Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Das mit der "Bekanntheit" wird überbewertet! Gold, bzw. Silbermünzen sind kein Umlaufgeld auf dem Basar.Man geht mit EM zum "Wechsler" und mit dem erhaltenen Papier ins Wirtshaus.
    Der "Wechsler" ist Profi und weiß was er tut. Selbst Gudrun rubbelt mit nem altbekannten Willi oder Sovereign auf der Schieferplatte rum. Dann die Waage und erst dann das Papier.
    Das Prozedere ist überall das selbe. Selbst ne Bankfiliale sendet die Münzen zur Prüfung ein, bevor sie die Knete rausrückt.
    Im Grunde ist es Wurst was auf das Metall geprägt ist, Hauptsache EM und günstig im EK.
    N.

    Ich habe halt besonders hohe Ansprüche, und sehe das sportlich: Kleines Aufgeld, minimaler Spread, und an Händler, Sammler und im Krisenfall an Bauer Fridolin problemlos veräußerbar soll es sein.


    Schon klar: nicht jeder will jede Münze. Aber dafür hat man dann doch eine gewisse Auswahl :D

    Steckt ja Jedermann in andren Schuhen,aber wenn ich meinen Kopp auf Deine Situation pfropfe so würde ich die verfügbare Knete erst mal schlichte Anlagenunzen Ag und kleene Goldis (10er LMU und verggleichbare Winzlinge) pumpen.

    Ich nehme die goldigen Winzlinge ja selber gerne mit, wenn sie ausnahmsweise mal irgendwo spotnah zu haben sind. I.d.R. ist das aber nicht der Fall, da hilft dann ein Blick auf die Aufgeldtabelle und Eingabe eines "Buget" von z.B. 200 €.

    Ein paar Wochen Wartezeit würden mich bei seriösen Händlern ja nicht stören.


    Wenn es günstig sein soll, aber weder auf den Händler noch auf die Münze festlegen. Die Aufgeldtabelle bei gold.de zeigt immer mal wieder andere günstige Silber-Bullions an, bei wechselnden Händlern.


    Oder Umlaufmünzen von privat, z.B. aus dem Forum (DM, Schillinge, ...). Die wohl günstigste Methode, an Silber zu kommen.


    Viel Erfolg!

    Krügerrand in Gold und Silber ist die perfekte Münze für Laien. Sie hat keinen Nennwert und wird durch ihren hohen Bekanntheitsgrad weltweit anerkannt. Sie ist ein weitaus besseres Geschenk als Philarmoniker.

    Das mit der weltweiten Bekanntheit würde ich in Frage stellen, an die 80% vom Krüger gehen nach Deutschland (viele Phillies nach Japan). Die bekannteste Goldmünze dürfte nach wie vor der Sovereign sein, kostet nicht mehr als der Krüger wenn man sich ein wenig umschaut, ist kleinteiliger, und genauso robust.

    Die Speichenregel ist aus der Zeit gefallen. Als sie aufgestellt wurde, waren Zusammenbrüche noch lokale Ereignisse.Heute hilft nur noch das Fahren mit Vollrädern. :thumbup:

    Na, ich sehe noch nicht, dass z.B. Immobilien aus der Zeit gefallen sind. Das glaube ich erst, sobald alle Foristen in Erdhöhlen hausen - gibt es dort eigentlich W-Lan? :rolleyes:

    Hallo Papa Bear,


    willkommen im Forum.


    Das Thema "wie spare ich mit kleinen Beträgen in EM an" hatten wir immer mal wieder. Was machst du denn genau, ab und zu einen Silberzehner holen, oder eine Handvoll? Von der Bank, vom Händler, oder von privat? Gerade wenn man es nicht so dicke hat, ist es ja doch sehr sinnvoll, Transaktionskosten niedrig zu halten.


    Viel Erfolg!


    LG Schwundgeldfluechter

    Als Bauer würde ich meine neuen Mähdrescher mit KILOBARREN bezahlen wollen - bin aber kein Bauer.

    Wenn der Verkäufer kein Goldprüfgerät hat und sich auch nicht sonderlich auskennt, prüft er einen Beutel Krügis oder Sovereigns leichter - bin aber kein Landmaschinenverkäufer.


    Betriebsstoffe, Ersatzteile und Düngemittel werden auch noch gebraucht, deutlich häufiger als neue Mähdrescher. Da tut man sich mit Kilos auch schwer.

    Was die Verwendung von kleinen Münzen angeht, haben wir uns hier in der Gruppe aber auch mit anderen Gruppen schon oft unterhalten. Das Ergebnis war immer das Selbe: "Was bringt mir in der Krise so ein Goldstückchen?"

    Vielleicht fragst du die falschen Leute, lauter Theoretiker, die noch nie eine wirklich ernste Wirtschaftskrise erleben mussten.


    Frag doch mal Türken, ob bei ihnen Atatürks oder Piaster zur Zahlung mittlerer oder größerer Summen angenommen werden. Ich vermute, da hapert es eher an der Abgabebereitschaft.


    Meine Piaster, ca. 150 Jahre alt, haben alle so 1-2% Abrieb. Die Willi 1 haben das nicht, auch nicht die Victoria young head oder Napoleon III. Dürfte daran liegen, dass erstere seit ihrer Prägung deutlich häufiger von Hand zu Hand gegangen sind als die anderen.

    Klar gibt es für all das einen Markt, so wie auch auch für Ü-Eier, Oldtimer, Weine, ...


    Lauter Luxus. Aber als Ersatzgeld in Not- und Krisenzeiten taugt davon kaum etwas. Und was davon zweistellige Inflationsraten über längere Zeit in etwa ausgleichen könnte, ist reine Spekulation.


    Perserteppiche z.B. haben seit den 70er Jahren so etwa 99% an Wert verloren, die nimmt heute kaum noch ein Auktionator an. Dann doch lieber Gold, zur Not auch geblistert.

    ...aber neben dem Wert einer Sache ist eben auch der Zugang zum Markt dafür wichtig.
    Ich mach mir um den Wert weitaus weniger Gedanken, als wie ich EM in etwas für den täglichen Gebrauch tauschen könnte...

    Na so schwierig ist das nicht. Die Stückelung muss passen (Gold ist Geld, Silber ist Kleingeld), eher Münzen als Barren, eher 900er und 916er als 999er, eher Bekanntes als Exoten.


    z.B.:


    https://www.middleeasteye.net/…gold-coins-rent-apartment

    Oder einfach historisches Gold. Da gab es den Plastikwahn noch nicht.

    Der Plastikwahn kam m.W. gleichzeitig mit dem Reingold (999er), was halt ein Weichmetall ist. Ich glaube, die Kanadier haben das verbrochen, d.h. mit dem Maple Leaf angefangen. Das schöne alte Handelsgold aus 900er bzw. 916er hat das Problem in der Tat nicht.


    Zur Not geht auch das m.E. vielleicht unterbewertete Sammlergedöns ab den 1970er Jahren (Olympiaden, Babenberger, ...). Die Geschichte des fast 100-Jährigen Dornröschenschlafes der meisten europäischen Prägeanstalten nach dem 1. bzw. 2. Weltkrieg müsste ohnehin mal geschrieben werden. Da sind dann private Prägeanstalten wie z.B. die Franklin Mint in die Lücke gesprungen und haben ihre Produkte zu Phantasiepreisen vertickt.

    Ob Troll oder nicht, die Frage ist ja schon legitim.


    Guckst du auf gold.de, z.B:


    "Die geprägten Goldbarren von Heimerle + Meule werden in stabilen Blisterverpackungen ausgeliefert. Diese sollten nach Möglichkeit nicht beschädigt werden. Machen Händler und viele private Ankäufer nehmen Goldbarren mit beschädigten Verpackungen nur ungerne ohne Preisabschlag an."


    Quelle:


    https://www.gold.de/kaufen/goldbarren/heimerle-meule/