Habe soeben ein gestriges Video von George Gammon gesehen, welches die Machenschaften der FED aufzeigt.
Federal Reserve: Discover Lies & Secrets They're Hiding From YOU!
Weil's so interessant ist, hier eine etwas detailliertere Zusammenfassung für nicht des Englischen mächtigen Leser. Wer Englisch versteht, möge sich stattdessen das oft humorvolle Video angucken.
(Disclaimer: das "Kollaps" in Dollar-Kollaps ist nicht auf die komplette Vernichtung des Dollars gemünzt, sondern auf eine durchaus eklatante Wertverminderung.)
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Die grösste Lüge der FED: Der Wirtschaft geht es gut.
So weit so gut, das kennt man ja, und dann folgt immer: Nur muss man sich über die Deflation Sorgen machen. Jetzt heisst es auch noch: Wir müssen uns um das globale Wachstum Sorgen machen.
Mrs Lael Brainard von der FED: "Der Wirtschaft geht es gut, aber wir mussten dieses Jahr 3 Zinssenkungen vornehmen, um den Gegenwind des langsam Weltwirtschaftswachstums und der Zollstreitigkeiten entgegen zu wirken." (Sie bezeichnet das als "significant action".)
Gammon zeigt dann vergnügt lachend anhand von Charts, dass jedes Mal, wenn das GDP der *Welt* rückläufig ist, jenes der *USA* ansteigt (2013, 2015, 2018). Er folgert daraus, dass die 3 Zinsschnitte nicht wegen dem langsamen Wirtschaftswachstum vorgenommen wurden, sondern dass die US-Wirtschaft schlichtweg nicht mit einer über 0% liegenden Verzinsung umgehen kann.
Er zeigt anhand der GDP Charts, dass die Sorge um die Deflation und die Sorge ums globale Wachstum zusammen nicht koexistieren können: eins von beidem muss eine Lüge sein. Oder auch beides.
Er kommt dann auf FED Geheimnisse zu sprechen: Die FED will einen Dollar-"Kollaps". Oben erwähnte Brainard sagte: "Während der Finanzkrise hat die FED 3 Runden mit Bondkäufen vorgenommen im Wert von $3,8 Trillionen (QE). Bei der rückblickenden Beurteilung der Effizienz dieser Massnahmen wurde untersucht, was das nächste Mal getan werden kann, wenn der Zins auf den ELB (effective lower bound) fällt, also auf 0." Sie führte weiter aus, dass eine Rendite-Obergrenze (yield cap) zwar helfen würde, längerfristige Zinsen zu drücken, welche Konsumenten für Häuser und andere Käufe zahlen.
Sie gibt aber auch gleich zu, dass die 3 Runden QE "irgendwie ineffektiv" gewesen seien (!).
Gammon erläutert danach das Konzept des yield cap an der Tafel, welches die Genies der FED ausgeheckt haben. Im Prinzip läuft es auch damit weiterhin auf QE hinaus, aber nicht mehr mit einem spezifizierten Limit an Dollars, die aus dem Nichts gedruckt werden sollen.
Die QE Runden mit $3.8T seien ja "gar nichts", denn die bewirkten ja (offensichtlich) nichts. Nein, diesmal soll es ohne Grenzen gehen (limitless), und zwar so lange, wie die Zinsen immer weiter runter gehen.
Daraus schliesst Gammon, dass die FED sich nicht wirklich um die Wirtschaft schere, sondern um das Erzeugen von Inflation, welche natürlich den Dollar abwertet.
Nächster Schritt in der Dollar-Kollaps-Agenda: Inflation targeting. Da die FED angeblich um jeden Preis Deflation verhindern wolle, wolle sie also gem. Brainard eine "gesunde Inflation" generieren (er kichert beim Wort "gesund").
Die FED sieht folgendes Deflations-Monster: 1. tiefere Preise, 2. geringeres Einkommen, 3. höhere Erwerbslosigkeit, 4. niedrigere Nachfrage, mit der Folge 1. tiefere Preise etc.
Gammon argumentiert aber, wenn die Preise runtergehen, steigen der Wert der Ersparnisse. Gute Sache.
Aber auch die Kosten der Schulden. Und der weltgrösste Schuldner ist? Die Regierung der USA.
Und das erklärt, weshalb die Sache mit dem Erzeugen von Inflation so wichtig für die FED ist. Brainard schlägt "Inflations-Mittelung" vor. Wenn beispielsweise die Inflation längere Zeit bei 1.5% verweilt, könnte die FED die Erwartungen ankurbeln durch das Ankündigen eines 2.5% Ziels, mit dem Ziel, durchschnittlich 2% zu erreichen, in einem Prozess, den Brainard mit "opportunistic reflation" bezeichnet. Der PR-Ausdruck "Raflation" steht für: der durchschnittliche Konsument wird viel weniger Kaufkraft haben.
Wenn die Inflation also bei 0% liegt, strebt die FED 4% an, um 2% zu erreichen. Aber: die FED sei ja angeblich in Sorge bzgl. Deflation, mit der Spirale 1. tiefere Preise usw. Wenn aber die Inflation in Richtung 4% angekurbelt werden soll, sie in der Vergangenheit aber bei 0% lag, hat das überhaupt nichts mit einer Sorge um Deflation zu tun.
Was die FED sagt (ohne es zu sagen): Deflation interessiert uns nicht die Bohne, wir wollen nur sicherstellen, dass genug Inflation herrscht, um den Dollar kollabieren zu lassen, damit das US Government sich seiner Schuldenblase entledigen kann.
Da jede Wirtschaft von den Preisen der Güter, von den Schulden und von Vertrauen getragen wird, muss unbedingt ein Dollar-Kollaps angestrebt werden, weil sonst die gesamte US-Wirtschaft von ihren Schulden dominiert wird. Und wenn die FED nicht sagen würde, der Wirtschaft gehe es gut, sondern mit der Wahrheit rausrücken würde, dann würde das das Vertrauen in die Wirtschaft untergraben. Auch wenn es eine Lüge ist.