Ganz im Schatten des Corona-Virus, bildet sich für die EU-Demagogen/-Tyrannen die bisher nur an der "Ostfront" die V4 Staaten in Schach halten mußten, eine zweite Front ab. Seit 01.02.2020 schneiden Ihnen die Engländer jetzt die Welthandelsbeziehungen ab und werden als Konkurrenten am europäischen Markt auftreten:
https://www.theeuropean.de/wol…s-fur-ein-steuerparadies/
"Johnson will eine umfassende Liberalisierung der britischen Wirtschaft mit viel weniger Regulierung und möglichst niedrigen Steuern. In Brüssel kursiert bereits die Sorge vor einem “großen Singapur in der Nordsee“, also einem Steuerparadies mit niedrigen Sozial- und Umweltstandards sowie gezielten Anreizen, um Finanzkonzerne, Forschung und multinationale Unternehmen anzulocken.
Die deutsche Wirtschaft ist plötzlich alarmiert, London könnte damit systematisch deutsche Unternehmen abwerben. Clemens Fuest, Präsident des Wirtschaftsforschungsinstitut ifo in München, meint „Großbritannien könnte verstärkt gezielte, auf einzelne Unternehmen oder Sektoren zugeschnittene steuerliche Anreize setzen.“ Das Land sei ab sofort nicht mehr der EU-Subventionskontrolle unterlegen. Premier Johnson hat dies bereits angekündigt.
Sowohl bei der Regulierung, bei der Forschungsförderung als auch bei Steuern kann London nun offensiv seinen Standort attraktiver machen. „Bereits ab der kommenden Woche wird das Vereinigte Königreich den Steuerwettbewerb mit Deutschland und Europa suchen“, warnt Joachim Lang, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Industrie (BDI).
Auch beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) schlägt man Alarm: „Angesichts der Unsicherheiten ist es für Großbritannien sinnvoll, die Unternehmensteuern weiter zu senken, um den Standort attraktiv zu halten“, prophezeit DIW-Steuerexperte Stefan Bach.
Deutschland gerät also schlagartig in einen aggressiven Steuerwettbewerb – und die deutschen Karten dabei sind schlecht. Denn schon jetzt zahlen deutsche Unternehmen und Arbeitnehmer die höchsten Steuern der Welt. In England hingegen müssen Unternehmen bereits heute nurmehr 19 Prozent Steuern auf ihren Gewinn zahlen. Johnson will die neue Steuerfreiheit weiträumig nutzen. „Keine Mehrwertsteuer mehr auf Binden und Tampons“, ist eines seiner Lieblingsbeispiele. „Wir können die Mehrwertsteuer auf Hygieneartikel streichen, ohne uns Sorgen zu machen, was Brüssel dazu meint“. Und so werde man es in allen Lebensbereichen halten. Schatzkanzler Sajid Javid soll am 11. März einen Reformhaushalt vorlegen, und Johnson unkt bereits voller Vorfreude: „Der Kanzler wird jede Menge Berechnungen machen, und es wird ein sehr aufregender Haushalt.“ „Muscles without Brussels“ (Muskeln ohne Brüssel) triumphiert die Boulevardzeitung „The Sun“ bereits. Ein „glorreiches neues Großbritannien“ ruft auch der „Daily Express“ aus. „Gut gemacht, britisches Volk – endlich draußen“, titelt der „Daily Telegraph“.
In Brüssel dämmert es jetzt den Ersten, dass der Brexit für die EU noch ein gewaltiges strategisches Problem bedeuten könnte.
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