mein Zykluschart [...] Edward Gofsky [...] nur das diese Herren nie wissen, wieso dies zustande kam... [...] Im obigen Zyklus-Schema kann man aber entnehmen,daß die Hochs, sowie Tiefs genau wie 2008/2009 dem 15-Jahreszyklus geschuldet sind (Zyklushoch-sehr zentral und Halbzyklustief).
...als Ausgangspunkt der aktuellen Diskussion nochmal hervorgeholt...
Frage 2: Die "Henne oder Ei"-Frage... Was ist Wirkung, was ist Ursache?
Das ist die entscheidende Frage, und dafür gibt es seit jeher den Bereich der Logik, einst in der Philosophie angesiedelt, später in Mathematik und schließlich angewandt in der Informatik. Die Regeln des Denkens sind fundamental in der Bewertung von Aussagen. Und nicht aus jeder Wirkung läßt sich zweifelsfrei auf die Ursache rückschließen.
Könnte es eine andere, nichtzyklische Erklärung geben? Vielleicht. Sicherlich! Aber muß sie deshalb den Zyklen widersprechen?
Bei diesem Thema hier kommt mir wieder das Bild der nassen Straße in den Sinn: "Weil es regnet, ist die Straße nass". Erstmal logisch. Doch umgekehrt zu sagen: "Weil die Straße nass ist, regnet es", ist nicht korrekt. Genausowenig: "Nur weil es regnet, ist die Straße nass". Denn: Was ist, wenn der Nachbar nur den Rasensprenger laufen läßt, oder gerade sein Auto dort wäscht? Auch dann ist die Straße nass...
In vielen Fällen ist die Aussage "Oh, die Straße ist naß, also regnet es" zwar zutreffend, aber trotzdem nicht zutreffend oder hinreichend als Begründung. Die Regentropfen aus den Wolken sind dazu schon eine weitere notwendige Bedingung, ohne die es eben nicht regnet, auch wenn oder obwohl die Straße nass ist.
Kollektives Verhalten mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten erklären zu wollen, setzt insbesondere hier im Bereich Börse (egal ob Gold oder sonstwas) eine Unumstößlichkeit voraus, die es so nicht gibt. Das wäre genauso vermessen, wie den Todeszeitpunkt jedes Einzelnen im Voraus aus Genen, Umwelt und Gesellschaft heraus berechnen zu wollen.
Mir sind Leute begegnet, die konnten mit EW wunderbar tolle neue Hochs bei KirklandLakeGold aus den Kursen der Vergangenheit herleiten, doch dummerweise wurde die Firma Monate später übernommen. Genauso bringt jeder Insolvenzantrag jeden Kurs auf nahezu Null, und zwar plötzlich und aus heiterem Himmel (erst gestern wieder gesehen bei Ahlers AG). Zu postulieren, das hätte man schon vorher mit irgendeiner Theorie als notwendiges Ziel vorhersagen können, bringt wieder Ursache und Wirkung durcheinander.
Denn: Den Kurs bestimmen nicht irgendwelche Wellen oder Zyklen, sondern die Ereignisse und die Anlegerherde. Und daß hier das Feld asymetrisch besetzt ist mit Leuten mit wenig Wirkung (Kleinanleger) und Leuten mit großer Wirkung (Großanleger, Banken, Hedgefonds) ist doch auch offensichtlich.
Genauso ist es auch mit dem Goldhoch letztes Jahr dank Russland-Ukraine. Oder das Hunt-Hoch bei Silber. Hätte sich das ohne abrupte Regeländerung seitens der Marktplatzbetreiber genau so ergeben? und zwingend? Sicher nicht. Oder der Nickel-Shortsqueeze letztens, der sogar legale, regelkonform zulässige Deals am Schluß vom Marktplatzbetreiber stornieren ließ, einfach so. Vorhersagbar? Sicher nicht. Und klar geht ein Kurs nach unten, wenn ein Shortseller mit ausreichend Kapital daherkommt - und der Kurs geht auch wieder etwas hoch, wenn der sich schließlich wieder eindeckt. Aber ist das notwendig für die Zukunft, oder passiert es einfach nur, weil irgendjemand das jetzt so sieht und dann auch handelt?
Letztlich hängt der Kurs doch nur davon ab, ob die Zahl der Verkäufer die der Käufer beziehungsweise deren jeweilige kumulierte Mengen übersteigt oder umgekehrt.
Der Wunsch nach Deutung der Zukunft aus der Gegenwart und Vergangenheit hat schon lange ein Metier in Leben gerufen - das der Wahrsager und Prohpeten. Und manchmal ist es dann doch nur die Manifestation dessen, an das man glaubt oder glauben will, das einem das Gesagte plausibel für die Zukunft erscheinen läßt.
Wahrscheinlichkeiten, das trifft es letztlich genau auf den Punkt. Aber nicht Notwendigkeiten oder Gewißheiten. Solange die Freiheit der Entscheidung des Einzelnen gegeben bleibt, ist selbige nicht berechenbar als notwendige Folge. Das hat vor Jahren schon Bulkowski mit der statistischen Analyse gängiger Chartmuster gezeigt.
Genauso ist es. Aber wir wissen ja bereits seit Kain und Abel, daß das ein sehr schwieriges Unterfangen darstellt... 
Von daher, ich schaue gerne auf @Caldera's Marktsichten, auch wenn ich die Begründung dafür nicht immer vollumfänglich teilen kann. Sagen wir mal so: Auch er ist ein wertvolles Individuum als Mitglied dieser Gemeinschaft hier! 
So, weiter kurzfristig dealen...