Sorry für den folgenden "Opus"
, aber weil wir sonst im Kreis rumreden zum Punkt Banken, Zinsen, Verstaatlichungen etc. mal ein längeres Posting 
Wenn Banken Geld verdienen wollen, müssen sie die werteschaffende Bevölkerung zur fröhlichen Bereicherung der Ackermänner um die Erträge ihrer Arbeit betrügen.
Deshalb sind alle Banken als verbrecherische Organisationen abzuwickeln und ihre Bosse einer ehrlichen Arbeit zuzuführen.
Denn Zinsen fallen nicht vom Himmel, die wollen erarbeitet werden.
Hat schon mal jemand Geld beim arbeiten gesehen?
Alles im Prinzip richtig, ABER:
Zitat
Mir hat ein Bekannter gestern gerade eine Mail geschickt mit einer Diskussion, die ein Bekannter von ihm kürzlich mit dem Beinahe-Thüringen MP Bodo Ramelow (PDS-Linke) geführt hat. Darin behauptet Ramelow allen Ernstes, es handele sich bei Banken in (teil-)staatlichem Besitz wie Postbank, Commerzbank und HRE um "Privatbanken", weil "das Eiugentum keine Rolle spielt", sondern nur der "Zweck" und ihre gesellschaftsrechtliche Form.
Eine Privatbank ist nach Ramelow (gelernter Einzelhandelskaufmann, Filialleiter, danach Gewerkschaftfunktionär)) also auch dann eine private Bank, wenn sie zu 100 % dem Staat gehört.
Der Mann war durch kein Argument von dieser Sichtweise abzubringen. Mein Bekannter kommentierte gallig: "Der erste Linke, für den die Eigentumsfrage keine Machtfrage ist".
Vom Gelben
Pervers ist doch das Spiel, daß die (salon-)sozialistischen Kreise derzeit abziehen:
- Staatsbanken bzw. staatsnahe Banken betreiben derzeit die größte Kapitalvernichtung aller Zeiten (HRE, KfW, Landesbanken etc.; in Österreich irgendwelche Gewerkschaftsbonzenbanken etc., ist dasselbe in grün)
- dann bezeichne man diese von Politfunktionären ruinierten Banken rotzfrech als "privat"
- und mit diesem Argument, daß die "Privaten" ja alles vernichten, fordere man die weitergehende Verstaatlichung

@ Bratwurst und andere Salonsozialisten hier:
a) Ja, keiner hier mag Banken. Ich auch nicht.
b) Eine Kreditvergabe muß aber gewährleistet sein, zur Förderung aussichtsreicher wirtschaftlicher Aktivitäten bei großen, kleinen und mittleren Firmen.
-> Ausstiegsoption Nr. 1: Bestreitet Ihr die Notwendigkeit der Kreditvergabe? Oder soll man überhaupt das Geld abschaffen?
c) Wenn man nun eine Kreditvergabe als notwendig erachtet (tatsächlich stagnieren Wirtschaften ohne Kredit seit Jahrhunderten), dann muß es ein Entscheidungskriterium geben, wer bzw. welche Projekte Kredit kriegen und welche nicht.
-> Könnt Ihr da zustimmen oder streitet Ihr das ab 
d) Derzeit verläuft die Kreditvergabe gemischt:
- Staatsbanken fördern politisch gewollte Projekte (bzw. Massengräber siehe Transrapid u.v.m., derzeit/demnächst wohl mehr zum "Klima" im weitesten Sinne)
- Private Geschäftsbanken geben Handwerkern und Mittelstand Kredit. Es wird nach wirtschaftlichen Kriterien entschieden, schließlich will die Bank ihr Geld wieder
. Sicherlich kommt es hier auch zu Fehlentscheidungen, eine Ausfallquote von wenigen Prozent ist verkraftbar und gesundes Risiko, "Subprime" natürlich nicht mehr.
- die Börse gibt "Kredit" (durch Börsengang, Kapitalerhöhung, Emission von Bonds) für Großbetriebe und Konzerne. Hier steht 100% privates Kapital in Chance und Risiko. Das ist auch gut und richtig so; dieses Plärren, wenn eine Investition mit zuvor bekanntem Risiko schiefgeht, kann ich nicht mehr hören. Zum Sportsgeist gehört halt, daß man auch verlieren können muß.
- Durch Beteiligungsgesellschaften, geschlossene Fonds usw.; hier gilt grundsätzlich das Gleiche.
-> gibt's hier irgendwelche sachlichen Einsprüche?
Ach ja, und noch was; überall ist Chance und Risiko. Viele Menschen wollen auch kein Risiko eingehen, typischerweise Beamte. Plärren tun sie aber trotzdem, wenn andere, die Risiko eingegangen sind, dann mehr verdienen 
e) Nun an Euch die Frage:
-> Da Ihr bis hierhin zugestimmt habt, das Kreditvergabe notwendig ist (wenn Ihr nicht die Ausstiegsoption oben wahrgenommen habt), dann muß ich Euch fragen:
Wie wollt Ihr das künftig regeln?
Privates Risikokapital möchtet Ihr nicht, weil dadurch "die Reichen ohne Arbeit immer reicher werden" o.ä.
Ach ja. Freut Euch doch lieber, daß da etliche Eurer Haßobjekte durch Schiffs-Fonds und was es so alles gibt schön auf die Schnauze geflogen sind
Also, Ihr wollt keine Geld-Allokation durch privates Risikokapital, an welchem "der Markt" die Dinge regelt.
Dann müssen aber Polit-Funktionäre darüber entscheiden, was (kredit-)förderungswürdig ist und was nicht?
-> Ich höre einen Einspruch? Wo? Oder doch nicht?
All diese Schreckensbilder von Wissmann bis Matthäus-Meier schrecken Euch nicht?
Und immer haftet der Steuerzahler für Fehler (bei den Schiff-Fonds für Reiche nicht!)
Und in den vollsozialistischen Gesellschaften immer noch viel schlimmer.
Dazu meine These:
Zitat
Der Markt - als die Menge aller Spieler - ist immer vernünftiger als einzelne Entscheider
(und erst recht, wenn diese Politbürokraten sind) *
(dazu unten noch was)
Ach ja, und das Problem der Korruption kommt noch hinzu. Gerade kommen die ersten Geschichten ans Tageslicht, wie sich Lokalbonzen für ihre Zustimmung zu Cross-Boarder-Leasing-Geschäften haben "danken" lassen.
f) "Sichere" Geschäfte und die "automatische" Geldvermehrung der Banken.
Ach ja - es ist derzeit offenkundig, daß das typische Geschäft der Banken, nämlich Kreditvergabe an Gewerbler und Häuslesbauer, kein gutes und sicheres Geschäft ist. Wird eher widerwillig geführt; allen voran die Deutsche Bank hat sich da ganz zurückgezogen. Klar hat die Bank Zinsmargen, aber es gibt auch Risiken (1x100 Prozent wegen Zahlungsausfall verloren und 100x1 Prozent Zins ergibt was für einen "Profit"
) und Kosten (Prüfung der Kreditwürdigkeit, allgemeine Verwaltung, Rechtskosten; in D viel zu teuer, u.v.m.)
-> Einspruch, Euer Ehren 
g) Bequeme und "sichere" Geschäfte für die Banken lassen sich vor allem in Kollaboration mit dem Staat erzielen! Vor allem, da sind's so schön hohe Summen
, und nicht irgendwelche 10k-Kredite mit paar Hunderten Bruttomargen, aber hohen Bearbeitungskosten (Ihr wißt hoffentlich, daß ein Arbeitgeber incl. Lohnnebenkosten, Umlagen für Miete/Putzfrau etc. pp. bis zu 60-100 Euro für jede Arbeitsstunde ansetzen muß?
Allen voran solche "Großprojekte" wie die Staatsverschuldung und Riester o.ä.
Gerade sozialistisches Wirtschaften führt aber, immer und immer wieder, so hohen Staatsschulden. Zig Belege aus der Geschichte. Und für Riester und ähnliche "Fürsorgeprojekte" macht sich, immer und immer wieder, die (Salon)Linke stark!
-> Einsprüche?
Und um jetzt nicht weiter um den Brei rumzufaseln, möchte ist, daß Bratwurst-/Links-/Nachdenkseitenfraktion jetzt einmal ganz konkret, an einer bestimmten Stelle einhakt!
Und nicht mit so allgemeinem Gewäsch "Die Banken werden durch Zinsen immer reicher" etc. pp.
* Zur These, daß selbst eine dumme Masse intelligente Entscheidungen treffen kann, ein Beispiel:
Zweimal (ca. 1976 und ca. 2000) gab es Partien zwischen Schachweltmeistern gegen "das Volk". "Das Volk" wählte seinen Zug nach Mehrheitsentscheidung (Postkarte bzw. Internet-Abstimmung). Es dürfte klar sein, daß der Schachweltmeister viele Klassen besser spielt als der Durchschnitt der Mitspieler. Dennoch endete die erste Partie unentschieden, und die zweite gewann der Weltmeister hauchdünn nach hochdramatischem Kampf.