Die gestrigen EuroMOMO-Zahlen bis 15.03. zeigen keine gesteigerte allgemeine Mortalität (d.h. Todesfälle aus welchen Ursachen auch immer), inbesondere auch nicht bei den Senioren.
Im Gegenteil: derzeit gibt es weniger Tote insgesamt als normal. Konkret die wenigsten seit 2016 (zumindest). Sollte man da nicht eher mehr erwarten als normal, im Sinne von "alles wie üblich, plus Corona", statt der tatsächlich ausgewiesenen "eher weniger als üblich, inkl. Corona".
(Die Zahlen kann man natürlich in Frage stellen, wenn man will, und ich warte schon auf die entsprechenden angriffigen Kommentare. Und nein, die Leute in Wuhan und Italien sterben natürlich nicht aus Spass. Ich unterstelle aber nichts, und hab euch trotzdem alle lieb
)
Zielführender wären aber Überlegungen, warum diese offensichtliche Diskrepanz besteht zwischen den angeblich vielen herumliegenden Toten einerseits (wobei ich nicht behaupten könnte, Bilder davon aus zweifelsfreier Quelle gesehen zu haben), und den kommunizierten Zahlen andererseits.
Eine naheliegende Erklärung wäre vielleicht: wenn man einem 80-jährigen in Nicht-Pandemie-Zeiten sagt, dass er eine Lungenentzündung entwickeln könnte, die für ihn gefährlich sei, und er darum 2 Wochen das Bett hüten müsse mit präskribierten Medikamenten, dann wird er sich daran halten oder auch nicht, und daran sterben oder auch nicht. Im Sterbefall wird die Todesursache wohl auf "Lungenentzündung" lauten.
Wenn die Medien aber kein anderes Thema mehr kennen als "Corona", dann wird derselbe 80-jährige (mit ja tatsächlich vorhandenen Symptomen) eben ins Spital eilen, wo er dann positiv getestet wird (mit - wie offiziell zugegeben wird - noch nicht validierten Tests, die alles möglich positiv diagnostizieren könnten. Im Sterbefall wird derselbe Tote dann aber mit der Todesursache "Corona" gelistet.
Es würde mich nicht wundern, wenn am Ende der Pandemie in den Statistiken eine viel niedrigere Anzahl an Lungenentzündungen aufgeführt wird, zu "Gunsten" von Corona-Opfern.
EuroMOMO jedenfalls weiss noch nichts von mehr Toten als üblich. Eher im Gegenteil.