pandafan: Ich finde Calderas Erklärung sehr gut. Du fragst letztlich danach, wer über das Metermaß bestimmt, wer das Maß setzt - oder ob man überhaupt eines braucht.
Seit 1971 ist das Geld weltweit auf FIAT umgestellt, d.h. die Entsprechung zu Gold wurde aufgegeben. Dein Einwand ist also schon längst Realität!
Jetzt stellt sich allerdings die Frage, wie man den Wert des Geldes misst, wenn das "Metermaß" Gold fehlt. Gold ist unbestechlich, weil es gewogen wird. FIAT dagegen kann, wie der Name es offenherzig zum Ausdruck bringt, aus Nichts erzeugt werden - FIAT-Geld inflationiert. Seit 1971 fluktieren die Währungen im in sich geschlossenen FIAT-Kosmos rund um den Dollar als Referenz.
Der Dollar gilt als Metermaß - und dieses Metermaß ist kaputt (was den wenigsten, am allerwenigsten "der Menschheit" bewusst ist). Um ein Beispiel zu geben: für die Zeitmessung brauche ich eine Uhr. Wenn die Uhr kaputt ist, kann ich keine Zeit messen. Der Punkt ist aber: im FIAT-System wird die Uhr manipuliert und weiterhin damit gemessen, jetzt nur mit 11 statt 12 Stunden etc. Das ist Betrug! Die Folge ist, dass das Geld unehrlich wird, verdirbt.
Ehrliches Geld braucht ein ehrliches Maß, kein manipuliertes Maß, weil Geld ja als Maßstab tauglich sein soll, alle Güter und Waren zu bepreisen. Dass Gold Geld ist, ist keine einmalige Setzung oder punktuelle Festlegung wie beim Metermaß, sd. ist das Ergebnis einer jahrhundertelangen Geschichte der Menschheit. Nebenbei: Carl Menger, Begründer der Österreichischen Schule der Ökonomie, begründet den Wert von Gold nicht mit Förderkosten oder Knappheit von Gold, sd. mit der Marktgängigkeit von Gold und Silber. Beides ist besser als alles andere in den Augen der Marktteilnehmer geeignet, als Wert- und Tauschmittel zu fungieren. 5000 Jahre Versuch und Irrtum 
Der Clou von Nebelparders Zitat ist der Perspektivenwechsel: Gold muss sich nicht vor dem Dollar oder anderen Währungen rechtfertigen. Alle Währungen müssen sich vor Geld rechtfertigen, weil Gold echtes / ehrliches / Warengeld ist, während alle FIAT-Währungen nur Rückzahlungsversprechen sind. J.P. Morgan hat das noch gewusst 
Die Auswirkungen mal anschaulich: 20 (Gold)Dollar von 1924, 20 (Papier)Dollar von 2006. 1924 betrug der Preis von 30,09g Gold 20 Dollar, heute repräsentieren 20 Dollar gerade einmal 0,5g Gold. Das Gewicht der Goldmünze hat sich nicht geändert, der Wert des Geldscheins (ehemals Banknote, der einen Gegenwert in Gold repräsentierte, heute nur noch "in god we trust"= Vertrauen gedeckt) inflationiert über die Zeit. Welches Maß ist verläßlicher? 
P.S.
an woernie, aus dessen Beiträgen ich viel über diese monetäre Seite gelernt habe. Die Fäden rückwärts gelesen sind eine wahre Fundgrube. Ich bin froh, von den "alten Hasen" (und auch den neuen
) soviel lernen zu können.