Beiträge von Warren

    Ich habe heute eine sehr interessante E-mail von Herrn Meyer erhalten,
    der schreibt, dass die US-Staatsverschuldung in Relation zum US-Bud-
    get problematischer ist, als beispielsweise in Deutschland. Die Be-
    gründung: Die US-Staatsquote und Steuerbelastung ist etwa ein Drittel
    niedriger als in Deutschland. Daraus folgt: In den USA müsste der Anteil
    der Zinsausgaben an den Steuereinnahmen (Zinssteuerquote) deutlich
    höher sein als in Deutschland. Hat jemand verlässliche Angaben dazu?


    In diesem Zusammenhang möchte ich allen interessierten die Seite
    von Herrn Meyer: http://www.staatsverschuldung-schuldenfalle.de ans Herz
    legen. Eine wie ich meine sehr gelungene Abhandlung über die Staats-
    verschuldung in Deutschland und deren Folgen.


    Gruss


    Warren

    Hallo Thom,


    ja ich komme auf 1,9 Millionen Unzen und anscheinend ist noch Poten-
    zial vorhanden, diese auszuweiten. Von daher gesehen wäre diese
    Gesellschaft durchaus interessant. Auch die Beiproduktion von Zink und
    Silber gefällt mir. Ich habe nochmal die homepage durchgesehen, an-
    scheinend ist weder das Zink noch das Silber auf Termin verkauft. Auch
    das spricht eher für Apollo Gold.


    Gruss


    Warren

    Hallo thom,


    ich muss mich korrigieren, die Reserven die ich gefunden habe lagen
    bei gerade mal 750 000 Unzen. Die Webseite ist ein wenig unübersicht-
    lich, wenn man etwas finden möchte. Unter diesem Aspekt sieht die
    Sache etwas anders aus, das müsste eigentlich reichen.
    Was mir trotzdem zu denken gibt ist der sprunghafte Anstieg auf der
    Kostenseite. Um diese zu drücken, müsste die Produktion wie gesagt
    mindestens verdoppelt werden. Beim Überfliegen habe ich festgestellt,
    dass relativ viel Zink und auch Silber anfällt. Ist dieses auf Termin ver-
    kauft?

    Hallo thom,


    auch wenn es weh tut, ich denke verkaufen wäre wohl die beste Lösung.
    Das was an Reserven ausgewiesen ist, ist einfach nicht genug, wenn
    man die Kosten betrachtet. Die Produktionsmenge müsste mindestens
    doppelt so hoch sein, damit die Kosten runterkommen.


    Gruss


    Warren

    Mich stört die Grösse des Projektes, 50 000 Tonnen ist nicht gerade
    viel. Wie steht es mit dem Explorationspotenzial?
    Diese Frage stelle ich nicht ohne Grund. Viele Minenunternehmen sind
    nicht in der Lage, mit ihren bestehenden Projekten die Kapitalkosten, die
    investiert wurden, inklusive des Kapitals der Anleger, wieder zu verdie-
    nen. In diesem Sinne halte ich es mit Warren Buffet, der einmal sinnge-
    mäss gesagt hat: Für jeden Dollar den man in eine Firma investiert, muss mindestens ein Dollar an Gegenwert geschaffen werden.
    Nun denke ich noch ein wenig weiter und sage: Die Mine hält nicht ewig,
    mit den erwirtschafteten Gewinnen wurde vielleicht eben mal das inve-
    stierte Kapital verdient. Und dann. Wie geht es weiter? Folgt eine neue
    Kapitalerhöhung um eine neue Mine zu erschliessen?
    Diese Fragen sind mir persönlich sehr wichtig, bevor ich in eine Minen-
    gesellschaft einsteige.


    Gruss


    Warren

    Und der Kurs von Oxiana reagiert prompt, er explodiert förmlich bei
    "extrem hohen" Umsätzen. :)) :)) :))





    OXIANA LTD. REGISTERED SHARES O.N.

    WKN: 866696 ISIN: AU000000OXR0 Branche: Edelmetalle (Gold) Land: Australien



    Hier sollte eigentlich ein Chart stehen, aber hat nicht funktioniert.









    Aktueller Kurs (Frankfurt, 16.08.2004, 17:25)
    Kurs Hoch/Tief Volumen
    0,45 EUR Vortag Eröff. Tag 52-Wochen letztes gesamt
    +0,02 +4,65% 0,43 0,44 0,45 0,44 0,70 0,33 99 99

    Hallo schwabenpfeil,


    natürlich hast Du Recht, wenn Du sagst, dass bei einem Explorer viele
    Kosten gar nicht bekannt sind.
    Die Förderkosten lassen sich auch nur grob schätzen, hängen sie doch
    von den Baukosten für die Mine und dem maximal förderbaren Gold, den
    laufenden Kosten für Energie, Lohn und so weiter ab.
    Grundsätzlich kann man sagen, dass Minen, die bereits über eine gute
    Infrastruktur und Reserven um die 750 000 bis 1 Million Unzen verfügen,
    es zumindest wert sind, analysiert zu werden. Denn je höher die Goldvor-
    kommen sind, desto niedriger fallen die Abbaukosten pro Unze aus, da
    die laufenden Kosten auf mehr Gold verteilt werden können.
    Fallen bei der Goldproduktion Beiprodukte wie Kupfer oder Silber in
    nennenswertem Umfang an, ist es noch besser.


    Unter diesem Gesichtspunkt betrachtet finde ich persönlich bei Zaruma
    allein das Alcaravan Projekt interessant. Das sollte man im Auge behal-
    ten. Beim Kupfer Projekt wären mir die Menge Gestein im Verhältnis zum
    Enthaltenen Kupfer zu gering.


    Gruss


    Warren

    Hallo schwabenpfeil,


    eine interessante Frage, ich versuche, sie Dir einigermassen verständlich zu erklären.
    Den korrekten Wert von Zaruma kann ich nicht berechnen, da mir wich-
    tige Daten fehlen. Um den Wert einer Goldmine zu berechnen, also das
    NPV, braucht man die Anfangsinvestitionen, den jährlichen Netto Cash
    Flow und die Lebensdauer der Mine.


    Ein Beispiel:


    Eine Goldmine rechnet mit 50 000 Unzen Produktion pro Jahr, einem Ab-
    bau von 8,2 Jahren, mit der Möglichkeit um weitere 2 Jahre zu verlängern.
    Die gesamten Erzreserven betragen 15 745 000 Tonnen mit einem Gold-
    gehalt von 1,18 g/t. Die Mine enthält demnach 18 579 100 g Gold, was
    einer Menge von etwa 597341 Unzen entspricht. Die Recovery Rate be-
    trägt unglaublich gute 90 %, das heisst, 537 606 Unzen lassen sich för-
    dern. Auf die angegebene Lebensdauer von 8,2 Jahren verteilt bedeutet
    das eine Jahresrate von 65 561 Unzen. Allerdings kann noch 2 weitere
    Jahre abgebaut werden, also nochmals 131 123 Unzen. Der Rest ist
    wertlos und bleibt liegen.


    Die Anfangskosten der Mine (Exploration und Inbetriebnahme) betragen
    35 Millionen Dollar. Die laufenden Kosten je Unze ca. 260 Dollar.
    Nun lässt sich in etwa abschätzen, ob die Mine eine Investition wert ist
    oder nicht.
    Das ist alles aber nur sehr, sehr grob berechnet. Normalerweise müsste
    man die Lebensdauer der Mine in Perioden unterteilen um beispielswei-
    se die Zinssätze miteinberechnen zu können.
    Ferner kommt es auf den erwarteten Goldpreis an, die Währungsent-
    wicklung usw.
    Deshalb ist es so gefährlich, Explorer zu kaufen, es gibt soviele unbe-
    kannte Grössen, dass man eigentlich nie sagen kann - die packen es.
    Viele Minen verdienen kaum die Kapitalkosten während sie in Betrieb
    sind. Deshalb spricht man auch immer davon, dass 90 % aller neuen
    Minen gar nicht erst in Produktion gehen. Wenn ich mir da so die Dis-
    kussionen auf w.o. anschaue, höchstgefährlich, was manche so treiben.


    Um zum Beispiel Zaruma zurückzukehren, wie gesagt, eine Resourcen-
    angabe mit dem durchschnittlichen Goldgehalt wäre sehr hilfreich.
    Ferner gilt es abzuklären, ob die nötige Infrastruktur sprich gute Strassen
    und Wasser sowie Strom vorhanden sind. Wenn das alles fehlt, dann
    dürfte die Mine nicht rentabel sein.


    Ich hoffe dass ich einigermassen helfen konnte.


    Gruss


    Warren

    Zum Thema geschlossene Immobilienfonds kann ich nur sagen:


    Finger weg davon! Hier verhält es sich ähnlich wie mit vinkulierten Aktien,
    das Zeug ist schnell gekauft aber der Verkauf gestaltet sich mitunter sehr
    schwierig. Das würde ich bedenken. Wenn überhaupt einen Immobilien
    fonds, dann einen offenen. Meine Meinung!


    Gruss


    Warren

    Hallo newtechxl,


    wie ich schon vor einigen Wochen gesagt habe, die durchschnittlichen
    Goldgehalte lassen auf eine wenig profitable Förderung schliessen.
    Zu den Uranvorkommen: Die Gehalte sind unterdurchschnittlich, der
    Welt Durchschnitt von Uranlagerstätten liegt bei ungefähr 0,15 % Gehalt
    je Tonne Gestein. Vergleich das mal mit den Aflease Daten.
    Von den momentan verfügbaren Zahlen aus betrachtet ist Aflease als
    unterdurchschnittlich einzustufen, so meine Meinung.


    Gruss


    Warren