Bieter hier vielleicht mitliest? Der Kunde scheint ja doch eine gewisse Affinität zu Edelmetallen zu besitzen...
    2. sei froh das du nicht" in Gold machst", dann gäbe es jetzt einen Steitwert, wo es lohnt, sich mit Anwälten
    zu duellieren. Also nicht ignorieren, sondern höflich aber bestimmt klarstellen, das nichts zu holen ist!


    @ all
    da könnt ihr mal sehen, was das für ein Saftladen ist, dass sie dem Möchtegernkäufer gleich die Identität verraten haben. Ich würde da nie handeln.

    Ich käme nie auf die Idee irgendeinem Unternehmen mein EM zur Aufbewahrung anzuvertrauen.
    Dazu möchte ich einfach mal den User CARLOZ zitieren:


    Zitat

    Die absolute Form des Eigentums ist der gleichzeitige Besitz.Dies ist die stärkste Position.Staatlicher Zugriff schwer möglich.
    Besitz bedeutet: der Besitzer hat das Eigentum unter seinem Arsch,wie das Wort schon sagt,denn womit sitzen wir? Neusprech im "Zugriff". Ob er jetzt Eigentümer ist, oder auch nicht.Es kann also niemand Gold besitzen, der es jemand anderen, z.B.: einer Bank, zur Aufbwahrung überlässt.Der Besitzer, der nicht Eigentümer ist, die Bank in unserem Beispiel, hat die zweitstärkste Position.Sie hat den Stoff unterm Arsch und kann sich, wie man bei uns sagen würde "wos draus mochn."Staatlicher Zugriff leicht möglich.
    Ja und unser, im wahrsten Sinne des Wortes Papiertieger, der Eigentümer ohne gleichzeitigen Besitz, hat die schwächste Position. Aber recht gschieht ihm, den Koffer. Einer der durch sein Gebahren nicht unwesentlich dazu beiträgt, dass auf eine Goldunce 78 Papiergolduncen kommen. der es schafft, aus einer Mobilie im Krisenfall eine Immobilie, mit direkten staatlichen Zugriff zu machen, weil er nicht in der Lage ist ein paar Uncen physisch zu halten ist meiner Meinung nach nicht EM-geschäftsfähig.
    Mit freundlichen Grüßen.
    CARLOZ