Beiträge von peter98

    Ein längerer Artikel bei Tichy, der relativ ausführlich auf die verschiedenen Methoden eingeht, wie die Inflation klein geredet, bzw. künstlich niedrig gehalten wird.
    Statistikbehörden rechnen die Inflation klein, kritisieren Professoren - manipuliert und verändert
    Aus dem Inhalt:

    • „Es werden ja die Vermögenspreise nicht berücksichtigt und die Zusammensetzung der Warenkörbe, die der Berechnung zu Grunde liegen, werden manipuliert und verändert und sind auch willkürlich. Man braucht nur mehr Technologie zu gewichten, schon sinkt die offizielle Rate“
    • Die Geldmenge M1 – also alle Sichtguthaben und Bargeld – sei seit dem Jahr 1999 rascher gestiegen als das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) .
    • Das Statistische Bundesamt berücksichtige nämlich nicht die Preise von Aktien, Wohneigentum und öffentlichen Gütern wie Gesundheit und Bildung.
    • Die Statistikämter die Gewichtungen der einzelnen Güter im Warenkorb laufend veränderten.
    • Statistikbehörden berücksichtigen außerdem Verbesserungen und Verschlechterungen der Qualität von Produkten. Kritiker argumentieren, dass Verschlechterungen leichter übersehen würden, weil Unternehmer diese nicht kommunizierten. Etwa bei einem Computer, bei dem Gehäuseteile plötzlich aus Plastik statt Metall bestehen.
      Außerdem sei der Willkür der Statistiker bei dieser „hedonischen“ Berechnungsmethode Tür und Tor geöffnet.
      „Das Statistische Bundesamt gibt keine Auskunft darüber, bei welchen Gütern konkret Qualitätsanpassungen erfolgen.

    Dazu noch zwei Lesermeinungen, die es gut treffen:

    • In Deutschland werden unter der Merkel-Regierung, wie einst in der DDR, mittlerweile alle volkswirtschaftlich relevanten Zahlen zurecht gebogen. Das reicht von Inflationsrate bis BIP.
      Die extremen Preiserhöhungen (z. B. Mieten, Heizkosten, Tankstellen, Supermärkte, Steuern) treffen vor allem die sogenannten „Kleinen Leute“ und liegen weit über 2%.
    • Ein weiterer Aspekt wäre zu ergänzen. Der Warenkorb unterscheidet nicht zwischen „must have“ und „nice to have“. Z.B. der Möbelanteil. Jeder kann notfalls 30 Jahre auf den Kauf neuer Möbel warten oder diese spottbillig gebraucht kaufen. Sich schenken lassen oder vom Sperrmüll holen. Das gilt aber nicht für Nahrung; Energie; Wohnen und Verkehrsdienstleistungen.

    Silber wird heute wieder verprügelt. Deshalb ein Artikel, der neben den manipulativen Anzeichen einen künftig höheren Silberpreis sieht.


    Silberpreis: Manipulation? Vor und nach Handelsschluß in New York
    Aus dem Inhalt:

    • Ist beim Silberpreis Manipulation im Spiel? Es gibt eine extrem merkwürdige Differenz zwischen der Handelszeit in New York und der Zeit, während der Handel dort geschlossen ist!
    • Würde der Silberpreis nur während der Zeit des New Yorker Handels bestimmt werden, so läge der Preis nach 50 Jahren Silberhandel an der COMEX bei 0,2Dollar!
      Würde der Silberpreis hingegen nur während der Zeit bestimmt werden, an dem der New Yorker Handel geschlossen ist, so läge er hingegen bei 220$. Das ist ein Unterschied von vier Potenzen – oder von 1100%!
    • Wer fundamentale Gründe braucht, um Silber zu kaufen – wohlmöglich auch noch physisch – der sollte sich die massiven Volumina der Reserve Repo-Aktionen der FED (Interpretationen dazu hier) und den langfristigen US Consumer Price Index ansehen:


      [Blockierte Grafik: https://finanzmarktwelt.de/wp-content/uploads/2021/07/CPI-longterm.jpg]

    • Während die FED die nächste Repro-Krise auslöst, indem sie Billionen an finanziellen Reserven mit 5 Basispunkten anlockt (Reserve Repo), legt sie damit die Saat für die nächste Liquiditätskrise von anleihelastigen Banken.
    • Die wahrscheinliche Folge: eine galoppierende Inflation in den USA, weil die Umlaufrendite des Geldes durch kreditfinanzierten Konsum und durch Leistungen des Staates für die arbeitslose Bevölkerung zunehmen wird, und gleichzeitig die Produktion nicht mehr wesentlich von der menschlichen Arbeit abhängig sein wird (Stagflation).
    • Der Silberpreis profitiert nicht nur aufgrund des Green New Deals und der Planungswirtschaft der Notenbanken, sondern auch aufgrund seines monetären Charakters. Bei einem Preis von aktuell 25 $ ist Silber für jedermann erschwinglich. Nur das Angebot ist in den USA nahezu verschwunden.
    • In einer verdeckten Preisfindung kann der Anstieg des Silberpreises – wie in den letzten 50 Jahren – weiterhin begrenzt werden. Die Notenbanken könnten aber auch durch eine „Entgleisung“ der Inflation dafür sorgen, dass monetäre Metalle nicht mehr als „erschwingliches“ alternatives Zahlungsmittel und als Konkurrenz für ein digitales Zentralbankgeld zur Verfügung stehen.
    • Im Spannungsfeld dieser unterschiedlichen Interessen sehe ich einen Silberpreis von 40$ bis Ende 2022 als einen Weckruf für freiheitsliebende Investoren.




    Ein Artikel, der unter anderem die derzeitige Bedeutung und Gefahren des Repo-Marktes näher erläutert.
    Wells Fargo And Repo Markets Screaming Liquidity Crisis About To Unfold!


    • In den vergangenen Wochen flossen jede Nacht gewaltige Summen in den “Reverse-Repo-Markt“.
    • Ein Ex-Banker gibt dazu folgende Erklärung: "Wir stehen kurz vor der nächsten Liquiditätskrise und Finanzmarkt-Crash, weil die Banken sich untereinander (und anderen Kreditnehmern) nicht mehr
      trauen.
      Sie vergeben keine Kredite mehr und entziehen dem Markt Liquidität. Die großen Banken bauen ein „Sicherheits-Polster“ auf – für das, was kommt!
      Weniger Kreditaufnahme bedeutet weniger Kreditvergabe. Dies mündet dadurch in eine Kreditklemme (d.h. eine Liquiditätskrise).
      In einer Welt, die süchtig nach Krediten ist, sollte man die Finger von Risikoanlagen (Aktien, Anleihen und Immobilien) lassen.
    • Während Wells Fargo sich auf die bevorstehenden “Schmerzen“ vorbereitet, beginnt JP Morgan (einer der klügsten Insider des gesamten manipulierten Bankensystems), vorsichtig Bargeld zu horten ($500 Mrd.) und sich mehr in die Sicherheit kurzfristiger Anleihen zu begeben.
    • Zum Reverse Repo-Markt
      Traditionell ist der Reverse-Repo-Markt der Ort, an dem sich Banken von Banken Geld leihen, indem sie typische Sicherheiten (US-Treasuries) zu niedrigen Zinssätzen anbieten.


      Ab September 2019 stiegen diese Sätze dramatisch an. Die Banken begannen, dem Kreditrisiko und den Sicherheiten der anderen zu misstrauen.


      Jetzt ist es die Fed und nicht die Geschäftsbanken, die eine viel größere Rolle bei der Stützung des zunehmend zerfallenden Intra-Bank-Repo-Marktes(Kreditmarkt) übernehmen.


      Die Geldmärkte verschieben massive Mengen an Dollars zur Fed.


      Infolgedessen ist der Repo-Markt in die Höhe geschnellt, da die Banken fast eine Billion pro Tag bei der Fed parken (= das Dreifache der normalen operativen Menge).
      Dies ist ein alarmierendes Zeichen für ein Gegenpartei-Risiko unter den Banken.

    [Blockierte Grafik: https://kingworldnews.com/wp-content/uploads/2021/07/KWN-Matt-III-7132021-1024x423.jpg]

    • Was bedeutet dies für Gold?
      Wenn die Märkte in den Keller gehen, kann Gold folgen, aber weit weniger schnell und nicht so tief.
      Viele Investoren sind dann ggf. gezwungen, sicherere Edelmetalle zu verkaufen, um Verluste bei Risikoanlagen auszugleichen.
      Der Druck auf Gold ist vorübergehend, aber real, wenn die Märkte in die Knie gehen.


      Aber wenn die Deflation die Börsenkurse trifft, setzt die Inflation bei den Preisen ein, dessen Anstieg wird Gold konsequent folgen.

    Diese enorme Ausweitung der Schulden werden sicher nur vorübergehend sein...
    Sie sollten dann zumindest aber auch "vorübergehend" für steigende Goldpreise sorgen.

    Democrats Strike Deal On $3.5 Trillion "Human Infrastructure" Package
    Aus dem Inhalt:


    • Chuck Schumer, der Fraktionsvorsitzende der Demokraten im Senat, hat gerade
      bekannt gegeben, dass sich die Demokraten hinter ein $3,5 Billionen Dollar schweres "Infrastruktur-Ausgabepaket gestellt haben, das sie nun mit Hilfe spezieller
      Haushaltsregeln verabschieden können, die es ihnen erlauben, das „Filibuster“ *)
      zu umgehen.“
      *) Dauerrede im US-Senat zur Verhinderung/Verzögerung von Abstimmungen


    • Der Deal ergänzt das 600-Milliarden-Dollar-Paket von Infrastrukturmaßnahmen,
      das Biden mit den Republikanern ausgehandelt hat.
      „Wenn man das zu den 600 Milliarden Dollar in einem überparteilichen Plan hinzufügt, kommt man auf 4,1 Billionen Dollar, was sehr, sehr nahe an dem liegt, worum Präsident Biden uns gebeten hat“, sagte Schumer.

    Fundamental ist es auch nicht zu erklären, denn die Minen erwirtschaften seit 1-2 Jahren nach einer jahrzehntelangen Durststrecke im Durchschnitt wieder einen starken Free Cashflow! Die Bilanzen der meisten Minen wurden im letzten Jahrzehnt mühsam saniert und sehen heute entsprechend gut aus. Viele Unternehmen sind netto schuldenfrei und sitzen auf Cashbergen.
    Die Dividenden steigen daher auch bereits, wobei das meiner Meinung nach eine Entwicklung ist, die noch ganz am Anfang steht!

    An der Börse werden die fundamentalen Daten eher selten berücksichtigt.
    Früher oder später werden sich diese aber durchsetzen.


    Wie sagte Kostolany:


    “Die Börse reagiert gerade mal zu zehn Prozent auf Fakten. Alles andere ist Psychologie.”


    und noch ein Spruch von ihm:


    "Wer die Aktien nicht hat, wenn sie fallen, der hat sie auch nicht, wenn sie steigen".

    Diese Meldung dürfte für Unmut bei vielen Kunden der Wels Fargo sorgen.


    Wells Unexpectedly Shuts All Existing Personal Lines Of Credit, Hinting US Economy On The Edge
    (Wells schließt unerwartet alle bestehenden persönlichen Kreditlinien und deutet damit an, dass die US-Wirtschaft am Abgrund steht)


    Aus dem Inhalt:

    • "Wells Fargo hat kürzlich sein Produktangebot überprüft und beschlossen, keine neuen Personal- und Portfolio-Kreditlinienkonten mehr anzubieten und alle bestehenden Konten zu schließen"
    • Die plötzlichen Schließungen werden viele Kunden ohne eine möglicherweise kritische Liquiditätsquelle zurücklassen.
    • Die plötzlichen Schließungen werden viele Kunden ohne eine möglicherweise kritische Liquiditätsquelle zurücklassen.
      Was noch schlimmer ist, viele werden mit dieser Entscheidung zusätzlich bestraft, da es für sie schwieriger wird, einen Kredit von einer neuen Quelle zu erhalten.

    Ein Artikel, der die Widersprüchlichkeiten der Fed (was gesagt und was tatsächlich getan wird) etwas näher beschreibt.


    Wer zwischen Schein und Sein unterscheiden kann, der will Gold halten
    Ein wenig aus dem Inhalt:

    • Die Fed, zusammen mit allen anderen Zentralbanken, hat de facto ein "Sicherheitsnetz" unter die Finanzmärkte und Konjunkturen gespannt. Sie haben der Öffentlichkeit (offen oder hinter vorgehaltener Hand) zugesichert, neuerliche Krisen mit allen Mitteln zu "bekämpfen". Vor allem haben sie sich bereit erklärt, die Schulden der Staaten aufzukaufen und dafür neu geschaffenes Geld in Umlauf zu bringen.
      Die Fed hat das System schon (mindestens) zwei Mal gerettet, sie wird es auch ein drittes (und viertes) Mal retten!
    • Wenn strauchelnde Schuldner von den Zentralbanken mit allen Mitteln liquide gehalten werden, ist es nicht verwunderlich, dass die Investoren keine Furcht mehr vor Zahlungsausfällen haben.
      Gleichzeitig versprechen die Zentralbankräte allerdings der Öffentlichkeit, sie werden die Preisinflation im Zaume halten, sie "bekämpfen". Erstaunlicherweise scheinen immer noch viele Menschen diesem Versprechen zu glauben.
      Es sind doch die Zentralbanken, die die Preisinflation verursachen.
      Es die Zentralbanken, die, in enger Kooperation mit den Geschäftsbanken, die Geldmenge per Kreditvergabe "aus dem Nichts" ausweiten und auf eben diese Weise die Güterpreise in die Höhe treiben.
      Dadurch - und das ist die unabwendbare Folge - setzen sie die Kaufkraft des Geldes herab.
    • Die Zentralbanken beitreiben eine inflationäre Politik, auch wenn sie diese Wahrheit hinter wolkigen Erklärungen und vernebelnden Wort-Definitionen zu verbergen suchen.
      Die Zentralbankräte sind bereit, die Preisinflation anzuheizen.
    • Sie wissen aber gleichzeitig auch, dass sie den Bogen nicht überspannen dürfen. Denn wenn die Öffentlichkeit den Schwindel bemerkt, dann schwindet das Vertrauen in das Geld, und dann kann es ungemütlich werden.
    • Dessen ungeachtet weitet sie jedoch die Geldmenge stärker denn je durch Schuldpapierkäufe aus, treibt also die Preisinflation zusätzlich an. Ganz offensichtlich löst dieser Widerspruch zwischen Wort und Tat keine wirkliche Empörung in der Öffentlichkeit aus.
      Die große Mehrheit der Menschen versteht schlichtweg nicht die inflationären Konsequenzen der Zentralbankpolitik, sie wird systematisch über die Inflationswirkungen getäuscht.
    • Oder es handelt sich um um so etwas wie eine stillschweigende Zustimmung: Jeder einzelne erkennt zwar, dass die Inflationspolitik insgesamt eine schlechte Sache ist, meint aber, dass er von ihr letztlich doch profitiert, dass er mit ihr besser gestellt ist als ohne sie - weil beispielsweise die Preisinflation seinen Arbeitsplatz sichert, weil der Staat nur so ihn mit Transferzahlungen versorgen kann, weil die Kurse der Aktien, die er im Depot hat, ansteigen etc.

    Abschließend zwei Sätze, die eingangs des Artikels erwähnt wurden, die als Konsequenz daraus gesehen werden müssen:

    • Durch ihre Markteingriffe täuschen die Zentralbanken die Menschen über die Probleme und Risiken im Kredit- und Geldsystem hinweg. Lassen Sie sich nicht in die Irre führen - halten Sie physisches Gold.
    • "In reality there is no such thing as an inflation of prices, relatively to gold. There is such a thing as a depreciated paper currency." - Lysander Spooner
      ("In Wirklichkeit gibt es so etwas wie eine Inflation der Preise, relativ zum Gold, nicht. Es gibt so etwas wie eine abgewertete Papierwährung.")