Erneut eklatante (absolute und relative) Schwäche von Gold und Silber am frühen Montag Morgen. Nach wie vor spricht fundamental zwar vieles für Gold, doch die Realität sieht einfach anders aus. Angesichts dessen, was abgeht in der Wirtschafts- und Finanzwelt, kann man ja eigentlich gar nicht bearish für Gold sein; insofern kann ich nachvollziehen, dass Analysten positiv für Gold sind.... Das Problem scheint mir eher, dass die grossen Banken, allen voran JP Morgan und die Fed, weniger Probleme haben und glaubwürdiger wirken (nicht sind...) solange Gold nicht abhebt, deshalb wird der Preis gedrückt was das Zeug hält. (interessanter Artikel im aktuellen Rohstoffreport von Eichelburg, der sich auf Jim Willlie bezieht). Wie lange dies gehen kann, vermag ich nicht zu beurteilen, schliesslich können auch weitaus grössere Märkte erfolgreich manipuliert werden, wie das Beispiel des US-Bond-Marktes zeigt.
Tatsache ist, dass Gold korrigiert und Goldaktien nach unten tendieren. Der Trend ist demnach nach unten!
Aktien sind an Widerständen angelangt. Sehr gut zu sehen beim S&P 500 (siehe Chart). Dass währenddessen Gold sich am unteren Ende eiens Dreieckes befindet, zeigt auch die relative Schwäche von Gold.
Die erfolgssversprechendste Strategie aufgrund der Charts wäre eigentlich, Gold und Goldaktien short zu gehen bzw. zu sein und Aktien zu kaufen, sollte der Widerstand gebrochen werden (beim S&P 500 fehlen noch gut 10 Punkte).
Da ich mich immer mit dem Gegenteil beschäftige (short Aktien, long Gold/Goldaktien) aufgrund der Fundamentaldaten, passt halt nicht viel zusammen zurzeit.
Wie weiter? Der schlechte Start in die Woche könnte sich als Kaufgelegenheit für Aktien erweisen. Obwohl Widerstände noch nicht nach oben durchbrochen werden konnten, sieht es aktuell eher nach Konsolidierung statt nach Umkehr aus. Obwohl fundamental absolut blödsinnig, könnte es somit nochmals zu einer liquiditätsgetriebener Rally kommen. Vielleicht führt dies auch bei Gold zu einem Ausbruch am oberen Ende, doch eine überzeugende Outperformance ist nicht in Sicht.
Mein Fazit: Durch das Auseinanderdriften von Preisbewegungen (Charts) und fundamentaler Realität (schwachsinnige Pseudolösungsfindungen bei Politik und Notenbanken) als auch durch Manipulationen und Irreführungen sind kurzfristige Prognosen schwieriger denn je, ist schlichtweg alles oder sogar das Gegenteil möglich...... mittelfristig wird das Ponzi-Schema wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, doch wann und auch wie dies der Fall sein wird, steht wohl in den Sternen