Ich poste den Artikel mal in diesen Thread, obwohl er sich mit der Staatsverschuldung auch auf Deutschland und andere Länder bezieht (aber die USA sich gerade als gutes Beispiel anbietet).
Er erklärt aber recht anschaulich, dass die mathematische Komponente ein Entrinnen aus der bereits bestehenden Staatsverschuldung kaum noch möglich erscheinen lässt.
Staatsschulden - eine Handgranate, bei der der Sicherungsstift schon längst gezogen ist
- Der Grundlagenfehler besteht darin, dass unsere Budgets und die zur Deckung des Budgets erforderlichen Finanzierungen nicht nach den uns einfach verständlichen linearen Funktionen, sondern nach den Regeln der exponentiellen Funktionen wirken.
- Ich sage es hier unverblümt, die Politiker wissen das, aber sie propagieren die linearen Funktionen nach außen für das Staatsvolk. Für die Verdummung sind "schwarze Null", "Wirtschaftswachstumswerte" (natürlich lineare) und "Lebenshaltungskosten-Indices" (natürlich manipulierte) bestens geeignet.
- "das Problem liegt in der Unfähigkeit des menschlichen Gehirns, exponentiell denken zu können".
- Und natürlich nutzen die Politiker weltweit diese Unfähigkeit ihrer Wähler, die Konsequenzen der von der Politik präferierten Staatsfinanzierung zu erkennen und sich entsprechend abzusichern.
Als Probleme werden gesehen:
- Keine reale Tilgung, sondern die permanente Erhöhung der Verschuldung
- Steigende Staatsdefizite (in den USA) und real auch bei uns, weil wir ja unsere Überschüsse nicht behalten, sondern in Transferleistungen hergeben und dazu noch neue Verbindlichkeiten eingehen.
- Anleihezinsen werden ebenfalls finanziert, weil ja "die Zinsen so schön niedrig sind"
- Der Kaufkraftverlust wird durch manipulierte Programme "schön gerechnet".
- Neue Schulden werden, weil die kurzfristigen Zinsen niedriger liegen als die langfristigen, kurzfristig abgeschlossen.
- Zu allem Übel haben viele Staaten ... negative Zinsen als Einnahme vereinbaren zu dürfen, sich kurzfristig und wesentlich höher verschuldet.
- Der nächste Zinsanstieg ... bringt die Mixtur zur Explosion.
Der Autor hält teils gravierende Lösungsvorschläge für erforderlich, die ich hier aber nicht einstellen möchte, da sie für viele wohl zum großen Teil nicht umsetzbar sind (zumindest kann man aber versuchen, sich anhand einiger Punkte bestmöglich auf so ein Szenario vorzubereiten).