Wenden wir uns nun dem Kern Deiner Aussage , oder anders ausgedrückt dem was Du befürchtest zu: eine Inflationierung des Goldes.
Würde bedeuten: die weltweit verfügbare Goldmenge wächst schneller als das Angebot an Waren und Dienstleistungen und büßt dadurch seinen Wert ein. Ich will in diesem Zusammenhang die Zeit zwischen 2000 und heute betrachten.
Das Welt BIP nahm zwischen 2000 und heute grob um 200 % zu hat sich also verdreifacht:
Zahlen zur Welt-Geldmenge habe ich keine gefunden. Exemplarisch nehmen wir hier als Geldmengenaggregat mal MZM der FED. Die hat sich in der Zeit von 4,7 auf 21,2 Bln. ca. vervierfacht ( Zunahme ~ 300 % )
Ähnlich sieht es auch bei anderen Geldmengenaggregaten , auch in der Eurozone aus
Hier kann man also ein Missverhältnis zwischen Waren-/Dienstleistungsangebot und Geldmenge feststellen , mithin von Inflationierung sprechen.
Wie sieht es nun mit der Goldmenge (above ground stock) in dieser Periode aus ?
Die aktuellste Zahl zur derzeitigen Weltgoldmenge die ich gefunden habe beläuft sich auf 195 000 Tonnen.
Den Bestand in 2000 muss(te) ich aus dieser Grafik 'ablesen':
Der Goldbestand zu Beginn des Jahres 2000 wird irgendwo zwischen 130 000 to und 135 000 to gelegen haben.
In Relation zu der ehute geförderten Goldmenge kommen wir auf eine Steigerung von ~ 45 %.
Fazit:
Welt BIP + 200 %
Welt- Geldmenge : + 300 % (Inflationär)
Welt-Goldmenge : + 45 % (stark Deflationär)
Man kann sich auch mal obige Grafik der Fördermengen im Hinblick auf Steigerung ansehen: die Fördermengen zwischen 2010 und 2019 lagen alle UNTER einem Zuwachs von 2 % ! Das ist der ''offizielle Zielkorridor'' für 'Inflation' z. B. der EZB.