Hat von euch schonmal jemand an einer Kapitalerhöhung/Finanzierung im Ausland teilgenommen, z.b. Kanada oder USA?
Bei den Kanadiern fragst Du bei den in der Platzierungspressemeldung genannten Personen (IR oder CEO) nach dem "Subscription Agreement". Dort stehen alle Anforderungen drin, zeitliche wie rechtliche.
Bei manchen Platzierungen kannst Du (als Landesfremder) auch als Kleinaktionär teilnehmen, aber nicht bei allen und nicht in allen (kanadischen) Jurisdiktionen. Deshalb: Es steht alles im Agreement - und nichtmal kleingedruckt...
Wenn Du hingegen A) über 1 Mio CAD "cash equivalent" (Cash, Aktien und Anleihen; aber nicht Immobilie); oder B) in den letzten 2 Jahren jeweils >200k CAD zu versteuerndes Einkommen hattest, steht Dir auch als Hiesiger die weite Welt der Privatplatzierung offen, weil Du dann zur Gruppe der erlauchten "Accredited Investor" gehören darfst...
Deine Aktien bekommst Du allerdings nicht ins Depot gebucht, das mußt Du selber organisieren. Nicht jede deutsche Bank macht Dir das. Du bekommst ein "DRS Statement" (Direct Registration System), anhand dessen Dein 'fähiger' Broker (meist nach der Haltefrist, 4 Monate oder so) die Aktien abrufen kann. Die Warrants, sofern nicht börsennotiert, sind im übrigen dann ausschließlich eine Sache zwischen Dir und der ausgebenden Firma.
Und nochwas: Mit 100 Euro oder solchen Scherzen machen die nicht mit. Auch wenn es manchmal heißt, es gibt keine Untergrenze, verursacht jeder Teilnehmer logischerwiees Kosten. Daher geht der Spaß zumeist im unteren mittleren vierstelligen (CAD) Bereich los. Zahlen kannst Du im übrigen per Auslandsüberweisung auf das Treuhandkonto der zuständigen Kanzlei.
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Ach ja, und nochwas zuguterletzt: "Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren unfähigen Berater oder den unwissenden Kriminellenverein Ihrer Bank".
Die freuen sich sicher mal wieder über ein Pläuschchen. Und der Steuerberater bestimmt auch... 
Klappt es mit der Teilnahme, macht es sogar ein wenig Spaß, weil es mal was anderes ist als nur die dröge Ordermaske beim Broker. 
Nachtrag: Das obige ist für "non-brokered private placement", also ohne die Zwischenschaltung eines Brokers, wo wieder andere Prozeduren greifen...