Beiträge von Pindar

    Reuters-Meldung heute - Anglogold möchte das Primärlisting nach NewYork verlegen, und den Sitz der Gesellschaft nach Großbritannien... :!:


    (Link liefert mir mein Broker nicht... ...deshalb Text nachfolgend im Klappenmodus):


    [smilie_denk]


    Deshalb heute vormittag Punkt zehn Uhr der radikale Abverkauf? :hae:



    Edit: Link offizielles PDF
    https://www.anglogoldashanti.c…nnouncement-12may2023.pdf
    hier eingehängt:

    2. Falls Antwort Nein: Dann Bezug der POLY Aktien als Aktienzertifikat.

    Ok, wenn Deine Bank Dir sowas liefert - super. WENN... :hae:


    Ich hab mal eben bei der Deutschen Bank angefragt (telefonisch) wegen meiner ADR. Das Thema POLY ist bei denen noch nicht so ganz angekommen. Aber: Die Umwandlung meiner US-ADR in JE-Originale kann ich nach deren Auskunft nicht "auf Kundenweisung" im Vorfeld anstoßen (Hotline-Mitarbeiter hat extra bei seinem Chef nachgefragt), sondern ausschließlich im Rahmen des Prozedere, wie wir es vom letzten Jahr kennen: Der Emittent schickt irgendwann vielleicht eine Nachricht, dann darf man (möglichst innerhalb von Stunden, nicht wahr) reagieren. Vergessen wir hier mal gleich die Frage nach "physisch" :evil:


    Also, wie C64 das schön darlegt, ja, schön und gut. Aber noch ein Aber: "Dies - ist nicht - Ameeeh-rikaah" :wall: gelle.


    Bei den Interaktiehf-Brokern gab es auch schon Auskunft. Nein, ich kann meine ADR nicht zu ihnen transferieren. Und nein, deshalb kann ich sie auch nicht bei ihnen wandeln. Und selbst wenn ich das könnte, eine irgendwie wie auch immer geartete Verbindung nach Astana haben sie auch nicht. Immerhin lobenswert: Auf meine individuellen Fragen tatsächlich individuell eingegangen, wenn auch das Ergebnis natürlich ein anderes als gehofft ist.


    Dieser ganze Lagerstellenquatsch hier in Europa mit diesen bornierten Sanktionsidioten ist halt wirklich nur zum Kotzen. Einen (negativen) Lichtblick hätte ich noch: Wenigstens der Verkauf in Frankfurt wäre jetzt wieder zumindest technisch möglich - aber zu welchem Kurs... 8o :whistling: :wall: :wacko:



    oh manno :boese: :wall: :boese: :wall: :wall: :wall: :boese: ;(

    Interessante Koinzidenz: Vor ein paar Tagen toppt der Laden hier mit einer Umkehrkerze (im Daily) knapp über 10 CAD fast auf Jahreshoch, und prompt kommt Bewegung bei den Insidern auf - natürlich auf der Verkäuferseite. Gut, wenn man vorher Optionen ausüben kann, um anschließend Kasse zu machen...




    Sind das einfach nur subbahguhde Chartleser, oder wissen die tatsächlich mehr als der Otto-Normalo... ?)
    ...oder brauchen sie einfach nur Cash zur Bedienung von Verbindlichkeiten :hae: oder...


    :wall:


    Für das Archiv, Finanzkram und Management-Discussion Q1 2023:

    Das ist keine Bankenkrise, sondern eine bewusst gesteuerte Monopolisierungswelle

    Zumindest eine Visualisierung des Phänomens :thumbup: gibt es mit dieser Grafik...



    ...aus dem Artikel von Frank Holmes, Banking On Gold - The Silver Lining In The U.S. Regional Banking Storm, 08.05.2023:
    https://www.usfunds.com/resour…s-regional-banking-storm/
    Jetzt auch in deutscher Übersetzung: Auf Gold setzen: Der Silberstreif am Horizont im regionalen US-Bankensturm
    https://www.goldseiten.de/arti…nalen-US-Bankensturm.html


    [...] It’s worth remembering that the U.S. has more banks than any other nation on earth, even as the number has dropped precipitously over the past few decades. From a high of nearly 14,500 commercial banks in 1983, the U.S. is now home to more than 4,000 as the industry has consolidated. [...]


    The country’s diverse banking system is largely due to Americans’ historic distrust of large banks. You may recall a time when it was illegal for a bank to operate out of more than one building. In effect, every city and town in the U.S. had its own bank.


    This may seem like overkill, but I believe it’s contributed to a rich and thriving financial network. There may not have been so many home mortgage loans, small business loans and other loans over the decades had there not been so many banks—smaller regional banks in particular. [...]


    Übersetzt:
    [...] Es lohnt sich, daran zu erinnern, dass die USA mehr Banken haben als jede andere Nation der Welt, auch wenn die Zahl in den letzten Jahrzehnten drastisch gesunken ist. Von einem Höchststand von fast 14.500 Geschäftsbanken im Jahr 1983 gibt es in den USA heute mehr als 4.000, da sich die Branche konsolidiert hat. [...]


    Das vielfältige Bankensystem des Landes ist weitgehend auf das historische Misstrauen der Amerikaner gegenüber großen Banken zurückzuführen. Vielleicht erinnern Sie sich an die Zeit, als es für eine Bank illegal war, in mehr als einem Gebäude zu arbeiten. In der Tat hatte jede Stadt und jeder Ort in den USA seine eigene Bank. Das mag übertrieben erscheinen, aber ich glaube, dass es zu einem reichen und florierenden Finanznetzwerk beigetragen hat. Es hätte im Laufe der Jahrzehnte vielleicht nicht so viele Hypothekendarlehen für Eigenheime, kleine Unternehmen und andere Kredite gegeben, wenn es nicht so viele Banken gegeben hätte - vor allem kleinere regionale Banken. [...]



    Zudem ist auch folgende schicke Grafik enthalten:



    [smilie_denk]


    Ob die Konsolidierungswelle aber gezielt gesteuert ist, oder eher nebenbei als Kollateralschaden sich ereignet, das steht auf einem anderen Blatt... ?) Sie könnte aber auch bedingt durch den Wegfall der Golddeckung/-bindung und damit nachfolgenden Entwertung des Dollars sein, weil Wegfall der Sicherungsgrundlage. Ein Stapel Papier im Tresor ist halt nun mal keine langfristige Grundlage, ein paar Barren aber schon. Von daher... nur mal so ein Gedanke.


    :whistling: ...immer dieser Nixon... :boese:

    Zwei positive Katalysatoren sind anzumerken:


    a) "Goldfinger" drüben hat dieser Tage einen Artikel mit etwas Hintergrund und Geschichte(n) verfaßt:
    https://ceo.ca/@goldfinger/thi…is-looking-to-do-it-again


    b) Selbst nach Teilnahme an der Platzierung zum günstigen Preis haben der Chef und sein IR-Kumpan am Markt nachgelegt:




    Jetzt müssen sie halt in den nächsten Monaten liefern, und nicht nur hübsche bunte Werbebanner schalten, nich wahr... :whistling:




    ?(

    Nicht vergessen: Aktuell sind die Aktien aus der Finanzierungsprivatplatzierung noch "unter Verschluß". Soll heißen: Alles, was jetzt gehandelt wird, sind die alten Aktien (55Mio), die es vorher schon gab - also ganz enger Markt. Zudem fand die Platzierung so gut wie auf 10-Jahres-Tief statt, also alle bisherigen Halter irgendwie mehr oder weniger dick im Minus. Klar, daß die Verkaufsbereitschaft bei den neuen, geänderten Umständen nicht gerade hoch ist, und deshalb der Kurs erstmal abdüst =O 8)


    Aber: Die neuen Aktien (92Mio) haben eine Haltefrist von 4 Monaten und 1 Tag, spätestens dann dürfte das große Abverkaufen anfangen :!: Läuft doch meistens so, denn schließlich haben die Platzierungsteilnehmer ja noch die Warrants (46Mio), um jederzeit bei gut gestiegenem Kurs wieder einsteigen zu können...


    Wie bereits schon gesagt: Jedes große Rad fängt mal klein an. Und daß die Platzierung so schwupps mal eben geklappt hat, wo manch anderer kaum das nötige Geld angedient bekommt, zeigt die Unterstützung der Investoren. Der Rest des Plans muß halt nun nur noch klappen, wie im Drehbuch geplant :hae:
    [smilie_denk]

    Heut mal wieder Zahlen: Produktion erstes Quartal. Und: Vorschlag für Sitzverlagerung nach Kasachstan :thumbup: Dateien jeweils im Anhang...


    Highlights AuszügeQ1 2023Q1 2022% сhange
    Waste mined, Mt44.155.0-20%
    Ore mined, Mt3.44.3-21%
    Production
    Gold, kOz296306-3%
    Silver, Moz3.94.5-13%
    Gold equivalent, kOz345362-5%
    Sales
    Gold, kOz318268+19%
    Silver, mOz6.44.4+48%
    Revenue, US$m733616+19%
    Net debt, US$m2,4282,393+1%


    Anmerkungen: AuÄq Based on 80:1 Au/Ag conversion ratio and excluding base metals. Discrepancies in calculations are due to rounding. Revenue Calculated based on the unaudited consolidated management accounts. Net debt Non-IFRS measure based on unaudited consolidated management accounts. Comparative information is presented for 31 December 2022.


    [smilie_denk]

    Nachdem der Kurs prompt nach dem Jubel in den letzten Wochen :boese: ziemlich doch noch gedrückt wurde, gab es die letzten zwei Handelstage eine Kursaussetzung. Heute nun ein Ressourcen-Update :thumbup:

    • 68.347Mt @ 1.22g/t Au and 10.11g/t Ag (1.31g/t AuEq), containing 2.686 Moz of gold and 22.210 Moz of silver (2.868 Moz of gold equivalent) using a 0.3g/t Au cut-off.
    • ~75% increase to the previous Mineral Resource estimate for Sturec which also includes regional prospects located along strike of the main Sturec Zone.
    • ~60% of the Mineral Resource is in the Measured + Indicated categories.


    Letzte Woche schon Bohrergebnisse, die "ermutigend" das mineralisierte Gebiet "erweitern" und teils auch wieder hochgradiges Zeugs "durchbohrten". Meldung(en) mit Grafiken und kleingedrucktem im Anhang...

    Ich vermute mal eher, es war eine BRITISCHE ERFINDUNG ! ! [smilie_blume]

    ähm, also - als das britische Empire noch in den Kinderschuhen steckte und bemüht war, die eigene Identität zu finden und sich hinter einer Mauer zu verstecken ("Hadrian's"), hatten Griechen und Römer schon jahrhundertelang zuvor in der Anwendung genau dieses Business reichlich Erfahrungen gesammelt :boese: mit so gut wie jeder Eroberungsexpansion... ...in der Tradition auch des babylonischen Exils.


    Ich würde eher so sagen: Das ist das zweitälteste Gewerbe der Menschheit... :!: :whistling:


    Ist nicht auch abhängige Beschäftigung im Rahmen eines Arbeitsvertrags oder der Status als Beamter sowas wie eine entfernte Form der Sklaverei? Wegen jedem Mist jemanden erstmal um Erlaubnis bitten zu müssen... ob Urlaubsantrag, Elternzeit, Pflegetage... :hae:

    Zerohedge: [...] Im Falle des Arbeitsmarktes ist es so, dass sich das Wachstum der Beschäftigtenzahlen abschwächt, insbesondere nach Revisionen (was April auf nächsten Monat revidiert wird).


    Danke für diese Grafik! :thumbup:


    Genau dieser Gedanke ging mir gestern durch den Kopf, als ich die Meldung mit den Zahlen gelesen hatte: Was für eine Quatsch-Veranstaltung, wo gefühlt jedesmal angeblich Erwartungen übertroffen werden, die Zahlen aber später klammheimlich nach unten korrigiert werden. Das ist doch aktive "Statistik-Verar...e". Und das Gehampel des sogenannten "Marktes" (Indizes holla im plus, Gold+Minen minus bis zu -ich-will-nochmal-Gold-auf-2000-USD-sehen-) völlig irre...


    Ok, zugestanden: Die Grafik zeigt nun schön auf einen Blick, daß es zuletzt auch Revisionen nach oben gegeben hat.


    Die Zahlenkorrekturen im Detail aus der Meldung auf Tradegate: "Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 149.000 Jobs nach unten revidiert: Das Ministerium meldete für März nun ein Stellenplus von 165.000 (vorläufig: 236.000) und für Februar von 248.000 (vorläufig: 326.000)." In späteren Meldungen entfällt dann die Revisionspartie... :wall:



    Wie schaffen es die Fuzzis eigentlich, immer punktgenau auf den entsprechenden Kauf-Verkaufs-Knopf zu drücken. Sind das nicht sogar zeitgesteuerte Orders? Abgekartetes Spiel? Wetten, da gibt es Insider, die die Zahlen schon vorher kennen und liefern? Fühlt sich so an... :whistling:

    Artikel heute auf den Goldseiten:


    Thorsten Polleit: Die FED ist überschuldet. Ein Menetekel
    https://www.goldseiten.de/arti…uldet.-Ein-Menetekel.html


    Die US-Zentralbank (Fed) zahlt mehr Zinsen, als sie einnimmt. Und wer genau rechnet, der erkennt: Die Fed hat dadurch bereits ihr buchhalterisches Eigenkapital aufgebraucht. Hinter vorgehaltener Hand macht die Botschaft in Fachkreisen bereits ihre Runde: Die US-Zentralbank (Fed) hat, folgt man den Regeln kaufmännischer Buchführung, ihr Eigenkapital verloren, ist, wie der Volksmund sagen würde, Pleite. [...]


    Der buchhalterische Verlust würde übrigens noch viel höher ausfallen, wenn die Fed die von ihr gekauften Schuldpapiere zu Marktwerten („Mark-to-Market“) anstatt, wie es der Fall ist, zu historischen Anschaffungskosten in ihrer Bilanz ausweisen würde. [...]


    Jedes herkömmliche Unternehmen befände sich vor diesem Hintergrund jetzt in argen Problemen; so wäre hierzulande eine unterlassene Verlustanzeige strafbar. Doch die Fed, wie jede andere Zentralbank auch, ist kein herkömmliches Unternehmen. Denn sie besitzt das staatliche Monopol der Geldproduktion. [...]



    Bildunterschrift im Artikel: Quelle: Refinitiv; Federal Reserve Bank of St. Louis, Berechnung Degussa.
    Ab dem 12. Sep. ’22 wird der "Gewinnübertrag an das US-Schatzamt" vom Eigenkapital abgezogen.



    :wall:
    Ergo sein Fazit: buchhalterrisch mögliche Kunstgriffe mit Staatsanleihenschiebereien oder Goldbestand-Neubewertung. Trotzdem mitunter unvermeidlich: Vertrauensverlust...

    Gold-Bullen: Keine Angst vor dem Schwarzen Mann von 2008
    https://goldseek.com/article/g…op-fearing-2008-boogeyman

    Der Artikel von Jordan Roy-Byrne findet sich vollständig auf deutsch mal wieder auch auf unseren lieben Goldseiten :thumbup:
    https://www.goldseiten.de/arti…8-Schreckensgespenst.html



    Da sind allerdings zwei Aussagen drin, die vielleicht nicht die Zustimmung eines jeden hier finden dürften:


    [...] Es gibt drei Gründe, warum ich kein weiteres 2008 erwarte. Erstens ergreifen die politischen Entscheidungsträger neue Maßnahmen, um eine Wiederholung vergangener Ereignisse zu vermeiden. Nach den 1930er Jahren wurden Änderungen vorgenommen, um eine Wiederholung zu verhindern, und nach 2008 wurden Änderungen vorgenommen, um eine Wiederholung zu verhindern.


    Zweitens ist das Bankensystem aufgrund dieser Änderungen in einer besseren Verfassung. Die großen Banken sind viel gesünder als 2008 und haben nur ein begrenztes Engagement in Gewerbeimmobilien. Das Bankensystem könnte in besserer Verfassung sein. Es wird sicherlich von der kommenden Rezession betroffen sein, aber nicht in dem Maße wie im Jahr 2008. [...]


    Gerade der Punkt mit der "besseren Verfassung" des Bankensystems zeigt sich doch gerade: eben nicht! Dank der Entwertung der "supersicheren" Staatsanleihen ist das doch die tickende Zeitbombe. Die Einengung des Blicks nur auf den Immobilienbereich ist daher kontraproduktiv. Diesmal ist alles anders? :hae:


    Diesmal ist gewiß nicht alles anders... Nebelkerzen überall ("diesmal ist alles anders" ist so eine)... alles nicht so durchsichtig, insbesondere irgendwelches Gekungel in irgendwelchen Büroräumen amerikanischer (oder letztens auch schweizer) Bankinstitutionen mit 3 Buchstaben... :wall:


    und TINA läßt grüßen... Wie sagen Egon und Matt ständig am Ende ihrer Artikel? "ceterum censeo carthaginem..." ach so, das war jemand anders, sorry. "Got Gold?" 8)

    Noch ein Auszug aus einem Beitrag von Matt Piepenburg - Schieferöl-Bashing in Washington - Gold für Öl in Ghana...


    Matt Piepenburg: So viele klare Signale für anstehendes Finanzdesaster & Goldaktivität
    https://www.goldseiten.de/arti…r-und-Goldaktivitaet.html


    ergänzte Links (in der Übersetzung auf den Goldseiten nicht enthalten):


    Link 1
    Original https://goldswitzerland.com/uk…lk-real-math-bad-options/
    Goldseiten https://www.goldseiten.de/arti…--Schlechte-Optionen.html
    Link 2
    Original https://goldswitzerland.com/sa…-the-world-de-dollarizes/
    enthält Palisades Gold Radio Interview https://www.youtube.com/watch?v=aoFfe_kp9v0
    Link 3
    Original https://goldswitzerland.com/ho…g-world-reserve-currency/
    Goldseiten https://www.goldseiten.de/arti…-Weltreservewaehrung.html
    Link 4
    Original https://goldswitzerland.com/why-gold-will-rise/
    Goldseiten https://www.goldseiten.de/arti…-hat-sich-veraendert.html


    [smilie_denk]

    So ist das mit den "estimates" - absoluter Käse :wall: der eine erwartet so, der andere anders. Dann schon lieber nackte Zahlen wie bei der Reuters-Meldung:


    Also:
    1Q 2023 vs 1Q 2022 - Au statt durchschnittlich $1892 nun $1906 realisiert - AISC dagegen von $1156 auf $1376 gestiegen - Produktion von 1.34M auf 1.27 MOz gesunken - adjusted EPS nun $0,40 :hae:


    so what? schwupps und hüpf - so wie immer... nichts neues :thumbup: und der Tag ist auch noch nicht zuende... bounce bounce bounce dip bounce :D

    mein Zykluschart [...] Edward Gofsky [...] nur das diese Herren nie wissen, wieso dies zustande kam... [...] Im obigen Zyklus-Schema kann man aber entnehmen,daß die Hochs, sowie Tiefs genau wie 2008/2009 dem 15-Jahreszyklus geschuldet sind (Zyklushoch-sehr zentral und Halbzyklustief).

    ...als Ausgangspunkt der aktuellen Diskussion nochmal hervorgeholt...

    Frage 2: Die "Henne oder Ei"-Frage... Was ist Wirkung, was ist Ursache?

    Das ist die entscheidende Frage, und dafür gibt es seit jeher den Bereich der Logik, einst in der Philosophie angesiedelt, später in Mathematik und schließlich angewandt in der Informatik. Die Regeln des Denkens sind fundamental in der Bewertung von Aussagen. Und nicht aus jeder Wirkung läßt sich zweifelsfrei auf die Ursache rückschließen.


    Könnte es eine andere, nichtzyklische Erklärung geben? Vielleicht. Sicherlich! Aber muß sie deshalb den Zyklen widersprechen?

    Bei diesem Thema hier kommt mir wieder das Bild der nassen Straße in den Sinn: "Weil es regnet, ist die Straße nass". Erstmal logisch. Doch umgekehrt zu sagen: "Weil die Straße nass ist, regnet es", ist nicht korrekt. Genausowenig: "Nur weil es regnet, ist die Straße nass". Denn: Was ist, wenn der Nachbar nur den Rasensprenger laufen läßt, oder gerade sein Auto dort wäscht? Auch dann ist die Straße nass...


    In vielen Fällen ist die Aussage "Oh, die Straße ist naß, also regnet es" zwar zutreffend, aber trotzdem nicht zutreffend oder hinreichend als Begründung. Die Regentropfen aus den Wolken sind dazu schon eine weitere notwendige Bedingung, ohne die es eben nicht regnet, auch wenn oder obwohl die Straße nass ist.


    Kollektives Verhalten mit physikalischen Gesetzmäßigkeiten erklären zu wollen, setzt insbesondere hier im Bereich Börse (egal ob Gold oder sonstwas) eine Unumstößlichkeit voraus, die es so nicht gibt. Das wäre genauso vermessen, wie den Todeszeitpunkt jedes Einzelnen im Voraus aus Genen, Umwelt und Gesellschaft heraus berechnen zu wollen.


    Mir sind Leute begegnet, die konnten mit EW wunderbar tolle neue Hochs bei KirklandLakeGold aus den Kursen der Vergangenheit herleiten, doch dummerweise wurde die Firma Monate später übernommen. Genauso bringt jeder Insolvenzantrag jeden Kurs auf nahezu Null, und zwar plötzlich und aus heiterem Himmel (erst gestern wieder gesehen bei Ahlers AG). Zu postulieren, das hätte man schon vorher mit irgendeiner Theorie als notwendiges Ziel vorhersagen können, bringt wieder Ursache und Wirkung durcheinander.


    Denn: Den Kurs bestimmen nicht irgendwelche Wellen oder Zyklen, sondern die Ereignisse und die Anlegerherde. Und daß hier das Feld asymetrisch besetzt ist mit Leuten mit wenig Wirkung (Kleinanleger) und Leuten mit großer Wirkung (Großanleger, Banken, Hedgefonds) ist doch auch offensichtlich.


    Genauso ist es auch mit dem Goldhoch letztes Jahr dank Russland-Ukraine. Oder das Hunt-Hoch bei Silber. Hätte sich das ohne abrupte Regeländerung seitens der Marktplatzbetreiber genau so ergeben? und zwingend? Sicher nicht. Oder der Nickel-Shortsqueeze letztens, der sogar legale, regelkonform zulässige Deals am Schluß vom Marktplatzbetreiber stornieren ließ, einfach so. Vorhersagbar? Sicher nicht. Und klar geht ein Kurs nach unten, wenn ein Shortseller mit ausreichend Kapital daherkommt - und der Kurs geht auch wieder etwas hoch, wenn der sich schließlich wieder eindeckt. Aber ist das notwendig für die Zukunft, oder passiert es einfach nur, weil irgendjemand das jetzt so sieht und dann auch handelt?


    Letztlich hängt der Kurs doch nur davon ab, ob die Zahl der Verkäufer die der Käufer beziehungsweise deren jeweilige kumulierte Mengen übersteigt oder umgekehrt.


    Der Wunsch nach Deutung der Zukunft aus der Gegenwart und Vergangenheit hat schon lange ein Metier in Leben gerufen - das der Wahrsager und Prohpeten. Und manchmal ist es dann doch nur die Manifestation dessen, an das man glaubt oder glauben will, das einem das Gesagte plausibel für die Zukunft erscheinen läßt.


    Wahrscheinlichkeiten, das trifft es letztlich genau auf den Punkt. Aber nicht Notwendigkeiten oder Gewißheiten. Solange die Freiheit der Entscheidung des Einzelnen gegeben bleibt, ist selbige nicht berechenbar als notwendige Folge. Das hat vor Jahren schon Bulkowski mit der statistischen Analyse gängiger Chartmuster gezeigt.


    Leben und leben lassen

    Genauso ist es. Aber wir wissen ja bereits seit Kain und Abel, daß das ein sehr schwieriges Unterfangen darstellt... :rolleyes:


    Von daher, ich schaue gerne auf @Caldera's Marktsichten, auch wenn ich die Begründung dafür nicht immer vollumfänglich teilen kann. Sagen wir mal so: Auch er ist ein wertvolles Individuum als Mitglied dieser Gemeinschaft hier! :thumbup:



    So, weiter kurzfristig dealen...

    Die Banken machen das hier wirklich, wie sie gerade lustig sind. Meiner Postbank bin ich nun doch noch auf die Schliche gekommen...


    Da meine eingebuchten PAAS nicht zu schon vorher eingekauften Exemplaren dazukamen, ist bei diesen Stücken der Einstandskurs unverändert auf die Einbuchung zurückzuführen - und der unterscheidet sich komischerweise ab der zweiten Stelle hinter dem Komma gegenüber dem Einstandskurs des Bruchteils. Nehme ich also den Einstandskurs der Stücke, multipliziere mit 0,1974 und addiere dann die Brutto-Cashzahlung, komme ich bis in den Cent-Bereich auf die ursprüngliche Einkaufssumme meiner Yamana-Stücke. Und damit paßt es wieder :thumbup:


    Also, TradeRepublic betrachtet die Cash-Zahlung als Dividenden-Äquivalent, die Postbank hingegen als einstandskursmindernde Kapitalrückzahlung :wall: tsss...



    @Dionicar - beim nicht erfolgten Steuerabzug berücksichtige vielleicht auch nicht ausgeschöpften Freistellungsbetrag oder im Verlusttopf "Sonstige" angelaufene gegengerechnete Verluste - so als Gedanke. Und nachträglich korrigierte Abrechnungen sind ja auch nix neues...


    @Statist - die steuerliche Abrechnung, wie der Abzug im einzelnen zustandekommt, ist bei den Banken hin und wieder sehr mangelhaft umgesetzt. Meine Postbank, noch mit alter Technik, hatte das (löblich zu erwähnen!) sehr transparent gehandhabt, so daß eigentlich immer klar war: wo wird Freistellungsbetrag angezapft, oder Verluste und Quellensteuer, und was wird anschließend genau versteuert. Dank neuer Technik (klagend zu erwähnen!) auf Deutsche-Bank-Basis ist diese Transparenz nun verloren gegangen (Steuererstattungen erscheinen einfach nur auf dem Konto, werden aber nicht auf der Abrechnung erläutert). Selbst den Stand der aktuell bisher versteuerten Jahresgesamtsumme muß ich nun selber ständig nachbilanzieren, wenn ich wissen will, wie viel Tax-Loss-Selling ich machen darf, um unter den Grenzen zu bleiben und noch Steuererstattung zu bekommen...


    Banken halt. Inzwischen muß man fast alles selber machen - und trotzdem fleißig löhnen :boese: