Beiträge von Schwundgeldfluechter

    Jaja, die Risiken. Habe ein paar Jahrzehnte hauptberuflich "was mit Risikomanagement" gemacht :whistling: .


    Hast du denn ein erhöhtes Hartz-IV-Risiko? Beruflich/gesundheitlich? Wenn nicht, dann trübt m.E. der Blick immer nur auf das Risiko den Blick für die Chancen. Gar mancher Verlust im Leben wird - nicht nur in finanzieller Hinsicht - durch Realisierung von Chancen überkompensiert. Wenn die selbstgenutzte Immo erst mal abbbezahlt ist, ist man ja meist aus dem Gröbsten heraus.


    Von daher: auf die Chancen gucken, sich am gelegentlichen Zuwachs des EM-Horts (und/oder anderer) freuen, das hält die Psyche im Lot - auch sehr wichtig.


    Und Ausgleich - 10 Bergtouren im Jahr ersparen mir den Therapeuten.

    Jaja, es heißt ja oft: jeder Dritte wird berufsunfähig. Die Zahl stammt wohl aus den Zugangszahlen der gesetzlichen Renteversicherung zu den Leistungsempfängern (zwei Drittel wegen Alter, ein Drittel wegen Berufs/Erwerbsunfähigkeit). Was aber gleichzeitig heißt: diejenigen bekommen nicht etwa "nichts", sondern BU/EU-Rente (nur falls in der Rentenversicherung versichert, natürlich). Ggf. zusätzlich etwas Betriebsrente, oder Rente aus Privatversicherungen mit BU/EU-Deckung. Bei länger dauernder Arbeitslosigkeit wäre die Lage allerdings anders.


    Ob es sich lohnt, wegen der Hartz-IV-Gefahr nur in "unsichtbare" Asset-Klassen zu investieren, im Falle des Falles ein wenig am Rande der Legalität außerdem? Ist wohl individuell sehr verschieden.

    Nachdem ich zu meiner Überraschung nicht der Einzige zu sein scheine, der sich über aufkommende Risiken Gedanken macht, stellt sich die Frage nach Alternativen?


    Wie bereits geschrieben sehe ich aktuell keine wirklichen Alternativen, wobei mein aktueller Weg (verbrauchen und den Rest 50:50 EM und bar) auch eher früher als später an seine sinnvollen Grenzen kommt.


    Die selbst genutzte Immobilie lasse ich mal außen ...
    Hab ich etwas übersehen, oder wie geht ihr mit der Thematik konkret um?...

    Ja, hast du. Aktien lässt du ja außen vor. Da du wohl noch gar nicht so alt bist: einen Sparplan auf einen ETF kann man immer machen, so etwa 70% developed und 30% emerging markets. Da hast du dann eine weltweite Streuung, brauchst dich nicht mit Fiat-Fremdwährungen in cash abplagen (die Scheine müssen immer mal wieder ungetauscht werden...). Und mit Immo, Aktien, EM und Fiat-Liquidität wärest du dann so breit aufgestellt, dass du gut essen und gut schlafen könnest. Meine Devise: ich will nicht "Geld", sondern "Vermögen" haben, und da gehören zu jedem Zeitpunkt alle Asset-Klassen zwingend dazu.


    Aber ich sehe auch nicht einen Systemzusammenbruch in Mitteleuropa in der nächsten Zeit, eher, dass sich USA und Euroland so zu dem entwickeln, was Italien und Griechenland in der 70ern und 80ern waren, also ausgesprochene Weichwährungsländer. In der Peripherie wird es aber schon jetzt schwierig (Türkei, Libanon, ...). Bemerkenswert: die Türken horten aktuell i-Phones, weil sie sich besseren Werterhalt als mit Sparguthaben mit 15% Zins erwarten.

    ...Wer nimmt Dir Dein Em noch ab? Der Fleischer, Tischler, Arzt obwohls verboten ist?...

    Notfalls - die kennen sich aus - gehst du halt zum Türken deines Vertrauens :D


    Aber im Ernst: solange wir eine arbeitsteilige Gesellschaft haben, braucht es immer vernünftige Tauschmittel. Und bei 195 Ländern auf der Erde, die unterschiedliche gesetzliche Regelungen haben und sich da auch nie einig werden - einige führen ja sogar Kriege gegeneinander, da besteht nicht die "Gefahr" einer Einigung - wird es immer viele Orte geben, an denen EM sogar "offiziell" frei und damit werthaltig gehandelt werden dürfen. Und schon deswegen werden sie im Rest der Welt dann auch nicht wertlos.

    Keine Sorge, so schnell werfe ich kein Geld raus. Das Buch ist zwar mit € 14,90 ausgezeichnet, wird aber derzeit gegen Versandkostenerstattung verschickt. Diee e-Version gab es für lau.


    Und zur vertanen Zeit, jo mei, ab und zu a bisserl a Marktbeobachtung, ich kann es ja auch diagonallesen, so lange mein Weingenuss das zulässt :whistling:


    Für einen alten Hasen wie Dich ist das rausgeschmissenes Geld und vertane Zeit....

    Nun kriegt euch doch mal bitte wieder ein. Falls die Frage ernstgemeint war:


    Steuer ist wohl kaum ein Problem, man kann ja anhand der Prägejahre glaubhaft machen, dass mehr als ein Jahr gehalten wurde.


    Geldwäsche könnte theoretisch beim Händler ein Thema sein, aber bei 8K noch nicht wirklich. Und selbst bei größeren Beträgen: da nach und nach gekauft und angespart wurde, liegen keine Verdachtsanzeichen vor.


    Bei der Bank geht nur eine Überweisung von einem anderen Bankkonto ein, das ist auch kein Verdachtsfall.


    Aber der Tipp mit dem Photo von den zu verkaufenden Münzen (inklusive Prägejahren) ist zur sicheren Dokumentation natürlich auf jeden Fall gut, falls jemand übermotiviert nachforschen sollte.

    Kannst das Sheet ja mal vergleichen mit 3x 20 Belg. Francs 5,81g fein, Spot + 1,8% (Scheideanstaltka.de).


    War schon mal Handelsgold, sollte in der Krise wieder als solches taugen.


    Chinesischen Münzen würde ich hingegen nie ohne Mitnahme eines Goldschmiedes kaufen, wegen der vielen Fälschungen, und dann nur ungern, da privat aus gleichem Grund nur erschwert wieder veräußerbar.

    Hab heute nochmal über Evergrande und DMSA nachgedacht. Dieser DMSA-Laden sagt die haben mit Absicht
    Anteile gekauft, um dann bei Zahlungsunfähigkeit einen Insolvenzantrag zu stellen. Damit der Spuk vorbei ist.


    Hm, aber wo liegt deren Eigennutz an dieser Aktion?

    Bei vielen Anleihen kannst du ja ab 1000$ dabei sein, die werden von DSMA dann wohl als Kosten der Info-Beschaffung eingerechnet.

    Ich weiß ja nicht, was ihr alle so treibt. Ich kaufe schon heute ab und an beim Bauern, Fischer und Jäger Fleisch, Eier, Fisch und Wildbret. Die kennen mich, und wenn ich sagen würde "ich kann da evtl. was an EM besorgen", dann ginge da bestimmt was. Auch der Bauer muss in der Krise das schlachtreife Vieh auss dem Stall kriegen, braucht Futter- und Schmierstoffe, und die lassen sich mit EM leichter zahlen als mit Pelzen und Perserteppichen.


    Hilfreich wäre es natürlich, melken zu können. Aber das haben wohl die wenigsten Prepper drauf :whistling:

    Manches ist dort halt teuer, manches verblüffend günstig. Da waren z.B. 5 argentinische Pesos näher am Spot als der Krüger. Bis ich bestellt (und erhalten) hatte, jedenfalls :rolleyes: .


    Beim robusten Krüger kannst du wohl unbesehen zugreifen, die Britannia aus Reingold, da ist das vielleicht ein bissserl mehr Glückssache.

    Na immerhin haben es 38 Mickey Mäuse aus Niue in numista geschafft, Gold und Silber, in Gold von 0,5g bis zur Unze. Und die Prägeanstalt New Zealand Mint ist immerhin kein deutscher Agenturschrott.


    Einen Winzigkeitszuschlag auf den Spot kann man da für die 0,5g schon nehmen. Der Rest ist dann halt eine sehr spezielle Liebhaberei, und die Preisfindung Ansichtssache.