Im Axxxx-Forum läuft die selbe Diskussion. Zum Zwecke der persönlichen Dokumentation und möglichen späteren Reflexion stelle ich diesen meinen Beitrag auch in meinen persönlichen Thread rein.
Es gibt Leute, die Fragen: "Was heisst bei den Edelmetallen/Minen ganz unten?". Sie sind der Meinung, alles was jetzt kommt, sitze man besser aus.
Meine Antwort:
Ganz unten ist bei den Edelmetallen, wenn der Spotpreis unter die Produktionskosten (AISC) fällt. Das war im März 2020 bei Silber mit 11.5 $/oz der Fall. Ich zumindest habe das realisiert und bin dann wieder rein.
Wer mit dem vollen Depot bis ganz unten fuhr, und das waren viele hier (Anmerkung: Im Axxxx-Forum, aber auch hier im GS-Forum), liess sich sein Konto halbieren. (Ich habe auch etwas spät reagiert.)
Ich bin natürlich froh, wenn sich so ein vergleichbares Szenario nicht wiederholt und ich nicht handeln muss. Ich habe aber meine Indikatoren und Marken an denen ich mich orientiere.
Wenn das überschuldete und gehebelte Finanzsystem in den USA inkl. all seinen Junk Bonds kollabiert (z. B. weil die FED ernsthaft gegen die Inflation vorgehen muss), kann es an den Gesamtmärkten 30 - 40 % runtergehen (2007 waren es - 55 % beim SP500). Je nach Geschwindikeit der Korrektur und makroökonomischer Lage kann sich Silber (vorübergehend) gut und gerne halbieren. Und in dem Falle führe ich nicht mit runter. (Mit dem phsyischen Bestand ja, aber nicht mit den Minen).
Deshalb gilt mein Augenmerk dem Goldpreis. Entkoppelt es sich von den Gesamtmärkten und stemmt sich in seiner monterären Rolle dagegen - und stützt so auch das Silber - oder nicht? Zurzeit ist der Goldchart noch intakt, sogar die inverse SKS steht noch. Ob jemand 100 % investiert bleiben will auch, wenn die 1'670 $ reissen, ist natürlich dessen freier Entscheid. Mein Fokus bleibt bei den Edelmetallen, wie kaum bei einem anderen hier (im Axxxx-Forum), aber ich fahr nicht gerne mit dem Lift ins UG.
Im übrigen, wenn es rumpelt, helfen auch Uran, Öl und andere Rohstoffe nicht (Anmerkung: In was viele im Axxxx-Forum diversifiziert haben). Uran war auch nicht mehr der Burner die letzten Wochen und Öl hat 25 % verloren. Dass die Rohstoffe so rasch nachgeben, kann ein Hinweis sein, dass die hohen Preise eher spekulations- als nachfragegetrieben sind.