Beiträge von Madson

    Goldmarkt in China


    Interessanter Artikel zum chinesischen Goldmarkt mit vielen aufschlussreichen Details. Er zeigt einmal mehr, dass auch in China nicht alles Gold ist, was glänzt.

    Ich bin allerdings überzeugt, dass die offiziell gemeldeten rund 2.000 Tonnen Gold der PBoC nur einen Bruchteil dessen darstellen, was China tatsächlich an physischen Goldreserven kontrolliert – direkt oder indirekt. Ein erheblicher Teil dürfte außerhalb der offiziellen Bilanz gehalten werden, etwa über staatliche Banken, den Staatsfonds oder andere strategische Vehikel. Diese Intransparenz ist kein Zufall, sondern Teil der chinesischen Währungs- und Machtpolitik.

    Nichtsdestotrotz bleiben die chinesischen Devisenreserven weiterhin stark in Papierwerten konzentriert. Gold ist – gemessen an der Gesamtreserve – klar unterrepräsentiert, insbesondere im Vergleich zu westlichen Zentralbanken. Selbst wenn Peking den Goldanteil massiv erhöhen wollte, ließe sich das nicht über Nacht umsetzen, ohne den Markt deutlich zu bewegen und die Preise explodieren zu lassen.

    Genau hier liegt der strategische Zielkonflikt: China sitzt auf enormen Exportüberschüssen und Devisenbeständen, die real kaum noch sinnvoll diversifizierbar sind. Deswegen machen die diese Infrastrukturprojekte auf Teufel komm raus. Stichwort „neue Seidenstraße“: Diese Infrastrukturprojekte verhalten sich wie 30-jährige Bonds, um überhaupt was Sinnvolles mit Ihrem Geld anfangen zu können. Das sollte uns hier im Westen spez. D, gerade im Kontext globaler Handelsungleichgewichte und schwindenden Vertrauens in Papierwährungen, durchaus zu denken geben.














    Berlin: Vor dem Brandenburger Tor liegt ein Haufen geräumter Schnee. (den es lt . Herrn Latif gar nicht geben dürfte im Jahre 2026 a.d.A.)

    Zitat

    Berlin versinkt in Eis, Schnee und Dauerfrost. Wer in diesen Tagen durch die Hauptstadt navigiert, erlebt ein Szenario, das nach den gängigen Prognosen der Jahrtausendwende eigentlich der Vergangenheit angehören sollte. Fast täglich werden Glatteiswarnungen gemeldet, der öffentliche Nahverkehr kapituliert vor vereisten Weichen, und die Gehwege sind nicht selten unter einer dicken Schnee- und Eisdecke verborgen. Es ist ein Winter, den einer der prominentesten Klimaforscher Deutschlands bereits vor mehr als zwei Jahrzehnten für faktisch unmöglich erklärt hatte.

    Anhand des Artikels kann man sich an Herrn Latif und dem Klimawandel abarbeiten.

    Zitat

    Vom Physischen her gesehen hast du recht, aber ich hol mir am Papiermarkt das Geld fürs physische.


    Durch das systematische Hedging der physischen EM-Long-Exposures mit Short-Positionen im Papiermarkt wird Volatilität monetarisiert und freies Kapital generiert, mit dem die physischen Positionen sukzessive aufgestockt werden können.

    Die zentrale Frage bleibt: Zu welchem Zeitpunkt und unter welchen Marktbedingungen wird der Short-Hedge zurückgefahren bzw. vollständig aufgelöst?

    Zitat

    Ich habe kürzlich von einer Studie gelesen, dass 79 % der Menschen kognitiv nicht in der Lage sind, Informationen zu verarbeiten, die nicht in ihr Weltbild passen.

    Wie auch Rupert Lay ausführlich dargelegt hat, spiegelt die Haltung zum Schutz des eigenen Glaubenssystems bzw. zu Glaubensvorstellungen im Allgemeinen einen angeborenen Selbstschutzmechanismus wider, wie er in seinen Schriften und seiner philosophischen Haltung deutlich wird:

    Zitat

    „Glaube ist kein unveränderliches Dogma, sondern ein von Menschen konstruiertes Wirklichkeits‑System.“

    Lay ging davon aus, dass Glaubenssätze – ähnlich wie andere mentale Strukturen – als Systeme entstehen, die ihre eigene Realität schaffen und fremde Kritik systematisch abwehren. Damit sind Glaubenssysteme nicht automatisch objektiv wahr, sondern konstruiert und schützenswert vor subjektiver Verunsicherung.

    Ich möchte hier niemanden in seinen Glaubenssätzen erschüttern und mir damit seinen Unmut zuziehen. Ich bin eben ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Das heißt aber nicht, dass ich wehrlos bin. he he

    Zitat

    Offenkundig wenig damit beschäftigt, und dann erklärst Du praktisch, warum das Alles total falsch gemacht wird. Die Fragen sind ja keine Fragen, sondern Vorwürfe. Was soll man erklären, wenn Du meinst, schon Alles erkannt zu haben?

    Tja, mehr als eine Bewertung meiner Person, psychologische Analysen und Spekulationen über die internen Intentionen wären Daten und Fakten – also kurz: eigene Substanz zur Causa, das wäre interessant. Kommt da noch etwas? Kann ja auch ganz neutral zum Gold/Silber-Ratio sein.


    p.s. Als Friedensangebot verzichte ich freiwillig auf Smileys.

    Nein, was spricht er?


    Lg meggy

    ist offiziell auf der Webseite: EKG-Newsletter

    Zitat

    EKG:"Die Lage: Kein einziger Schweizer Händler hat sich bei uns zurück gemeldet und war bereit, Silber im benötigten Umfang aufzukaufen. Die Kreditlinien der Händler waren und sind erreicht. Wir konnten jedoch alle Silberverkaufswünsche mit Umicore zu einem Kurs von 2.625,- EUR/kg darstellen. Nach der physischen Rücklieferung des Silbers nach Deutschland, wird die Valuta des Verkaufserlöses am 20. Februar sein, d.h. die Auszahlungen werden am 20. oder 21.2 erfolgen, was einer Zeitspanne von drei Wochen entsprechen wird. Drei Wochen, in denen nichts, aber auch leider alles passieren kann."


    Wie machen die das eigentlich mit der MwSt.? Wenn sie nach Deutschland liefern, fällt doch automatisch Mehrwertsteuer an, oder?

    Und warum kauft eigentlich kaum noch jemand Silber, obwohl es angeblich so knapp ist und JPMorgan in einem Short-Squeeze stecken soll?

    Ernsthaft: Drei Wochen, bis die Verkäufer ihr Geld bekommen? Hm … das wäre mir als Kunde eindeutig zu lang.

    Was ich außerdem nicht verstehe: Die nehmen doch sicher Geld von Kunden ein, die Silber, Gold oder anderes kaufen wollen. Warum zahlen sie damit nicht einfach die Verkäufer aus? Das wäre doch viel einfacher, als den ganzen Kram quer durch die Republik zu karren.

    Und überhaupt: Warum verkaufen sie das in Deutschland und nicht dort, wo es ohnehin schon liegt – in der Schweiz? Gerade bei der angeblich hohen Silbernachfrage und der überall suggerierten Knappheit müsste das Silber doch höchstens den Besitzer wechseln, aber nicht physisch irgendwohin transportiert werden.

    Sorry, aber kann mir das mal jemand von den Experten hier erklären?

    Mein erster Verkauf bei der EKG. Gestern Vormittag E-Mail, dass der Verkaufsauftrag eingegangen ist. Gestern Nachmittag E-Mail über die Ausführung. Heute das Geld auf dem Konto. Kann ich nun auch von dieser Seite empfehlen.

    Am 31.12.25 schien die Welt noch in Ordnung – zumindest für GL.

    Oder ist GermanLong ein Promoter von EKG und bekommt er Provision für jeden neuen Kunden, der bereit ist, drei Wochen auf sein Geld zu warten?


    Zitat

    "ein Gold/Silber-Ratio von 8, was dem Förderniveau entsprechen würde"


    Warten wir es ab. Seit 2000 liegt die Gold-Silber-Ratio im Schnitt bei rund 72 : 1, in den letzten Jahren (2018–2024) meist sogar über 80 : 1.

    Historisch sieht das ganz anders aus: In der Antike lag die Ratio bei etwa 12–15 : 1. Die immer wieder kolportierte 8 : 1-Ratio aus angeblichen Gold-Silber-Carry-Trades habe ich zwar auch schon gehört – belastbare Belege dafür gibt es aber nicht.

    Zur Zeit Vasco da Gamas lag die Ratio in Europa bei 10–12 : 1, in Indien und China eher bei 14–16 : 1. Auch im europäischen Mittelalter bewegte sie sich meist um 10–12 : 1.

    Kurz gesagt: Wer heute ernsthaft ein historisches „Fair Value“-Argument für 8 : 1 bringt, betreibt eher Wunschdenken als Analyse.

    Als Silberbug würde ich mich über so eine Ratio natürlich freuen – realistisch ist sie allerdings kaum.


    p.s. Eigentlich wollte ich nur die Frage von meggy kurz beantworten und dann ist mir noch so viel dazu eingefallen.

    Ach, und sei so gut, mach dem Alibaba bitte keine Konkurrenz.

    Wenn du denkst, es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.


    Danke für die Lektion in Selbstzerlegung. Danke, dass ich nun weiß, wie leicht du zu triggern bist.

    Wir hätten gute Freunde werden können. Aber wie du ja weißt:

    Zitat

    Fresh fish and poor friends grow soon ill‑far’d.

    Bid the haund o freenship gae, an ye’ll hae the dagger o wrath tae clutch.

    :cursing: :D :cursing: 8) :burka: [smilie_happy] :wall: :baby: :thumbsup: =) [smilie_love] :) :P :P :P 8) ?( :huh:  8o :* :saint: 8) :huh: :rolleyes:

    "Wir" wollen uns an Personen abarbeiten. Vor allem, wenn sie es verdient haben. Hast du damit etwa ein Problem?


    Natürlich sprichst du von dir in der dritten Person – alles andere wäre ja unter deiner Würde. Oder wer genau ist mit diesem mysteriösen „Wir“ gemeint?


    [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy] [smilie_happy]


    Lästerer leben davon, dass andere etwas haben, worüber man reden kann.

    Ohne fremde Fehler hätten manche Nutzer gar kein Profil.


    8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8) 8)

    Agustín Guillermo Carstens Carstens (* 9. Juni 1958 in Mexiko-Stadt) ist ein mexikanischer Ökonom. Vom 1. Dezember 2017 bis zum 30. Juni 2025 war er General Manager der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Basel.

    Das ist die BIS oder deutsch BIZ Ein Bild vom EX GM ist nicht im Netz und nur schwer zu finden…… 8)

    So, jetzt einmal Ross und Reiter: Es gibt tonnenweise Bilder im Netz – also nichts Besonderes. Lasst den Mann doch einfach in Ruhe, er hat fertig. Er ist mit seiner Adipositas schon genug gestraft; vielleicht sollten die Eiferer und Geiferer hier erst einmal vor der eigenen Tür kehren.Und liebe Forumsmitglieder, die aus Langeweile, Besserwisserei oder geistigem Leerlauf personenbezogene Beiträge verfassen: Es geht hier nicht darum, wie jemand aussieht, sondern darum, was er tut. Charakter kann man nicht faken – aber schlechtreden kann man jeden.

    Welche Aufgabe hatte er? Wie hat er seinen Job gemacht? Hat er Fehler begangen oder hat er gute Arbeit geleistet? Was sind seine Standpunkte? Manche Menschen arbeiten nicht an Lösungen, sondern an Rufschädigung.

    Sich an einer Person abzuarbeiten, ist in der Regel einfacher, als sachbezogene und inhaltlich sinnvolle Beiträge zu liefern. Wie man an dem Faden wieder sehr schön sehen kann. Wer nichts aufzubauen hat, fängt oft an, andere abzureißen. In der Organisationspsychologie spricht man hier von politischem (krass das ist ein offizeller Begriff) Verhalten oder dysfunktionaler Karriereanpassung. Also ab in die Politk da kann noch was draus werden. Am Ende bleibt festzuhalten: Über andere zu reden ist einfach, Verantwortung zu übernehmen und selbst etwas zu leisten deutlich anspruchsvoller. Wer Substanz hat, braucht keine Abwertung – und wer arbeitet, hat meist keine Zeit zum Lästern.

    Das Ende der Illusion

    ... für die Zeit nach dem "Great Reset" und Gegenständen die während der Chaosphase ....

    Der Begriff „Great Reset“ taucht inzwischen inflationär auf. Aber was soll das konkret bedeuten? Wie ist ein solcher Umbruch überhaupt vorstellbar – und durch welchen Mechanismus? Ein Atomkrieg oder Bürgerkrieg? Der Zusammenbruch der Finanzmärkte? Oder werden wir schleichend von einem neuen autokratischen System überrollt, ohne es zunächst wirklich zu bemerken? Corona lässt grüßen.

    Auffällig ist: Die Idee eines radikalen Systembruchs ist nicht neu. Investoren und Kommentatoren wie Jim Rogers oder Marc Faber u.v.a. haben bereits um 2006-7 herum immer wieder einen grundlegenden Reset des globalen Wirtschafts- und Finanzsystems gefordert oder prognostiziert. Passiert ist – zumindest im großen Stil – nichts. Krisen wurden absorbiert, verschoben, monetarisiert. Das spricht für eine oft unterschätzte Überlebensfähigkeit bestehender Systeme. Sie sind träge, aber gerade dadurch erstaunlich robust.

    Historisch betrachtet zeigt sich zudem: Systeme brechen selten einfach „von selbst“ zusammen. Selbst die UdSSR hätte möglicherweise noch lange existieren können, wenn es nicht eine kleine Gruppe außergewöhnlich kluger – oder zumindest mutiger – Staatsmänner gegeben hätte, die den inneren Widerspruch des Systems erkannt und ihm bewusst ein Ende gesetzt haben. Solche Figuren, die Macht freiwillig begrenzen oder Strukturen auflösen, sind heute jedoch weit und breit nicht in Sicht.

    Gleichzeitig wirkt der ideologische Unterbau vieler heutiger Eliten zunehmend beunruhigend. Peter Thiel schrieb bereits 2009 sinngemäß:


    Zitat
    Peter Thiel : „Ich glaube nicht mehr, dass Freiheit und Demokratie miteinander vereinbar sind.“

    Nimmt man diese Aussage ernst und betrachtet die Denker, von denen Thiel und große Teile der Tech-Eliten beeinflusst sind – René Girard mit seiner Theorie von Gewalt und Sündenböcken, Curtis Yarvin (Mencius Moldbug) mit seiner offenen Verachtung für Demokratie, Carl Schmitt mit seinem Freund-Feind-Denken und dem Primat der Souveränität oder Leo Strauss mit der Idee elitärer Wahrheit und „edler Lügen“ –, dann entsteht ein klares Muster. Demokratie erscheint hier nicht als Wert, sondern als ineffiziente Übergangsform. Freiheit wird neu definiert: nicht als politische Teilhabe vieler, sondern als Handlungsfreiheit weniger. Dazu fällt mir gerade noch der Film „Mountainhead“ ein, eine düstere Satire über Tech-Giganten und Macht

    Vor diesem Hintergrund wirkt der „Great Reset“ weniger wie ein plötzlicher Bruch, sondern eher wie eine schleichende Verschiebung von Macht, Legitimation und Entscheidungsstrukturen. Kein Knall, kein offenes Ende der Demokratie – sondern eine technokratische, autoritäre Verdichtung unter dem Vorwand von Effizienz, Stabilität und Krisenmanagement.

    Bleibt also die unbequeme Frage: Steuern wir tatsächlich unausweichlich auf autokratische Strukturen zu, weil sie sich in komplexen, global vernetzten Gesellschaften als „überlegene“ Staatsform erweisen? Oder ist diese Annahme selbst Teil einer Erzählung, die Alternativen bewusst kleinredet, um Machtkonzentration zu rechtfertigen?

    Vielleicht ist die eigentliche Illusion nicht die Hoffnung auf den Reset – sondern der Glaube, dass politische Freiheit ohne bewusste Verteidigung einfach bestehen bleibt.

    Ich habe in den Jahren 2006–2008 alles verkauft, was ich hatte – bis auf die Immobilien, die „unter Wasser“ waren – und bin in AU, PA und AG gewechselt. Sogar einige KLV mit garantierter 6-%-Verzinsung habe ich aufgelöst. Damals haben mich alle für verrückt erklärt. Gab damals noch ganz normal Schließfächer bei SPK.

    Wenn ich mir jedoch die Performance von 2008 bis heute anschaue, liege ich im Vergleich zu einem diversifizierten Portfolio immer noch hinten. Allerdings kann sich das in diesem Jahr noch ändern. Und die Immos sind auch mit über 100% im Sack bzw. EM + BTC.

    Warren Buffett hat übrigens auch physisches Silber im Wert von rund 0,5 Mrd. USD gekauft, etwa zu 4,50 $, und später bei rund 7 $ wieder verkauft – weil er Edelmetalle grundsätzlich ablehnt.

    Japan zeigt gerade live, warum MMT ein akademisches Märchen ist: Langlaufende JGB-Renditen steigen, der Yen-Carry-Trade wackelt, und Gold in JPY bleibt stabil. Das ist keine Hyperinflation, sondern ein Vertrauensproblem. Zinsen sind kein politischer Schieberegler, Schulden kein Gratis-Lunch – und Gold reagiert nicht auf CPI, sondern auf systematische Selbstüberschätzung der Politiker.

    Gold steigt nicht, weil Inflation kommt oder ZB so viel kaufen, sondern weil Politiker glauben, Zinsen kontrollieren zu können. Japan beweist gerade das Gegenteil.

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    Das ist, was mir gerade einfällt, wenn ich das hier alles lese.


    Zitat

    Everybody knows that the dice are loaded. Everybody rolls with their fingers crossed

    Everybody knows that the war is over. Everybody knows the good guys lost

    Everybody knows the fight was fixed. The poor stay poor, the rich get rich That's how it goes

    Everybody knows that the boat is leaking. Everybody knows that the captain lied

    Everybody knows that you've been faithful. Ah give or take a night or two

    Zitat
    Zitat von Lukas 21 Ignore Funktion fleißig nutzen hilft.

    :thumbup: [smilie_blume] :burka:



    Zitat

    Zitat von Lukas 21 „Börsencafe mit KI Beiträgen 2“


    Ja, genau. 😊 Bitte alle ins Börsencafé – gern mit all deinen Freunden und Kumpels, von denen du immer die tollen Bewertungen für nichts bekommst – und lasst die Fäden, in denen es um Inhalte, nicht um Personen geht, ungestört. 8)


    1000 Dank für deinen Beitrag @Silberlilly – Ehrlich, ich würde gerne 1000 Reaktionspunkte vergeben, auch wenn ich gleich einiges zerpfücken werde. Risiko, unbeliebt zu sein, nehme ich gern in Kauf, denn genau solche offenen Debatten treiben Wohlstand und Wachstum voran – solange der Staat es nicht vorher verschlingt.

    Beginnen wir mit der Modern Monetary Theory. Ich bin klarer Gegner der MMT. Sie ist ein akademisches Konstrukt, das in der Realität kaum Bestand hat. Die Theorie suggeriert, ein Staat mit souveräner Währung könne unbegrenzt Geld drucken, solange die Ressourcen nicht voll ausgelastet sind. Realität: Geld wird überwiegend in konsumtive Staatsausgaben, Militär, Bürokratieausbau, neue Reglementierungen, Erhöhung der Besoldung der Versorgungsinstitutionen und ineffiziente Programme von NGO's gesteckt, während Infrastrukturausbau, Bildungsqualität, Wettbewerbssteigerung, technologische Produktivität, Robotik und Innovationen unberücksichtigt bleiben. Ergebnis: Asset-Inflation. Aktien, Immobilien, Rohstoffe – das Vermögen einer kleinen Elite steigt massiv, während die breite Bevölkerung in realer Kaufkraft stagniert.

    LandGeldmenge M2 2000–2023CPI InflationAssetpreisentwicklung
    USA4,3 → 21,2 B$3,4 % → 3,2 %S&P500 +400 %, Gold +650 %, Immobilien +200 %
    DE1,6 → 3,6 B€2,0 % → 3,1 %Immobilien +150 %

    MMT ignoriert zudem den technologischen Fortschritt und Robotik. Produktivität steigt exponentiell, Kosten sinken, Output steigt – aber in MMT‑Modellen wird Geldschöpfung als Haupttreiber von Wohlstand betrachtet, nicht reale Produktion. In Wahrheit wäre jede rationale Wirtschaftspolitik darauf angewiesen, Produktivitätsgewinne den Bürgern zugutekommen zu lassen, nicht sie im Staatsapparat zu versenken. Betrachtet man das Verhältnis von Wirtschaftswachstum, Nettolöhnen und Staatsquote, zeigt sich die Realität brutal:

    LandBIP-Wachstum p.a.StaatsquoteNettolohnsteigerung p.a.
    USA (2000–2020)~2 %35 → 42 %~0,5–1 %
    DE (2000–2020)~1,5 %44 → 50 %~0,8 %

    Die enormen Ressourcen, die durch Geldschöpfung gewonnen werden, landen nicht beim Bürger, sondern fließen in Staatsapparat, Transferprogramme und ineffiziente Projekte – was MMT als theoretische Wohlfahrtslogik suggeriert, verkehrt sich in der Praxis ins Gegenteil.

    Die Realität der Geldschöpfung lässt sich mit einem Sandhaufen vergleichen: Jeder neue Kredit, jede weitere Staatsausgabe ist ein Sandkorn, das den Haufen steiler macht. Niemand kann vorhersehen, wann das nächste kleine Sandkorn – sei es ein Finanzschock, eine geopolitische Krise oder ein unerwartetes Defizit – den gesamten Haufen ins Rutschen bringt oder einfach einen kleinen instabilen Finger in den Abgrund reißt, ohne den ganzen Haufen zu zerstören. Aber ein winziges Sandkorn, das den ganzen Haufen einstürzen lässt, ist genau dieses Risiko, das das System trägt. Das ist der Minsky-Moment: zu viel finanzielle Belastung ohne reale Wertschöpfung, ein fragiles Gleichgewicht, das jederzeit zusammenbrechen kann.

    Zur Absurdität der Modern Monetary Theory fällt mir als konsequente Steigerung eigentlich nur noch die Efficient-Market-Theorie ein, die in den USA unter dem wohlklingenden Namen Efficient Market Hypothesis (EMH) firmiert. Ihr zentrales Dogma lautet, dass sämtliche verfügbaren Informationen jederzeit vollständig und unverzüglich in den Marktpreisen enthalten seien und es daher prinzipiell unmöglich sei, über längere Zeiträume eine Überrendite zu erzielen.

    Der Markt wird damit zur neuen Religion erhoben: allwissend, allgegenwärtig, unfehlbar – und vor allem unangreifbar. Kritik gilt nicht als Analyse, sondern als Ketzerei.

    Theoretisch klingt das elegant, fast beruhigend. In der realen Welt jedoch versagt dieses Modell regelmäßig und spektakulär. Die EMH beruht auf einer Reihe von Fehlannahmen, die weder historisch noch empirisch haltbar sind:

    1. Alle Marktteilnehmer sind rational. Psychologische Verzerrungen, Panikverkäufe oder Übertreibungen ignoriert.

    2. Alle Informationen sind perfekt verfügbar. Insiderwissen, politische Machtspiele oder manipulative Finanzpraktiken werden ausgeblendet.

    3. Preise spiegeln immer den fairen Wert wider. Historische Blasen – Dotcom, Immobilienkrise 2008 – zeigen, dass Märkte oft völlig irrational reagieren.

    EMH und MMT haben gemeinsam: Sie sind akademische Konstrukte, elegant auf dem Papier, realitätsblind, blind für Ungleichverteilung, Produktivitätsfortschritt oder die Gefahr eines Minsky-Moments. Die Asset-Inflation, die heute zu beobachten ist, zeigt, dass reale Vermögensverteilung und Finanzsystemrisiken völlig außer Acht gelassen werden. Gold, Rohstoffe oder liquide Assets sind daher nicht nur Versicherung, sondern Frühwarnsysteme für den nächsten Abrutsch. Deshalb ja mein erster Beitrag zu den Vigilanten und ob das wirklich so funktioniert, das hätte mich mal interessiert hier unter den Experten der Runde.

    Kurz gesagt: Hyperinflation mag theoretisch möglich sein, doch die wahre Gefahr liegt im stillen Aufbau von Spannungen im System, die niemand genau quantifizieren kann – ein kleines Sandkorn kann den ganzen Haufen zum Einsturz bringen oder eben gar nichts machen. Wer sich ernsthaft auf MMT oder die Efficient-Market-Theorie verlässt, ignoriert die Realität, in der produktive Wertschöpfung, technologische Innovation und Ungleichverteilung die wahren Triebkräfte sind.

    Es sind jene komplexen Systeme, deren unsichtbare Regeln unser Leben weben, während wir ohne jeden Blick in ihr Innerstes umhertappen, unfähig, sie zu verstehen oder vorherzusehen.