Beiträge von Nebelparder

    Dagegen habe ich doch gar nichts, im Gegenteil. Und persönlich nehme ich das schon mal gleich gar nicht.


    Bis jetzt hast du jedoch rein gar nichts klargestellt und auch nichts korrigiert.


    Du beschreibst lediglich die Symptome, die sich aus dem Schuldgeldsystem ergeben und rechtfertigst damit das Verhalten der Geschäftsbanken.


    Das mag ja alles richtig sein, aber du setzt viel zu spät an. Ohne Ursache kein Symptom. Deine Argumentationskette ist daher irrelevant!


    Ich will es mal so sagen:


    Wenn es keine Steuern gäbe, wären die Finanzamtsangestellten überflüssig und wir müssten uns nicht über die Steuergesetzgebung unterhalten.


    Das gesamte Wirtschaftsystem ist mit überflüssiger Arbeit und sinnlosen Aufgaben vollgestopft, weil das Schuldgeldsystem ein ständiges Wachstum erzwingt. In einer gesättigten Wirtschaft muss man dann halt zwangsläufig irgendwann zu sinnlosen Dingen übergehen. Zu nennen ist hier z.B. die Abwrackprämie oder die eingebildete Schweinegrippe-Hysterie, die weltweit 100 Mrd. $ erwirtschaftete obwohl weit weniger Menschen daran gestorben sind als an jeder saisonalen Grippewelle. Und man könnte vielleicht auch mal darüber nachdenken, warum die Schweinegrippe ausgerechnet 2009 "ausgebrochen" ist, als die Wirtschaftkrise in vollem Gange war und für eine stark schrumpfende Wirtschaftsleistung gesorgt hatte.


    Du argumentierst innerhalb der Blase, mein Standpunkt ist außerhalb der Blase. Du beschreibst das Innenleben der Blase ausgezeichnet, keine Frage. Für mich ist es jedoch nur die Blase. Außerhalb gibt es noch viel mehr. Und das ist gut so, denn die Blase wird bald platzen. (wie alle 70 Jahre +/-)

    Vor kurzem hat man beschlossen die Tabakoto Mine in Mali zum 4. Quartal 2018 zu verkaufen.


    Es ist die einzige Mine, die keine guten AISC aufwies (1.298 $ in H1/18) und sowieso nur noch eine kurze Restlaufzeit hatte. Der Verkaufserlös liegt bei 60 Mio. $. Der Verkauf dieser Mine ist definitv kein Verlust, denn das was EDV in der Pipeline hat, ist wesentlich besser als Tabakoto. (siehe Präsentation)

    Nochmals kurz zum Verkauf der Tabakoto Mine.


    Die Reserven bei Tabakoto lagen Ende 2017 noch bei 517.000 Unzen. Jedoch kann man hiervon noch die produzierten Unzen aus 2018 abziehen und da die letzten paar Unzen sicherlich noch unwirtschaftlicher werden, kann man vielleicht noch von so ca. 400.000 Unzen ausgehen.


    Der Verkaufserlös beträgt 60 Mio. $.


    60.000.000 $ / 400.000 Unzen = 150 $


    Die Unzen hätten noch für eine Produktion von ca. 3 Jahren gereicht. Um 60 Mio. $ zu erwirtschaften hätte man also eine Marge von durchschnittlich 150 $ benötigt.


    Bei einem derzeitigen Goldpreis von 1.200 $ hätte man also AISC von 1.050 $ benötigt um mehr als den Verkaufserlös zu erzielen.


    Die AISC betrugen 2017 jedoch 1.148 $ und im H1/18 bereits 1.298 $.


    Mit den wenigen verbleibenden Unzen wäre sicherlich eher mit noch höheren AISC zu rechnen als mit geringeren.


    Realistischer als 1.050 $ sind also eher 1.300 - 1.350 $.


    Und damit müsste der Goldpreis im Schnitt schon mind. 1.450 - 1.500 $ in den nächsten 3 Jahren betragen, um zu bewirken, dass der Verkauf eine schlechte Idee war.


    Von daher sehe ich den Verkauf dieser Mine als einen guten Deal. Die 60 Mio. $ kann man in die weitere Exploration der vorhandenen, hervorragenden Minen stecken, die AISC von weniger als 700 $ aufweisen.


    Oder man sucht sich eine kleine aber feine Perle und legt noch ein bischen was drauf.


    Roxgold würde m.E. ausgezeichnet ins Anforderungsprofil von Endeavour Mining passen. Sowohl geographisch als auch von den AISC und den Goldgehalten. Allerdings bekäme man diese ganz sicher nicht unter 350 Mio. $. Und Roxgold ist ganz sicher nicht in der Situation sich verramschen lassen zu müssen.

    Weiteres später aber die Basis muss erstmal allen klar sein.


    Dir scheint immer noch überhaupt nichts klar zu sein!


    Kein weiterer Kommentar!


    Du willst es nicht verstehen und redest andauernd am Grundproblem vorbei.


    Alles was Du bringst ist nur die Folge eines Problems, welches es nicht geben müsste. Dieses Problem gibt es aber und es ist gewollt und es ist gegen die Werte schaffende Bevölkerung gerichtet.


    Eine Bank schafft keine Werte. Sie lässt Werte durch ihre "Zinssklaven" für sich und für einen kleinen Teil der Gesellschaft anschaffen.


    Durch den eingebauten Umverteilungsmechanismus (Zins-Transfer) sammelt sich das Geld da an wo schon viel ist. In den Kapitalsammelbecken = Großkonzernen. Politiker und Medien nennen das dann: "Der Bürger hat das Gefühl, dass bei ihm nichts ankommen würde." Über den wahren Grund hat aber in 70 Jahren Bundesrepublik noch kein Politiker und noch kein Journalist auch nur ein einziges Wort verloren. Wie wahrscheinlich ist das? Keiner einzigen öffentlichen Person ist das bisher aufgefallen? :hae: Nicht besonders realistisch.


    Wesentlich realistischer ist wohl die Annahme, dass es vielleicht daran liegen könnte:


    Chapeau @Caldera [smilie_blume] für Deine Ansagen zu Torex Gold, die nahezu den perfekten Verlauf des Kurses vorab beschrieben haben. Respekt!


    Nur muss ich noch kurz anmerken, dass ich nicht zwangsläufig mit den 13,60 $ bei Silber rechne. Und ein Unterschreiten in diesem Sinne dann natürlich auch nicht.


    Dass heute Platin besser abgeschnitten hat als Silber ist ein gutes Zeichen und der vorläufige Dreh nach oben setzte daher auch erstmal ein. (siehe meine Beiträge in Gold - Märkte und Informationen)


    D-Day ist für mich der 26. September 2018. Macht die FED eine Kehrtwende oder erklärt sie der Wirtschaft und damit der Börse mittels weiterer Zinserhöhungen den Krieg?


    Falls die Kehrtwende kommen sollte, werden die Positionierungen der Marktteilnehmer (COT-Daten) für eine atemberaubende Kursexplosion sorgen.

    Der Kaufrausch ging weiter.


    https://ceo.ca/edv


    Seit dem 16.08.2018 gab es Insiderkäufe für schlappe 27 Mio. C$.


    Und das zu Kursen, die allesamt höher waren als die aktuellen.


    Ich habe soeben für 12,22 € aufgestockt und es den Insidern gleich getan.


    Vor kurzem hat man beschlossen die Tabakoto Mine in Mali zum 4. Quartal 2018 zu verkaufen.


    Es ist die einzige Mine, die keine guten AISC aufwies (1.298 $ in H1/18) und sowieso nur noch eine kurze Restlaufzeit hatte. Der Verkaufserlös liegt bei 60 Mio. $. Der Verkauf dieser Mine ist definitv kein Verlust, denn das was EDV in der Pipeline hat, ist wesentlich besser als Tabakoto. (siehe Präsentation)


    http://hugin.info/171882/R/2214105/863969.pdf


    https://s21.q4cdn.com/95414756…orate-Presentation-vf.pdf

    ghost_god hat vermutlich deshalb noch keine Zeit gehabt, weil er erst im "Gelben" ein Hohelied auf die Geldschöpfung bzw. auf das Schuldgeldsystem singen musste. (Scherz)


    Soviel "Fachidiotie" wie das Pamphlet im Gelben (welches vermutlich nicht von ghost_god stammt) kommt einem doch recht selten unter.


    Aber egal, es darf sich jeder selbst einen Reim darauf machen, ob es multiple Geldschöpfung ... Verzeihung....Zahlungsmittelschöpfung aus dem Nichts gibt oder eben nicht.


    Auch beim Versuch gesetzliches Zahlungsmittel als Privatperson selbst zu schöpfen, wie es dort beschrieben wird, wünsche ich viel Erfolg. Hinter schwedischen Gardinen kann man dann ja nochmals über die Geldtheorie / Debitismus /...jetzt aber....Deppitismus nachdenken.

    Was heute aber recht seltsam anmutet, ist die Tatsache, dass Platin heute wesentlich besser performt als Silber.


    Platin ist sogar etwas besser als Gold heute.


    Das ist eigentlich ein gutes Zeichen, da Platin am stärksten auf Liquidität (Inflation) bzw. deren nicht Vorhandensein reagiert.


    Warum Silber zz. dermaßen schlecht abschneidet ist m.E. irgendwie rätselhaft.


    Vielleicht will man hier auf Biegen und Brechen nochmals die 13,60 $ sehen!?


    Nachtrag:


    Platin jetzt viel besser als Silber und auch deutlich besser als Gold.


    Ein Niedergang der EM-Preise, bei dem Platin am wenigsten verliert bzw. am besten abschneidet, wäre ein absolutes Novum und vollkommen verrückt.


    Daher denke ich eher, dass die Edelmetalle jetzt die Kurve nach oben bekommen werden.

    Zitat von Nebelparder

    Das verbleibende Abwärtspotenzial sollte auf ca. 800 britische Pence (ca. 9 €) begrenzt sein.


    Genau da ist der Kurs jetzt angekommen.


    Selten war Fresnillo so attraktiv bewertet.


    Das CRV ist m.E. für einen Senior-Produzenten hier und jetzt sehr gut.


    Exakt das Gleiche gilt m.E. auch für Randgold Resources um 52 € herum.

    Da ist die Kernfrage berechtigt, warum das so ist, obgleich die Aktienmärkte (noch) nicht kollabieren, denn hohes Ratio Go:Si zeichnet historisch eher Finanzkrisen ab.


    Jason Hamin meint, daß Silber stark unterbewertet sei. Das ist wohl die eine Seite, aber tatsächlich sind die Aktienmärkte m.E. überbewertet.


    Ich rechne noch in diesem Monat, jedoch spätestens ab Oktober, mit dem Beginn einer sehr großen Krise (Kategorie "Weltwirtschaftskrise") und daher mit dem Niedergang der Aktienmärkte um mindestens 50 % (eher mehr - eher deutlich mehr), sofern die FED am 26. September die Zinsen ein weiteres Mal anheben sollte. (falls sie das nicht tun sollte oder gar eine Kehrtwende in Sachen restriktiver Geldpolitik aufs Parkett legen sollte, dann gäbe es vorher allerdings wohl nochmals den letzten Aufwärtsspike an den Aktienmärkten)


    Die Frage wird sein, wie die Edelmetalle darauf reagieren werden.


    Ähnlich wie 2008 als die Liquiditätsklemme für kurzfristig stark fallende Preise gesorgt hatte?


    Oder aber aufgrund des "Endspielcharakters" und aufgrund der ausgebombten Minenaktien, von denen bereits einige an ihrer AISC-Gewinnschwelle operieren sowie den bereits deutlich gefallenen EM-Preisen und den Long-Positionierungen der Commercials, mit stark steigenden Preisen?


    Ich tendiere eher zu Zweiterem, jedoch kann man zumindest zeitweilig Ersteres nicht ausschließen.

    Hier mal wieder meine aktualisierte Tabelle mit einigen ausgesuchten Minenwerten.


    Sie ist nach dem Wert der Reserven (Goldpreis - AISC * Reserven) im Verhältnis zum aktuellen EV sortiert. (Reservewertfaktor)


    Interessant finde ich, dass nach der genialen Übernahme der Pogo-Mine durch Northern Star, Kirkland Lake Gold und eben besagte Northern Star Resources sich jetzt bewertungstechnisch ähneln wie ein Ei dem anderen.


    Neu hinzu genommen in diese Tabelle habe ich heute OceanaGold, die wiederum bewertungstechnisch St. Barbara Mines sehr ähnlich ist.

    Resolute Mining hat vor ein paar Tagen FY18 Zahlen präsentiert, die nicht besonders gut um nicht zu sagen schlecht waren.


    Es wurden 284.185 oz Gold zu 1052 $ AISC produziert. Das EPS beträgt 0,09 A$. Durch den starken Preisrückgang der letzten Tage beträgt das KGV nun ca. 13. Der Umsatz ging deutlich zurück, das EBITDA hat sich gedrittelt.


    Vor ein paar Monaten hatte ich mich von RSG verabschiedet, da mir die Entwicklung zu schleppend voranschreitete.


    Zitat von Nebelparder

    Für Alamos Gold musste Resolute Mining mit knapp 25 % Gewinn den Platz in meinem Depot räumen.....


    ......Außerdem gefällt mir bei Resolute nicht, dass sie immer noch erst 280.000 Unzen im Jahr fördern. M.E. sollte man da bereits schon weiter sein.


    Mit diesen mäßigen Produktionszahlen/schlechten Ergebnissen konnte man also irgendwie ein wenig rechnen.


    Mittlerweile hat man aber die Reserven steigern können und ein paar gute Bohrergebnisse abgeliefert. Des Weiteren wird kräftig investiert, um das Produktionsziel von ca. 500.000 Unzen ab Anfang der 2020er Jahre zu erreichen. Der Cash-Bestand schrumpfte dadurch deutlich.


    Hier die aktuelle Präsentation, die sich sehr gut liest.


    https://www.rml.com.au/uploads…_results_presentation.pdf


    (Seite 15, bzw. 16)


    LOM-Produktion der 3 vorhandenen und produzierenden Minen:


    Syama 14 Jahre 300.000 oz zu 746 USD AISC
    Ravenswood 14 Jahre 115.000 oz zu 823 USD AISC
    Bibiani 10 Jahre 100.000 oz zu 764 USD AISC


    Daraus ergibt sich eine Gesamtproduktion von 515.000 oz zu im Schnitt 767 USD!


    Ganz ehrlich, das traue ich Resolute und deren Management nicht zu.


    Realistischer sind m.E. wohl eher 400-450 Toz zu 850-900 USD AISC.


    Aber selbst damit wäre die aktuelle Bewertung von RSG nun wieder attraktiv.


    Die Reserven sind bei 875 USD AISC aktuell ca. 3 - 3,5 mal mehr wert als der EV.


    Der EV/oz liegt bei knapp 100 $. (wohlgemerkt auf Reservenbasis)



    Nachtrag:


    Warum sind 515.000 Unzen m.E. zu optimistisch?


    14 * 0,3 + 14 * 0,115 + 10 * 0,1 = 6,81 Moz


    Die Reserven von RSG betragen aber nur 5,9 Moz.


    Erfahrungsgemäß machen Minenunternehmen einen kleinen Sicherheitsabschlag von den vorhandenen Reserven und leiten daraus ihre LOM Produktion ab.


    Meine Schätzung von 400-450 Toz berücksichtigt genau das.

    https://seekingalpha.com/artic…candidate-silver-exposure


    Fresnillo ist jetzt mit ca. 9,70 € für einen qualitativ hochwertigen Seniorproduzenten attraktiv bewertet.


    Das verbleibende Abwärtspotenzial sollte auf ca. 800 britische Pence (ca. 9 €) begrenzt sein.


    Die Reserven sind trotz der niedrigen EM-Preise derzeit exakt soviel wert wie der aktuelle EV inkl. aller Schulden.


    Fresnillo hat m.W. auch die beste Bilanz unter den Seniors.


    Und was mir sehr gut an FRES gefällt ist der hohe Goldanteil (50 %) und der geringe Basismetallanteil. (14 %)
    Mit dem verbleibenden 36 % Silberanteil ist FRES der größte Silberproduzent.


    http://www.fresnilloplc.com/me…s-1h18-31jul18-5205kb.pdf


    Ab jetzt kann man m.E. durchaus ein paar Stücke einsammeln oder aufstocken.

    Anbei nochmals den Chart zu SBM, den ich an Weihnachten 2017 hier eingestellt hatte.


    Die rote 4 ging bis ca. 3,50 A$, die rote 5 dann bis 5,28 A$ und damit deutlich höher als erwartet.


    Es sollte nun die eingekreiste, grüne 4 laufen, die nochmals bis zur roten 4 bei 3,50 A$ reichen sollte. (bereits fast erledigt)


    [Blockierte Grafik: http://www.finanztreff.de//1/chartNG.gfn?lateIndex=1&overTime=3&compareType=percent&newsType=0&volumeUnit=0&transactionVolumeUnit=0&payment=0&split=0&highLow=0&gridGlobalOff=0&timeAggregation=daily&logScale=0&chartType=3&height=500&width=970&time=50000&instrumentId=73730&bollinger=0&donchain=0&parabolicSAR=0&envelop=0&analyse=0&subProperty=30&dateStart=&dateEnd=&average=38%7Elinear&average=200%7Elinear]


    Da es bei SBM eine kleine Reservenminderung gab und einen leichten Anstieg der AISC, haben sich die fundamentalen Daten etwas verschlechtert.


    Anbei die Bewertung anhand der Full Year 2019 Guidance.

    Den Gedanken hatte ich auch schon.


    Anbei die Bewertung von Tahoe Resources ohne Escobal.


    Ohne Escobal hat THO einen echt guten Länderfaktor! :thumbup:


    Die Bewertung ist allerdings trotz des massiven Kursverlustes immer noch nicht günstig.


    Aber dennoch ist das jetzt ein Bereich der interessant sein könnte. Escobal ist ja nicht gänzlich vom Tisch. Und falls die Lizenz dann doch wieder erteilt werden sollte, ist THO dann sehr günstig bewertet.


    Mit Escobal hat man fast doppelt so viele Reserven.

    Ich möchte gerne herausfinden, bis zu welchem Punkt wir uns einig sind.


    Wir sind uns in vermutlich keinem Punkt einig. Daher macht ein weiterer Gedankenaustausch wenig Sinn.
    Mein Standpunkt ist außerhalb der Box und Dein Standpunkt scheint innerhalb zu sein. Daher haben wir eine völlig andere Perspektive auf die Dinge. Ich finde Deine Sicht der Dinge nicht falsch sondern aus meiner Sicht eben einfach nur irrelevant, da ich über die Ursachen rede und du über die Symptome. Die interessieren mich aber kaum, da es die überhaupt nicht geben müsste, wenn man deren Ursache abstellen würde. Und über nichts anderes rede ich die ganze Zeit.


    Moment, erst kritisierst Du ausgiebig, dass Banken durch Kreditvergabe Geld aus dem Nichts erschaffen und die Geldmenge erhöhen und jetzt widersprichst Du mit der Behauptung, es sei mathematisch unmöglich, dass überhaupt irgendwer (ob Staat oder Privatwirtschaft) die Aufgabe erfüllt für stetiges Geldmengenwachstum zu sorgen?


    Du denkst stets innerhalb des Systems und nicht außerhalb. Wenn man über den Tellerrand hinaus sehen kann, stellt man fest, dass es noch viel mehr da draußen gibt und man sich keineswegs für immer und ewig auf dem Teller aufhalten muss.


    Kein Mensch, ganz gleich ob Staat oder Privatwirtschaft würde ständiges Geldmengenwachstum benötigen. Auch ein ständiges Wachstum der Wirtschaft wäre nicht nötig, wenn wir nicht ein Schuldgeldsystem mit extra eingebautem "Fehler" hätten. Der Fehler, der in Wirklichkeit kein Fehler sondern gewollt ist, liegt darin, dass bei der Entstehung von Geld durch Kredit, der Teil der zusätzlich zum Kreditbetrag einmal zurück gezahlt werden muss, also der Zins, nicht mit entsteht. Dieser Teil fehlt immer und damit ist eine Rückzahlung der Schulden in ihrer Gesamtheit nicht möglich. Im Gegenteil. Es muss dadurch immer weiter aufgeschuldet werden. Natürlich ist das gewollt. Es ist die Antriebskraft oder besser gesagt die Peitsche für uns. Denn keiner will am Ende der sein, der nicht zurückzahlen kann. Einen wird es aber definitiv treffen ganz gleich wie sehr wir uns alle anstrengen. Es ist die "Reise nach Jerusalem". Es fehlt ein Stuhl. Und wenn die Musik aufhört zu spielen, wird es einen erwischen.


    Warum werden wir uns nicht einig und reden aneinander vorbei?


    Das liegt daran, dass du über die Symptome redest und ich über deren Ursache.


    Insgesamt möchte ich das Thema ehrlich gesagt auch nicht weiter erörtern.


    Denn,


    a) scheint dieses Thema aufgrund der kaum vorhandenen Resonanz eh nicht groß zu interessieren
    b) ist der Thread jetzt mehr als ausreichend zweckentfremdet worden und
    c) haben wir zwei komplett verschiedene Perspektiven, die uns kaum auf einen Nenner bringen werden

    Wenn wir nun stetiges Geldmengenwachstum brauchen, stellt sich die Frage, wer dieses neue Geld wie erschaffen und wie ggf. wieder entziehen soll, falls die Wirtschaftsleistung nachlässt und eine Inflation vermieden werden soll. Diese Aufgabe muss irgendwie erledigt werden und das übernimmt entweder der Staat oder die Privatwirtschaft.


    Bis hierhin sollte Einigkeit bestehen, ja, Nebelparder?


    Klassisches Jein!


    Diese Aufgabe kann weder der Staat noch die Privatwirtschaft noch sonst wer leisten.


    Es ist mathematisch bedingt unmöglich. Der Wille dazu kann durchaus vorhanden sein, aber es nützt rein gar nichts.


    Die Geldmenge muss nicht an die Wirtschaftsleistung angepasst werden, sondern genau umgekehrt.


    Da der Zins bei der Geldschöpfung aus dem Nichts nicht mit erschaffen wird, fehlt immer dieses Geld für den Zins.
    Aus diesem Grund und nur aus diesem Grund muss die Verschuldung immer weiter ausgebaut werden. Da wir ein Schuldgeldsystem haben bei dem Geld ausschließlich durch Schulden entsteht, wächst damit auch automatisch die Geldmenge immer weiter und deshalb muss die Wirtschaft ebenfalls immer wachsen. Die Wirtschaftsleistung muss an die gestiegene Geldmenge angepasst werden da ansonsten das System inflationär seinem Ende entgegen gehen würde.


    Schulden können in ihrer Gesamtheit niemals zurückgezahlt werden, da eben der Anteil für den Zins fehlt. Es ist nicht der fehlende Wille der Marktteilnehmer oder des Staates (wie es auch oft in alternativen Medien verbreitet wird) sondern eine mathematische Unmöglichkeit!

    Nebelparder, hier muss ich Dir leider widersprechen.


    Wenn die Bank mir ermöglicht, etwas zu tun, was ich will, wozu mir aber die Mittel fehlen, z.B. ein Geschäft eröffnen, so leistet sie etwas und kann eine Gegenleistung verlangen; ob wir die Zins oder anders nennen, ist egal. Ebenso kann mir egal sein, wie sie das macht; ich habe ja, was ich wollte.


    Sorry, ich hab vergessen, dass wir in der Matrix leben und die meisten damit zufrieden sind.


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    Der Mindestreservesatz ist übrigens seit ein paar Jahren im EU-Raum bei 1 % und nicht wie im Video bei 2 - 10 %. Daraus ergibt sich ein theoretischer Multiplikator von 100 für legales Falschgeld!



    Heimlich ist daran nichts; in jedem Anfängerseminar für Geld und Kredit wird es erklärt. Es gibt genug Bücher darüber, wissenschaftliche und populäre. Alles ist öffentlich, bis hin zu den Bankbilanzen. Die Bank verspricht nichts, was sie nicht halten will und (voraussichtlich) kann. Zum Betrug gehört eine Täuschungshandlung; die sehe ich hier nicht.


    Also, ich kann Dir versichern, dass weder in der Bankkaufmanns-Ausbildung noch im Bankfachwirtstudium über die multiple Geldschöpfung aus dem Nichts unterrichtet wird.


    Und mach doch mal das Experiment und frag eine x-beliebige Person auf der Straße wie eine Bank arbeitet, bzw. wie deren Geschäftsmodell aussieht.


    Du wirst zu 99 % die Antwort erhalten, dass es da einerseits die Sparer gibt, die Geld bei der Bank einzahlen und die Bank mit diesem Geld dann arbeitet. Sie verleiht dieses Geld für einen bestimmten Zins und zahlt den Sparern ebenfalls einen bestimmten Zinssatz. Die Differenz daraus abzüglich aller Kosten ergibt dann den Gewinn einer Bank.


    Und das ist eben kompletter Bullshit!


    Ein Täuschungsmanöver ist es zwar nicht im rechtlichen Sinne, da jeder sich schlau machen könnte und sich in eine Bankbilanz einarbeiten könnte. Da geb ich Dir recht.


    Aber weshalb geben 99 % des Volkes dann diese obige falsche Antwort? Und weshalb wird darüber nicht unterrichtet? Also der Mindestreservesatz wird schon thematisiert, aber die Konsequenzen daraus und die eigentliche Geschäftspraktik einer Bank (multiple Geldschöpfung aus dem Nichts) muss man sich schon selbst erörtern.


    Es ist also kein rechtlicher Betrug sondern eher ein moralischer. Es ist aber nur deshalb kein rechtlicher Betrug, weil dieser Betrug (die Geldschöpfung aus dem Nichts) gesetzlich legitimiert ist. Daher auch der Begriff "legales Falschgeld". Der letzte, der an diesem Zustand etwas ändern wollte, war John F. Kennedy mit seiner Executive Order 11110. Er wurde von einem gestörten Einzeltäter rücklings erschossen. Da haben die Herren des Geldes aber mal wieder richtig Glück gehabt.

    Dein Beispiel vereinfacht zu stark. Zahlt ein Kreditnehmer seinen Kredit nicht zurück, ist die Geldmenge durch die Kreditvergabe trotzdem gewachsen. Für dieses Geldmengenwachstum haftet die Bank mit ihrem Kapital - letztlich also der Aktionär oder Inhaber mit seinem Erspartem.


    Du machst Dir die Welt in Deinen Vorstellungen zu einfach.


    Ich glaube viel eher, dass Du das Grundproblem des zugrunde liegenden Betruges Taschenspielertrickes nicht verstehst.


    Denn alles weitere ist irrelevant!


    Wenn die Grundidee auf Betrug aufgebaut ist, muss ich mich nicht über die weiteren Einzelheiten unterhalten.


    Klar ist mein Beispiel vereinfachend gewählt. Das hatte ich sogar darüber geschrieben.


    Wenn der Kreditnehmer nicht zurückzahlt kommt es zur Bilanzverkürzung und die Geldmenge schrumpft wieder. (siehe Weltwirtschaftskrise 1929/30)


    Wenn ich als Aktionär mein Geld in ein legales Betrugsmodell investiere, dann ist es m.E. sehr gut, dass ich dafür hafte. Denn was wäre die Alternative? Der Steuerzahler, der überhaupt nichts dafür kann, müsste für den Schaden aufkommen. (so gesehen ab 2008) Gewinne privatisieren - Verluste sozialisieren wäre die Folge! Und deshalb sollen wir einfach beim Betrugsmodell bleiben und darüber hinwegsehen? Was ist das denn für eine Logik? :hae: :?:


    "Dummheit schützt vor Strafe nicht" hat einer meiner Dozenten im Fach "Recht" immer gesagt. So ist es halt leider. Wenn ich beim Hütchenspielen am Strand von Rimini nicht die Kugel finde, bin ich doch irgendwie auch selbst daran schuld, mein Geld verloren zu haben. In einer gerechten Welt gäbe es den Hütchenspieler jedoch nicht und das derzeitige Geldsystem ebensowenig.


    Ist das Geldsystem gottgegeben oder könnte man es nicht ganz einfach so ausgestalten, dass es den Menschen dient und nicht dem Kapital, bzw. die Menschen dem Geldsystem dienen müssen?

    Dann setzt sich die Bank dem Ausfallrisiko ihres Schuldners aus, Teil 2 der Zinsen.


    Du bist echt lustig!!!


    Es ist nicht das Geld der Bank, das im Risiko steht! Die Bank hat nur 1 % als Mindestreserve. 99 % sind heiße Luft.


    Welches Risiko?


    Die Bank hat leistungslos Geld erzeugt. Wenn das weg ist, hat die Bank lediglich das Risiko, dass ihr Betrug auffliegt!


    Das Risiko liegt beim Kreditnehmer. Der hat sein Leben lang geschuftet und bekommt vielleicht sein Haus unter dem Arsch weggepfändet.


    Und spätestens dann ist der Betrug sonnenklar.


    Denn jetzt hat die Bank einen realen Wert gewonnen! Mit aus dem Nichts erzeugtem Konfettigeld. Vollkommen leistungslos!! Wie die Hütchenspieler in Rimini!

    @ghost_god


    Noch ein kurzes einfaches Beispiel hierzu und nur für Dich:


    Ich habe 100 Euro in meinem Tresor. Das ist alles was ich besitze. Du hast gar nichts aber eine Geschäftsidee und brauchst 10.000 Euro dafür. Du kommst zu mir und fragst nach dem Geld. Ich antworte Dir, dass das kein Problem sei und ich Dir die 10.000 Euro leihen könne. Dabei verschweige ich Dir, dass ich eigentlich nur 100 Euro habe. Ich stell Dir aber ein paar Quittungen (Geldscheine) aus oder noch besser, ich besitze die Computertechnik und buche Dir 10.000 Euro auf Dein Konto. Selbstverständlich mache ich das nicht umsonst und schicke Dich als Zinssklave los, lasse Dich arbeiten, um mir letztendlich ein paar hundert Euro Zinsen zu erwirtschaften. Keiner weiß, dass ich eigentlich nur 100 Euro besitze und dich ordentlich geleimt habe. Du merkst ebenfalls nichts davon und denkst auch noch, dass Du größtenteils in Deine eigene Tasche wirtschaftest. Aber das Erstaunlichste daran: Du findest das alles absolut legitim und gerecht! :thumbup:


    Jetzt zu Deiner Frage:


    Inwieweit sind Zinsen insofern dreist?


    Sind Zinsen auf Geld aus dem Nichts legitim?


    Findest Du es in Ordnung, dass ich mich durch Deine Arbeit bereichere?


    Oder ist ein Zinstransfer von fleißig nach dreist nichts anderes als Betrug?