Soweit ich die evtl. neue Steuergesetzgebung der DR Kongo richtig verstanden habe, geht es hauptsächlich um eine neue Steuer auf "Super-Gewinne" im Rohstoffbereich. (fällt an, wenn die Rohstoffpreise um mehr als 25 % gestiegen sind) Dazu noch leichte Erhöhungen der Royalties. Im schlimmsten Fall gehe ich jetzt mal von etwas mehr als 50 % Verschlechterung aus, also so ca. 55 %.
Der Anteil von RRS, den das betrifft, also der DR Kongo Anteil, liegt bei 20,4 %. Von den 55 % sind das 11,22 % bezogen auf die Gesamtproduktion von RRS. Seit das bekannt wurde, fiel der Goldpreis so ca. 1,5 %. Bei einem üblichen Hebel von ca. 3 sind das weitere 4,5 %. Insgesamt also 4,5 % + 11,2 % = 15,7 %.
RRS stand so ca. bei 80/81 €. Die 15,7 % abgezogen ergeben knapp 68 €. Währungsschwankungen nicht berücksichtigt. Das Tief bei RRS lag heute bei 67,47 €.
M.E. ist die negative Auswirkung einer evtl. neuen Gesetzgebung daher komplett eingepreist. Und diese neue Gesetzgebung ist ja noch nicht durch. Das Abwärtsrisiko bestünde nun lediglich noch bei einem weiter fallenden Goldpreis.
RRS ist daher auf aktuellem Niveau durchaus interessant.
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https://www.iol.co.za/business…ongo-mining-code-13178333
Übersetzung:
"JOHANNESBURG - Randgold Resources könnte $ 10 Millionen (R120 838 000) pro Jahr verlieren, wenn eine geplante Änderung der Demokratischen Republik Kongo in Kraft tritt, sagte Chief Executive Mark Bristow.
"Am oberen Ende wären es 10 Millionen Dollar pro Jahr", sagte Bristow gegenüber Reuters und verwies auf die finanziellen Auswirkungen des neuen Gesetzes.
"Was für eine Investition im Kibali-Stil nicht von Bedeutung ist, aber wenn Sie eine kleine Firma wären, die eine kleine Einlage liefert, wären Sie unter enormem Druck."
Das in London notierte Unternehmen Randgold betreibt die Goldmine Kibali im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo und repräsentiert knapp 30 Prozent (nur 20,4 % - Anmerkung von mir) der gesamten Goldproduktion der Gruppe.
Der neue Kodex, den das Parlament Ende letzten Monats gebilligt hatte, könnte sehen, dass die Lizenzgebühren für Kobalt, eine wichtige Komponente in Elektroautobatterien, um das Fünffache auf 10 Prozent steigen. Es beseitigt auch eine Stabilitätsklausel in dem geltenden Gesetz zum Schutz der Bergleute vor Änderungen der Steuer- und Zollregelung für 10 Jahre.
Der Minister für kongolesische Minen Martin Kabwelulu wollte am Mittwoch nicht sagen, ob das Bergbaugesetz von Präsident Joseph Kabila unterzeichnet wurde.
Bristow sagte, dass das Unternehmen 4,5 Prozent Lizenzgebühr "unter Zwang" bezahlte, im Gegensatz zu 2,5 Prozent, die nach dem Bergbaugesetz von 2002 erforderlich waren.
In dieser Woche starteten globale Bergbauunternehmen wie Randgold, Ivanhoe und Glencore eine koordinierte Kampagne gegen einen neuen Bergbau-Kodex, den sie angeblich ersticken werden."
Also dann noch eine andere Berechnung:
10 Mio. $ weniger, das wären bei 94,1 Mio. shares ca. 0,11 $ je Aktie.
2017 betrug der Gewinn je Aktie 2,96 $. Die Minderleistung durch eine evtl. neue Minengesetzgebung betrüge also ca. 4 %. Plus die ca. 5 % aufgrund des Goldpreisrückganges wären dann insgesamt 9 %. Diese von 80,50 € abgezogen ergibt 73,25 €. RRS fiel bis 67,xx € und steht aktuell immer noch unter 70 €. Und ich habe hier durch Rundung recht großzügig gerechnet. Des Weiteren heißt es im obigen Text: "10 Mio. $ am oberen Ende." Und das Gesetz ist auch noch nicht verabschiedet.
Fazit:
Die negativen Auswirkungen einer neuen Minengesetzgebung sind mehr als eingepreist, wie ich mit meiner anderen Berechnung (s.o.) letzte Woche bereits aufgezeigt hatte.