August 2020.... wie war es eigtl. nochmal zu der Zeit?
Wurden da schon neue Maßnahmen angekündigt?
Ich meine mich zu erinnern, dass es ab Ende Juni erstmal "vorbei" war und das Leben wieder "normal" wurde und die meisten Michel auch davon ausgingen, jetzt wäre es vorüber und so ein Lockdown passiert nicht nochmal.
Genau so war es!
Über den Sommer, ab Frühsommer bis in den Herbst hinein, war es im Jahre 2020 absolut ruhig. Alle dachten, das Ganze wäre eine einmalige Anomalie und jetzt wäre wieder alles in Ordnung.
Warum weiß ich das so genau?
Im September 2020 wurde unser Sohn eingeschult. Zwei Tage vorher gab es einen Elternabend. Da gingen die Klassenlehrerin und auch der Schulleiter darauf ein und meinten, dass das ja alles vorbei wäre und man nicht mehr bei jedem Räuspern zu Hause bleiben müsse und eine Meldung diesbezüglich abgeben müsse. Man könne die Eltern da beruhigen und bla, bla, bla.
Da meldete sich ein Vater, der irgendwie ich war, und meinte folgendes:
"Wenn dann Ende des Jahres die Maskenpflicht eingeführt sein wird, wie ist das dann bei unserem Sohn, der eine Vorerkrankung hat und der deshalb keine Maske tragen darf und davon durch ein ärztliches Attest befreit ist?"
Wohlgemerkt, zu dieser Zeit dachte jeder, dass alles wieder normal sei und ich habe das Ganze nicht im Konjunktiv vorgetragen, sondern so, als ob das schon eine völlige Gewissheit sei und es sich um Fakten handele.
Daraufhin der Schulleiter, damals kannte der mich noch nicht, doch wir lernten uns dann immer "besser" kennen:
"Also, wenn das wirklich so kommen sollte, wovon nicht auszugehen sei, dann würde unser Sohn vom Unterricht ausgeschlossen werden und zuhause beschult werden."
Daraufhin der Vater, der irgendwie meine Wenigkeit darstellte:
"Ich komme dann in zwei, drei Monaten darauf zurück!"
Verdutzter Blick und weiter im Programm.
Ab November 2020 war unser Sohn dann im Homeschooling und lernte völlig selbstständig. Zuvor wurde uns noch gänzlich davon abgeraten, weil das ja gar nicht gut für ihn wäre, völlig unvernünftig sei und es dann zu Lernrückständen kommen würde und nur Probleme verursachen würde.
Daraufhin wieder der Vater:
"Wenn er dann mal wieder in den Präsenzunterricht gehen wird, wann immer das auch sein mag, wird er noch weiter voraus sein, als er es jetzt schon ist."
Selber verdutzter und ungläubiger Blick sowie süffisantes Lächeln der Lehrer und stellvertretenden Schulleiterin.
Dann meinte ich beim Verabschieden nur noch:
"Vertrauen sie mir. Es wird so sein!"
Sein Notenschnitt liegt dieses Jahr bei 1,0.
Er war fast drei Jahre während der gesamten Corona-Zeit im Heimunterricht und wir mussten nicht ein einziges Mal ernsthafte Fragen beantworten. Natürlich hatte ich einen Blick darauf und stellte ihm gelegentlich die Frage, ob er das neue Thema denn auch verstanden hätte? Ja, ja, ist einfach, war seine Antwort. Da wurde ich neugierig und stellte ihm ein paar Kontrollfragen, die weit über das geforderte Thema hinausgingen. Die konnte er alle beantworten. Alles klar, weitermachen.
So viel zur unterirdischen Qualität des Schulsystems.