Beiträge von TeeKay

    Wo ist da jetzt dein Verstaendnisproblem? Ein Goldpanda erfuellt gleich drei der genannten Ausschlusskriterien:


    Münzen
    Edelmetalle
    Geld


    Der Halbsatz "Sendungen von außergewöhnlichem oder nur schwer schätzbarem Wert" ermoeglicht Hermes nur, im Zweifelsfall jedes Versandgut als unversichert hinzustellen. Es duerfte dir sehr schwer fallen, beim Versand von in den AGB explizit als unversichert genannten Guetern zu argumentieren, dass sie doch versichert seien.


    Und natuerlich muss man bei einem Nachforschungsantrag den Inhalt angeben. Aber wenn man bei einem verlorengegangenen Einschreiben die Trackinghotline anruft, stellt man keinen Nachforschungsantrag. Die Bearbeiterin geht davon aus, dass es verschwunden ist und weist den Betrag sofort an.

    Ich halte einen Silberbestand von mehreren Milliarden Unzen auch fuer wahrscheinlicher als einen von nur wenigen hundert Millionen. Das Silber verschwindet ja nicht, es wird zu Schmuck, Besteck, Muenzen, Medaillen und sonstwas verarbeitet. Das Zeug liegt in hunderten Millionen Haushalten herum und bleibt unbeachtet, weil es kaum etwas wert ist. Keiner kuemmert sich um Omas Besteck oder die seltsame Muenze von Opa, wenn es beim Haendler nur einige Euro erloesen wuerde. Man kann man aber sicher sein, dass jeder seine Wohnung durchsucht und alles silbern aussehende zum Ankaeufer schleppt, wenn es sich lohnt.


    Und auch das angebliche Silberdefizit ist doch Schwachsinn. Niemanden interessiert, ob die Silberfoerderung niedriger ist als der Silberverbrauch, wenn das Defizit jedes Jahr durch Recycling kompensiert wird. Es interessiert einfach niemanden, wo das Silber herkommt. Ob aus der Erde oder aus dem Recycling. Wichtig ist nur, dass es zur Verfuegung steht.


    Das alles heisst aber nicht, dass ich nicht an einen grossen Preisanstieg glaube. Bin ueberwiegend in Silber investiert. Der Preisanstieg funktioniert aber nur, weil die grosse Masse so unheimlich traege ist. Wenn die Unze bei 50$ steht, kommt ein Artikel in der Bild. Dann gucken vielleicht 10.000 mal nach, davon gehen 1000 zum Haendler, weil es sich lohnt. Wenn die Unze bei 100$ steht, kommt ein groesserer Artikel und 100.000 gucken nach. Davon gehen dann nach einer Woche Bedenkzeit 90.000 Menschen mit jeweils 8kg Sterlingsilberbesteck zum Haendler, weil es sich lohnt. Und in dieser Woche gilts dann zu verkaufen, weil anschliessend das Angebot groesser wird als die Nachfrage - trotz angeblichem Defizit und Knappheit. Zeitungen und Silber gibts schliesslich nicht nur in Deutschland.

    Guck doch erstmal online, ob das Einschreiben ueberhaupt ankam. Wenn ja und nur die Muenze fehlte, hast du Pech gehabt. Dann musst du beim Nachforschen ja angeben, dass Inhalt fehlte und den angeben. Da etwas falsches anzugeben duerfte Versicherungsbetrug o.ae. sein. Kam es gar nicht an, dann rufst du bei der Trackinghotline der Post an, die gucken dann ebenfalls nochmal nach. Stellen sie fest, dass das Einschreiben seit Wochen beim Punkt X haengt, gehen sie vom Verlust aus. Sie fragen nach Bankverbindung und bezahltem Porto und du bekommst den Betrag ohne Nennen des Inhalts in kuerze ueberwiesen. So zumindest bei mir.

    Manche Menschen stellen sich beim Bescheissen aber auch daemlich an. Seine Bewertungen wurden ja nicht nur am gleichen Tag abgegeben, sondern alle innerhalb einer Stunde. Und die betreffenden Auktionen wurden auch alle innerhalb einer Stunde abgeschlossen. Die Verkaeufernamen sind fuer eBay voellig untypisch nichtssagende Zeichenkombinationen.
    Aber das beste kommt noch: die Verkaeufer haben noch etliche weitere Kaeufer mit genau 10 Bewertungen, die alle zur gleichen Stunde abgegeben wurden (die Kaeufe liegen natuerlich auch alle im Zeitfenster von wenigen Stunden am gleichen Tag): Z.B. http://feedback.ebay.de/ws/eBa…6&items=-1&item=-1&de=off


    Bei der grossen Anzahl an Accounts moecht man vermuten, dass da jemand eine groessere Betrugsaktion plant. Andererseits spricht die auffaellige Vorbereitung dafuer, dass der potentielle Betrueger fuer eine groessere Aktion zu dumm ist.

    In Hoehe dreier Monatsgehaelter? Ich weiss noch, was es fuer ein Aufwand war, bei Kaufhof mit einem 500er zu bezahlen. Da kramte die Kassiererin eine Stofftasche hervor, packte den 500er dort rein, verschwand fuer einige Minuten und kam mit einer Stofftasche mit 50ern wieder. Wenn ich mit 3 Monatsgehaeltern ankomme und 10er dafuer haben moechte, wird wohl der Geschaeftsfuehrer aus der Besprechung gezerrt und zur Kasse gerufen.
    Mal ganz abgesehen davon, dass Liesel Mueller, die hinter mir ihr T-Shirt bezahlen will, nicht unbedingt sehen muss, dass ich mit einem 10kg Sack Muenzen durch die Gegend renne.


    Da ist mir doch der klimatisierte, von der Oeffentlichkeit komplett abgeschottete Kassenraum der Bundesbank lieber. Lustigerweise ists bei den BB-Kassenangestellten genau umgekehrt wie bei Kaufhof. Da hat man mich beim DM-Umtausch komisch angesehen, als ich auf den Packen Scheine noch einige Pfennigstuecke legte.

    Drei Monatsgehaelter wuerd ich auf dem Tagesgeldkonto der Hausbank lagern (wenn du nicht grad ein mit 1,5 Mrd $/a entlohnter Hedgefondsmanager bist). Da gibts zwar weniger Zinsen, aber
    a) sind die bei den Betraegen so oder so irrelevant und
    b) hast du das Geld sehr viel eher in deinem Verfuegungsbereich als bei irgendwelchen Internetbanken
    Vielleicht auch bei der Bundesbank Silberzehner kaufen.

    Die Vetomoeglichkeit ist laengst existent - Kartellamt. Bringt aber nichts, wenn die Vetomoeglichkeit eine Hintertuer hat, naemlich die Ministererlaubnis. Wenn ein Werner Mueller kurz vor seinem Wechsel zur Energiewirtschaft noch schnell eine vom Kartellamt untersagte Fusion zweier Energiekonzerne genehmigt und das keiner komisch findet, ist die Vetomoeglichkeit salopp gesagt fuer den Arsch.

    Bestaetigt mal wieder die Ansicht vieler in diesem Forum, dass vererbtes Gold vom Erben schnellstmoeglich verkauft wird und somit der Goldanteil am Anlagevermoegen des Durchschnittsdeutschen tendenziell eher ab- als zunimmt.

    Zitat

    Original von mesodor39
    Der Preis von mehr als 700 Dollar für den Erstabschlag ist abstrus. Aber egal. Frage: warum prägen die USA nun Feingold-Anlagemünzen?.


    Ist ihnen etwa das unter Roosevelt eingezogene und zu Barren mit der Feinheit 916 2/3 umgeschmolzene Gold in Fort Knox bereits so weit ausgegangen, sodaß sie nun schon für eine weitere Münze Gold zukaufen müssen und sich für diese Goldtranchen die Legierungskosten sparen möchten?.


    Die Feingoldmuenze wird ja zusaetzlich zum Eagle gepraegt. Da die staatliche Muenze auf Ertrag ausgerichtet ist und sehen musste, wie Kanada, China, Oesterreich und Australien mit Feingoldmuenzen breite Kaeuferschichten erreichen, haben sie wohl einige Kongressabgeordnete solange genervt, bis sie ein Gesetz zum Praegen von Feingoldmuenzen einbrachten. Da hat man sich dann wohl ausgerechnet, dass der zehnjaehrige Feingoldmuenzenverkauf den Gegenwert eines F-22 Kampfjets einbringt. Und da man den schliesslich immer gebrauchen kann, stimmte eine Mehrheit dem Gesetz zu.

    Zitat

    Original von Kaufrausch
    Und der Dollar hat sich in den letzten 100 Jahren auch ganz ohne Crash relativ zu Gold um 98% im Wert nach unten bewegt.


    1906 Gold: 20,62$
    2006 Gold: 589,53$
    Aenderung: 2859%


    Dollar 1913: 1
    Dollar 2006: 20,45
    Aenderung: 2045%


    Abwertung des Dollar gegenueber Gold auf 12,3% - nicht auf 2%. Faktor 6, der sicher nicht von den 7 Jahren Anfang des 20. Jahrhunderts kompensiert wird, von dem ich keine Daten habe. Mal ganz abgesehen davon, dass die Situation vor 5 Jahren noch ganz anders aussah, da wertete Gold gegenueber dem Dollar ab. Also alles nur eine Frage des betrachteten Zeitraums.

    Umicore ist Silberverarbeiter, kein Silberinvestor. Selbst wenn sie mit einem Silberpreisanstieg rechnen wuerden, duerfte das Zurueckhalten der Lagerbestaende fuer mehrere Monate/Jahre problematisch sein. Die werden das Silber ja wohl kaum bar aus Eigenkapital bezahlt haben, das ist fuer die ein durchlaufender Posten. Wenns so waere, koennten sie ja einfach alle Beschaeftigten entlassen, die Geraete verkaufen und fuenf Jahre warten. Wuerde den Gewinn erhoehen.

    Also ProAurum verkauft auf Anfrage auch Silber-Standardbarren. Ruf doch mal an und frag, wie da die Lieferzeit betraegt.


    Da faellt mir ein, ProAurum schrieb vor ein paar Monaten mal, dass die Barrenhersteller Granulat auf Halde liegen haetten, jetzt aber auf einmal alle Barren wollen. Aber das ist jetzt schon ewig her - in der Zeit haette man ja mal einen zweiten Ofen und eine zweite Barrenform besorgen koennen. Also entweder die Aussage stimmte nicht - oder die Nachfrage muss regelrecht explodiert sein und es sagt nur keiner irgendwas darueber.

    Gut, dann kann man damit vielleicht doch ein Ueberlandkabel bauen. Aber wie schnell? Kann man im naechsten Jahr mit ersten Produkten rechnen, die die Stromversorger dann verbauen koennen? Oder erst in 10 Jahren? Wieviel werden die Dinger im Vergleich zu Kupfer kosten?
    Ich bleibe bei der Meinung, dass es wohl teurer waere als Kupfer und daher fuer den groessten Verbraucher - Asien - vorerst unerschwinglich. Die Nanoroehrchen waeren also allenfalls in der westlichen Welt relevant. Und dort wird nicht unbedingt soviel an den Stromleitungen gebaut.
    Wie soll das ueberhaupt bei Freilandleitungen gehen? Wenn ich da ein leichtes Plastikkabel verwende, schwingt das im Wind viel staerker als ein schweres Metallkabel. Das macht Laerm, also muss man die Dinger entweder kuenstlich schwerer machen, oder so straff spannen, dass sie nicht mehr schwingen.

    Was interessiert den die Bildung von Oel bei der Diskussion darum, wann das Foerdermaximum erreicht ist? Dazu muss ich nicht wissen, ob Oel nun aus Dinosauriern und Pflanzen entstand oder ob die gute Oelfee es hier her gezaubert hat. Relevant dabei ist einzig und allein der Verbrauch und das Volumen neu gefundener Lagerstaetten. Der Verbrauch ist weit hoeher als das Volumen neuer Lagerstaetten. Dinge wie Oelsande und sonstwas moegen ja schoen und gut sein, man muss aber weitaus mehr Energie fuer die Foerderung aufwenden als fuer das Bohren eines Loches. Wenn aus dem Loch nichts mehr kommt, haben wir zwar noch einen Berg von Oelsand, aber das nuetzt dir an der Tankstelle auch nichts mehr, weil das Oelprodukt zu teuer zum Verheizen geworden ist.
    Das meiste derzeit gefoerderte Oel stammt aus Lagerstaetten, die seit ueber 50 Jahren bekannt sind. Bei der Ausbeutung der Lagerstaetten muss immer mehr Wasser in die Bohrloecher gedrueckt werden, um den Druck aufrecht zu erhalten. Bei vielen Lagerstaetten wurde die Entnahmemenge viel zu stark gesteigert und der Druck damit viel zu schnell abgebaut. Die Ernuechterung ob der nachlassenden Foerdermenge wird genauso schnell kommen.
    Wo kommt in der Argumentation die Entstehungsgeschichte des Oels vor? Die ist allenfalls relevant, wenn man begruenden will, weshalb die Oelfoerdernationen seit Jahren die gleichen Reservemengen angeben. Muss dann wohl an der guten Fee liegen, die immer genauso viel Oel nachzaubert, wie entnommen wird.

    Mit Nanostrukturen kannst du vielleicht auf einem 1cm² grossem Siliziumchip den Strom besser leiten, aber ob du damit ein armdickes Ueberlandkabel ersetzen kannst, moechte ich doch stark bezweifeln. Und selbst wenn, dann wird das vermutlich teuer werden und fuer den Hauptkupferverbraucher Asien unrelevant. Die bauen schliesslich auch jetzt noch extrem ineffiziente Kohlekraftwerke, ganz einfach, weil es guenstiger ist als alles andere.
    Oder glaubst du, dass der Hinterland-Reisbauer, der erstmalig in seinem Leben ueberhaupt elektrischen Strom erhaelt, gleich das supermoderne Nanoroehrenkabel vor die Tuer gelegt bekommt?
    Ich wuerd mir mittelfristig um die Ersetzung von Basismetallen absolut keine Sorgen machen, langfristig schon gar nicht. Fuer alles werden sich neue Einsatzfelder auftun, neue Lagerstaetten aber nur in begrenztem Umfang.


    Zu den Aktien: ich las letztens, dass Minenaktien langfristig gesehen schlechter abschnitten als die gefoerderten Metalle. Alles in eine einzige Aktie zu stecken, wie du es scheinbar tatst, duerfte aber eine schlechte Idee sein.

    Ist ja schoen und gut, was du alles tust. Wenn ein Sammler aber gern gute Qualitaet will, zahlt er auch dafuer. Und so wie ich die Muenzen einschaetze, waren die alle in guter Qualitaet.
    Ein blauer Ferrari faehrt genauso wie ein roter, ist aber guenstiger im Gebrauchthandel.