Ich habe mir heute mal die Mühe gemacht PAAS inkl. der Tahoe-Übernahme durchzurechnen.
Bei der Jahresproduktion habe ich 20 Moz. Silber bei Escobal unterstellt.
Vor dem Entzug der Genehmigung waren es ca. 21 Moz.
Bei den AISC habe ich ebenfalls Escobal mit ca. 9,60 $ für 20 Moz. angesetzt.
Die Reserven sind mit den aktuellsten Rohstoffpreisen selbst berechnet und sind daher genauer als in den Präsentationen angegeben.
Was noch fehlt sind die Current Assets und Liabilities für Q4 von Tahoe, die jedoch nicht mehr veröffentlicht werden. Von daher muss ich noch auf eine erste gemeinsame Bilanz von PAAS warten, um den EV exakt ermitteln zu können. Es sollte jedoch zu keinen großen Veränderungen hierbei kommen.
Und zu den recht hohen AISC bei den Goldprojekten von Tahoe würde ich annehmen, dass PAAS es durch Synergieefffekte der Assets in Kanada und Peru schaffen wird, diese zu senken. Nach Q3/18 lagen diese bei 1.156 $ und flossen daher auch mit diesem hohen Wert in meine Berechnungen ein.
Fazit:
Wenn PAAS es schaffen sollte, die Genehmigung für die Escobal-Mine wieder zu erlangen, wovon ich stark ausgehe, dann sollte die aktuelle Bewertung recht attraktiv sein.
Man würde jährlich 1,3 - 1,4 Moz. (anstelle von 725.000 oz.) Goldäqvivalent produzieren während die EM-Preise vermutlich gerade stark zu steigen beginnen werden.
Gleichzeitig wird man vermutlich die AISC noch ein wenig senken können. (siehe oben)
Die Tahoe-Übernahme war nicht gerade günstig. Das PAAS-Management wird sich m.M.n. jedoch kein 1,1 Mrd. $ teures Riskio eingekauft haben, wenn man sich nicht absolut sicher wäre, Escobal wieder zu einer Erfolgsgeschichte machen zu können. PAAS betreibt seit vielen Jahren erfolgreich Minen in Südamerika/Mittelamerika. Diese gemachten Erfahrungen sollten dabei sehr hilfreich sein. (insbesondere auch im guten und verantwortlichen Umgang mit der einheimischen Bevölkerung, auf die der Betrieb der Mine(n) Auswirkungen haben wird)
Nachtrag bzw. Anmerkung zu den AISC:
Da ich ja in meiner Tabelle zwecks Vergleichbarkeit alles in Gold bzw. Goldäqvivalent umrechnen muss und das Gold/Silber-Ratio derzeit sehr hoch (1:85) ist, fallen die AISC bei Silberminenaktien automatisch recht hoch aus.
Bei einem Goldpreisanstieg in Richtung 1.530 $ ist davon auszugehen, dass das Gold/Silber-Ratio in den 70er Bereich oder evtl. auch 60er Bereich fallen wird.
Dadurch würden auch die AISC bei den Werten, die einen hohen Silberanteil haben (z.B. PAAS), rechnerisch bedingt automatisch deutlich fallen und die Bewertung in meiner Tabelle würde sich dadurch erheblich verbessern.