Beiträge von Donar

    Update zum suspekten Vreneli.


    Ich hab mich zunächst an den Gerätehersteller gewandt, mit Bild gem. Posting 23. Er antwortete mit:


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    The machine is set to read 90% gold / 10% copper.I can see the Francs are 90% gold but not sure what the balance of the coin is.


    It is definitely outside of expected parameters for this 90/10 composition.


    I would recommend showing this to the dealer and requesting XRF verification of the metal composition.
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    Heute hab ich das Goldhaus in Kilchberg aufgesucht. Ein Röntgenfluoreszenz-Gerät haben die da nicht in der Filiale. Es wurde aber versichert, dass jedes Stück genau geprüft werde mit einem ähnlichen Gerät wie mein Sigma Metalytics, aber aus deutscher Produktion. Da PA als Referenz auf den GoldScreenCard- bzw. Pen-Seiten aufgeführt ist, nehme ich mal an, dass die deren Geräte haben.


    Die fragliche Münze wurde nochmals überprüft und bestand deren Test. Sie wurde mir anschliessend aber anstandslos umgetauscht gegen ein anderes Exemplar.


    Das Ersatz-Exemplar (und ein paar neue) liegen jetzt alle im grünen Bereich meines Gerätes.



    Mein persönliches Fazit:


    1. Bei den Vreneli gibt es (selten) Stücke mit fragwürdiger Legierung (anders als 10% Cu).


    2. Sigma Metalytics findet solche Stücke, die hier behandelten deutschen Geräte eher nicht.



    (Noch ein Update für Kaufinteressanten in der CH: heut habe ich die UPS-Rechnung für MWSt und Verzollung des Gerätes erhalten: gerade mal CHF 130. Aber wir haben ja auch nur 7.7% MWSt und keine 19% wie in DE.)

    Es gibt einige zinsbullische Entwicklungen, während der Sektor korrigiert hat, und wenn wir die massiven Basen von GDX und GDXJ (siehe unten) betrachten, sollte uns das für die nächsten 12 bis 18 Monate umso optimistischer machen....

    Ok, 12 bis 18 Monate, aber: Entschuldigung. Der Termin ist, huch, was für ein Erschrecken: die Wahlen 2020.


    Wenn die US Ökonomie durchhält bis Herbst (oder zumindest bis zum Spätsommer), wird Trump wieder Präsident. Easy as this.

    Kackt die Konj
    unktur ab (ich meine vorher, sie tut's eh demnächst irgendwann), forget Trump.



    Es geht eh abwärts mit dem US-Thaler. Die Frage ist nur: schafft es der Don, das noch über die Wahlen zu retten?


    Meine absolut subjektive Prognose? Der Thaler kackt ab, massiv, vor der Wahl.

    Von Hannes Zipfel auf YT zur Abwechslung ein Beitrag in deutscher Sprache zum Thema


    Droht ein Goldverbot? (29.11.2019, Dauer 38:23)


    (Spoiler: das wird nicht beantwortet. Der Tenor ist: eher nicht, aber doch nicht unmöglich. - Ok, den Titel hätte man besser wählen können.)


    Mit Bezugnahme auf die weitere Vergangenheit und die nähere Zukunft. Silber wird ebenfalls behandelt, auch mit Betonung auf bessere Eintauschbarkeit im Krisenfall. Minen werden kaum thematisiert.


    Das Filmchen hat ein paar kleine faktuelle Schlampigkeiten drin, die man zu Gunsten des Ganzen aber vernachlässigen kann (z.B. wenn .950 Gold mit 24 Karat gleichgesetzt wird).


    Hat dafür zum Ausgleich immer wieder mal ein Bröckchen an interessanten Zusatz-Infos drin, wie z.B. Details zum Gold als Tier-1-Wert in Basel III (im Film übrigens mit "Tear-1" beschriftet - vielleicht weil ihm dabei die Tränen kommen ;) ).

    Kaufe ab und zu gerne 20er Vrenelis :)


    IBAN oder PP Freunde. Zahlung CHF oder EUR. Lieferung CH oder DE.

    Falls die Legierung abweicht, müsste zwingend auch das Gewicht und die Abmessung variieren, um den gewichtsmäßigen Goldanteil beizubehalten.


    Hast auch mal Krugerrand probiert, bei denen es bekannterweise größere Unterschiede gibt?

    Falls Wolfram, dann würden die Dimensionen nicht abweichen. Aber dann würde ich auch deutlich "roter" erwarten. Aber ich bin da "noob".


    Krügers hab ich keine :(

    Alles was irgendwo gelagert ist wurde untersucht: offenbar alles echt.


    Hab heute aber einen Stapel 20er Vreneli bei einem renommierten Zürcher Händler gekauft, wo man sich ja schon sicher sein kann, dass es sich um echte Ware handelt.


    Bei einem Stück habe ich allerdings eine (deutlich) suspekte Anzeige. Es handelt sich um einen 1912er.



    Bruttogewicht ok: 6.39g.


    Dimensionen ok: Dicke 1.02mm, Durchmesser 21mm.


    Klangtest ok: hört sich wie die anderen Verenas an.


    Deutet alles auf Gold hin, ist aber das einzige Teil, welches sowohl im Oberflächenbereich als auch bei der durchdringenden Messung im roten Bereich anzeigt.


    Bei der Messung gab ich 0.9 Gold an mit Cu-Legierung, Standard LMU halt.


    Meine Frage daher an die hiesigen Experten:


    Gabs bei dem Jahrgang allenfalls auch andere Legierungen?

    Jeffrey Gundlach auf YT, en, Dauer 48:36. Zusammenfassung von mir.


    (Jeffrey Gundlach verwaltet 150 Mrd. USD. Die ersten 30 Min. werden hier zusammengefasst, der Rest dreht sich um Gundlach's DoubleLine Capital, welche 10-jähriges Jubiläum feiert, und kann m.E. übersprungen werden.)


    (Wer englisch versteht, sollte sich das Video ansehen. Wer besser ist im lesen statt verstehen: automatische Untertitel einschalten: die Technik ist mittlerweile absolut brauchbar.)




    Jeffrey Gundlach über Märkte, Ökonomie, Rezession und mehr


    1. Märkte 2020


    Ende 2018 schloss ziemlich schwach ab, und es war absehbar, dass 2019 sehr einfach werden würde um Gewinne in fast allen Bereichen zu erzielen.


    Viel davon ist allerdings auf das Verhalten der Fed zurückzuführen. Bis vor einem Jahr war sie im Autopilot QT-Modus, egal wie die Marktdaten aussahen. Die Märkte schmierten deswegen allerdings ab, und die Fed gab das QT auf zugunsten QE 4.0 (auch wenn sie es nicht so nennen will). Erwartungsgemäss führte das die Märkte zurück auf neue Höhen.


    Nur führen die dauernden Zins-Manipulationen der Fed vermehrt zu einer Nichtakzeptanz im Markt. Das Wachstum der Verschuldung liegt substanziell über dem Wachstum des BIP: nominell gibt es derzeit ein Negativwachstum im BIP, weil das gesamte Wachstum der letzten Quartale schuldenbasiert ist. Aber dank der Fed war 2019 dennoch recht einfach für Investoren.


    Wenn die Welt in 4 Regionen unterteilt wird (US, Japan, Europa, Schwellenmärkte), und die Hauptindices dieser Regionen betrachtet werden, sieht man, dass in den 80ern Japan unbesiegbar schien, bis die Rezession in den 90ern den Nikkei so quasi auslöschte. 30 Jahre später ist der Nikkei immer noch weit von jenen Rekorden entfernt.


    In den 90ern war es dann Europa, speziell mit dem Hoffnungsträger Euro: aber in den Nullerjahren kam auch hier die Rezession und die Märkte kamen bis jetzt nicht wieder in jene Höhen.


    Seit Mitte der Nullerjahre dominierten dann die Schwellenländer; der Dollar war schwach, der Aufstieg Chinas begann, und die Schwellenländer lagen bei weitem ganz vorne. Aber auch hier: die Rezession schlug zu, und die höchsten Höhen von damals blieben bis jetzt unerreicht.


    Und jetzt die USA: der S&P500 ist das Killerinvestment überhaupt, aber ich behaupte, auch hier wird sich das Muster wiederholen: sobald die Rezession zuschlägt werden die Märkte abtauchen und sich nicht so schnell wieder erholen. Der USD war 2019 erstaunlich stabil, DXY 96 bis 97, aber während der Rezession wird er wegen des Defizitproblems abtauchen, weil die Investoren in den anderen Währungen bessere Chancen sehen werden.



    2. Rezession


    Die Wahrscheinlichkeit des Eintreffens einer Rezession während 2020, so ab etwa August, September, würde ich mit 40% beziffern. Die Wirtschaftsdaten sehen nicht so gut aus, vielleicht mit Ausnahme des Verbrauchervertrauens-Indexes. Das Umschlagen der negativen Zinskurve ins Positive ist dabei ein typischer Vorsagewert für eine Rezession in den nächsten 12 Monaten.



    3. Wahlen 2020


    [Halte ich kurz.]


    Trump gewinnt, wenn die Wirtschaft stimmt bis zu den Wahlen (und das könnte gerade so reichen), und zwar hauptsächlich, weil es keine Winnertypen bei den Demokraten gibt, ausser vielleicht Pete Budaj, der sehr redegewandt ist, aber für die meisten Amerikaner zu jung.


    [Interessant die Unterstellung, dass Trump mit seinen Zöllen diabolische wahlpolitische Ziele verfolgt, ab 10:45].



    4. Die Fed


    Ich war optmistisch als Powell übernahm, ein Pragmatiker war gefragt statt der vorherigen Akademiker. QT wurde vom Markt aber nicht angenommen und der U-Turn zum QE war mit manchen Erklärungsnöten verbunden. Derzeit erscheint mir die Fed so ziemlich steuerlos, schamloser als je zuvor dem Bondmarkt folgend. Derzeit würde ich Powell die Note C- [70%, DE: 3-, CH: 4.5] geben.


    Powell ist ein Cheerleader für höhere Inflation. Lyle Brainard von der Fed [hab ich kürzlich detailliert besprochen] sagte, dass die Gründe dafür, dass die Fed die Inflation heisslaufen sehen will "zu kompliziert sind, um sie dem Publikum zu erläutern". Übersetzung: die Schulden nehmen alarmierende Ausmasse an, und die Nationalbanken wollen im globalen Massstab die Inflation ankurbeln und die Zinsen niedrig halten, um die Schulden ein wenig zurückzufahren.


    [Wie George Gammon grinst auch er bei Brainard's Begründung für ein "durchschnittliches Inflationsziel von 2% unter Einbezug der Vergangenheit: "What does this even mean?".]



    5. Negativzinsen


    Damit versuchen die Zentralbanken letztlich, ihre Ökonomien zu stimulieren. Allerdings leiden darunter die Banken und Versicherungen, inbesondere underperformen hier die Europäer.


    Das seltsame an der ganzen Geschichte ist aber, dass niemand wirklich diese Negativzins-Bonds hält: 97% werden von den Zentralbanken und deren Institutionen gehalten.


    Die USA wird keine Negativzinsen sehen. Powell hat das völlig klar gemacht (und deshalb kriegt er auch ein C- und kein D-). Würden die USA darin Japan und Europa folgen, wäre das tödlich für das globale Bankwesen: das Kapital könnte schlichtweg nirgendwo mehr hin. Die US sind ein wirklich grosser Markt, das japanische und europäische Kapital kann aufgenommen werden. Das ist auch einer der Gründe für die Stärke des Dollars.



    6. Philosophie und Geschichte


    [Die düsteren Gedanken über Aufstände und Bürgerkriege in seiner 4-Phasen-Theorie überspringe ich hier.]



    7. Wie weiter?


    Die Fed bekämpft das Eintreten der nächsten Rezession mit allen Mitteln, aber sie wird doch kommen. Deshalb muss man bereits jetzt in die Verteidigung gehen, wie man es 2006 auch hätte tun müssen.


    Unternehmensanleihen sind heute doppelt so hoch wie bei der letzten Krise, in welcher es hiess, die hätten nie so hoch werden dürfen. Es gibt derzeit Zombie-Unternehmen, die existieren nur noch wegen der künstlich tief gehaltenen Zinsen. Ein Drittel der als investitionswürdig angesehenen Unternehmen wie AT&T müssten heute eigentlich als Junk betrachtet werden. Wenn die Rezession kommt, wird es viele Downgradings geben, und das wird die Preise nicht steigen lassen. Statt Investitionen werden wir viele Desinvestitionen sehen. Viele werden das nicht verstehen und Verluste einfahren.


    Investitionen in Unternehmen sollten sich auf ein absolutes Minimum beschränken. Nicht-US-Investments sollten maximiert werden, doch wenn schliesslich wieder Gelegenheiten auftreten, sollte das dafür benötigte Pulver ebenfalls vorhanden sein.


    Bonds steigen langsam, aber sie fallen schnell. In der Gewinnphase gehen sie langsam von 100 zu 103, aber in Rezessionen fallen sie auf 50. Sie wollen das Pulver haben um bei 50 zu kaufen, und das heisst, jetzt bei 103 zu verkaufen.

    So, ist da:



    Zeit zum Spielen :thumbup:



    Gut, wenn man das Externe erst mal heimholen muss, artet's natürlich in Arbeit aus. Ich denke da an gewisse Horter von Kilos und Vreneli-Türmchen :saint:


    Man sollte vor der Anaschaffung auch bedenken, dass die Geräte mindestens jährlich kalibriet werden müssen und teilweise recht teure Verschleißteile benötigen.

    Dieses Gerät verlangt nach jedem Start und Materialwechsel das Durchführen einer Kalibration mit dem CAL-Knopf. Ausserdem liegt noch eine runde Kalibrierscheibe mit dabei, deren Handhabung sich mir allerdings noch nicht ganz erschliesst.

    Hier ein neues Video von George Gammon (en, Dauer 9:08) [Transkript von mir.]



    Warren Buffett: Prophezeit er den nächsten Aktienmarkt-Crash?


    Um das herauszufinden, müssen wir uns anschauen was er tut, nicht was er sagt (das sind ja oftmals zwei verschiedene Paar Schuhe).


    Wir werden dieser Frage in 3 Schritten nachgehen.



    Schritt 1. Der Buffet-Massstab.


    Buffet misst, ob der Aktienmarkt gerade günstig oder teuer ist, indem er die gesamte Marktkapitalisierung ins Verhältnis zum BIP stellt. Hier ist ein Chart, der bis 1975 zurückreicht:



    1975 war die Marktkapitalisierung unterhalb 50% des BIP. In den 90ern schnellte sie dann sprunghaft in die Höhe, um 2000 bei fast 150% den Höhepunkt der Blase zu erreichen. Natürlich crasht das, mit einem letzten Aufbäumen bei 135%, um schliesslich 2010 etwa 90% zu erreichen. Von da an stieg die Marktkapitalisierung aber wieder an in nie erreichte Höhehn, und überschreitet heute 150%.


    Da stellt sich natürlicherweise die Frage, wie es sein kann, dass man jahrzehntelang um 50% herum dümpelt, um dann ausgehend von den 90ern auf 150% zu landen; wie kann es sein, dass wir heute 150% vom BIP für Aktien bezahlen, wenn wir zwischen 1975 und 1990 doch so viel vorsichtiger mit unserem Geld waren.


    Dem liegen zwei Hauptfaktoren zu Grunde: Zinsrate und Liquidität.


    Liquidität: Das vom Fed wie verrückt gedruckte und ins System gepumpte Geld geht zu einem Grossteil in den Aktienmarkt, was natürlich die Aktienpreise steigen lässt, obwohl die Fundamentaldaten unverändert bleiben.


    Weil Aktien zumindest teilweise über den erwarteten Cash Flow evaluiert werden, spielt der Zinssatz aber ebenfalls eine Rolle: je niedriger der ist, desto höher der erwartete Cash Flow.


    So gesehen macht es natürlich Sinn, dass die 70ies mit ihrem Zinssatz von 15% eine Marktkapitalisierung von nur 50% sahen, und wenn die Zinsen wie heute 0 oder 1 Prozent betragen, dieselbe 150% beträgt.


    Was die meisten Leute aber vergessen (aufgrund des "Recency Bias", d.h. der Erwartung, dass alles so weiter läuft wie bis vor kurzem) ist, dass Zinsraten zyklisch sind, mit einer Periode von üblicherweise zwischen 20 und 30 Jahren.



    Momentan befinden wir uns in einer bereits seit 40 Jahren andauernden Phase von Zinssenkungen. Da stellt sich schon die Frage, was passieren wird, wenn der unausweichliche Zinsanstieg wieder einsetzt. Wenn die Zinsen sich nur schon auf 7% normalisieren, ist absehbar, dass die Aktienmärkte die Hälfte ihres Wertes verlieren werden.


    Da nun Cash die Möglichkeit eröffnet, Aktien zu kaufen wenn sie günstig sind, ist es naheliegend anzunehmen, dass Buffet zwischen 1975 und 1990 sehr wenig Geld in seinem Portfolio hielt, da er es dazu nutzen würde, so viel zu kaufen wie er kann. Um 2000 und 2005 müsste er viel Geld gehalten haben, und noch mehr Geld gerade jetzt. Viel Geld geht also einher mit einer Befürchtung, dass der Aktienwert sinkt.


    Lasst uns diesen Annahmen mal nachgehen.



    Schritt 2. Warren Buffets Cash Positionen.


    Denken Sie daran, Buffet mag es, Dinge billig zu kaufen. Wenn er also in seinem Portfolio einen hohen Prozentsatz an Cash hält, muss man annehmen, dass er nichts günstiges zu kaufen findet.



    Zwischen 1988 und 1996 war Buffet praktisch voll investiert. 1998 hat er seine Cashpositionen erhöht, zu einem Zeitpunkt als die NASDAQ so richtig an Fahrt aufnahm.


    Diese Blase platzte ja dann 2001, und interessanterweise gingen Buffets Cashpositionen vor dem Crash substanziell herunter... also doch nicht so smart, hätte er nicht im Cash bleiben sollen? Was passierte ist, dass die wirklich wertvollen Aktien jener Zeit (nicht Dotcom) unglaublich billig waren, da die ganze Welt in die Tech-Aktien investierte. Die kaufte er, und denen ging es richtig gut.


    In der Zeit danach bis 2004 sah Buffet dann graduell aber nichts mehr interessantes zu kaufen, was zu für ihn historischen Cashpositionen von über 60% führte: er erachtete die Aktienpreise wohl als ziemlich unrealistisch (obwohl er das nicht sagte, aber seine Handlungen sprechen da für sich).


    2008/09 dann, als der Aktienmarkt so richtig zu crashen begann, hat Buffet die ganze Zeit öffentlichkeitswirksam verlauten lassen, dass nun eine gute Gelegenheit sei, US Aktien zu kaufen. Er selber war aber nur zu 75-80% investiert, praktizierte also nicht wirklich, was er predigte.


    Seither hat er weitere Cashpositionen aufgebaut, bis 2018 auf 50%. Aber wenn schon der weltbeste Investor nichts günstiges zu kaufen findet mit seinem Geld, dann sollte uns das genau wie 2004 sagen, dass der Markt erneut extrem überbewertet ist.



    Schritt 3. Puzzleteile zusammenfügen.


    Hier ist Buffets aktuelles Portfolio:



    Die Finanzmittel sind auf 45%, Tech-Aktien sind mit 26% vertreten, Haushaltsgüter mit 15% (und der Rest ist vernachlässigbar).


    Was passiert nun mit den Finanzmitteln, wenn die Zinsen rauf oder runter gehen? Wenn die Zinsen runter gehen, ist es für Cash schwierig, Geld zu erwirtschaften, aber wenn sie raufgehen, wird das einfacher.


    Was Buffet hier tut: er legt seine Karten offen. Er zeigt uns, dass er denkt, dass wir am Ende des Abwärtszyklus für Zinsen angekommen sind, und dass für die Zeitperiode der nächsten 20 bis 30 Jahre ein Aufwärtstrend bei den Zinsen zu erwarten ist.


    Was passiert mit dem Aktienmarkt, mit den am all-time-high notierenden Werten, wenn die Zinsen steigen? Nun, der wird halbiert werden.


    Wenn Sie die Erkenntnis erlangten, dass die Aktienwerte halbiert werden, wie würden Sie dann ihr Portfolio gestalten? Klar: Ihre Cashpositionen wären auf einem all-time-high... genau so wie Buffets.



    Wenn man also schaut, was Buffet macht, und nicht was er sagt, wird es offensichtlich, dass er eine signifikanten Zinsanstieg sieht, bei einem crashenden Aktienmarkt.

    Heute Nacht träumte es mir, dass die SNB die Hälfte ihrer 800 Mrd. Devisenanlagen gegen chinesisches Gold getauscht hat, und zwar alles was mit USA zu tun hat. Damit haben die Chinesen so quasi die Kontrolle über Facebook, Apple & Co. - Trump war nicht amused, d.h., er tobt.


    Ich musste aufstehen um dem Mist ein Ende zu setzen. (Der Traum versuchte das auszurechnen.)


    Beim Kaffee hab ich mir die Zahlen aber mal angesehen.


    Die SNB hatte per Ende Oktober 800 Mrd. CHF Devisenanlagen.


    Aufzubröseln, wie viel davon "mit USA zu tun hat" tu ich mir jetzt nicht an. Aber für die Hälfte davon würde sie bei einem Goldpreis von 46.000 CHF/kg rund 8,700 Tonnen Gold erhalten. Soviel Gold dürften die Chinesen schon halten.



    Yup, Trump wäre nicht amused...



    PS: Wie transportiert man so was?


    PPS: Was ist mit den Träumen meiner Jugend passiert?

    Arier hoch IQ Rasse ?
    Sie sind für 80 Millionen Tote verantwortlich!

    Das ist nicht der Kontext, auf den Salorius Bezug nahm, er meinte das einfach nur historisch:


    "Der Ausdruck wird im Avesta als ethnische Eigenbezeichnung der Iraner verwendet. Im Buddhismus, im Hinduismus und im Jainismus bezeichnet er einen edlen Geist. Der neupersische Name Īrān (mittelpersisch Ērān als Kurzform von ērān-šahr) bedeutet ‚Land der Arier‘".


    Aber das ist nicht wirklich noch on topic.

    George Gammon mit einem neuen YT-Video (29.11.2019). Transkript von mir:


    Kann der Dollar massiv geschwächt werden? (en, Dauer 12:02)


    Das "Plaza-Abkommen" von 1985 zwischen den damaligen G5-Staaten F, BRD, Japan, USA und GB erlaubte die kontrollierte Einflussnahme auf die internationalen Währungsmärkte, mit dem Ziel, den USD gegenüber anderen Währungen wie Yen und DM abzuwerten. Das hat geklappt, der Dollar wertete um 50% ab.


    Gammon zieht Parallelen zwischen 1985 und heute und fragt: Kann so etwas heute wieder eingefädelt werden ("Plaza 2.0")?


    Die USA könnten das etwa wie folgt rechtfertigen:
    1. Wir wollen Exporte ankurbeln (gibt auch Jobs)
    2. Wir wollen den US-Markt schützen (Protektionismus)
    3. Mit dem wirklichen Hintergrund, die US Schulden von 23 Billionen USD weg zu inflationieren
    4. Um's dem Volk zu verkaufen würde man sagen: hört zu Jungs, ja der Dollar wertete 1985 um 50% ab, aber die Inflation war ja nicht so hoch, so 4-6%.


    Nur war die Wirtschaft damals völlig anders. Heute ist sie viel konsumorientierter als damals, heisst von Importen abhängig. Als der Dollar damals weniger wert hatte, kaufte man sich statt eines Toyotas halt einen Ford, und dasselbe traf für praktisch alle Produkte zu, das heisst, es gab Alternativen und man kaufte amerikanisch.


    Heute gibt's aber praktisch nichts Amerikanisches mehr: ein Blick in den nächsten Wal-Mart reicht, um das festzustellen. Heisst: es gibt heute keine günstigere Alternative.


    Um das Inflationsziel zu erreichen, mpsste man die Major Players Japan, EU und China ins Boot holen, aber die würden heute nicht mehr mitmachen bei einem Plaza 2.0, weil sie nämlich in derselben Lage wie die USA sind:
    A. Riesige Schulden
    B. Sie wollen dasselbe, nämlich ihre Währungen verwässern
    C. Und alle zusammen befinden sich in einem Währungskrieg


    Diese 4 versuchen alle, ihre Währungen in Toilettenpapier zu verwandeln. Niemand wird da einem Plaza 2.0 zustimmen, weil's ja kontraproduktiv wäre.


    Die US-Lösung:
    1. Es werden Kapitalkontrollen eingeführt, weil wenn die wahren Absichten erst mal durchsickern, würde wohl eine riesige Dollarflucht einsetzen. Um das zu verhindern geht man cash-less, d.h. man setzt auf digitales Geld. Damit sind die Dollars in den USA gefangen. Die Fed kann dann Dollars ohne Beschränkungen drucken, um die FX Märkte damit zu fluten.
    2. Damit geht der Dollar natürlich runter, und die Import-Preise rauf.
    3. Damit gibt's eine steigende Inflation. Tataaaa.


    Gammon zeigt, dass das seit Monaten in der Mache ist. (Trump: "Ich könnte den Dollar in 2 Sekunden schwächen wenn ich das wollte".)


    Also: nicht wirklich ein Plaza 2.0 wegen fehlender Mitspieler, aber das Ziel kann dennoch erreicht werden.


    Fazit: OWN DOLLARS AT YOUR OWN RISK.