Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Nix "bald". Die einfachen Fichtensärge zur Einäscherung haben tagesaktuelle Preise und hatten Ende April einen Tagesaufschlag von 69 € (d.h. ca. 10%).


    Aber man stirbt ja nur einmal :huh:

    Update 3:


    Ich glaube zwar nicht, dass ein Goldverbot kommt, weil EM nur 1% aller Vermögenswerte ausmachen. Falls dieser Schwarze Schwan aber doch auftaucht, viele Wege führen nach Rom, hier ein paar Ideen zur Vorbereitung:


    • Gold anonym kaufen, Verschwiegenheit über den Bestand sei angeraten. Ggf. plausible Erklärung für den Verbleib desjenigen Teilbestandes überlegen, der nicht anonym gekauft wurde
    • (Ehe)ringe, Schmuck und Kunst könnten vom Verbot ausgenommen sein (ggf. bis zu einer Grenze), weil ihre Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig wäre
    • Sammlermünzen und Medaillen sind in der Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig und könnten deshalb von einer Ablieferung verschont bleiben
    • Alte Münzen als Kulturgut (ggf. älter als Stichtag) könnten verschont bleiben
    • Gold in kleinen Stückelungen, jedes einzelne Stück liegt ggf. unter einer noch gestatteten Grenze; auch werden kleine Stückelungen, insbesondere von bekannten Münzen in Not- und Krisenzeiten auf dem Schwarzmarkt zum Erwerb von lebensnotwendigen Waren oft gut akzeptiert, der Kurs liegt nach einem Verbot oft sogar höher als zuvor
    • Münzen, die gesetzliche Zahlungsmittel sind, werden eventuell ausgenommen; hierbei kann der Staat allerdings inländische Münzen außer Kurs setzen
    • Kleine ältere Goldmünzen mit Kupferanteil fallen in der Geldbörse beim Verbringen über Grenzen nicht so auf, wenn sie z.B. in ein Land ohne Goldverbot mitgenommen werden
    • Sakrale Stücke von Religionsgemeinschaften könnten verschont bleiben (gründen wir eine Sekte?)
    • Lagerung im Ausland und insbesondere außerhalb des Bankensystems (Gefahr der Zwangsöffnung von Schließfächern)
    • Lagerung in Zollfreilagern (z.B. Schweiz, Liechtenstein, Singapur), mit Möglichkeit des Wechsels von verbotenen zu noch erlaubten EM, soweit sich das dann noch realisieren lässt
    • Nutzung legaler Offshore-Strukturen (z.B. auf Cayman Islands oder in Panama)
    • Lagerung an (mindestens) zwei verschiedenen Stellen; es wird für den Fall erzwungener Ablieferung das Studium dessen empfohlen, was Elektriker als Opferanode kennen, (z.B. Kombi von Banksafe und Versteck zu Hause)
    • Andere EM (Silber, Platin), ggf. Industriemetalle, Seltene Erden, Diamanten
    • Gegenstände aus massivem Silber (Bestecke, Leuchter, Teekannen, etc.) könnten selbst bei einem Silberverbot verschont bleiben, weil auch hier wieder die Wertbestimmung zeit- und kostenaufwendig wäre
    • Silbergranulat (falls eine Affinität des Horters zur industriellen Verarbeitung vorliegt)
    • Einbringung von EM in eine Firma, die internationale Geschäfte tätigt
    • Goldminenaktien/fonds waren bisher nicht von Verboten betroffen
    • Auswandern und legal dem Verbot ausweichen

    Silber ist ja in den letzten Jahren um einiges gestiegen und anscheinend ein Geheimtipp ...

    Netter Scherz, wenn man die Hunt-Spekulationspreise anguckt (knapp 50$/oz in 1980).


    Diversifikation, Kleinteiligkeit ("Gold ist Geld und Silber ist Kleingeld"), Bedarf der Industrie, von Goldverboten nicht betroffen, ...


    Sparbrötchen kaufen keine Barren, allenfalls Münzbarren mit Differenzbesteuerung. Oder Unzen-Bullions, oder DM-Gedenker, Schillinge, Olympiade Kanada oder Rußland, ...


    Z.B. hier und im Nachbarforum. An Transaktionskosten bleibt nur der Versand. Viel Erfolg!

    Kommt die hohe Recyclingquote vielleicht von den vielen eingeschmolzenen Gold-100ern? [smilie_happy]

    Lass mich die Frage mal verallgemeinern, ich wollte dafür nicht einen eigenen Faden aufmachen: Welche Münzen sind denn unbeliebt? Von den 100 Ösi-Kronen habe ich schon gelesen, dass wieder welche eingeschmolzen wurden, und zu Sovereigns Elisabeth Schleife sagte mir mal ein Händler, er hätte noch ein paar hundert Stück zu Hause. War aber beides vor Corona & Ukraine :rolleyes:

    ...Bei den Vreneli-Jahrgängen wird absolut kein Unterschied beim Ankaufspreis gemacht. So weit, so gut. Der Verkaufspreis hingegen sollte ja dann aber den unterschiedlichen Wert des Jahrgangs deutlich machen. Nicht so bei Heubach, denn die guten Jahrgänge werden bewusst mit einem "möglichen" Kaufpreis (Münzen sind nie verfügbar) ausgezeichnet und Massenjahrgänge dann deutlich darüber, ...

    Nach meiner Beobachtung stehen bei vielen Händlern nicht verfügbare Münzen mit dem Preis im Netz, zu dem die letzte (ggf. vor längerer Zeit) verkauft wurde. Ich würde da nichts weiter unterstellen wollen.

    Kann vielleicht jetzt jemand einen Münzkatalog empfehlen, gerne auch in Papierform. Aktuell kann man natürlich am besten im Internet recherchieren, aber in Zukunft könnte ein Papierkatalog oder zumindest ein Offlinekatalog hilfreich sein.

    EINEN Katalog, ernsthaft jetzt? Für Münzen aus den letzten 3000 Jahren, und (aktuell) knapp 200 Länder? Der große Brockhaus sollte es da schon sein. Oder kannst du dein Gebiet etwas einschränken?


    Wenn es Gold sein darf: Vom Krause/Mishler gibt es mehrere Auflagen.

    Die "rotgoldene" Farbe bei den 20ern zu finden ist nicht einfach und auch sinnlos.Bei den Mariannen zählt nur der Materialpreis. Selbst die Originale wurden Millionenfach geprägt.
    Sammlerfreude ausgeschlossen, weil Massenware.

    Nun lass uns doch unseren Spass. Ähnlich wie bei den Vreneli benötigt der geneigte Anfänger bei den 20 FFR Marianne drei repräsentative Exemplare: ein Stück aus 1898 bis 1906, ein Stück OP 1907 bis 1914 (Gelbgold), und ein Stück 1907 bis 1914 NP (Rotgold).


    @Sapnovela: besten Dank, habe gleich einen Screenshot archiviert. Muss doch meine drei Stücke gebührend würdigen :rolleyes: .

    Einziger Unterscheidungsmaßstab Münzen/Medaillen ist, ob die Prägung gesetzliches Zahlungsmittel ist/war.


    Das u.a. wichtig, um z.B. steuerlich als Anlagegold anerkannt zu werden.


    Zu den 50 Pesos 1943 sagt
    ucoin: Umlaufmünze (wie auch zu den anderen Jahrgängen)
    numista: Commemorative coin, circulating commemorating issue (wie auch zu den anderen Jahrgängen)
    Krause/Mishler "World Gold Coins" Ausg. 1993: Gold bullion issue, 50 pesos (andere Jahrgänge: 50 Pesos).


    Der Jahrgang 1943 zählt m.E. bei allen drei Katalogen jeweils als eigenständige Münze, und nicht nur als Variante.


    @Heike_Katrin: Ich würde das sorgfältig dokumentieren, nicht dass mal jemand deine Münze an einen unwissenden oder abzockenden Händler veräußert, der sagt "für diese Medaille kann ich leider nur Schmelzpreis zahlen, das ist ja kein Anlagegold". Und Glückwunsch zu diesem Exemplar! Leider brauchst du jetzt aber noch einen "richtigen" Centenario :D