@huibuh
die staatsangehörigkeitsgebundene besteuerung gibt es schon für rentner + pensionäre. die müssen nämlich egal wo sie leben, mindestens eine teil ihrer rente/pension hier in restde in form von steuern zurücklassen.
bsp. DBA = Doppelbesteuerungsabkommen Uruguay:
wer sich länger als 6 Monate/a dort aufhält, von dessen Rente behält der restDE-Fiskus pauschal 10% ein. Freibeträge: NULL.; keine GLV, keine PKV; nennt sich beschränkt steuerpfichtig und suggeriert das krasse Gegenteil.
Uruguay erhebt keine Steuern auf deutsche Renten.
Alternativ kann man einen Antrag auf unbeschränkte Steuerpflicht stellen, dann wird hier in restDE der Ertragsanteil der Rente versteuert, da sind ab 2022 82%. EhegattenSplitting, Freibeträge gelten dann.
ein interessanter link hierzu:
https://www.biallo.de/recht-st…nd-vorsicht-steuerfalle!/
Dem restDE-Fiskus entgehst du nur durch Tod.
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Man kann dennoch einiges tun, um seine Steuern zu optimieren.
Grundregeln Nr. 1 - keine private AV a la Riester etc, und nichts was der Staat sehen könnte.
Alle die eher 1000€ Rente beziehen, müsste ca 600€ mit 15% besteuern also ca 90€ p.a. In dem Falle, ist eine Adresse im Inland notwendig. Kinder, Enkel, Verwandte Freunde etc. Ein und Ausreise am besten mit dem Auto, und wenn es nach Uruguay gehen muss, dann zum Flughafen im Ausland.
Wer eher 2000€ hat, würde bei 10% 2400€ p.a. zahlen, wenn er im Ausland ist und 1600€ wenn er hier wohnt. Hier muss jeder wissen, ob der Aufwand lohnt und wo das Ausland ist. Bleibt man in der EU, würde ich hier schon allein wegen der KV (noch) angemeldet bleiben. Ist es weit weg, würde ich die zelten brechen. Da man im Ausland ohnehin günstigere Krankheitskosten hat. je nachdem wo. Ist eine größere Krankheit da, kommt man zurück.
Ich denke so die Magische grenze ist bei 1500€ Grenze. Hat man zusätzliche Einnahmen, z.B. Mieteinnahmen, ist der Wegzug immer die bessere Wahl. Z.B in Ungarn zahlen Rentner 0% Steuern. Da gönnt man dem deutschen Fiskus die paar Kröten, wenn man im Gegenzug nur 50-70% der Lebenshaltungskosten hat und keine Steuern auf zusätzliche Einnahmen zahlt.
Insofern ist die Schlauheit der Bundesregierung eher als begrenzt zu nennen. Die Armen könne relativ leicht ins EU Ausland ziehen und angemeldet bleiben, die Vermögenderen sparen trotzdem viel geld.
Je höre die Rente/Pension, desto schlechter. Also gilt hier wieder die Grundregel - Wer dem Staat vertraut, zahlt drauf.
Führt man die Staatsangehörigkeit Steuer ein, sind die Kleinrentner außen vor, die Großrentner aber definitiv in Visier. Dann Hilft nur die Aufgabe der Staatsangehörigkeit bzw der Erwerb einer Neuen und eben eine Kluge und kreative Steuerberatung bzw Vermögensverwaltung. Jetzt schon, nicht erst, wenn es so weit ist.