Continental schließt Werke in Deutschland – 7000 Arbeitsplätze betroffen
Continental veröffentlicht Details zu seinem Sparprogramm. Das Ausmaß ist nicht nur erschreckend für die Mitarbeiter. Es ist auch ein Warnsignal für die gesamte Branche.
Düsseldorf Wochenlang haben Arbeitnehmervertreter und Vorstand um das Sparprogramm von Continental gerungen. Seit Mittwoch herrscht Klarheit darüber, wie viele Stellen gestrichen und welche Werke geschlossen werden sollen. Vor allem für Mitarbeiter in Deutschland dürften die Kostensenkungsmaßnahmen des Dax-Konzerns eine Enttäuschung sein.
Im Rahmen der „Transformation 2019 – 2029“ stehen bei Continental in den kommenden zehn Jahren weltweit bis zu 20.000 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Allein in Deutschland sind etwa 7000 der insgesamt 62.000 Stellen betroffen, 5000 davon bereits bis 2023. Der Zulieferer erhofft sich mithilfe der Maßnahmen ab 2023 die Bruttokosten jährlich um 500 Millionen Euro zu senken.
In Deutschland trifft es vor allem Mitarbeiter, die Komponenten für Verbrennungsmotoren konzeptionieren und produzieren. Am Standort Roding in Bayern, wo 540 Mitarbeiter hydraulische Komponenten für Benzin- und Dieselmotoren herstellen, wird die Produktion bis 2024 eingestellt. 330 Arbeitsplätze werden hier abgebaut.
Im Werk im sächsischen Limbach-Oberfrohna, das Dieselinjektoren herstellt, werden 860 der 1230 Arbeitsplätze gestrichen. Für die 370 verbliebenen Mitarbeiter sucht das Continental nach einem Übergang in funktionsnahen Aufgabengeldern.
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