Aber du drehst hier gleichzeitig an zwei Schrauben!
Das sind meiner Meinung nach keine Schrauben, sondern Zahnräder, die ineinander greifen.
Ein Heer von Arbeitslosen, die keine Notwendigkeit mehr haben sich Arbeit zu suchen und somit nicht mehr zur Verfügung stehen.
Arbeit, die viel zu wenig einbringt (siehe hierzu auch “Deutschland schafft sich ab“, dort wird das schön beschrieben). Das Lohn Niveau ist mittlerweile so weit gesunken, dass man meint, dass man im ÖD wirklich gut verdient.
Früher wurde man im ÖD belächelt, wenn man sich mit dem Gehalt abgefunden hat (der Rock des Beamten ist eng, aber hält warm). Heutzutage verdient man im mittleren Dienst schon mehr als die meisten Studierten, nach Abschluss des Studiums.
Ich kenne jemand, der hat seinen Bachelor als Bio-Ingenieur gemacht. Als er dann im Beruf angefangen hat, hat er 1.600 Euro netto bekommen. Und das mit 25. Er hat dann doch noch eine Ausbildung als Verwaltungsfachangestellter gemacht (das hätte er auch mit 16 und einem qualifizierten Hauptschulabschluss machen können) und hat nach Beendigung der Ausbildung schon 1.900 Euro netto bekommen. Da lohnt sich doch ein Studium nicht mehr.
Der Staat sorgt für Abhängigkeit von seinem Geld (wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe).
Woher soll Innovation kommen, wenn es sich nicht mehr lohnt innovativ zu sein.
Und was nützt es mir die besten Ideen zu haben, wenn ich kein qualifiziertes Personal mehr am Markt finde (und ich deswegen ins Ausland gehen muss). Ich habe es doch selbst auch schon erlebt, dass Auszubildende nicht einmal mehr 5 % von 500 Euro im Kopf ausrechnen konnten.
Und dann noch die deutsche Bürokratie, die einen nur noch Steine in den Weg legt.
Und der Rest, wieso es jetzt so ist wie es ist, wird sehr gut im oben erwähnten “Deutschland schafft sich ab“ beschrieben (dort wird ja u.a. auch unser Schulsystem angeprangert).
Wie gesagt, früher war man mehr auf sich selbst gestellt und musste was erreichen, wenn man nicht untergehen wollte.