Ein längerer Artikel bei Tichy, der relativ ausführlich auf die verschiedenen Methoden eingeht, wie die Inflation klein geredet, bzw. künstlich niedrig gehalten wird.
Statistikbehörden rechnen die Inflation klein, kritisieren Professoren - manipuliert und verändert
Aus dem Inhalt:
- „Es werden ja die Vermögenspreise nicht berücksichtigt und die Zusammensetzung der Warenkörbe, die der Berechnung zu Grunde liegen, werden manipuliert und verändert und sind auch willkürlich. Man braucht nur mehr Technologie zu gewichten, schon sinkt die offizielle Rate“
- Die Geldmenge M1 – also alle Sichtguthaben und Bargeld – sei seit dem Jahr 1999 rascher gestiegen als das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) .
- Das Statistische Bundesamt berücksichtige nämlich nicht die Preise von Aktien, Wohneigentum und öffentlichen Gütern wie Gesundheit und Bildung.
- Die Statistikämter die Gewichtungen der einzelnen Güter im Warenkorb laufend veränderten.
- Statistikbehörden berücksichtigen außerdem Verbesserungen und Verschlechterungen der Qualität von Produkten. Kritiker argumentieren, dass Verschlechterungen leichter übersehen würden, weil Unternehmer diese nicht kommunizierten. Etwa bei einem Computer, bei dem Gehäuseteile plötzlich aus Plastik statt Metall bestehen.
Außerdem sei der Willkür der Statistiker bei dieser „hedonischen“ Berechnungsmethode Tür und Tor geöffnet.
„Das Statistische Bundesamt gibt keine Auskunft darüber, bei welchen Gütern konkret Qualitätsanpassungen erfolgen.
Dazu noch zwei Lesermeinungen, die es gut treffen:
- In Deutschland werden unter der Merkel-Regierung, wie einst in der DDR, mittlerweile alle volkswirtschaftlich relevanten Zahlen zurecht gebogen. Das reicht von Inflationsrate bis BIP.
Die extremen Preiserhöhungen (z. B. Mieten, Heizkosten, Tankstellen, Supermärkte, Steuern) treffen vor allem die sogenannten „Kleinen Leute“ und liegen weit über 2%. - Ein weiterer Aspekt wäre zu ergänzen. Der Warenkorb unterscheidet nicht zwischen „must have“ und „nice to have“. Z.B. der Möbelanteil. Jeder kann notfalls 30 Jahre auf den Kauf neuer Möbel warten oder diese spottbillig gebraucht kaufen. Sich schenken lassen oder vom Sperrmüll holen. Das gilt aber nicht für Nahrung; Energie; Wohnen und Verkehrsdienstleistungen.