Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Oder einfach historisches Gold. Da gab es den Plastikwahn noch nicht.

    Der Plastikwahn kam m.W. gleichzeitig mit dem Reingold (999er), was halt ein Weichmetall ist. Ich glaube, die Kanadier haben das verbrochen, d.h. mit dem Maple Leaf angefangen. Das schöne alte Handelsgold aus 900er bzw. 916er hat das Problem in der Tat nicht.


    Zur Not geht auch das m.E. vielleicht unterbewertete Sammlergedöns ab den 1970er Jahren (Olympiaden, Babenberger, ...). Die Geschichte des fast 100-Jährigen Dornröschenschlafes der meisten europäischen Prägeanstalten nach dem 1. bzw. 2. Weltkrieg müsste ohnehin mal geschrieben werden. Da sind dann private Prägeanstalten wie z.B. die Franklin Mint in die Lücke gesprungen und haben ihre Produkte zu Phantasiepreisen vertickt.

    Ob Troll oder nicht, die Frage ist ja schon legitim.


    Guckst du auf gold.de, z.B:


    "Die geprägten Goldbarren von Heimerle + Meule werden in stabilen Blisterverpackungen ausgeliefert. Diese sollten nach Möglichkeit nicht beschädigt werden. Machen Händler und viele private Ankäufer nehmen Goldbarren mit beschädigten Verpackungen nur ungerne ohne Preisabschlag an."


    Quelle:


    https://www.gold.de/kaufen/goldbarren/heimerle-meule/

    Update 4 (neues kursiv):



    Ich glaube zwar nicht, dass es kommt, weil EM nur 1% aller Vermögenswerte ausmachen. Falls dieser Schwarze Schwan aber doch auftaucht, viele Wege führen nach Rom, hier ein paar Ideen zur Vorbereitung:


    • Gold anonym kaufen, Verschwiegenheit über den Bestand sei angeraten. Ggf. plausible Erklärung für den Verbleib desjenigen Teilbestandes überlegen, der nicht anonym gekauft wurde
    • (Ehe)ringe, Schmuck und Kunst könnten vom Verbot ausgenommen sein (ggf. bis zu einer Grenze), weil ihre Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig wäre
    • Sammlermünzen und Medaillen sind in der Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig und könnten deshalb von einer Ablieferung verschont bleiben
    • Alte Münzen als Kulturgut (ggf. älter als Stichtag) könnten verschont bleiben. Allerdings könnte parallel die Ausfuhr von Kulturgütern eingeschränkt werden, sodass nur eine eingeschränkte Verwertbarkeit im Inland möglich wäre (in D: diskutierte Lex Rüttgers)
    • Gold in kleinen Stückelungen, jedes einzelne Stück liegt ggf. unter einer noch gestatteten Grenze; auch werden kleine Stückelungen, insbesondere von bekannten Münzen in Not- und Krisenzeiten auf dem Schwarzmarkt zum Erwerb von lebensnotwendigen Waren oft gut akzeptiert, der Kurs liegt nach einem Verbot oft sogar höher als zuvor
    • Münzen, die gesetzliche Zahlungsmittel sind, werden eventuell ausgenommen; hierbei kann der Staat allerdings inländische Münzen außer Kurs setzen
    • Kleine ältere Goldmünzen mit Kupferanteil fallen in der Geldbörse beim Verbringen über Grenzen nicht so auf, wenn sie z.B. in ein Land ohne Goldverbot mitgenommen werden
    • So eine kleine Hand voll 1/10 Unzen am besten Rotgold (Krügerrand o.ä.) die lassen sich natürlich leichter in so eine Flasche unterrühren wo man immer die Cent-Stücke rein wirft.
    • Sakrale Stücke von Religionsgemeinschaften könnten verschont bleiben (gründen wir eine Sekte?)
    • Lagerung im Ausland und insbesondere außerhalb des Bankensystems (Gefahr der Zwangsöffnung von Schließfächern)
    • Lagerung in Zollfreilagern (z.B. Schweiz, Liechtenstein, Singapur), mit Möglichkeit des Wechsels von verbotenen zu noch erlaubten EM, soweit sich das dann noch realisieren lässt
    • Nutzung legaler Offshore-Strukturen (z.B. auf Cayman Islands oder in Panama)
    • Lagerung an (mindestens) zwei verschiedenen Stellen; es wird für den Fall erzwungener Ablieferung das Studium dessen empfohlen, was Elektriker als Opferanode kennen, (z.B. Kombi von Banksafe und Versteck zu Hause)
    • Andere EM (Silber, Platin), ggf. Industriemetalle, Seltene Erden, Diamanten
    • Gegenstände aus massivem Silber (Bestecke, Leuchter, Teekannen, etc.) könnten selbst bei einem Silberverbot verschont bleiben, weil auch hier wieder die Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig wäre
    • Silbergranulat (falls eine Affinität des Horters zur industriellen Verarbeitung vorliegt)
    • Einbringung von EM in eine Firma, die internationale Geschäfte tätigt
    • Goldminenaktien/fonds waren bisher nicht von Verboten betroffen
    • Auswandern und legal dem Verbot ausweichen

    Vor 2 Tagen fand eine Diskussion statt, -- Auszug unten -- den ich ergänzen möchte. Es macht keinen Sinn, Menschen mit ausgeprägtem Sicherheitsdenken zu überzeugen, Risiken mit Chancen einzugehen, umgekehrt schon garnicht.

    Sinn würde das schon machen, die vermeintlich risikofreien Anlagen sind inzwischen mit garantierten realen Verlusten behaftet, und auf lange Sicht droht sogar mehr oder weniger Totalverlust (Währungsreformen o.ä.).


    Wer sich damit nicht befassen mag, der taumelt halt mit geschlossenen Augen seinem Schicksal entgegegen.

    Wer dir das beantwortet,geht ein hohes Risiko ein :rolleyes:

    Na, Risikomanagement ist doch mein Steckenpferd :rolleyes: .


    Ein eingefleischter Silber-Bug "darf" natürlich jederzeit all-in gehen, solange die Liquidität gesichert ist.


    Eine ausgewogene Kapitalanlage würde hingegen erstmal sehen, welcher Vermögensanteil schon auf welches Asset entfällt, und (weitere) Übergewichtungen eher vermeiden.


    Und schließlich das Timing, ja wenn das in der Vergangenheit eher nicht geklappt hat, .... :whistling:


    Viel Glück jedenfalls, bei der volatilen Diva Silber brauchst du das :)

    ...ch habe mich ein bisschen in die Münzen der LMU verliebt. Hier vor allem die Franzosen. Zeitlich ab Ceres, da recht nah am Spot...

    Da machst du ja nichts falsch, aber auch andere Mütter haben schöne Töchter. Ich selber bin aus ähnlichen Erwägungen wie du auf folgendes Soll gekommen: je 25% Sovereigns (incl. Rand), LMU, Dollar, der Rest variabel. International ist im Zweifel eine Victoria wohl besser abzusetzen als der olle Napoleaon III.


    Im "Ist" habe ich einen etwas größeren Anteil Variables, aber was soll ich machen, wenn immer mal wieder was günstig zu bekommen ist?

    Die kleinsten Goldmünzen, die man mit geringem Aufschlag bekommt, sind Sovereigns und LMU (7,32g bzw. 5,81g fein). Mit etwas Glück haben auch mal die halben bei gleichem Aufschlag, ist aber selten.


    Und wenn mir dann mal die 2 oder 2,5 Pesos (1,5g bzw. 1,875g fein) günstig vor die Flinte laufen ... :rolleyes: