oder bekommen nicht die nötigen Erleichterungen, Fördermittel und Subventionen, von wegen Quote und Unterstützung bei der Integration und so...
Was heißt denn hier Erleichterungen? Davon braucht man nicht mal träumen, es würde schon reichen, wenn es nicht die ganzen Behinderungen und Stricke staatlicherseits geben würde. Sobald man aus "seiner Garage raus ist" und die Firma etwas größer wird, hat man ständig irgendwelchen überflüssigen Stress am Hals.
Wir haben z.B. nach einer Bewerbungsrunde (öffentliche Stellenanzeige in den einschlägigen Portalen, dann Eingang diverser Mails mit Unterlagen, einge Telefoninterviews, dann diverse Bewerber eingeladen... alles ganz normal also) plötzlich Post von einer Frau bekommen, die 10.000 Euro Schadensersatz wegen Diskriminierung haben wollte. Wir hätten sie abgelehnt weil sie behindert und eine Frau sei. Was? dachte ich noch, aber das war kein Scherz, der Brief vom Anwalt kommt sofort danach. Wir haben nicht nachgegeben und unsererseits einen (offensichlich besseren) Anwalt eingeschaltet und die Gegenseite hat dann den xxx eingezogen. Da Anwaltskosten nach Streitwert gehen, kein billiges Unterfangen. Die ganze Diskrimierungshysterie ist ein riesen Geschäftsmodell für die Beutelschneideranwälte die an den Klagen verdienen... und für die Anwälte der Gegenseite.
Anderes Erlebnis: Unser Antrag auf Kurzarbeitergeld wurde als unvollständig abgelehnt, weil kein Firmenstempel (!) drauf war. So ein dusseliger Stempel hat juristisch null komma null Bedeutung. Außer für Klein-Erna im Jobcenter.
Der Steuerprüfer vom Finanzamt hat drei Tage bei uns im Büro gesessen und mit tatsächlich gesagt, er sei misstrauisch, weil bei uns alle Zahlen bis auf einen Cent passen würden. Alter Falter... er hat dann irgendwas "gefunden" von wegen Reisekosten, die wir zu Unrecht erstattet hätten, das wäre gar nicht betriebsnotwendig gewesen und damit unversteuerte Zuwendung für Freizeitaktivitäten. Um die Mitarbeiter nicht zu nerven, haben wir es dann bezahlt. Aber was soll so was? Kann der nicht einer Wirecard auf den Sack gehen?
Als unser Mietvertrag auslief kam der Vermieter mit dem Vorschlag die Miete um 100% anzuheben. Ich dachte ich höre nicht richtig... aber er hatte schon das Studentenwerk an der Hand. Zentrale Lage, fremder Leute Kohle, kein Problem. Wir sind dann in eine Randlage abgezogen, so viel Kundenverkehr gabs ohnehin nicht.
Ich hab meine Anteile an dem Laden inzwischen verkauft. Wenn ich in meinen Projekten mal jemanden brauche, kann ich auch einen Freelancer anheuern. Den ganzen Firmen-Verwaltungs-Wahnsinn tue ich mir nicht mehr an. Das nimmt immer mehr Raum und Zeit in Unternehmen ein... weniger Zeit mehr für Kunden oder Produkte, immer mehr Büro-Formular-Schwachsinn. Wäre sinnvoll hier zu entbürokratisieren... aber das ist nur eine Illusion im Michelland, der anständige Michel studiert ohnehin was mit "sozial" und geht dann in den öffentlichen Dienst.